Bewußt "klauen"

von Marinus vd Lubbe, 13.05.05.

  1. Marinus vd Lubbe

    Marinus vd Lubbe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #1
    Beim Durchlesen des Antithreads hier ist mir die Frage gekommen, wie soetwas "gezielt" gemacht wird. Wenn Ihr eine Melodie hört, die Euch gefällt und die Ihr verwenden möchtet, wie geht Ihr dann vor, ums sie im Sinne des geistigen Eigentums etc. abzuändern?
    Spielt Ihr Sie eher und ändert dann intuitiv?
    Oder setzt Ihr Euch erstmal hin und geht diverseste "klassische" Modulationsarten durch?
     
  2. Plainshift

    Plainshift Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #2
    Nunja, ich persönlich hab so ziemlich wenig Peil von Theorie, aber durch zahlreiche Versuche und viele Stunden Zeitinvestition mit Gitarre, Klavier, Stimme und Guitar pro weiß ich, was wie klingt.
    Somit gehe ich im geistigen Ohr alle Möglichkeiten durch, die Melodie nach oben und/oder nach unten zu verändern, einige Töne komplett zu beseitigen... Dann gehe ich an die Akkorde, versuche Alternativen zu finden etc.
    Außerdem - manchmal reicht auch eine andere Akkordzerlegung.
    Du kennst das Klavierintro von The Show Must Go On (Queen)? Dann hör dir mal die Instrumental-Bridge von Astral Romance (Nightwish) an.
    Im Prinzip nur minimale Veränderungen, aber durch die arpeggierte (gibt´s dieses Wort? :D ) Begleitung und eine andere Unterlegung durch den Rest der Instrumente wurde sie bisher nicht von Queen´s Gefolgsleuten verklagt.
     
  3. Alpha

    Alpha Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #3
    Wenn ich 'n "Tribut" liefern will, gibt's mehrere Möglichkeiten.

    1. Stimmung. Hymne, Speedgebolze oder Deprigeschunkel? Die eigentliche Melodie abkupfern ist ja schon sehr radikal.
    2. Melodiöse Stilmittel. Stakatovocals, getragene Begleitung, oder mit Triolen?
    3. Tonart. Naja, sehr vage.
    4. Textinhalt
     
  4. silent

    silent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #4
    Wenn du ein Stück von einem anderen nimmst und umschreibst, ist und bleibt es geklaut und ist somit nicht dein geistiges Eigentum. Ob du verklagt wirst oder nicht bleibt dabei egal es disqualifiziert dich als Mensch und Musiker. Sei lieber selbst kreativ.
     
  5. Plainshift

    Plainshift Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #5
    @silent: Selbst die gant großen Musiker haben geklau, was das Zeug hält. Mozart, Bach, Paganini, einfach alle...
    Bloß, dass es früher nicht ganz so ausgefeilte Rechtssysteme gab, wie heute.
    Und solange es nicht überhand nimmt und man nicht ständig ganze Songs übernimmt - warum nicht. Das richtige Arrangement zu finden, ist oftmals ein haufen Arbeit, und musikalische "Ideen" zu klauen, quasi musilalische Zitate soll keinen moralisch disqualifizieren. IMO natürlich. :D :great:
     
  6. silent

    silent Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.05   #6
    Wenn, wie im Threadtitel zu lesen, ein Song bewußt geklaut werden soll, hat das nichts mit musikalischen Zitaten zu tun!

    Es ist dann eben was es ist: geklaut!

    Und das hat für mich auch nichts mit Rechtssystemen zu tun, sondern mit Etik.
     
  7. Marinus vd Lubbe

    Marinus vd Lubbe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.05   #7
    Falls es nicht deutlich geworden ist: Ich sprach eher von Situationen, wo einem z.B. eine vorhandene Melodie nicht aus dem Kopf geht, und man sie gerne in abgeänderter (!) Form verwenden möchte. Das ist dann zwar "bewußt", allerdings tut man ja auch "bewußt" etwas, um nicht genau zu kopieren. Dorthin zielte meine Fragestellung.
     
  8. HellToPay

    HellToPay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.05   #8
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es am Besten ist, sich den Song den man "kopieren" will immer und immer wieder anzuhören. Dabei sollte man versuchen, die Essenz des Songs zu analysieren. Man muss versuchen zu verstehen, was den Song ausmacht und welche Stimmung er verbreiten will. Wenn man das verstanden hat, kann man zur Gitarre greifen und versuchen etwas ähnliches zu schreiben. Das klingt dann auch viel eigenständiger und nicht so verkrampft, wie eine bewusste Kopie.
    Im Übrigen bin ich auch nicht der Meinung, dass es noch möglich ist "eigene" Songs zu schreiben. Da wurden nämlich bereits alle Möglichkeiten durchgespielt. Die Kunst liegt vielmehr dabei, dem Ganzen seine Note aufzudrücken.
     
  9. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.05   #9
    Es gibt eben nur 11 verschiedene töne, die gut zusammenspielen und die auf ein paar oktaven. Was soll man da noch selbst schreiben?

    Und das mit dem "bewusst klauen" klingt schon sehr extrem. Würde keine Melodie klauen, sondern einfach mal die gleichen Akkorde verwenden, andere Melodie draufsetzen und danach evtl. bei dieser Melodie nochmal die Akkorde ändern. Der Stil eines Songs lehnt sich nicht an die Akkorde, sondern eher an rhytmen, takt, instrumente, etc.
     
  10. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.05   #10
    Ist Musikmachen nicht ohnehin "das Beste" seiner Vorbildbands zu nehmen und neu zusammenwürfeln?
     
  11. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.05   #11
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!
     
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