[Bass] - Test my Gear Vergleichsreview

von Ryknow, 29.10.08.

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  1. Ryknow

    Ryknow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #1
    So liebe Freunde. Auf zum Nordderby in Bremerhaven!!!
    D`Averc (Jens) und ich (Chrishi) haben uns mal auf nen Bierchen hingesetzt um ein wenig unsere Bässe durchzutesten mit der Absicht vielleicht fürs Board ein paar KLEINE Reviews zu schreiben. Vielleicht ist das ja auch ein Ansporn für andere. Jedenfalls fanden wir es interessant, den Stuff des anderen (der auf den ersten Blick ja sooo unterschiedlich ist ) unter gleichen Bedingungen näher kennen zu lernen.
    Dabei haben wir uns hauptsächlich auf den Sound konzentriert. Handling haben wir mal außen vor gelassen bzw. nur subjektiv drauf eingegangen.

    Hier also mal ein kleiner Überblick:

    Gespielt wurde über Jens seiner Anlage bestehend aus
    Tech TVM 350
    SAD DBA-I
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    Bässe:

    Jens (Anm.: Jur(b)assic-park - werden alle nicht mehr produziert):

    Ibanez ATK Ibanez ATK100
    [​IMG]

    Also ich muss sagen im Vergleich zu dem Rest merkt man schon das er der günstigste ist aber zu dem Preis wirklich einer der besten Bässe die ich je gespielt hab. Vor allem der Hals ist wirklich göttlich. Bei vielen Bässen verbreitern sich die Hälse um den 12ten Bund. Bei dem ATK hat man bis zum Korpus hin ein schönen schlanken Hals der gleich bleibt.
    Er ist richtig schön wummig und bringt die Bässe und die höhen klar rüber. Der Parallelsound schreit nach rockigem Fingerspiel während die Seriellschaltung für die Slapper interessant sein dürfte da sie die Pegelspitzen beim poppen schön anhebt und es richtig schön funkig klingt.

    Warwick Fortress Flashback
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    Spielt sich wie sich ein Warwick spielen soll. Fast von alleine. Wunderbar!!! Durch die schwere Brücke neigt der Hals schön nach oben, das gegenteil zur Kopflastigkeit. Wobei das wirklich nicht störend ist. Der Sound klingt recht heftig für die Lipstick Pickups hätt ich nicht mit gerechnet. Richtig schön donnernde Agressive Bässe die aber nicht mumpfen oder bedrohlich wirken. Allerdings würd ich ihn für die hartere Gangart jedoch nicht empfehlen, weil er doch etwas speziell ist. Für schöne Walking Riffs und Einzeltöne. D.h. schöne Folkmusik und Schlager echt eine Überlegung Wert !!! (Anm.: Den habe ich mit den Thomastik-Jazz-Flatwounds ja auch voll in Richtung 60ths getrimmt )

    Warwick Fortress Masterman
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    Meiner Meinung nach besser im Sound als der Flashback. Aber das ist eher subjektiv. Es ist alles ein Stück direkter und präsenter. Auch etwas härter in den Bässen. Anfangs fand ich ihn etwas langweilig weil er halt nur einen Twin-J Pickup hat. Da war er mir nur nützlich durch die 2 Höhen und Bässe Regler da man schnell 2 verschiedene EQ Einstellungen parat hat. Allerdings gab Jens mir den Tip einfach mal die Spielhand ein wenig richtig Hals oder Bridge zu verlagen...und das war es !!! Der Chrishi hat sich ein wenig verliebt. Ich hätte nie gedacht das der Bass so unterschiedlich klingen kann nur weil man die Finger 2 cm weiter richtig Hals bewegt. Leider ist der Bass nicht mehr in Produktion...aber er ist sehr zu empfehlen.

