Baubericht - Ausgangslage "Griffbrettverleimung hat sich gelöst"

  • Ersteller Werwolf
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Die erste Schicht Öl ist drauf und ich bin sehr zufrieden! Ich wollte das Rot eigentlich etwas heller haben, aber bin auch so richtig glücklich! Jetzt folgen noch nach Belieben ein paar Schichten, bis es mir reicht. Ich möchte eher eine griffige Oberfläche, als eine allzu glasierte, von daher denke ich es werden ca. 4 bis 5 Aufträge.

Beim Griffbrett werde ich dem rohen Leinöl eine Chance geben. Ich habe es an einem Probestück getestet und kann es, glaube ich, genau so anwenden wie das „Lemon Oil“. Wenn es dann mit der Zeit aushärtet ist es mir vielleicht auch nicht unrecht. Die Beiden sind in Anwendung, Aussehen und Haptik auf den ersten Blick ziemlich gleich, was mich freut, weil ich mich nicht umstellen muss!

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ps: Mit etwa Sonnenlicht wirkt das heute doch bedeutend besser!

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Das Finish ist nun fertig. Die vierte Schicht Tru-Oil bestand nur noch aus ein paar Tropfen und ich finde die Oberfläche nun genau richtig.
Wie findet ihr denn Farbe und Finish so?

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Sieht doch ok aus. Ich bin selbst kein Fan von True-Oil. Wird das noch irgendwie poliert oder anders aufgearbeitet. Vielleicht liegt es an den Fotos die ich bis jetzt von Tru-Oil Bearbeitungen gesehen habe, aber die Oberfläche sah immer irgendwie wellig aus. Aber wie gesagt, vielleicht täuscht das.
 
Die Oberfläche ist tatsächlich nicht 100% gleichmäßig und ein wenig "wellig". Aber nicht willkürlich, sondern nach dem Wuchs des Holzes. Man könnte das wahrscheinlich durch weitere Aufträge etwas gleichmäßiger machen, wobei das dann eine lackähnlich-glänzende Oberfläche würde. Ich mag es aber sehr, wenn das Holz noch eine relativ natürliche Haptik hat und nicht hinter einer glänzenden Schicht steckt. Darum mag ich auch keine Lackoberflächen und selbst das Tru-Oil ist für meinen Geschmack schon grenzwertig, weil man damit durchaus eine Oberfläche hinbekommen kann, die wie lackiert ist - es baut sehr schnell eine Schicht auf.
Ich habe nachdem sich das ganze gut trocken angefühlt hat noch ein wenig Wachs aufgetragen und gründlich einpoliert. Jetzt ist der Seidenglanz etwas gleichmäßiger auf der ganzen Fläche und die Haptik ist noch etwas angenehmer. Ich hoffe, dass alles auch ein wenig besser geschützt ist. Die Halsrückseite habe ich auch noch mit Micromesh geschliffen, weil sie sich für meinen Geschmack schon zu "beschichtet" angefühlt hat. Die ist jetzt richtig schön griffig und entsprechend kann der Daumen schön schnell gleiten. :D

In den kommenden Tagen kommt die Endmontage und das Setup und ich bin mehr als nur ein wenig gespannt, wie sie klingt und sich spielt. :)
 
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Jera ist fertig!!! :) :) :)

Sie klingt sehr kräftig, mit hartem Attack, die Frequenzen werden alle schön gleichmäßig bedient, die Obertöne sprudeln nur so. Der Charakter ist eher hart und direkt als weich und fett, was sicher hauptsächlich an der längeren Mensur liegt und mir sehr entgegenkommt. Ich könnte nicht glücklicher sein!

Ich würde mich über ein wenig Feedback eurerseits sehr freuen! :)

Herzlichen Dank für eure Tipps und Unterstützung vor allem an boisdelac, murle1 und Bassturmator!
 
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Zwei Nachträge hätte ich noch:

die Eingangsfrage des Threads drehte sich um Leim. Um ein wenig zu testen habe ich auf ein Blech mit Ponal Express, Titebond Classic und Titebond Liquid Hide Glue jeweils eine kleine Fläche dünn ausgestrichenen Leim und einen dicken Tropfen aufgebracht. Das Ergebnis: Titebond Classic trocknete am schnellsten und war nach einigen Stunden glashart und brüchig. Ponal Express trocknete ähnlich schnell, blieb aber auch nach Wochen gummiartig flexibel. Der Titebond "Hautleim" blieb fast eine Woche lang klebrig, trocknete dann aber auch glashart aus. Wenn man drauf rumgeschliffen hat (ihn erhitzt hat) wurde er wieder klebrig an der Oberfläche. Ich glaube das Griffbrett hätte auch mit dem "Hautleim" gehalten. Ich hätte es aber wesentlich länger zwingen müssen. Der Korpus ist damit am Hals verleimt. Ich hoffe nur nicht, dass er sich irgendwann an einem warm-feuchten Sommertag löst.

