BI-Amp Schalter bei Thomann The Box Lautsprecher

von Ragnarok1, 12.04.07.

  1. Ragnarok1

    Ragnarok1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #1
    Hab jetz mit meiner Band bei Thomann eine komplette PA-Anlage gekauft. Bin zwar damit sehr zufrieden und funktioniert alles. Nur an den Lautsprechern befindet sich ein Schalter um zwischen Full Range und BI-Amp Betrieb zu wechseln. Was bedeutet diese Einstellung bzw. bringt es mir irgendwelche Vorteile?
     
  2. Korg

    Korg Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.04.07   #2
    Herzlich Willkommen im Board :great:

    Bi-Amp bedeutet dass der Hochton und der Basslautsprecher mit getrennten Signalen
    versorgt werden.
    Dafür benötigt man eine aktive Frequenzweiche und 2 Endstufenkanäle pro Box
    anstatt nur einen.
    Das Ganze verbessert den Klang insofern, dass die Bässe druckvoller, sowie die Höhen
    an Klarheit gewinnen.


    Fullrange ist halt der ganz normale Betrieb ohne aktive Trennung über einen einzigen
    Endstufenkanal je Box.
     
  3. Ragnarok1

    Ragnarok1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #3
    Cool, danke für die rasche Antwort.
    Dass das so läuft hätt ich mir schon gedacht. Hab ja noch die aktive Frequenzweiche https://www.thomann.de/at/the_box_pro_tpc25.htm und zwei Endstufen https://www.thomann.de/at/tamp_ta1400_amplifier.htm , https://www.thomann.de/at/t-amp_ta2400.htm. D.h. BI-Amp Betrieb müsste doch funktionieren.

    Jedenfalls bin ich mit dem Sound bei BI-Amp Betrieb nicht zufrieden, klingt irgendwie so genäselt (sollte dieses Wort existiern).
    Kann ich das am Mischpult ausgleichen oder muss ich mich mit dem abfinden.
     
  4. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 12.04.07   #4
    Jetzt mal langsam.

    Welche PA vom großen t. hast Du gekauft?
    Sitzt der Biamp-Schalter an den Topteilen?
    Wie hast Du Weiche, Endstufen und Boxen verkabelt?

    Bezüglich des generellen Klangs von superlowbudget-PAs halte ich mich mal zurück...:D


    der onk
     
  5. Korg

    Korg Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.04.07   #5
    Genäselt? Beschreib den Klang doch mal genauer.

    Aber ich denke fast, dass das am verwendeten Material liegt :rolleyes:
     
  6. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 12.04.07   #6
    Du Korg... mir schwant das was:

    Falls es sich um diese PA handelt https://www.thomann.de/at/the_box_pro_set_1.htm
    wäre da ein Biamp-fähiges Top bei. Wenn der Fragesteller nun entweder den Biamp-Schalter betätigt (ohne dritten Amp und zweite Aktivweiche) oder - schlimmer noch - die vorhandene Weiche zur Trennung von TT und HT im Top verwendet, wäre der beschriebene Klangeindruck natürlich kein Wunder.

    Also nochmal Klartext für den Fragesteller, falls mein Verdacht bestätigt:

    Biamp im Top bedeutet im Falle dieser PA, daß nicht nur Subwoofer und Topteil per Aktiveiche getrennt und mit separaten Amps versorgt werden, sondern im Top der Tiefmitteltöner und der Hochtöner ebenfalls aktiv getrennt betrieben werden. Das Ganze nennt sich dan dreiwege-aktiv Betrieb und erfordert (falls Stereo gewünscht) DREI Verstärker und eine Frequenzweiche, die auch Tiefmittel- und Hochtöner sinnvoll trennen kann. Die Trennfrequenz liegt hier (je nach System) so im Bereich 1,5 bis 5 kHz!

    Wenn Du nun mit zwei Amps für Sub und Top den Biamp-Schalter betätigst, wird die Passivweiche im Top deaktiviert und der Hochtöner gleich mit (weil ja kein dritter Amp vorhanden). Von Versuchen, Tiefmitteltöner und Hochtöner mit der aktivweiche aus dem PA-set zu trennen, rate ich dringend ab, weil die tiefe Trennfrequenz von um die 100Hz den Hochtöner schnell ins Nirvana befördern wird!


    der onk mit Gruß
     
  7. Ragnarok1

    Ragnarok1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #7
    Ja onk du hast recht, hab die obige PA von Thomann. D.h. wenn ich weiterhin mittels der Aktivweiche und den beiden Amps meine Woofer und Tops versorge und bei den Tops auf Full Range schalte, werde ich keine Probleme haben, oder? Ist es dann eigentlich überhaupt sinnvoll noch nen dritten Amp zu verwenden, damit ich da im BI-Amp Betrieb arbeiten kann?

