Aufnehmen im Proberraum

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G1mb0

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Hallo,
ich wollte euch nach euren Meinungen und erfahrungen fragen zu aufnahmen im Proberraum.
Wir sind momentan eine 3 Köpfige Band (E-Bass/Gesang, E-Gitarre, Schlagzeug) und haben auch schon ein paar songs komponiert.

Nun möchte ich diese aufnehmen, und schaute mich etwas um...
Am bessten scheint mir, mit meinem Laptop und einem Steinberg CI1 USB Audio Interface Gitarre, Gesang, Bass und Schlagzeug getrennt hinterinander aufzunehmen und zu mixen.

Das dies mit Gesang, Gitarre und E-Bass sehr gut funktioniert, kann ich mir vorstellen, aber ich frage mich wie das mit dem Schlagzeug gehen soll.
Reichen da 2 Gesang Mikro (Fame MS 835 S Mikrofon dynamisch) an beiden seiten des Schlagzeugs aus?
 
DerZauberer

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Zuerst einmal: Herzlich willkommen hier!

Es gibt in diesem Forum ausgiebige Threads für den Recording-Einstieg und sogar ein Unterforum für selbstemachtes "Home Recording", wo auch Deine Fragen schon beantwortet wurden. Ein guter Start ist hier: https://www.musiker-board.de/recording-starter-rec/286538-knowledge-base-bitte-erst-lesen.html

Würde vorschlagen, Du liest da erstmal ausgiebig rein und kommst dann ggf. mit konkreten Fragen zurück. Die anwesenden Experten haben verständlicherweise wenig Lust, nach X Jahren jeden Y. Tag dieselbe Frage immer wieder und wieder ganz individuell zu beantworten... dafür ist eben sehr viel vorhandenes Wissen hier auch gut aufgeschrieben, was den Start extrem erleichtern kann.
 
Basselch

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Hallo,

ist die Entscheidung für das Interface bereits gefallen? Falls nicht, würde ich mal über eines mit mehr Kanälen nachdenken... wenn ich da "Schlagzeug" lese, wird das mit zwei Kanälen gleichzeitig eng. Da wäre die Recorderman-Technik das Mittel der Wahl, um mit zwei Mics ein recht gutes Ergebnis zu bekommen - aber dann müßtest Du mal über die Mikrofone nachdenken. Die von Dir Genannten machen bei Aufnahmen nicht wirklich Spaß, wenn Du einen gewissen Anspruch stellen möchtest.
Auch noch wichtig zu wissen: Wie hoch wäre das zur Verfügung stehende Budget?

Viele Grüße
Klaus
 
Deltafox

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Wobei Recorderman auch 1. mit der Auswahl der Mikros steht und fällt und deshalb 2. gerade bei günstigeren Mikros/modernerer Musik/nicht-idealer Raumakustik doch wieder zusätzliche Stützmikros benötigt.

Und damit sind 2 Kanäle dann doch wieder zu wenig...
 
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Ich habe mir das verlingte FAQ zu den aufnahmen durchgelesen und noch etwas herumgestöbert.

Ich denke nun auch das 2 Kanäle viel zu wenig sind. Es gibt ja diverse Drum Microphone sets welche erschwinglich sind.
Unser Budget beträgt 300-400 Euro.

Es muss kein USB Audio interface sein, wenn ein Mixer (trotzdem anschließbar an einem PC) reicht, indem man ein fertig gemixtes drumgemisch (durch die 7 Drum Microphone) in den Computer als eine spur einspeisen kann.
Dementsprechend muss ein mixer mit mindestens 7 Kanälen her. Muss der Mixer dann auch 7 XLR inputs besitzen?
 
Deltafox

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sollte er. Ihr wärt aber langfristig auf jeden Fall flexibler (und damit ziemlich sicher auch glücklicher), wenn ihr euch direkt ein entsprechend vielkanaliges Audio-Interface zulegt.
 
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Auf jeden Fall müsst ihr euch ein Interface kaufen. Zusätzlich noch gute Mikrophone (zb AKG Rhythm Pack), dann noch eine DAW, Monitore/Kopfhörer,...

da kommt man 300-400 € nicht weit. Da ist nichtmal das Rhythmpack drinnen. ^^
 
Basselch

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Hallo,

...und bitte, bitte nicht schon wieder die Frage "Taugt das xxx-Mikrofonset für 139 € was?" - die hatten wir hier schon zur Genüge. Zwei gute Kleinmembraner in der Klasse Rode NT5 wären sicherlich ein guter Start. Die taugen für Recorderman oder einfach als Stereo-Overheads am Drumkit, man kann sie vor den Gitarrenamp stellen und, ja, sogar bei der Aufnahme da hinein singen ;)
Und sie haben den Vorteil, daß sie als solider Grundstock dienen, der sich nach und nach mit anderen Mikrofonen komplettieren läßt.

Viele Grüße
Klaus
 
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Danke für die Ratschläge, ich werde dann als armer student dann wohl noch etwas sparen müssen :(

Ich habe nun den Yamaha MG 166 C-USB Mixer ins Auge geschlossen und dann werde ich mit 2 Overheads anfangen und schließlich um snare und Bassdrum mics erweitern.
 
Basselch

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Hallo, G1mb0,

dann gestatte mir an dieser Stelle auch die Frage, ob Du Dir darüber im klaren bist, daß dieses Mischpult nur die Stereosumme in den Rechner führt? Wenn Du mit dieser Beschränkung leben kannst, o.k., aber da kommt ein Problem auf Dich zu, sobald Du mal vom Drumset mehr als zwei unabhängige Spuren haben möchtest...

