Aussetzer nach ca. 10 min Spielen Marshall JCM800 (2203)

von Tank1966, 20.08.16.

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  1. Tank1966

    Tank1966 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.16   #1
    Hallo,
    ich hätte mal ne Frage an jemanden, der sich mit Verstärkern auskennt. Ich war zwar schon beim Techniker meines Vertrauens (ohne Versärker) und mir wurde das und das vage mitgeteilt, was es sein kann, aber ein "come by & look" muss eh durchgeführt werden, da Ferndiagnose zu nix führt.
    Ich wollte aber trotzdem mehrere Meinungen hören, was es sein könnte (Betonung liegt auf "könnte").

    Ich habe meinen 1986er JCM800 (2203) 100Watt Lead Series Marshall Amp verkauft. Zuvor wurde er vor einem Jahr, bzw. maximal 20-30 Betriebsstunden vom Techniker auf Herz und Nieren überprüft. Potis kratzten und wurden ersetzt, ein Quartett Röhren wurde neu verbaut und eingemessen und auch sonstige Überprüfungen (bei dem Alter) wurde durchgeführt. Ich habe den Amp dann im Proberaum wieder in Betrieb genommen und alle Probleme, die er vorher hatte, waren im wahrsten Sinne des Wortes wie weggeblastet.
    Habe mir aber zwischenzeitlich einen anderen, Metal lastigeren Amp zugelegt, da der JCM für diese Musikrichtung nicht so geeignet ist. So weit , so gut. Der Amp stand sehr gut behütet bei mir zu Hause für 6 Monate, bis ich ihn diese Woche verkauft habe.
    Bei mir zu Hause in Zimmerlautstärke getestet und ok. Geld und Amp wechselten die Seiten. Dann ein Anruf die Tage, der Amp macht Mucken. Bei Proberaumlautstärke setzt er nach ca. 10 Minuten aus. Das äußert sich so, wie wenn man während des Spielens den Amp ausschaltet und er leiser wird, bis er völlig stumm ist. Dann nach ca. 10-15 Minuten warten das selbe Spiel. Das Procedere kann beliebig oft reproduziert werden.
    - Ob mit oder ohne Vorschaltgeräte, d.h. direkt rein.
    - sämtliche Kabel getauscht, auch fettes Boxenkabel ist vorhanden
    - nein, den sogenannten Patchversuch mit Patchkabel ext. Loop auf der Rückseite kann man nicht vollführen, da 1986er JCM. Da gab es sowas nicht
    - Low- oder High Input macht keinen Unterschied
    - Preamp voll auf oder Master voll auf auch keinen Unterschied

    Was nicht getestet wurde (weil mir nicht mitgeteilt), war die Gitarre an sich (aktiv/passiv?), evtl. da ein Fehler? K.A. - könnte ja auch sein.

    Man könte ja sagen: Privatkauf, Anspielen vollführt, gekauft und fertig, nicht mehr mein Problem. Aber ich bin nicht so und irgendwie glaube ich dem Käufer auch, daß er keine gravierenden Fehler gemacht hat (z.B. falsche Ohm-Einstellung oder Amp ohne Box aufgedreht usw.), da er einen ehrlichen Eindruck macht.
    Andererseits sieht es bei mir genauso aus. Ich würde NIE ein defektes Gerät wissentlich an den Mann bringen und mich daran bereichern wollen. Das war über 20 Jahre mein Amp und ich war immer zufrieden damit und hatte vor allem NIE solche Probleme mit dem Ding. Ich hatte recht viele Auftritte mit dem Amp und dafür sind sie ja gemacht.

    Also der Amp steigt nach 10 Minuten Spielen in Proberaumlautstärke aus und nach weiteren ca. 10 Minuten fängt das alles wieder an. Nach 10 Minuten sind die Röhren warm....thermisches Problem? Hmmm....
    Hat das jemand auch schon mal gehabt?
    Danke schon mal :-( :-)
     
  2. crazy-iwan

    crazy-iwan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.08.16   #2
    Na, darauf würde ich mich nie versteifen. Es können auch Bedienerfehler aus Unwissenheit passieren oder in Abwesenheit des jenigen. Oder er lügt, ein guter Lügner wirkt natürlich ehrlich ;)
    Man darf auch nicht vergessen, dass ein so altes Gerät auch mal ne Macke haben und entwickeln kann. Wer ein Arbeitstier haben will, darf kein Vintage kaufen.
    Ich würde je nach Schaden anbieten, die Reparaturkosten zu teilen, mehr aber auch nicht...
    Kann ganz stumpf ne Vorstufenröhre sein, kann auch was schlimmeres sein. Ferndiagnose ist schwer. Einfach mal ne neue 12AX7 durchstöpseln, schauen obs daran lag.
     
