Es sind halt überall Nuancen. Hals, Body, Brücke, Pickups,...
Was man jedoch IMO mitunter etwas unterschätzt, ist das dynamische Verhalten (...wie z.B. setzt der Pickup unterschiedlichen Anschlag in Signal um) und so auch etwas wie Transparanz/Saitentrennung, ist IMO auch mehr, als nur etwas mehr oder weniger Höhen.
Das sind alles keine Parameter, die ein Zuhörer wirklich nachvollziehen kann/könnte, denn da geht es auch um Interaktion zwischen Gitarre und Gitarrist (...was gebe ich hinein und was kommt raus...) und geht damit auch über "Sound" hinaus (...das ganz gilt natürlich letztlich für die Gitarre als Gesamtkonstrukt). Das ist dann auch nicht messbar, sondern nur subjektiv wahrnehmbar.
Das z.B. bei den Jeff Beck oder Eric Clapton Signature Gitarren, immer noch die relativ alten Fender Noiseless Singlecoils verbaut sind, ist zwar fakt, aber die exakten Gründe dafür, würden mich schon mal interessieren. Klar ist mir auf jeden Fall, dass das nicht die best klingenden PUs auf diesem Planeten sind. Nichtsdestotrotz mache die das, was sie sollen: Sie sind sehr leise und klingen immer noch nach Single Coil. Im Vergleich zu Dimarzion Area, Kinmans oder gar "echten" Singlecoils zwar IMO eher "verhalten", aber (wieder...) diese Nuancen kommen im Publikum nicht an.
...und für Clapton ist eine Gitarre (heute) vielleicht auch nur noch ein reines Werkzeug und nicht etwas was ihn besonders "ansprechen" muss... Ihm sind diese Nuancen vielleicht gar nicht so wichtig.... und aus Verkaufssicht: Bei einer Signature Gitarre die Zutaten zu wechseln, birgt immer die Gefahr, dass das nicht die Akzeptanz findet... so gesehen, ist das was Gitarrenprofis bzw. bei deren Gitarren gemacht wird, IMO nicht umbedingt auch ein Maßstab/Richtschnur für den (ambitionierten) Hobby Spieler.