Viele Grüße
Klaus
 
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Ich muss hier mal wieder einspringen:
wenn ich überlege, mit was wir "früher" unsere Demos im Proberaum aufgezeichnet haben, und immer wieder sehe, dass hier Mikros weit ab von 200€+ empfohlen werden, greife ich mir immer an den Kopf. Das NT5 ist ein gutes Mikro, ohne Frage, aber braucht es das für den Anfang wirklich? Man kann bei der Gitarre natürlich auch gleich mit einer USA Strat beginnen, anstatt erstmal mit einer Squier warm zu werden. No offense.
Meine erste Demo-Session bestand aus einem Zoom 2 Kanalrecorder (BD und SN mit SM57 und SM 58, MRS4 oder so hieß das, damals neu auf dem Markt), zwei Diktiergeräten als Overheads (ja auf Kasette), Amps danach mit dem SM57 vor der Gitarre und das SM58 vorm Bassamp (DI kannte ich nicht) und dann in Audacity synchronisiert und gemischt. Klar, das klang nicht gut, aber es ging :D

Ich finde, mit 400€ ist einiges machbar. Dass es keiner professionellen Aufnahme entspricht, sollte dann doch jedem klar sein.
Zum Beispiel kann man das Set hier ohne Probleme für Proberaum-ausreichende Mitschnitte verwenden. (Das zumindest kenne ich, die günstigeren nicht, aber schlecht werden die auch nicht sein - dafür aber keine Garantie)
Für die Gitarre ein "Standard-SM57" und der Bass kommt ohnehin idR. per DI, vielleicht noch gestützt durch ein Mikro vor der Box, da kann man testweise erstmal das BD-Mikro testen, und dann investieren.
Als Interface könnte man über ein gebrauchtes R16 nachdenken. Das ist erstmal nicht schlecht, und kostet so um die 200€ +/- gebraucht.

Dann kommt man auch mit ca. 400€ aus. Je nach Gebrauchtkauf-Wille drüber oder drunter. :redface:
 
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Ich würde mir heute ein Zoom Komplett-Teil kaufen:
https://www.thomann.de/de/zoom_r16.htm

Und dazu für den Anfang ein wie auch immer geartetes "Billiges" Mikro-Set mit Ständern.

Et Voilá alles da für den Anfang. Dann mit Audacity oder Reaper, passt.
 
Deltafox

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das ist schon richtig, solange allen Beteiligten klar ist, dass die Aufnahmen mit abgespecktem Equipment nachher auch entsprechend eingeschränkt klingen, ist das völlig legitim, sowas zu verwenden.
Allerdings ist meine persönliche Einschätzung eher, dass eine Band, die sich ein Mischpult mit >7 Kanälen zum Recorden anschafft, auch die Hoffnung hat, damit nachher echt tolle Aufnahmen hinzukriegen. Und gerade bei Schlagzeug hört's da eben schnell wieder auf, wenn man nur als Stereosumme vom Mischpult in den Rechner geht.

Deswegen nochmal der Hinweis: Langfristig werdet ihr ziemlich sicher glücklicher, wenn ihr euch ein Audio-Interface (oder USB-Mischpult) mit entsprechend vielen Kanälen zulegt.
Gerade beim Schlagzeug ist es ziemlich wichtig, die Spuren einzeln bearbeiten zu können, wenn man nachher eine wirklich gut klingende Aufnahme haben möchte.

Ansonsten wenn ihr ein Interface habt und damit für die Zukunft gerüstet sein, dann kann es für den Anfang auch mal ein günstiges Mikrofonset sein. Der Unterschied zu teureren Sets ist zwar definitiv vorhanden und auch sehr deutlich bemerkbar, aber ihr könnt trotzdem schonmal Erfahrungen mit Mehrspuraufnahmen sammeln und mit etwas Übung auch aus dem günstigen Mikroset sehr brauchbare Ergebnisse herausholen. Mit Sicherheit besser, als über teure Mikros ins Mischpult und dann mit nur einer Stereospur in den Rechner weiter...
 
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Währe zum Zoom-R16 das Tascam US-1800 eine brauchbare alternative?
 
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Zur Klärung meines Ansatzes nochmal: Das Zoom ist "Stand Alone" ein wirklich passables Studio - man kann 8 Spuren parallel (!) aufnehmen (also auch für Drums interessant) und so einen durchaus brauchbaren rough mix im Proberaum fabrizieren, ggf. sogar mit den verbauten internen Effekten. Diese Spuren kann man super in eine entsprechende Software importieren (CuBase LE liegt bei, ansonsten z.B. Reaper) und wenn man will dort weiterbearbeiten.

Vorteil ist, dass man die Funktionsweise und das Vorgehen eben auch "Stand Alone" mit dem Teil direkt, also ohne PC-Nutzung machen kann, das hat wirklich was und man lernt viele Recording-Grundzüge. Daher eben diese Idee.

Das ist eben genau der Unterschied zum reinen Audio-Interface - das Zoom ist ein Recorder, eine Art Mini-Studio, wo man fix einfach mal loslegen kann.
 
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Wir haben im Proberaum das Tascam US-1800 am Laufen. Es hat zwar nicht die Edel-Preamps eines teureren Interfaces, aber für den Anfang reicht es allemal.
Wir sind sehr zufrieden damit.
 

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