Bias im ENGL SE

von thejone, 26.04.06.

  1. thejone

    thejone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #1
    Hallo Leute.
    Ich habe folgende Fragen an alle die sich auskennen!
    In der ENGL SE Betriebsanleitung steht, dass die Endstufe über ein Bias-einstellsystem verfügt. Jedoch steht dort auch, dass Einstellungen an diesen Reglern nur von Fachpersonal durchgeführt werden darf. Desweiteren steht dort, dass diese Einstellung nur als Richtwert gilt. Außerdem heißt es, dass nur ein gemachtes Quartett eingesetzt werden muss.
    Nun ist es ja so, dass vorallem in der Endstufe schon mal Röhren ausfallen können. Da ich aber keine Lust habe, zu einem Techniker zu rennen und für alles noch Geld zu bezahlen, obwohl mein Amp mir ja vielleicht die Möglichkeit bietet, es selbst zu machen.
    Dadurch wäre der Amp ja auch sofort wieder einsatzbereit, wenn ich entsprechende Röhren zu hause hätte.
    Nun meine Fragen:
    1. Wieso kann ich die Biaseinstellung mit den Reglern nicht vornehmen?-ich werde doch wohl rot und grün unterscheiden können
    2. Kann mein Amp bei falschen Einstellungen Schaden nehmen
    3.Wieso muss man ein gemachtes Quartett einbauen, wenn man den Bias für jede Röhre einstellen kann?
    4.Ist diese Vorrichung in der ENGL-Endstufe wirklich nicht mehr als ein Richtwert, oder taugt sie doch um eine Röhre vernünftig einzumessen
    5.Hat jemand von euch schon mal Röhren mit diesem System eingemessen

    Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!
     
  2. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #2
    1. Das hat mit rot und grün wenig zu tun, ich weiß nicht, ob der SE Messpunkte hat, wenn nicht, musst du entweder einen 1Ohm Messwiderstand einschleifen, oder dir einen Messadapter bauen, dann mit dem Multimeter den Ruhestrom innerhalb eines bestimmten Wertefensters einstellen.

    2. Ja. Und nicht nur das: Ist der BIAS zu niedrig (zu "kalt") klingt der Amp flach und leblos, ist er nur geringfügig zu hoch, sinkt die Lebensdauer der Röhren drastisch, fällt dann eine Röhre aus, sind Bauteile des Amps als nächstes an der Reihe.

    3. Ich kenn das Schaltbild des SE nicht, aber die wenigsten Amps haben separate Biasregler für jede Endstufenröhre - würde auch kaum Sinn machen, sofern man nicht akkurat einstellt. Meistens gilt ein Regler für alle Endstufenröhren, oder für Endröhrenpaare. Gematchte Endröhren sind also unerlässlich. Ebenso muss man immer ALLE Endröhren wechseln, nicht nur die kaputte.

    4. Bei ENGL läuft das eigentlich so, dass du diese Zahl von deiner Endröhre abliest (z.B. 18), denen mitteilst und sie schicken dir dann Röhren, die vergleichbare Werte liefern, was ein Nachjustieren des Ruhestroms überflüssig macht. Das ganze kostet jedoch Geld, ich weiß nicht genau, was ENGL für ein Quartett Endstufenröhren verlangt, es wird jedoch wohl mindestens das Doppelte von dem sein, was man z. B. bei Tubetown bezahlt (4 EL34 für knappe 50€ sind kaum zu schlagen, das verlangen viele Musikhäuser schon pro Endröhre). Deswegen macht es durchaus Sinn, sich die Endröhren selber zu kaufen und einmessen zu lassen (viele Musikhäuser machen das zu relativ geringen Pauschalpreisen von 15€ oder so). Ein weiteres Pro-Argument ist, dass Endröhren sowohl bis zu einem gewissen Maße klangfärben wirken und die Sovteks, die ENGL verbaut, nicht jedermanns Optimum sind.

