vielleicht dann eher so..wÀhre aber auch etwas...Àhm..
Aus der Einsicht wird ein Heiliger (oder so)
Ich streichle jede LĂŒge aus deinem vollen Mund,
denn Ehrlichkeit ist ja bekanntlich ungesund.
Ich hÀtte nie gedacht, wie schön VerdrÀngen ist,
55 Warnschilder? Ach komm â wer zĂ€hlt denn sowas mit?
Nach all der langen Zeit kennt man sich wirklich gut,
man rennt nicht mehr weg â man tut nur so, als wĂ€r man klug.
Ich war nie zu nett, ich war nur schön bequem,
Respekt ist so anstrengend, Betrug so angenehm.
Du sagtest, ich soll kĂ€mpfen â klar, nur bitte nicht fĂŒr dich,
denn Mut sieht von Weitem besser aus als aus der Pflicht.
Kein Hamsterrad der Tage â nur Kreisverkehr im Kopf,
wir liefen beide weg und nanntenâs âfreier Laufâ.
Du hast mich aufgebaut â aus Pappe, nass im Regen,
nach der Sonne kam direkt der nÀchste Sturm entgegen.
Ich steh nicht aus der Asche, ich bleib lieber schön verbrannt,
denn Neuanfang heiĂt Arbeit â und die hab ich nie gekannt.
Du konntest mich nicht brechen, ich war vorher schon kaputt,
wer schubst, fĂ€llt nicht â er nennt es nur âcharakterlich gesundâ.
Wir zwei hatten was GroĂes â angeblich, hab ich gehört,
zerbrochen? Ach Quatsch â ich habâs nur dezent entsorgt.
Die Liebe, die wir hatten, war natĂŒrlich noch viel wert,
deshalb hab ich sie auch behandelt wie ein altes Hemd.
Man geht durch schwere Zeiten â am besten ganz allein,
man flieht nicht zu nem andern â man âschaut sich nur mal umâ, ganz fein.
LĂŒgen und BetrĂŒgen? FrĂŒher total fremd,
doch Menschen Ă€ndern sich â besonders wennâs unbequem wird, kennt man ja.
Mit mir zu reden war nie wirklich schwer,
ich hab nur nie zugehört â spart Kraft und spart Verkehr.
Schon eine kleine Message und ich wÀr geblieben,
doch Schweigen wirkt erwachsener â hab ich irgendwo gelesen.
Wir schenkten unsern Kindern Licht in diese Welt,
damit sie spĂ€ter lernen, wie man Versprechen hĂ€lt â
also nicht.
Wir bauten unsre Mauern mit Bequemlichkeit,
normalerweise liebt man sich â auĂer es wird mal echt.
Normalerweise kĂ€mpft man bis zum Ende fĂŒr die Sache,
doch ich kĂ€mpf lieber gegen dich â nennt man wohl CharakterstĂ€rke.
Ich hab meine Moral nicht verloren â ich hab sie nur verlegt,
meine Ehre liegt irgendwo, wo man sie nicht mehr hebt.
Deine kleine Seele sollte ruhig untergehn,
denn Empathie ist schwer, wenn man sich selbst gut versteht.
Ich bin keine Burg â ich bin eher so ein Zaun,
sieht stabil aus, fĂ€llt aber um, wenn man ihn berĂŒhrt mit Vertrauen.
Ich blieb nicht hier, wir hĂ€tten ja reden mĂŒssen,
wenn man Liebe eingeht, sollte man vorbereitet sein â
war ich halt nicht, Pech.
Ich nahm den leichten Weg, ich rannte einfach fort,
nahm noch einmal Anlauf und traf dich ziemlich dort,
wo es weh tut â aus Versehen natĂŒrlich.
Du hattest den Plan, mir die Welt zu geben,
ich hatte den Job, mich nicht drum zu kĂŒmmern im Leben.
Ich weiĂ genau, was du fĂŒr mich fĂŒhltest,
ich habâs ignoriert â ist leiser, wenn man Herzen spĂŒlt.
Ich war dein Felsen â so ein bröseliger Stein,
dein Lichtlein war ich auch â nur halt auf âNotausgangsscheinâ.
Ich hab den Weg verlassen, der zum GlĂŒck gefĂŒhrt,
hab mich selbst betrogen und dich gleich mit rasiert.
Doch ich find mich nicht wieder â ich lauf im Kreis,
baue ĂŒberall HĂ€user, bleib aber nirgends zu Haus.
GefĂŒhle kommân und gehân â Verantwortung auch,
wenn Schicksal Karten mischt, verlier ich absichtlich drauf.
Ich weiĂ nicht, was die Seele nach dem Tod noch kann,
doch eines weiĂ ich sicher:
Aus der Ausrede wird ein Mann,