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von musicmacher, 12.08.06.

  1. musicmacher

    musicmacher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #1
    Hallo zusammen, jetzt ist es endlich fertig, mein erstes Stück für Big Band und damit auch meine erste "ernsthafte" komposition....
    An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle User im Board die mir geduldig auf meine löchernden Fragen zur Musiktheorie geantwortet haben, und damit zu diesem Stück beigetragen haben.

    Nun wüsste ich gerne was Ihr von dem Stück haltet...Habe es bisher noch nicht mit einer Big Band gespielt, hab also noch keine Ahnung ob das überhaupt klingt wenn es eine echte Band spielt....
    Bin über jeden Hinweis auf Fehler in sachen Musiktheorie Kompositionslehre Harmonielehre dankbar, da das alles eigentlich überhaupt nicht mein Ding ist, und ich fürchte das dass Stück nur so von Fehlern strotzt.....
    Also bitte erspart mir die Blamage vor den Band-Kollegen und kritisiert was das zeug hält :-)

    Hier also die Hörprobe

    Das Scorchfile: http://www.fmghome.de/nightflight.sco

    Für die die kein Scorch haben (solls ja auch geben:))

    Hier die Partitur: http://www.fmghome.de/nightflight.pdf
    und hier das mp3: http://www.fmghome.de/nightflight.mp3

    Danke für euren Input schon im vorraus

    musicmacher
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 12.08.06   #2
    hi, musicmacher

    Deine Komposition gefällt mir sehr gut. Kann mir vorstellen, daß es mit richtigen Instrumenten super klingt.
    Im Soloteil, darf da jeder mal ran :)


    Nur interessehalber...
    Womit hast du das Demo erstellt? Sibelius (ist doch eigentlich Notensatz) oder einem Sequencer-Programm? Eingespielt oder Noten gesetzt? Das Piano klingt zumindest wie eingespielt.

    Nur, weil die Partitur gleich dabei war. Den Piano, Bass und Schlagzeugpart hätte ich auch in Achtel notiert mit dem Hinweis auf die ternäre Phrasierung. Wobei ich nicht weiß, wieviel überhaupt vorgegeben bzw. festgelegt werden muß.

    MaBa
     
  3. Phoibos

    Phoibos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #3
    hi,

    gefällt mir auch sehr gut. respekt, und das fürs erste mal:great:
    aber fehler in diesem sinne gibt es ja nicht, weil die harmonielehre ein leitfaden sein soll, aber kein gesetz. wenn es sich gut anhört hast du es richtig gemacht.
    mit echten musikern hört sich wohl noch besser an...

    Gruß tobi
     
  4. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.08.06   #4
    Auf den ersten Blick: 1.trp und 1.trb sind zu hoch geschrieben, wenn sie die Melodie spielen. Deine (gute!) Melodie legt eine lockere Spielweise+Interpretation nahe - aber in der Lage, wie du 1.trp und 1.trb geschrieben hast, ist maximaler Krafteinsatz angesagt. Die Lage der 1.trp ist eine typische Lage für Tutti-Stellen, wo die 1.trp eindeutige Führungsfunktionen für das ganze Ensemble hat. Das deutet sich spätestens ab Takt 16 an, mit dem technisch nicht einfachen Auftakt auf 3+ (der als Achtel notiert werden sollte, nicht als 16tel): ein klingendes c3 in der 1.trp und ein c2 in der 1.trb sind Töne, die du vielleicht von einer extrem guten Band locker und leicht hören wirst, aber jede durchschnittliche städtische/Uni-/Musikvereins-/Hobby-Big-Band wird da auf jeden Fall nicht locker und selbstverständlich klingen.

    In Takt 22 ist dann der Höhepunkt der Melodie erreicht: es3 in der 1.trp, es2 in der 1.trb. Das werden dir nur Profis sicher bringen können. Da kommen wir direkt zur Zielgruppenfrage: für welches Level hast du das geschrieben, vielleicht für eine konkrete Band?

    Dann die Rhythmusgruppe: in der Klavierstimme stehen viel zu viele Sechzehntelrhythmen. Du schreibst hier doch eine Swingnummer, was sollen da die Sechzehntel? Die Voicings sind gut, aber schlecht aufgeteilt: wenn beide Hände gleiche Rhythmen spielen, würde ich 4stimmige Akkorde 2+2 aufteilen, bei 5stimmigen 3 Stimmen rechts, 2 Stimmen links, bei sechstimmigen 3+3 usw. . In Takt 28 muß man schon lange überlegen um herauszubekommen, was du meinst. Schreibe doch hier die Baßlinie alleine in die l.H., die oberen Akkorde in die r.H. Wozu ein Aufwärts-Arpeggio in Takt 48? Das wird kaum jemand hören. In Takt 49 stehen falsche Pausen in der l.H. . Takt 25 ist unspielbar wegen zu weiter Lage.

