Axe-Fx: Gitarrenbox und PA gleichzeitig nutzen - Feedback reduzieren

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Dommak89
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Hallo zusammen,


ich hoffe ich bin im richtigen Sub-Forum.

ich bin jetzt schon seit einiger Zeit Besitzer eines Axe-Fx Standards. Allerdings habe ich es bisher nur am Rechner hängen gehabt und nie zum Proben gebraucht. Nun bin ich in einer neuen Band und möchte mein Axe-Fx natürlich auch optimal nutzen.


Mich würde es interessieren, ob ich die Möglichkeit habe parallel das Axe über einen Poweramp durch eine Gitarrenbox und auch über die PA mit einer CAB-Simulation hörbar machen kann. Dafür müsste ich ja, zumindest wäre das mein Verständnis, 2 Effektblöcke im Preset haben mit 2 verschiedenen Outputs: Einmal Output 1, der in den Poweramp und letztendlich in die Gitarrenbox geht und Output 2, der dann in die PA geht.
Der Gedanke dahinter ist, dass ich die Gitarrenbox quasi als persönlichen Monitor nutzen kann und die PA es auch unserem Drummer es möglich macht mich klar zu hören. Wenn das so funktioniert, wie ich mir das denke, wäre es auch interessant zu wissen, welchen Output des Axe-Fx ich denn am besten für was nutze.


Die Frage stellt sich aber auch, ob das sinnvoll ist. Denn das Problem, welches mich überhaupt auf die Idee gebracht hat, ist das Feedback. Ich bekomme es selbst mit extrem eingestelltem Noise-Gate im Axe nicht hin, das Feedback rauszubekommen, und erhoffe mir, dass ich über die Lösung meinen Amp leiser stellen kann und nicht mehr das Problem habe. Und ich rede hier von einem Feedback, welches teilweise direkt nach dem Anschlag zu hören ist.
Natürlich stellt sich hier auch die Frage, wer überhaupt der Verursacher des Feedbacks ist, und um ehrlich zu sein bin ich da ein bisschen ratlos. Also meine Klampfe kann ich ausschließen, und auch die Box (eine 1960er Marshall slanted) funktioniert einwandfrei. Den Gain-Regler habe ich bei meinen Presets nicht weit aufgedreht und die CAB-Simulation ist natürlich ausgestellt, wenn ich das Axe über die Gitarrenbox laufen lassen.


TL;DR Ich habe heftiges Feedback, und kenne die Ursache nicht und habe überlegt, ob es möglich ist das Axe-FX parallel über Gitarrenbox und PA laufen zu lassen. Geht das? Ist das sinnvoll? Wenn ja wie? Wenn nein, wie bekämpfe ich das Feedback?
 
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TheShadow
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Du hast zwei Möglichkeiten die Signale mit und ohne Cab-Sim parallel rauszulegen (was übrigens fast ein Alleinstellungsmerkmal vom AFX ist).

Entweder du nutzt nur Output1 und das L (mit) und R (ohne) Signal wird über die Mixer Blöcke getrennt geroutet,
oder du benutzt Output 1(mit) + 2(ohne) und verwendest dann den FXL Block. Kommt auch drauf an, ob du ein Stereo Setup benutzt.

Zum Thema Feedback kann ich nix sagen, hab ich mit dem Axe nicht.
 
Lapa
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Ich habe ein ähnliches Setup (nur mit Line-6). Ebenfalls mit dem Thema, einerseits ein Bühnenamp quasi als Monitor, andererseits über DI Box in die PA zu gehen.

1. Thema: Die getrennte Einstellung von CabSim in der PA und kein CabSim auf der Bühne finde ich jedenfalls für mich nicht so gut, weil ich über die PA eigentlich den gleichen Sound haben will wie auf der Bühne, sonst habe ich keine echte Referenz wie das Ergebnis klingt.