Wegen des offenbar nicht leitenden Abschirmlack habe ich den Händler (Thrashcontainer) angeschrieben. Ich habe eine sehr schnelle und freundliche Antwort erhalten. Darin heißt es "Es handelt sich bei unserem Produkt nicht um einen Leitlack,
es ist ein Abschirmlack und wirkt ähnlich wie ein faradayscher Käfig." Zudem sagt er, es sei nicht nötig, diesen Lack zu erden. Bei meinen ersten Tests sind mir zumindest mal keine besonderen Störgeräusche aufgefallen, aber auch kein Unterschied zu meinen anderen Gitarren.
 
Das Ergebnis: Titebond Classic trocknete am schnellsten und war nach einigen Stunden glashart und brüchig.

Das ist genau der Grund warum er unter Gitarrenbauern so beliebt ist und warum ich ihn auch immer empfehle.

Wegen des offenbar nicht leitenden Abschirmlack habe ich den Händler (Thrashcontainer) angeschrieben. Ich habe eine sehr schnelle und freundliche Antwort erhalten. Darin heißt es "Es handelt sich bei unserem Produkt nicht um einen Leitlack,
es ist ein Abschirmlack und wirkt ähnlich wie ein faradayscher Käfig." Zudem sagt er, es sei nicht nötig, diesen Lack zu erden.

:confused: Ich hab´ dann wohl doch nicht so gut aufgepasst im Physikunterricht.

Oder doch???

Ja ich glaube doch.

Ich habe selten so einen Schwachsinn gelesen.

Wenn ein Lack nicht leitend ist kann er auch keinen faradayschen Käfig bilden.

Der Tip dass es nicht nötig sei den Lack zu erden ist natürlich vollkommen richtig, denn wenn es kein Leitlack ist kann er keinen faradayschen Käfig bilden und ist somit funktionslos.

Da verkauft also jemand ein funktionsloses Produkt.

Bauernfängerei nennt man sowas und Gitarristen sin die besten Bauern die der Markt so hergibt.

Die kaufen auch Leitlack der nicht leitet mit cryotuning...
 
In dem Lack sind doch lauter Kupfer/Silber Partikel. Der sollte nur nichtleitend sein, wenn man die Dose vorher nicht schüttelt und sich die ganzen Metallpartikel nicht verteilen
 
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In dem Lack sind doch lauter Kupfer/Silber Partikel. Der sollte nur nichtleitend sein, wenn man die Dose vorher nicht schüttelt und sich die ganzen Metallpartikel nicht verteilen

Absoluter Quatsch!! Erkundige Dich nach dem Abschirmlack Humbrella. Der leitet!! Und wirkt!
 
In dem Lack sind doch lauter Kupfer/Silber Partikel. Der sollte nur nichtleitend sein, wenn man die Dose vorher nicht schüttelt und sich die ganzen Metallpartikel nicht verteilen

Ich habe die Dose wirklich sehr lange geschüttelt UND gerührt. Das Zeug ist nämlich sehr dickflüssig und hat haufenweise Kupfer drin (Silber konnte ich nicht so viel sehen). Man sieht auch an meinen Bildern, dass die Fächer sehr gleichmäßig Kupferfarben sind. Ich kann mir allerdings auch nicht ganz erklären warum es dann nicht leitend ist. Höchstens eben, dass es gar kein Kupfer ist, was da drin ist, oder eben, dass der Acetonbasierte Lack, mit dem es aufgetragen wird isolierend wirkt und keine Verbindung zwischen den einzelnen Kupferteilchen besteht.
 
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Danke sehr! Sowas liest man natürlich gerne! :)
 
Absoluter Quatsch!! Erkundige Dich nach dem Abschirmlack Humbrella. Der leitet!! Und wirkt!

Ich habe den Abschirmlack vom trashcontainer ebenfalls in Benutzung, und der ist voller sichtbarer Metallpartikel...und eine inhomogene Verteilung der Metallpartikel wirkt sich natürlich auf die Leitfähigkeit aus. Ich weiß nicht inwiefern da auch Graphit drin ist, jedenfalls wollte ich keineswegs sagen, dass der Lack nicht leitet.

