Ausserhalb der normalen Quintenzirkel Methode

von musikdomteur, 17.04.19.

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  1. musikdomteur

    musikdomteur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.19   #1
    Hallo. Ihr kennt das ja sicherlich das viele Leute beim Quintenzirkel erklären dieses Muster euch Vorstellen. Also das man sich einen Ton aussucht, und daneben die 2 tonarten rechts oder links passen automatisch in dur zusammen. und unter diesen 3 dur tönen passen auch die 3 paralellen moll tonarten. Also Z.b D,A und E in Dur und dann im inneren Kreis des Quintenzirkels B,F#, und C# in Moll. Das ergibt dann ein Paket aus 6 tönen wo man sich bedienen kann wie man will und es wird harmonieren. Und das stimmt ja auch und wird oft in der Pop musik benutzt. Aber bei z.b Liedern wie z.b Thats all for everyone von Fleetwood Mac kommen auch D,A,E in dur vor doch dann aber plötzlich ein F dur, was total aus diesem Schema rauskommt. Aber es harmoniert Trotzdem. WOher weiss ich denn nun was alles harmonieren kann ? Ich hoffe ihr versteht was ich meine
     
  2. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.04.19   #2
    Es gibt aber nun mal mehr als 6 Töne. Wenn nun - sagen wir mal - Ton Nr. 10 verwendet wird und "es" doch harmonieren soll, hilft der Quintenzirkel nicht weiter.

    Er ist ein Werkzeug mit einem begrenzten Anwendungsbereich. Du kannst auch mal hier reingucken: https://www.musiker-board.de/threads/tonart-von-liedern-die-nur-dur-akkorde-haben.692205/unread
     
  3. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.04.19   #3
    Es gibt halt noch ein bisschen mehr als den Quintenzirkel: Sekundärdominanten, Doppeldominanten, Doppelsubdominanten, Dominantketten, Blues, Neapolitaner, Tritonussubstitutionen, Modulationen, Backdoorprogressions, Großterzzirkel, Modal Interchange ... :D

    Man kann sich in die Harmonielehre einarbeiten mit entsprechender Lektüre, und am Besten immer anhand von Stücken.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  4. Dr_Martin

    Dr_Martin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #4
    Die kannst du allerdings nur in der Pause anwenden :-)

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  5. Mad Maxl

    Mad Maxl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #5
    Wie McCoy schon geschrieben hat, gibt es ganz viel zu lernen in der Harmonielehre. Vermutlich lernt man nie aus. ;-)
    Ich habe auch immer wieder den Eindruck, ich kratze nur an der Oberfläche, aber ich freue mich immer wieder, wenn ich eine Schicht mehr heruntergekratzt habe! :-)
    Der Quintenzirkel ist ein prima Hilfsmittel zur Orientierung, aber keine "Allzweckwaffe".
    Ich würde vorschlagen, dass du dich zunächst mal mit der Stufentheorie/Stufenakkorden beschäftigst. - Da wirst du deinem Ansatz mit dem Quintenzirkel begegnen, aber feststellen, dass eine Durtonleiter eben aus 7 und nicht aus 6 verschieden benannten Tönen besteht und sich demnach auch 7 Stufenakkorde bilden lassen.
    Wenn du das verinnerlicht hast, werden Themen wie "Kirchentonarten/-leitern", "Natürlich, harmonisch und melodisch Moll ", "Tonartwechsel" (hierbei kann dir erneut der Quintenzirkel helfen) oder auch "Substitutionen" Themen werden, die dir sicher den ein oder anderen Aha- Effekt bereiten. - Vermutlich auch bei dem genannten Song von Fleetwood Mac (ohne ihn jetzt zu kennen).
    Wenn du "abkürzen" willst, kannst du auch schon mal die Akkordfolge und/oder Noten des Songs hier reinschreiben. Dann kann dir sicher erklärt werden, was hier im konkreten Fall "passiert".
     
  6. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.04.19   #6
    Meinst Du das ungefähr so?


