Aus welchem Material besteht diese Rosettenverzierung?

von guitargeorge, 10.04.05.

  1. guitargeorge

    guitargeorge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.05   #1
    Hallo Leute!

    Bin gerade dabei eine Mandoline zu renovieren... Die Holzarbeiten stellen jedoch nicht das größte Problem dar... (zb. gebrochene Kopfplatte etc.)...

    Wo ich mir vollkommen unklar bin sind die Inlays auf der Decke... also quasi die vergrößerte Rosette... Hier gibt es 2 Stellen, wo das Holz gebrochen ist... das ist mittlerweile schon mit Furnier u. Holzkitt behoben... die Inlaystellen darüber fehlen leider. Z.t. bestehen die Inlays aus schimmerndem Material... ich nehme an Abalone, vielleicht sogar Perlmutt... tlw. sind es Kunststoffsachen... Das ganze ergibt sogar ein Bild, und ist eingebettet in eine Art schwarzen harten Kunststoff...

    Ich hab leider keine Ahnung, was das für ein Material ist... Da die Decke gewölbt ist usw. glaub ich nicht, dass es eine Platte war o.ä.... selbst wenn beim verarbeiten Biegsam... Es sieht schon fast so aus, als wäre die Inlayarbeit in diese Masse eingebettet worden... und die Masse erstarrt dann...

    Nun frag ich mich natürlich, was für Material genau das ist und vor allem, wo ich das her bekomm...

    Im Anhang befindet sich noch ein Bild der Inlayarbeiten...

    Ich hoff ihr könnt mir helfen...

    MFG guitargeorge
     

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  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.04.05   #2
    Bakelit vielleicht? Das Zeug, das Fender früher z.B. für seine schwarzen Pickguars verwendet hat.

    Ob die Inlays Plastik oder echt perlmutt sind, kannst du sehen, wenn du sie gegens Licht hältst. Perlmut ist recht matt und weisslich, schimmert im Gegenlicht aber in den Regenbogenfarben. Beim drehen des entsprechenden Teilstücks wandern die Farben dann, je nach Auftreffpunkt des Lichtes.

    Plastik (Perloid etc.) ist entweder weisslich hochglänzend und spiegelt gar keine Regenbogenfarben, oder es hat Regenbogenfarben, dann aber unabhägnig vom Lichteinfallswinkel. (ist dann ähnlich wie bei Fotoflame-Decken. Die verändern sich auch nicht, wenn man sie im Licht bewegt).
     
  3. guitargeorge

    guitargeorge Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.05   #3
    Hey, das ging ja schnell... war grad dabei einen Link im Gitarren-Technik-Forum reinzustellen... da ich nicht damit gerechnet hab, das hier je jmd schreibt... :D

    Ich hab mit den Materialien wie z.b. Bakelit noch nix zu tun gehabt... Wie verarbeitet man das? und vor allem: wo bekomm ich das her?????? Ich befürchte, das ist wieder mal etw. das man einfliegen, oder zumindest importieren lassen muss... in Ö wirds das wieder mal nicht geben...

    mfg
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.04.05   #4
    Keine Ahnung. Weiss ja nicht mal, ob es das ist. War nur sone Vermutung.

    Die alten Broadcasters hatten das Zeug drauf:

    [​IMG]

    PS: http://de.wikipedia.org/wiki/Bakelit
     
  5. guitargeorge

    guitargeorge Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.05   #5
    hallo... danke erstmal... hab mich schon darüber informiert... bin mir aber irgendwie vollkommen unklar... es müsste auf jeden fall irgendein duromer sein... so hart u. brüchig, wie das zeug ist... tlw. fast spröde... ist für plastomere sehr untypisch... ich kann leider kein stück davon für versuchszwecke entbehren... aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das zeug nicht wegschmilzt...

    soweit ich weiß muss das bakelit erzeugt u. noch heiß geformt u verarbeitet werden... is ja quasi auch so ne art 2-komponenten zeugs... nur musses dafür heiß unter druck verarbeitet werden... nicht einfach abgerührt...

    dann müsste der erbauer das gemacht haben... denn die decke sieht leicht gewölbt aus... nachbearbeiten geht da nicht wirklich...

    ich könnt mir folgende verarbeitungsmethode vorstellen:

    - die decke hat mehrere (min. 2 schichten). die oberste ist an der inlaystelle ausgenommen

    - die inlays aus plastik und perlmutt (scheint übrigens wirkliches perlmutt zu sein... genauso beeindruckt bin ich davon, dass das ding ein herringbone-binding hat... ein echtes aus holz :eek: ) werden auf die decke geklebt

    - dann wird der ganze bereich mit einer zähflüssigen, aushärtenden plastikmasse ausgegossen

    - der überstehende anteil wird auf gemeinsame höhe abgeschliffen

    vor dem ding haben die umwelteinflüsse in den letzten jahrzehnten anscheinend ja auch nicht halt gemacht... die inlaystücke die aus holz sind wurden etw. kleiner u. verbogen sich leicht... die masse, in die das eingebettet ist, hat schon sprünge usw...

    ich hab nun vor, das inlay so gut wie möglich zu rekonstruieren... wenn da nicht das materialraten wäre :D

    mfg guitargeorge
     
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