Bestimmung eines Akkords

von r41k3n, 20.01.17.

Sponsored by
Gravity Stands
  1. r41k3n

    r41k3n Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.01.15
    Zuletzt hier:
    27.01.17
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 20.01.17   #1
    Moin,
    ich habe mal eine Frage. Der Akkord im Anhang wird als Subdominantquintsextakkord in g-moll betitelt. Meine Frage ist kann es der Dominantseptnonakkord mit Terz im Bass und fehlendem Grundton in B-Dur sein?
    Danke

    Bildschirmfoto 2017-01-20 um 00.24.47.png
     
  2. Tastenklopfer

    Tastenklopfer Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.10.09
    Beiträge:
    242
    Ort:
    Arnhem
    Zustimmungen:
    86
    Kekse:
    867
    Erstellt: 20.01.17   #2
    Ich denke schon - durch das Voicing hört sich das "es" nicht wirklich nach der Terz eines Akkordes an.
    Es klingt viel eher nach einem verkürzten D79 wie du bereits gesagt hast.

    Aber es kommt natürlich drauf an was danach kommt :)

    lG
     
  3. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.06.07
    Beiträge:
    11.230
    Zustimmungen:
    3.428
    Kekse:
    32.973
    Erstellt: 20.01.17   #3
    Kann beides sein, Akkorde sind ja mehrdeutig, sie haben unterschiedliche Funktionen je nach Kontext.
     
  4. r41k3n

    r41k3n Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.01.15
    Zuletzt hier:
    27.01.17
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 20.01.17   #4
    Okay danke :) danach kommt nichts das ist einfach nur eine Aufgabe zur Bestimmung der Funktion
     
  5. RMACD

    RMACD Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.04.12
    Zuletzt hier:
    19.08.18
    Beiträge:
    691
    Zustimmungen:
    133
    Kekse:
    2.011
    Erstellt: 20.01.17   #5
    Die Funktion des Akkordes ist abhängig davon, welche Tonart vorliegt und welcher Akkord folgt. In G-Moll ist der Akkord als IVm6 bzw. IIm7b5 anzusehen. Er ist zugleich dominantisch zur tP von G-Moll, das ist B(b) - Dur, denn in B(b)-Dur liegt der Akkord als IIm6 (*) vor. Der in IVm6 vorliegende Tritonus ist in jedem Fall als dominantisch anzusehen - er kommt aber für G-Moll so nicht zur Anwendung. Als IVm6 wird er im harmonischen Zusammenhang wesentlich deutlicher, wenn danach die V (**) folgt (was meistens der Fall ist).

    (*) IIm6 = V79 ohne Grundton.
    (**) für G-Moll: D-Dur
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  6. r41k3n

    r41k3n Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.01.15
    Zuletzt hier:
    27.01.17
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 20.01.17   #6
    Naja es sind nur die Noten gegeben und der Akkord steht alleine dort, unabhängig von anderen und soll bestimmt werden. Es ist auch keine Tonart vorgegeben.
     
  7. Tastenklopfer

    Tastenklopfer Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.10.09
    Beiträge:
    242
    Ort:
    Arnhem
    Zustimmungen:
    86
    Kekse:
    867
    Erstellt: 20.01.17   #7
    Hmm oke, na dann ist es eigentlich nicht möglich die Funktion zu bestimmen.
    Das kann dann übrigens auch ein Subdominantmollakord in G-Dur sein - oder mit etwas mehr Phantasie eine Doppelsubdominante (ss56) in D-Moll :)

    Ich würde als Lösung dann einfach die zwei Funktionen, die du als erstes gesagt hast nennen ;)
     
  8. r41k3n

    r41k3n Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.01.15
    Zuletzt hier:
    27.01.17
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 20.01.17   #8
    Okay dann stelle ich einfach nochmal die ganze Aufgabe hoch. Nicht das ich doch ein Fehler habe. Das darunter ist die Musterlösung Bildschirmfoto 2017-01-20 um 15.12.37.png
     
  9. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.12.05
    Beiträge:
    2.304
    Ort:
    Furzlau an der Seiche
    Zustimmungen:
    594
    Kekse:
    11.693
  10. RMACD

    RMACD Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.04.12
    Zuletzt hier:
    19.08.18
    Beiträge:
    691
    Zustimmungen:
    133
    Kekse:
    2.011
    Erstellt: 21.01.17   #10
    Darf ich fragen, in welchem Kontext diese Aufgabe entstand bzw. gestellt worden ist? Vorbereitung auf Abitur oder eine Vorprüfung im Musikstudium?

    Wie es jetzt rüberkommt: Raten einer Tonart mit passender Funktion (die scheint ja vorgegeben, die Akkorde werden durchgängig dominantisch gedeutet mit der kleinen Ausnahme s56, und auch diese lässt sich dominantisch deuten).

    Der 4. Akkord ist typisch eine German Sixth(*) , die Oberstimme wird vom fis nach oben zum g aufgelöst, das as geht zum g tiefer, und der Folgeakkord ist dann Cm/G oder C/G (oder einfach G); d.h. das Tongeschlecht ist nicht eindeutig auf Moll festgelegt. Der Akkord ist funktional als Variante einer Doppeldominante anzusehen.

    Der dritte Akkord ist ein Vollverminderter. Das geht aber aus der Bezeichnung nicht eindeutig hervor. Die None sollte hier mit 9> bezeichnet werden; dann ist die Zuordnung möglich. Auch hier ist nicht sicher, ob sich der Akkord nach Dur oder Moll auflösen wird. Eine V7b9 kann auch in Dur verwendet werden.

    (*) Statt b7 : #13
     
  11. r41k3n

    r41k3n Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.01.15
    Zuletzt hier:
    27.01.17
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    0
    Erstellt: 21.01.17   #11
    Es ist die Musterlösung für die Klausur in Musiktheorie I im Studium. Also vorgegeben ist da leider nichts. Aber es sind ja fast alle dominantisch. Danke für deine Ausführliche Beschreibung.
     
Die Seite wird geladen...