    Chrishi:
    Sandberg California JM eX5
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    Durch die Pickupkombination von Musicman Humbucker und Jazz Pickup wirklich sehr vielseitig. Beispielsweise kann er ein richtig schönes Fundament inkl. Pfund bringen wie auch sehr sensibel wie ein Kätzchen schnurren und andererseits knurren wie ein wilder Hund. Der Sandberg besitzt ein schönes offenes Klangbild.
    Anm.: Wenn ich nur einen Bass besitzen dürfte, wäre es einer mit HB an der Brücke und SC am Hals. Das ist für mich das instrumentale Schweizer Messer. Auch im Passivmodus/Single Coil überzeugt das Teil, wenn man auch nicht ganz an einen guten Jazzi ´rankommt.


    Epiphone Thunderbird Gothic
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    Der Donnervogel !!!! Hat ein gewaltiges Pfund an Bässen, da mussten wir erstmal den Bass Boost aus dem Amp rausnehmen. Anm.: Der wirkt am tech eher wie eine parametrischer Mittenregler, d.h. "bass-boost nach links - treble boost nach rechts"
    Dafür das er mächtig Pfund hat fehlt es ihm aber leicht an Leben (d'Averc mault ). Er besitzt auch nicht viele Obertöne wobei da wohl eine tote E-Saite schuld war (der Epi). Er hat zwar im Prinzip die gleichen vorraussetzungen wie ein Jazz mit 2 Pickups und 2 Volume und ein Höhenpoti ist aber doch recht einseitig nutzbar. Hier liegt das Hauptaugenmerk wohl auf Rockmusik und nicht auf Jazz oder ähnlichem. Leider besitzt er auch den Knurr des Original vom Gibson nicht. Was er kann kann er gut, aber es ist nicht so viel.
    Anm.: Das Original muss m.e. nicht nur den Bumms haben, sondern bei Bedarf auch brabbeln können, wie´n V8-Bigblock. Das ist wahrscheinlich ähnlich, wie wenn man einen Rockbass mit dem oft gepriesenen Warwick-Growl vergleichen würde.
    Nebenbei hatten wir festgestellt dass der Bridge-PU weniger Output hat als der Neck-PU. Ob es an den Einstellungen der Höhe zu den Saiten ist ist noch fraglich. Anm.: Da ist was krumm. Vll. mal später überprüfen. Aber die Experimente mit dem D-Tuner waren hilfreich

    Schecter C-5
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    Kann einen schönen Grolligen Knurr hervorbringen wenn er es denn auch soll. Für einen Mahagonikorpus hat er einen sehr offenen klang im gegensatz zu dem Thunderbird. Wobei beide eigentlich aus dem selben Material sind. Die H Saite kommt hier extrem gut zur geltung da der Bass eine 35" Mensur hat. Daher klingt die H Saite sehr ausgewogen zu den anderen wo
    viele 5 Saiter ja ihre Probleme haben. Außerdem hat der Bass einen sehr angenehmen Hals da er nicht so dick ist wie bei dem Sandberg und so Neueinsteiger oder Menschen mit kleinen Fingern eine gute Basis gibt. Der Bass wiegt auch recht wenig im Gegensatz zu dem Sandberg der dieser doch etwas schwer ist - ca. an die 5 Kilo.
    Anm.: Der Schecter allein hat den Testnachmittag gelohnt. Ich hätte den vll. pauschal in die übliche "Metal-Ecke" eingeordnet. Stimmt aber nicht. Natürlich prägt der Doppel-HB das Klangbild in seiner Grundausrichtung. Aber nach ca. 10 Minuten ein Setting gefunden, mit dem er sein Haupt im Vergleich zu einem Warwick mit ähnlicher Konfiguration nicht mit Asche bedecken muss . Der hat so was "growliges" und ist z.B. eine klare Alternative zum Rockbass Streamer ... ne. der ist besser. Und die längere Mensur ist nicht spürbar. Selbst im Sitzen. Sorry - Asche auf das Sandberg-Haupt . Die Konstruktion passt einfach.

    Das war unser kleiner Überblick...
    Und mein Fazit: Bass gucken wirklich immer böse beim Spielen...und das ist gut so !!!
     
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