    Im Baß stimmen einige enharmonische Deutungen nicht, häufig taucht ges auf, wo fis richtig wäre. Takt 20: unbedingt das As eine Oktave höher, damit die Linie logisch bleibt. Was sollen die Triole in Takt 21 und 70?

    Im Drumset: die Logik der Bassdrum- und Snaredrum-Rhythmen erschließt sich mir nicht. Normalerweise bildet man mit Snare und Bassdrum ja mitzuspielende Bläserrhythmen ab. Insgesamt sehen deine Snare- und Bassdrumrhythmen eher danach aus, daß sie beim Abspielen gut klingen...aber nicht so, daß ein menschlicher Schlagzeuger schnell Form und eigene Rolle erkennen kann. Z.B. verwendest du keine Faulenzer, die Struktur deines Stückes bietet sich aber dafür an. Ich bin persönlich auch kein Fan davon, Crashbecken auf Hilfslinien zu schreiben, ich schreibe die über die oberste Linie.

    Deine Posaunenvoicings könnten ruhig mutiger sein, du verwendest ja fast nur 1,3 und 5 der Akkorde...und die Baßposaune ist Teil des Posaunensatzes: du koppelst sie im Voicing auffällig oft ab und schreibst weite Lagen. Das ist nicht generell schlecht, aber es passiert häufig ohne erkennbaren Grund.

    Ein generelles Konzeptionsproblem sehe ich in Takt 12 (und in der Reprise später): soll die Melodie nun ein Achtel oder eine halbe Note lang klingen? Der Hörer wird durch die unisono-Führung von 1.trp und 2.trp eine halbe Note hören, er hört also nicht den Achtel-Effekt, den du für 1.trp und 1.trb geschrieben hast. Da werden sich die Spieler später fragen: was will uns der Komponist damit sagen? Generell könnten die Bläserstimmen auch mehr Artikulationen vertragen, vor allem dort, wo mehrere Viertelnoten nacheinander kommen. Zwischen Takt 24 und 25 sehe ich noch ein Problem: wann soll der Auftakt kommen, auch bei der Wdh.? Sauberer wäre es, Klammer 1 und 2 zu schreiben, um das eindeutig festzulegen.

    Zwischen Takt 56 und 57 wäre ein Doppelstrich angebracht. Was soll das "2nd time only" in den Saxophonen in Takt 65? Es gibt kein zweites Mal...ein Kopierfehler? Noch eine persönliche Einschätzung: vermeide punktierte Pausen, die schaffen mehr Verwirrung als Klärung. Kläre mal, ob der Schluß laut oder leise sein soll: die Blechdämpfer legen "leise" nahe, die Lage der Trompeten aber "laut", warum spielt nur die 1.trp ohne Dämpfer, soll das Schlagzeug wirklich nur zwei Beckenschläge am Schluß machen?

    Schau dir auch mal die Konventionen und Standards für Pausennotation an. Für 4/4-Takt gilt z.B., daß die Taktmitte erkennbar sein muß - das ist in Takt 79 nicht der Fall. Die richtige Reihenfolge wäre Halbe Pause - Viertelpause, so wie du es in der Gitarre schon machst. Takt 78 in den Saxophonen: Halbe Pause - Achtelpause. Takt 80, Rhythmus von Gtr und Piano sollte genauso sein wie in den Bläsern/Baß/Drums.

    Die Idee mit 3/4-Takt ab Takt 75 gefällt mir gut - originell!

    Grundsätzlich sehe ich keine Stelle, wo Sechzehntelrhythmen notwendig sind. Dein ganzes Stück wäre leichter les- und spielbar, wenn du nur Achtelrhythmen verwenden würdest.

    Übrigens: den Titel "Nightflight" gibt es bereits von Sammy Nestico - ist dein Stück eine Hommage, hat es einen Bezug dazu?

    Harald
     
  5. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.08.06   #5
    Also die Lage, in der du die Posaunen spielen lässt ist wirklich heftig. Du kannst eigentlich problemlos fast den kompletten Posaunensatz nach unten oktavieren (evtl. sind dann in der Bassposaune ein paar Töne unspielbar tief, hab jetzt nicht jeden Ton angeschaut), aber dass selbst die dritte Posaune sehr häufig in der eingestrichenen Oktave spielt ist doch zumindest sehr ungewöhnlich. Außerdem geht in dieser extremen Lage auch der typische Posaunenklang verloren, für solche Höhen ist sie eigentlich nicht gedacht.
     