    :evil:
     
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  7. omnimusicus

    omnimusicus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.04.19   #7
    +1

    könnte ich mir sogar als illustratives Lern-Video für den Einstieg in die Neapolitaner-Kunde vorstellen ;-)
     
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  8. musikdomteur

    musikdomteur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.19   #8
    Im Moment weiss ich nun nicht was ich machen soll. bin irgendwie sprachlos. Ich brauche doch irgendwie ein Schema oder ein Muster.
    --- Beiträge zusammengefasst, 20.04.19, Datum Originalbeitrag: 20.04.19 ---
    Auf dem deutschen Youtube finde ich kaum was dazu. Ist das auf Englisch Modal Interchange ?
     
  9. omnimusicus

    omnimusicus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.19   #9
    Das wird dann aber schnell sehr schematisch :-D

    Nein, im Ernst. Das klingt, als suchst Du nach einer einfachen "Harmonieformel", wie "Malen nach Zahlen".
    Davon würde ich abraten. Dazu ist die Welt zu bunt.

    Mir ist nicht klar, wofür Du diese Schemata zu brauchen meinst.
    Willst Du selbst Songs schreiben oder nur "verstehen", wie andere Songs funktionieren ?

    Die Auflistung von @McCoy sollte nur zeigen, daß es viele mögliche Zusammenhänge zwischen Tönen gibt. Man muß nicht alles davon wissen/anwenden können. Letztlich sind das ja auch alles nur Erfahrungen von vielen Leuten im Verlauf der Musikgeschichte und keine wahrnehmungspsychologische Wahrheit.

    Ich würde auch empfehlen, bei Interesse ein Buch über Harmonielehre zu studieren. Da gibt es ja viele auf dem Markt.
    Die meisten der Musiker, die ich kenne, verzichten allerdings drauf. Man kann Musik auch so machen. Auch ein valider Ansatz.
     
  10. musikdomteur

    musikdomteur Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.19   #10
    Ich bin hobbymäßig Songschreiber und würde daher gerne wissen was ich mir nehmen kann an Akkorden. Letzendlich besteht meine Lieblingsmusik zu 90% aus Akkorden die nur im Quintenzirkel sich bedienen aus 6 tönen. Von daher ist das jetzt nicht so schlimm. Aber würde doch gerne Wissen wie bei diesem Fleetwood Mac song einfach dieser F dur Akkord mit den anderen harmoniert. Wie kann man denn theoretisch gesehn ,sich erklären das dieser F dur Akkord mit Ddur,Adur und Edur harmoniert? Denn das sind die Akkorde Fmaj7,Ddur,Edur,Adur
     
  11. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.04.19   #11
    Mit einem Schema kommt man in der Musik nicht sehr weit, das Feld ist zu umfassend.

    Ich gehe mal davon aus, daß Du die Begriffe Tonika, Subdominante, Dominante sowie deren Parallelen kennst, ebenso die Stufendreiklänge in möglichst vielen (allen?) Tonarten.

    Dann solltest Du einfach irgendwo anfangen. Mein Vorschlag: Fang mit den Zwischendominanten an. Das sind die ersten Töne, die über eine einzelne Tonleiter hinausgehen.

    Besorge Dir ein Buch! @Claus empfiehlt immer das von Matthias Löffler. Ich selbst kenne es nicht, aber ich vertraue ihm da blind. :D Es gibt aber z.B. auch das Buch von Meffert oder viele andere.

    Nein, das ist nicht Modal Interchange. Substitution heißt einfach Ersetzung, d.h. es wird ein Akkord durch einen anderen ersetzt. Fündig wirst Du bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Substitution_(Musik) Wenn Du sonst suchen willst, suche nach Akkordsubstitution.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  12. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.04.19   #12
    Die Tonart sollte in diesem Fall A-Dur sein (Tonika). D und E sind Subdominante und Dominante. F-Dur ist ein Borrowed-Chord (bVI) aus der Varianttonart A-Moll.

    Zur Harmonielehre auch mal das hier durchgehen:
    https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/harmonielehre-workshop-musik-theorie-lernen.html
     
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