  3. Tank1966

    Tank1966 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.16   #3
    hi Iwan,
    VielenDank.
    Naja, insgeheim ist man ja doch immer skeptisch und jemand fremdes einzuschätzen...klar.
    Vorstufenröhren dachte ich auch, da vom Alter her die eigentlich mal dran wären (obwohl 12AX7 vom Alter her schon 2-3 Endstufenröfrensätze aushalten KÖNNEN). Ist ja 30 Jahre alt, das Dingens.
    Und Reparaturkosten bzw. Diagnose teilen ist eh der Fall. Ich hab das Ding schließlich verkauft. Kann ja auch sein, daß dieses mir unbekannte Problem beim meinem nächsten Proberaumauftritt dann passiert wäre, was ja trotzdem nicht mein Problem ist momentan.
    Danke nochmal
     
  4. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.08.16   #4
    Hört sich für mich nach einem Problem mit der Heizung an => Heizung fällt aus => Kathode wird kalt => Emission sinkt => Sound fadet aus.
    Das kann eine einzelne Vorstufenröhre betreffen, eine Fassung oder auch den ganzen Heizzweig wobei der beim 2203 eigentlich rein AC ist und dieses Problem normalerweise nur bei Amps auftritt die eine Gleichstromheizung haben. Zur Fehleranalyse müsste man den Amp auf der Bench haben aber es kann auch mal schon visuell werden ob vllt eine der Vorstufenröhren spinnt => Gitter hinten am Amp abschrauben, Hülsen von den Vorstufenröhren ziehen und spielen bis er ausfällt. Dabei die Heizung der Röhren beachten, am besten bei leicht abgedunkelter Umgebung und gucken ob eine Röhre dann plötzlich "ausgeht". Ein unterschiedlich helles Glühen der Röhren zeigt im übrigen kein Problem an, das ist fertigungsbedingt.
    Fehlerursache könnte dann neben einer defekten Röhre auch eine kalte Löstelle an der Fassung sein oder aber auch ein Netzteil/Trafoproblem aber ich denke dass die Ursache eher den ersten beiden Fällen entspricht
     
  5. Tank1966

    Tank1966 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.16   #5
    Danke :-)
    ist so was teuer zu fixen?
    Ich brauche zumindest mal einen Anhaltspunkt.
     
  6. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.08.16   #6
    Schwer zu sagen, was ne neue ECC83 kostet sieht man ja in den einschlägigen Geschäften, Fehlersuche nach kalter Lötstelle/Fassungsdefekt ca 1-2h Werkstattzeit...
     
  7. Tank1966

    Tank1966 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.16   #7
    Jo, an dem soll´s dann nicht liegen. Vorstufenröhren gibt´s ja mit umfangreichem Preisrahmen. Und so 1-2 h hab ich eh gedacht. Naja, der Profi wird´s mir dann nächste Woche sagen.
    Vielen Dank nochmals.
     
  8. Smoke165

    Smoke165 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.16   #8

    Kannst dann ja ma durchgeben was es war und kostet. Wuerd sicher einige interessieren :)
     
  9. Tank1966

    Tank1966 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.16   #9
    Klar, mach´ ich. Falls der Preis im Rahmen ist, wird geteilt (50/50). Falls sich herausstellt, daß der "Schaden" eher durch Unachtsamkeit seitens des Käufers entstanden ist, kann er selber zahlen, bzw. dann bekommt er die Info, was es ist und warum. Das Durchchecken werd´ ich dann wohl übernehmen. Kann ja nicht so viel sein.
    Kann ja auch sein, daß es einfach Zufall war und bei der nächsten Aktion ich das Problem gehabt hätte, hätte ich ihn nicht verkauft. So ist das Leben.
     
  10. Tank1966

    Tank1966 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.16   #10
    So,
    es waren die 6,3er Klinkenbuchsen. Alle beide. Es wurde ein Kontaktproblem nach ca. 10 Minuten Betrieb festgestellt. Also kein Wackler o.ä. Eher ein thermisches Problem.
    Beide Buchsen wurden erneuert und dann alles für längere Zeit testbetrieben. Das Problem war dann weg. Ich selbst hab das nicht getestet, sondern so steht´s auf der Rechnung. Wurde mit dem Kostenvoranschlag verrechnet und war also nicht die Welt.
     
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