modi und die akkorde dazu

von inspector gabbo, 17.08.06.

  1. inspector gabbo

    inspector gabbo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #1
    eine frage die mich seit längerem beschäftigt:

    -verschiedene modi bestehen (logischerweise) aus verschiedenen tönen

    -die akkordkombinationen, die sich aus dem quintenzirkel ergeben (z.B.: C,F,G,Am,Em,Dm) klingen deshalb hübsch, weil sie alle aus tönen einer tonleiter bestehen ( hier Am/Cdur)

    jetzt die frage:
    kann man jetzt über eine kombination der obengenannten akkorde (z.B.: Am F G)
    ein anderen modi als normal a-moll/C-dur spielen oder muss man die akkorde so verändern dass nur leitereigene töne drin vorkommen oder habe ich irgendwas grundsätzliches nicht mitbekommen.
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 17.08.06   #2
    Da besteht der Denkfehler, der zu Deiner folgenden Frage führte

    Wenn Du C,F,G,Am,Em,Dm spielst, bestehen die Modi nicht aus verschiedenen, sondern aus den selben Tönen: C D E F G H A.

    Wenn Du also Am G F mit den Tönen von A-Moll/C-Dur melodisch bestückst, bewegst Du Dich tonal gesehen bereits in 3 Modi:

    A-Moll - äölisch Moll
    G - mixolydisch (vorausgesetzt ein F steht dabei in der Melodie)
    F- lydisch (vorausgesetzt ein H steht dabei in der Melodie)

    Allerdings, ohne das großartig zu bemerken, da das so genannte "tonale Zentrum" durch die Grundtonart A-moll klar dominiert wird - und damit auch das Äolische im KLangeindruck letztlich dominiert.

    Über die Folge Am - G - F ist eigentlich nichts anderes sinnvoll möglich.

    Modal in dem Sinne, dass eben nicht nach (äölisch) Moll oder das (ionisch) Dur klingt, wird es erst dann, wenn sich Tonart und Skala davon unterscheiden.

    Beispiel: Du improvisierst 1 Stunde lang über den Akkord C7(9) und spielst dazu dauerhaft nicht C-Dur (C D E F G A H C) sondern F-Dur (C D E F G A Bb C)
     
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