    Gruß
     
  8. Korg

    Korg Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.04.07   #8
    Wahrscheinlich wirst du damit Recht haben, denn die Frage des Treadherstellers,
    lässt darauf schließen dass dieses Wissen nicht vorhanden ist, bzw. war. :great:


    Edit: Ja du hattest Recht :D


    Richtig :great:

    Grundsätzlich sorgt der BI-Amp-Betrieb dafür dass die
    Bässe druckvoller, und die Höhen glasklar rüberkommen (amtliches Material vorrausgesetzt). Ob sich das nun bei dem T-Mann-Zeugs lohnt wage ich zu bezweifeln,
    aber ich lasse mich gern eines besseren belehren, da ich die Anlage noch nicht zu Ohren bekommen hab.
     
  9. Ragnarok1

    Ragnarok1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.07   #9
    Ja hab eigentlich noch nicht viel mit PA´s zu tun gehabt, bin aber mit der T-Mann PA im Moment (für unsere Bandzwecke) sehr zufrieden. Aber ich glaub, dass das mit dem BI-Amp Betrieb sich jetz nicht unbedingt lohnt.
    Auf jeden Fall DANKE für die Hilfe.

    Gruß !
     
  10. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 12.04.07   #10
    Nana, nicht so schnell die Flinte ins Korn werfen...

    Zum Antrieb der beiden Hochtöner in den Tops brauchst Du vielleicht 2 x 75 W (geschätzt). Und natürlich eine weitere Aktivweiche. Summasummarum kanst Du Deine Anlage für ein paar Groschen "aufwerten".

    Ob sich das lohnt, kannst Du natürlich nur selbst entscheiden. Wenn Du in der Nähe vom großen T wohnst, solltest Du Dir das mal vor Ort zeigen lassen.
     
  11. der onk

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    Erstellt: 12.04.07   #11
    Ohne die thomann PA zu kennen und einen direkten Vergleich zwischen 2-weg und 3-weg Betrieb machen zu können, lässt sich die Frage, was denn nun besser klänge wohl nicht beantworten.

    Außerdem ist nicht geklärt, was denn mit der Passivweiche des Tops im Biamp-Betrieb passiert. Die Weiche ist ja oft wesentlich komplexer aufgebaut, als für die reine Trennung nötig; macht noch weitere Klangkorrekturen zur Abstimmung von Lautsprechern und Gehäuse und beinhaltet evtl. einen Überlastschutz. Falls die Weiche also komplett deaktiviert würde, müsste eine Aktivweiche (oder besser ein Controller) diese Funktionen übernehmen und entsprechend eingestellt werden. Das ist ohne genaue Meßdaten der Komponenten aber nicht gerade einfach zu machen.

    Falls hingegen die Passivweiche der Einfachheit halber in Betrieb bliebe und lediglich der Hochtöner auf den Speakon gelegt würde, bekommt man weitere Probleme in der Abstimmung der Aktivweiche, weil am Tiefmitteltöner weiterhin die Passivweiche mitwerkelt.


    Unter'm Strich würde ich also die Sache mit dem dreiweig-Betrieb verwerfen, da Aufwand und Kosten höchstwahrscheinlich in keinem vernünftigen Verhältnis zur klanglichen Verbesserung stehen werden.



    der onk mit Gruß
     
  12. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 12.04.07   #12
    Wir sollten festhalten, daß es hier darum geht, eine PA für 2,5 Mille (inkl. Amping) aufzuwerten. Das gibt m.E. vom Sinn her einen relativ engen Rahmen für:

    - zusätzlichen Amp (den ich lieber deutlich überdimensionieren würde, weil HTs Clipping sowas von garnicht mögen)
    - Aktivweiche (besser Controller, Weiche gerne mit Limiter und dann gleich dreiweg, weil mit zwei Weichen losziehen auch nicht soo chick ist)
    - Case (das der PA ist mit zwei Amps plus Weiche voll)
    - Kabel (nehme an, daß der PA nur zweiadrige Boxenkabel beiligen und der zusätzliche Amp will ja auch noch ein Eingangssignal kriegen)

    Für das Zeug ist man schnell über 500.- Euro schuldig; zusammen mit der PA bekäme man dafür schon eine gebrauchte Dynacord F5 (nur so als Relation...).
    Dazu noch die Frage, ob sich der dreiweg-Betrieb dann klanglich überhaupt nennenswert positiv auswirkt.


    der onk mit Gruß
     
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