Bestimmung von Epochen

von das_neuling, 25.11.06.

  1. das_neuling

    das_neuling Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.01.05
    Zuletzt hier:
    4.10.08
    Beiträge:
    103
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 25.11.06   #1
    hi leute!
    ich habe üvberlegt musik zu studieren und dabei habe ich gelesen, dass man musikbeispiele hört und sie dann in die musikepoche einordnen soll, sprich klassik, barock, renaissance usw.
    jetzt frag ich mich halt nur was jede dieser epochen auszeichnet??!!? vielleicht könnt ihr mir ja auch kompositionsbeispiele für jede wichtige epoche nennen.
    würde mich auf antworten freuen
     
  2. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.09.04
    Zuletzt hier:
    1.09.16
    Beiträge:
    2.486
    Ort:
    Münster
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    1.193
    Erstellt: 25.11.06   #2
    Um einen kleinen Überblick zu geben:

    Renaissance (Orlando di Lasso, Giovanni da Palestrina):
    Entdeckung von Terzen und Sexten statt Quarten und Quinten, kontrapunktisch, typisches Instrument: Laute

    Barock (Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi):
    starke Formstrenge, Generalbass, sehr festlicher, glanzvoller Klang, typische Instrumente: Cembalo, Clavichord

    Wiener Klassik (Mozart, Beethoven, Haydn):
    Betonung von Klarheit und Einfachheit, deutliche Melodie, oft heiterer, "galanter" Stil

    Romantik (Schubert, Schumann, Brahms, Chopin):
    Starke Betonung von Ausdruck, Leidenschaft, Stimmung, große Bedeutung von Harmonik, "Umschweben" von Harmonien, freie Rhytmik (Rubati etc.)

    Impressionismus (Debussy, Ravel):
    Analog zur bildenden Kunst Festhalten eines Eindrucks, "Verschwimmen" der Klangs, sehr charakteristische Harmonik: Quart- und Quintschichtungen, Ganzton- und Ganzton-Halbton-Skala, Chromatik, Tensions (7, 9, 11, 13)

    Moderne (Schönberg, Prokofjev, Strawinsky):
    Sehr unterschiedliche Stile, moderne Harmonik: viele Dissonanzen, Atonalität, Zwölftonmusik (Schönberg), Wiederentdeckung von Rhytmik (z.B. le sacre du printemps)

    Das schreibt sich sehr schön, aber um die typischen Formen und Motive, die eine Epoche prägen, zu erkennen, muß man sie auf jeden Fall gehört haben. Zieh dir mal Stücke von o.g. Komponisten rein, und versuch dich, für die Stücke und ihre Merkmale zu interessieren. Das kannst du im Studium ohnehin gut gebrauchen.
     
  3. das_neuling

    das_neuling Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.01.05
    Zuletzt hier:
    4.10.08
    Beiträge:
    103
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 26.11.06   #3
    DANKE lucjesuistonpere
    Ich danke dir vielmals für deine asuführliche antwort!!
     
Die Seite wird geladen...

mapping