  6. musicmacher

    musicmacher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.06   #6
    Hallo, danke für eure Antworten vor allem an Haralds für deine ausführliche Analyse!

    Zur Trompete: Wir haben einen "Tonhöhenspezialist in unseren Trompeterreihen, der öfters mal Soli im Bereich c 4 - c 5 spielt, ich denke also das sollte er locker spielen können.

    Posaune: spiele ich selber ist zwar etwas hoch, hab das aber schon ein paar mal angespielt, sollte auch kein Problem sein.

    Hm ja ich weiß die Pianostimme ist nicht ganz unproblematisch, habe schon überlegt ob ich die vielleicht ganz lösche, dann muss der Pianist halt nur noch mit den Akkordsymbolen auskommen :) Aber ich guck die nochmal durch und verbessere einige Sachen.

    Bass: Das ist mir noch nicht aufgefallen.Danke! Ich werde das korrigieren.

    Drums: In sachen Drumnotation habe ich leider keinerlei Erfahrung, habe es also Tatsächlich so gesetzt das es beim Abspielen gut klingt. Ich werde dem Drummer dann auch sagen, das das eigentlich nur ein Anhaltspunkt ist, und er sein eigenes Ding machen soll.

    Zu den Posaunen: Das Problem ist ja das die erste Posaune mit die melodie spielt, (war im nachhinein wohl doch keine gute idee, mach ich nicht nochmal) und deshalb habe ich so gesehen nur noch 3 posaunen, und nicht mehr viel Spielraum für mutige Voicings. Das erklärt auch wieso die dritte so hoch ist.
    Hm dass mit der Bassposaune ist mir durchaus bewußt, aber ich habe bisher keine (gutklingende) Lösung gefunden das zu ändern.

    Dass mit den Sechszenteln und den Pausen muss ich mir wohl oder übel auch noch mal angucken, daran merkt man wohl das ich von Musiktheorie kaum ahnung habe :)


    Oh je, das Sammy Nestico auch schon einen Nightflight hat, wusste ich nicht, da muss ich mir wohl einen neuen Titel einfallen lassen :(


    danke für die Hinweise, da habe ich wohl doch noch einiges zu bearbeiten...



    musicmacher
     
  7. GMinor7

    GMinor7 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.06   #7
    Bass und Klavier musst du eigentlich fuer jazzerfahrenen Spieler nicht ausnotieren. Die Changes und hier und da einige Kicks oder Pausen notieren reicht voellig, auch fuer den Drummer, damit der halt die Form hat, sowie die wichtigen Bläserriffs und Kicks, die er mitspielen soll.

    Deine komplette Nummer ist im Achtel-Swing-Feel, es gibt keinen Grund fuer Sechzehntelnoten. Stell bei Sibelius (das verwendest du doch?) einfach unter "Play"->"Performance" bei "Rhythmic feel" swing ein. Dann klingt das auch beim Abspielen gut ,)

    Gruss, Alex
     
  8. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.08.06   #8
    Hallo,
    Okay, dann geht das hoffentlich klar. Ich selbst würde sowas aber trotzdem nicht schreiben, denn
    1. was ist, wenn genau dieser Spieler ausfällt?
    2. ein es3 treffen zu müssen ist psychologisch etwas anderes, als ein es3 treffen zu dürfen, das wirkt sich bei Hobbyspielern auf die Treffsicherheit aus
    3. die Melodie legt, wie schon angedeutet, eine Lockerheit nahe, die auf der Trompete bei es3 nicht da ist - aber da siehst du schon, wie unterschiedlich deine Komposition aufgefasst werden kann
    Probier's aus...und schreib mal hier von den Erfahrungen, mich würde es ernsthaft interessieren, wie dein Trompeter damit umgeht.
    Du könntest dir mal die Klavierstimmen von Nestico-Arrangements ansehen (und -spielen!). Das sind gute Modelle. Nestico schreibt sehr einfache und klare Strukturen, was Voicings und Rhythmik angeht. Hast du eigentlich das Buch "Inside the score" von Rayburn Wright? Solltest du unbedingt haben, da steht ganz viel drin, was für dich absolut wissenswert wäre.