    5. Ich nicht, lediglich an einem Marshall JCM800, einem ENGL Screamer50 und einem Marshall 6100 - ich weiß nicht, was ENGL sich da revolutionäres für den SE hat einfallen lassen?
     
  3. thejone

    thejone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #3
    Sorry mein Fehler. Ich hätte vorher beschreiben sollen, wie das ganze funktioniert.

    Also die Sache ist so:
    Im Amp gibt es einen Kippschallter, welcher zuerst festlegt, ob 6l6er oder El34er verwendet werden. Dann gibt es ein paar LEDs, vier Knöpfe je für eine der vier Röhren und zwei Drehschalter.

    Das ganze soll so funktionieren:
    Klar erst wird die Röhre fest gelegt. Dann soll der Knöpf für die erste Endstufenröhre gedrückt werden. Darauf hin leuchten die LEDs. Eine steht für Bias zu hoch, eine für Bias zu niedrig und eine für Bias im richigen Bereich. Diese Lampe ist grün und eine der anderen rot. Daher meine Anspielung daruf, dass ich ja wohl rot und grün unterscheiden kann.
    Ist der Bias nun zu hoch oder zu niedrig eingestellt, dann regle ich mit den Reglern nach. Ein Regler ist für die grobe Einstellung und einer für die Feinabstimmung. Das muss man für jede Röhre tun. Also stelle ich ja im Grunde auch für jede Röhre das Bias ein. Daher meine Frage nach dem matchen.
    Was ich noch vergessen habe ist, dass jede Röhre von einem elektronischen System überwacht wird und bei Problemen die entsprechende Röhre abschaltet. Meine frage nach der Gefahr einer Beschädigung des Amps ist präziser ausgedrückt eigentlich, ob dieses System mich vor den Folgen einer falsch eingestellen Röhre schützt.

    Naja ich hoffe, dass ich nun alle Missverständnisse beseitigen konnte, trotzdem vielen Dank.
     
  4. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #4
    mach's einfach!da geht nix kaputt!!außerdem zeigt er mehr an als grün und rot;)
     
  5. theabandoneddoor

    theabandoneddoor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #5
    yeah..das is rock n roll,:great: ich glaub ich würd mich sowas nur bei nem billig amp zu sagen trauen ..aber bei nem knapp 3000€ top...einfach nur rock n roll:D
     
  6. Slaughthammer

    Slaughthammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #6
    das ist immerhin ein engl, und die engl amps sind nicht gerade empfindliche geräte, die sind eher gebaut wie panzer, bis da was kaputt geht, muss man schon sehr grob fahrlässig handeln. und dass das nur ein techniker machen soll, steht da nur drin, falls es jemand selber probiert und dabei doch den amp oder siene röhren schrottet, engl nicht belangt werden kann bzw keine garantie leisten muss. es wurde ja ausdrücklich gewarnt. das ist ja fast schon so schlimm wie in den usa, wo man jemanden verklagen kann, weil auffem kaffe nicht draufstand, das der heiß ist.

    und was soll da groß kaputt gehen, wenn das bias falsch eingestellt ist? im schlimmsten fall können dir die anodenbleche wegbrennen oder sowas die röhre auf irgend eine andere obskure weise sterben, dem amp ist das eigentlich realiv egal, wie das bias eingestellt ist.
     
  7. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #7
    Oder sich selber, bruzzzzzl! :p

    Also das System klingt nach Kinderfasching, hau rein. ;)

    Bias Einstellung ist sowieso ne recht grobe Sache... man rechnet sich ein Wertefenster aus (das nicht gerade präzise ist, mehr so 36-44) und stellt dann je nach Geschmack und erwünschtem Röhrenverschleiß ein. Mehr Dampf macht mehr Dampf aber halt auch die Endröhren schneller durch. Zu wenig macht kalten Klang.

    Ein Riesen Mythos, diese Bias Einstellung. Zu unrecht. :)
     
  8. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.04.06   #8
    es wird nur als hexenwerk betitelt um übermäßig viel geld dafür abzustauben...
     
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