Man sieht auch an meinen Bildern, dass die Fächer sehr gleichmäßig Kupferfarben sind

Bei mir ist es umgekehrt und die E-Fächer sind komplett silbern. Habe das mit der Kupferfolie falsch interpretiert...das scheint bei dir schon sehr sehr gleichmäßig verteilt zu sein...und müsste daher eigentlich auch leiten...So wie es auf der Dose steht.
 
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Ob er leitet oder nicht lässt sich ja recht einfach messen, da spielt es ja keine Rolle ob er nur kupferfarben aussieht oder silbrig...
 
Zwei Multimeter konnten zumindest nichts messen, auch nicht als ich die elektroden in den feuchten Lack gehalten habe.

@ChP
Kannst du denn an deinen Gitarren was messen?
 
Na im feuchten Lack können die leitenden Bestandteile ja auch noch so in der Schwebe sein dass sie keinen Kontakt haben.

Messen macht nur Sinn wenn der Lack vollständig durchgetrocknet ist.
 
Ob er leitet oder nicht lässt sich ja recht einfach messen, da spielt es ja keine Rolle ob er nur kupferfarben aussieht oder silbrig.
Ich wollte damit auch nur sagen, dass das Produkt zumindest nicht einheitlich ist

Trotzdem muss ich nochmal zurückrudern. Auch wenn ich das wirklich anders in Erinnerung hatte... Ich habe gerade auch nichts gemessen und damit es nicht am Multimeter liegt, nochmal mit einem anderen (Graphit) Lack verglichen.
 
Hallo zusammen,
ich hatte jetzt schon jede Menge Freude an der Gitarre, weil sie sich so spielt, so klingt und auch so aussieht wie ich mir das wünsche.
Jetzt gab es allerdings einen Dämpfer: Diese Woche habe ich mit ihr geprobt und es war recht warm und feucht, ich habe geschwitzt, aber es hat alles funktioniert wie es sollte. Zwei Tage später habe ich kurz etwas herumgeklimpert (die Luftfeuchtigkeit war noch höher) und musste leider feststellen, dass ich an der rechten Hand und am Unterarm etwas rot geworden bin. Das gute Stück hat also ein wenig abgefärbt. Ich glaube ich habe durch das Schwitzen bei der Probe etwas Beize durch das diffusionsoffene Öl herausgelöst und das hat sich dann erst etwas später gezeigt.

Ich habe jetzt noch eine Schicht Wachs aufgebracht und hoffe, dass es damit besser wird - wahrscheinlich werde ich das öfter wiederholen müssen.
Ich dachte allerdings danach, es wäre vielleicht nachhaltiger ihr noch ein paar Schichten Tru-Oil zu geben, allerdings weiß ich nicht wie ich das tun soll, weil ich ja schon ein paar mal mit Wachs drüber gegangen bin.

Habt ihr vielleicht ein paar Ideen / Tipps für mich?
 
Auch wenn ich keine Antwort bekommen habe, vielleicht interessiert es:
Ich habe jetzt nochmal viele Tests an Probestücken durchgeführt und die Lage ist folgende: Trocken kann man reiben und rubbeln wie man will (ob mit Haut oder Stoff), es löst sich keine Farbe. Wenn allerdings Wasser ins Spiel kommt, färbt das ganze etwas ab. Aber auch wenn man nass sehr lange und stark reibt, schafft man es nicht die Farbe aus dem Holz zu spülen, das Holz bleibt also rot. Sicher ist das eine Frage der Zeit und die Beize würde wohl nach einiger Zeit immer mehr verblassen, wenn man da über die Jahre immer wieder reinschwitzt, das würde ich aber als normale Alterungserscheinung akzeptieren. Mit ein paar Schichten Wachs lässt sich das minimieren, aber nicht ganz beseitigen. Zumindest ist es so, dass es beim Spielen im Grunde nur dann auftritt, wenn man stark schwitzt. Da ich die Halsrückseite nicht gebeizt habe, sondern nur Korpus und Kopfplatte, ist es eigentlich nicht weiter dramatisch und ich werde es erstmal so lassen. Bei der gestrigen warmen Probe hatte ich zumindest keine Abfärbungen an Händen und Armen.
Ich überlege im Sommer Hetfield-mäßig mit Schweißband am Arm zu spielen, dann sollte es eigentlich gar kein Problem mehr sein.
 
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