    Okay, aber es ist natürlich besser, wenn der Drummer eine hilfreiche Stimme vor sich stehen hat, die ihm hilft, seinen Job ordentlich zu machen. Geh doch am besten von einer Stimme aus, die in Takt 1 nur einen Swing-Groove enthält und in allen anderen Takten 4 Schrägstriche pro Takt. Dann ändere diese Stimme mit minimalem Aufwand so, daß der Drummer notwendige Pausen macht und notwendige Rhythmen mitspielt.
    Du könntest z.B. viel mehr vierstimmigen Blocksatz verwenden. Nicht nur in den Posaunen, auch in den Trompeten und Saxophonen.
    Erst mal Respekt für die Komposition: das ist schon eine sehr sehr ordentliche Leistung. Was ich geschrieben habe, bezieht sich mehr auf die Realisation deiner kompositorischen Idee und auf einige technische Dinge...quasi im Sinne von Ökonomisierung und Optimierung. Meine Vorschläge sollen eher die Fallstricke aufdecken, über die andere Leute (ich auch, nicht zu knapp) gestolpert sind. Ich persönlich würde mal darüber nachdenken, das Stück nach a-Moll zu transponieren, die tiefen Stimmen wg. Tonumfängen daher neu zu konzipieren, nur Achtelrhythmen zu notieren und dann mal in eine Probe zu gehen.

    Viel Erfolg!

    Harald
     
  9. musicmacher

    musicmacher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.06   #9
    Hallo harald S abermals vielen dank für deine ausführliche Antwort.

    Ja ich laß mich auch mal überraschen was unser trompeter daraus macht, aber ich denke das hat der drauf. Der mutet sich solche sachen ja selber immer bei den Solos zu :)

    Danke für den buchtipp! Ist leider vergriffen auf amerzon aber ich werde mal ausschau halten. Ich habe mir tatsächlich auch im vorfeld,bevor ich nightflight schrieb einige von Sammy Nestico´s arrangement´s angeguckt, auf sibelius-music.com kann man sich einige seiner Arrangements per scorch angucken/anhören (einfach mal auf Jazz klicken und in der suche Sammy Nestico eingeben) leider bin ich dabei nicht auf seinen Nightflight gestoßen, sonst hätte ich mein stück nicht auch so genannt :) Naja mir wird schon ein neuer Titel einfallen.

    Hm, die drums machen mich immernoch etwas ratlos. Villeicht könnte ich einfach immer am anfang eines Abschnitts (da fällt mir ein Buchstaben habe ich auch noch vergessen) Den rythmus ausnotieren und dann faulenzer einsetzten, bis auf natürlich im Soloteil und am Schluss.

    Zu den Blockvoicings:Danke für den Link-Tipp das werde ich mir in ruhe mal zu gemüte führen.

    Schreibst du eigentlich auch für Big Bands?



    musicmacher
     
  10. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 14.08.06   #10
    Hallo,
    Habe es zu spät gesehen, daß es bei Amazon vergriffen ist...bei Kurt Maas gibt's das noch: "Inside the Score" als Set mit CD .
    Leider nur noch selten. Viel häufiger schreibe ich Big-Band-typische Musik für andere Ensembles, speziell für Salon-/Tanzorchester und Chöre, manchmal auch Sinfonieorchester. Ich habe selbst viel Big Band gespielt (Baßposaune, Klavier, selten auch Drums) und ein paar Mal Workshops für Studenten abgehalten.

    Als Arrangeur macht es natürlich auch Sinn sich mit Notensatz zu befassen. Das kann ich nur empfehlen; es gibt Standards und Konventionen im Notensatz, die viele Musiker unterbewußt kennen und wiedererkennen wollen, speziell in der Rhythmik. Die Schreibweise von Pausen, Setzung von Achtelbalken, Positionierung von Artikulationen, Seitenlayout, etc. sind alles Dinge, die auf die Wirkung deines Werkes auf die Musiker einen hohen Einfluss haben. Man darf das nicht alles seinem Notensatzprogramm überlassen, sondern sollte da selbst Entscheidungskompetenz haben. Dafür haben mir zwei andere Bücher sehr geholfen: "Die Praxis des Notengraphikers Wie entstehen unsere Noten?"von Herbert Chlapik und "Die Notenschrift" von Albert C.Vinci.

    Harald
     
  11. musicmacher

    musicmacher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.06   #11
    Hallo, Harald S

    Vielen Dank für die Buchtipps + Links! Ich werde mir sobald es mein Studentenbudget zulässt diese Werke besorgen und zu gemüte führen.


    gruß

    musicmacher
     
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