Big River Harp

von Enjoi, 23.10.08.

  1. Enjoi

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    Erstellt: 23.10.08   #1
    Hallo!

    Ich habe mir als Anfänger eine Big River Harp von Hohner zugelegt. Nach den ersten versuchen, so scheint es mir, spielen sich die höheren Kanäle ein bisschen schwerer als die unteren. Bei gleicher Luftzufuhr erreiche ich bei den hohen Tönen nur verhalten einen Effekt, wohingegen ich in den unteren Tönen nur ganz leich anspielen muss, damit man etwas hört. Ist das normal, kommt es mir nur so vor, oder ist meine Harp von Werk aus schon defekt :( ?
     
  2. UJörg

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    Erstellt: 24.10.08   #2
    Ja, das ist ganz normal und üblich für Bluesharps. Ich hab zwar in deine Harp nicht reingepustet, aber ich kann mir nicht vorstellen dass sie defekt ist. Allerdings ist zu sagen: Je dichter die Harp ist, desto leichter die Ansprache. Die Big River Harp (mitsamt allen Hohner-Harmonikas, die nach dem MS-System gebaut sind) scheinen gewisse Probleme mit der Dichtigkeit (falls es das Wort gibt) zu haben. Die schwierigere Ansprache liegt außerdem z.T. auch daran, dass die Stimmzungen für die höheren Töne eben wesentlich kürzer (und daher weniger elastisch) sind.
    Du kannst mal folgendes zur Abhilfe probieren (auf eigene Gefahr!):
    - Schraub deine Harp mal auseinander. Nachdem du die beiden Metalldeckel abgenommen hast, siehst du die zwei Stimmplatten. Nimm dir nun einen Schraubenzieher und biege die Stimmzungen (d.h. die kleinen Metallzungen, die sich auf der Unter- bzw. Oberseite der Stimmplatten befinden) so hin, dass der Abstanz zwischen Zunge und Platte möglichst klein wird. Aber Vorsicht! Die Stimmzunge muss immer noch ganz leicht nach oben gebogen sein, d.h. einen gewissen Abstanz zur Stimmplatte aufweisen, sonst macht der Kanal dicht und du bringst gar keinen Ton mehr raus. Wichtig ist hierbei, dass du die Stimmzunge am Ansatz biegst, nicht vorne (d.h. die Stimmzunge selbst sollte noch gerade sein und anschließend keine Krümmung in der Mitte aufweisen, wenn du verstehst was ich meine). Am Besten biegst du die Stimmzunge, indem du mit einem (Schlitz-)Schraubenzieher ganz sachte auf den Zungenansatz drückst. Das ganze erfordert vielleicht etwas Herumprobieren. Wenn der Ton nicht mehr geht oder du ein klirrendes Geräusch hörst, dann bieg die Zunge wieder (vorsichtig!) zurück. Lieber zu zaghaft biegen als zu brachial.
    Übrigens: Wenn du dir eine nicht zu teure Harp zulegen willst, kann ich dir die Special 20 von Hohner wärmstens ans Herz legen. Die kostet üblicherweise nur ca. 6€ mehr, gefällt mir persönlich aber deutlich besser; insgesamt angenehmeres Spielgefühl/Ton und wertigerer Eindruck (wollte ich nur erwähnen; eine Harp ist ja meist nicht genug).
    Kannst ja mal ausprobieren ob der Tip mit den Stimmzungen was bringt.
    In diesem Sinne,
    Grüße UJörg.
     
  3. bluesmash

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    Erstellt: 29.10.08   #3
    Na, das ist aber mal ein Tipp für einen Anfänger. Was du da beschreibst - das Einstellen möglichst geringer Löseabstände - ist wohl eher das Fein-Tuning für overblows...:confused:. Solange diese Technik nicht geübt werden soll und alle Töne (gut)spielbar sind, würde ich an den Stimmzungen nicht herum experimentieren. Denn, wie du schon ganz richtig bemerkt hast: Es ist normal, dass die Ansprache mit steigender Tonhöhe etwas "schlechter" wird.
     
  4. HarpyQ

    HarpyQ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.08   #4
    Naja, ist imo alles richtig aaaaaber:

    versuch doch mal ein bisschen an deiner Luftsäule zu arbeiten.
    Atme durch das Zwerchfell, nicht verkrampft die Lungen voll- leerpumpen.
    Versuche einen gleichmäßigen Luftstrom zu erzeugen, die Harp weit in den Mund zu nehmen und möglichst unverkrampft und locker den Luftstrom zu kontrollieren.

    Die Big-River finde ich jetzt auch nicht die tollste Harp aber sie ist im Regelfall spielbar.

    ... Andi
     
  5. bluesmash

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    Erstellt: 29.10.08   #5
    Ich wollte mit meiner Erklärung nur erläutern, dass bauartbedingte Schwächen eines Instruments von eiem Anfänger nicht als erstes mit Arbeiten für Fortgeschrittene behoben werden sollten. Dass die beste Methode, etwas zu lernen, noch immer permanentes und richtiges Üben ist, ist davon unabhängig natürlich völlig richtig.;)
     
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