2. Thema der Bühnen Amp: Auf der Bühne brauchst Du einen guten Gitarrenmonitor, aber eigentlich ncihts mehr, was noch eigenen Sound macht, daher für die Bühne ein guter aber ein Monitor. Viele greifen hier zu einem normalen Fullrange Monitor, andere nehmen den Return vom Einschleifweg ihres Amps oder sonstwas. Einer der immer wieder genannten Gitarrenendstufencombos ist der Tech21, aber auch das ist eine Transistorlösung.
https://www.thomann.de/de/tech_21_p...origin=boost&gclid=COTQjqKXncACFc3LtAodx0cAbg
Ich habe den Atomic Reactor 112, das ist ein Röhren-Endstufen-Combo, der als Fullrange Monitor arbeitet (Atomic hat aber leider den Deutschen Markt aufgegeben).

3. Thema (von Dir nicht genannt)
Ich jedenfalls wollte in der Lage sein, meine Bühnenlautstärke unabhängig vom Line Level in die PA zu regeln, so dass, wenn ich meinen Bühnensound lauter oder leiser drehe, der Typ am Mixer nicht gleich die Krise kriegt, weil ich ihm plötzlich zu viel/zu wenig Pegel in den Mixer gebe. Ich weiß, das Problem haben die Mischer bei Mikro-Abnahmen auch, aber wollte das vermeiden. Ferner fahre ich Stereo. Da ich zusätzlich auf der Bühne auch noch mal eine akustische Gitarre einsetze, habe ich mir einen Kleinmischer geholt (Yamaha MG 10/2), da gehen alle Gitarrensignale rein, und 2 unabhängig voneinander regelbare Ausgänge raus. So kann ich dem Mixer ein verlässliches Signal geben und mit dem zweiten Lautstärkeregler meine Bühnenlautstärke unabhängig davon regeln. Ich weiß nicht ob der Axe die Lautstärke am symmetrischen Output 1 anders einstellen kann als am unsymmetrischen Output 1 und zwar für Dich live regelbar, ich kanm mir es aber nicht vorstellen.

4. Thema: Zum Thema Feedback fällt mir Ad Hoc nichts ein, außer Du hast irgendwo den Output level auf +20 oder +40dB gesetzt
 
straighteight
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Feedback (natürlich ohne genauere Beschreibung des Presets oder der verwendeten Blöcke und Einstellungen schwierig als Ferndiagnose):

Tritt das nur bei Anschluss an einen Amp auf oder bereits bei Anschluss an den Rechner?

Wenn auch am Rechner, dann folgendes:
Ich würde zum Testen im Layout-Modus einfach von links nach rechts die einzelnen Blöcke durch Eff.Bypass muten (erst mal immer nur einen Block muten und dann wieder aktivieren und den nächsten Block muten). Irgendwo muss der Block, der das Feedback verursacht, ja stecken.

Sollte sich ein einzelner Block nicht identifizieren lassen, weil das Feedback trotzdem bleibt, dann die Blöcke nacheinander muten, bis das Feedback weg ist.

Danach in den betroffenen Blöcken die Einstellungen prüfen.

Und immer dran denken: auch wenn die kleine Kiste selbst gar keinen Krach macht, so simuliert sie Geräte, die bei bestimmten Einstellungen einen Höllenlärm machen und manchmal geht das ohne Feedback nicht mehr ab (auch wenn es nur simuliert generiert wird). Also im Zweifel die vorgenommen Einstellungen mal daraufhin überdenken, ob das an einem realen Setup überhaupt noch "spielbar" ist.

Zum Monitor:
Ich persönlich schließe mich hier Lapa an. Wenn ich einen Sound zur PA gebe, dann will ich den möglichst auch hören, also über einen Fullrange-Monitor. Hat den Vorteil, dass ich nicht über einen FXL das Signal auftrennen muss, sondern ich kann einfach Out 1 und Out 2 parallel (einmal für PA, einmal für Git.-Monitor) nutzen. Oder ich lasse mir gleich einen Monitor-Mix auf meinen Monitor geben.
 

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