Bitte um Feedback zu meinem Song

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ihateslowsongs
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Hallo,

Ich mache Indie/Singer-Songwriter Musik mit deutschen Texten.
Als Referenzen könnte man Nathaniel Rateliff, Nils Koppbruch aber auch Sohn angeben.

Das ist mein neuer Song:
https://soundcloud.com/i-hate-slow-songs/einen-sommer-noch-7-10-17

Falls mir jemand seine Eindrücke und Verbesserungsvorschläge schicken will, bitte her damit!

Grüße
Micha
 
Eigenschaft
 
Hallo ihateslowsongs,
erst mal herzlich willkommen auf dem Musiker Board!

Ich kenne die von Dir genannten Referenzen nicht, der song gefällt mir aber gut. Für meinen Geschmack könnte die Stimme etwas klarer und leichter verständlich sein.

Auf jeden Fall könntest Du den Text gesondert posten - das fördert die besondere Betrachtung des Textes, der mir auch gut gefällt. Falls Du im weiteren speziell Feedback zu Deinen Texten haben möchtest - besonders bei Texten, die gerade im entstehen sind, kannst Du diese gerne im eigenen Textbereich hier posten.

Beim Arrangement könnte ich mir etwas mehr Eigenständigkeit der anderen Instrumente und etwas mehr Steigerung vorstellen - aber das ist Geschmacksache.

Insgesamt klasse gemacht, finde ich - braucht sich auf keinen Fall zu verstecken. Deine Stimme gefällt mir, mehr kann ich dazu aber nicht sagen - da gibt es Berufenere hier.

(Dein nickname, auch auf soundcloud, ist wahrscheinlich eine Art Ironie, die an mir vorübergeht, aber egal.)

Herzliche Grüße

x-Riff
 
Hi x-riff,

vielen Dank für Dein für Dein sehr konstruktives Feedback.
Werde mir den Song nochmal anhören und schauen ob ich Die Main Vocals etwas verständlicher und klarer im Mix raus bekomme.
Eigenständigkeit der anderen Instrumente stimmt schon. Die sind hier halt eher wirklich alle Begleitung, hätte man mehr machen können :)

Falls Du auch gerne ein Feedback zu nem Song oder ähnlichem haben würdest, schreib mir!

Viele Grüße
Micha

PS: Nickname ist tasächlich auch Ironie und eine kleine musikalische Referenz (falls Du schon mal was von Kyuss gehört hast, sagts Dir vielleicht was)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Zur besseren Verständlichkeit noch der Text:

Komm wir verschenken alle Narben, und auch
alle anderen Souvenirs, all das
Treibgut was die Zeit an unsrem Strand uns so
großzügig hinterließ.

Komm wir springen einfach in den Strom, egal
wohin er uns dann trägt, wenn wir
wieder aus ihm steigen, wer weiß schon
ob wir noch dieselben sind.

Nur noch einen Sommer lass die Tage mich durch taumeln
als gäbs kein morgen, als gäbs nur jetzt.
Will mir vergeben mich vergessen und verlieren
und dann find ich mich zuletzt .

Dieser Tag, dieser Ozean von Zeit, wird unsre
Tafel, wir schreiben alles neu, gleich wenn
der Wind unser Segel streift,
uns der Moment dann endlich ergreift.

Komm wir leben immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Komm wir schreien unser Lied in den Wind
bis auch die letzten Zeilen verklungen sind.

Schlösser Burgen und Parks gebaut in Sand.
Hörst die Brandung, hältst den Atem an.

Nur noch einen Sommer lass die Tage mich durch taumeln
als gäbs kein morgen, als gäbs nur jetzt.
Will mir vergeben mich vergessen und verlieren
und dann find ich mich zuletzt .
 
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Hi ihateslowsongs,
den text finde ich sehr gut: viele, schöne und ungewöhnliche bildkompositionen im rahmen einer überreifenden metapher; viel leichtigkeit, sommer, überschwang und sehnsucht.

herzliche grüße

x-Riff
 
Hallo,

mir persönlich geht der allgemeine Trend zur neuen deutschen Befindlichkeitshymne, die zutiefst nachdenklich und bedeutungsschwanger daherkommt, in Wahrheit jedoch Worthülsen aneinanderreiht wie "Komm, wir springen in den Strom und sehen, wohin er uns trägt", mittlerweile dermaßen auf den Geist, dass ich wahren und aufrichtigen, durch und durch ehrlichen Schwachsinn wie "Theo, wir fahr'n nach Lodz" zu mögen beginne - einfach deshalb, weil hier gar nicht erst versucht wird, die gnadenlose Gehaltlosigkeit der Aussage in des Kaisers neuen Kleidern zu verbergen.

Der vorliegende Song, der sich in seiner Machart nahtlos in das unheilvolle Gehabe der selbsternannten "Songpoeten" einreiht, birgt immerhin den riesengroßen Vorteil, dass etwa drei Viertel des Textes von vornherein erst gar nicht zu verstehen sind. Ich empfinde das angesichts des verbleibenden Viertels als äußerst wohltuend, denn Stimme, Gitarre und ganz besonders auch das Arrangement gefallen mir ausnehmend gut. Die allgemein etwas wehleidige Attitüde stört mich als solche also nicht. Die gleiche Nummer in einer beliebigen anderen Sprache, die nicht dazu nötigt, zwangsläufig etwas vom Text zu verstehen, und ich wäre - mindestens! - so angetan wie mein Vorredner. In der jetzigen Form aber möchte ich gar nicht erst wissen, wohin der Strom irgendwen trägt, und mich folglich auch nicht in denselben begeben. Sorry, von mir keine Stimme für den Recall!

Nix für ungut

Holger
 
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Willkommen,

zunächst ein kleiner Hinweis zu Threadtiteln hier im Hörprobenbereich, falls du gern noch weitere Tracks posten willst.

Topic:

Stimme und Gesangsperformance gefallen mir gut.

Was den Text angeht, empfinde ich es teilweise auch so wie @kleines_dickes_gitarrist. Ich formuliere es aber etwas moderater: Der Text ist "handwerklich" gut gemacht, orientiert sich aber stark am aktuellen Zeitgeist "Lieber in schönen Worten nichts sagen als was Falsches". ;)

Größte Baustelle ist aber mMn nach das Arrangement, bzw die Instrumentierung. Das klingt alles sehr "löchrig", schleppend, ausgebremst, wenig akzentuiert, fast zufällig. Vor allem aber das Timing ist alles andere als auf dem Punkt. Daher:

Eigenständigkeit der anderen Instrumente stimmt schon. Die sind hier halt eher wirklich alle Begleitung, hätte man mehr machen können

Eher weniger bzw nur die Gitarre. Im Moment stören (mich) die anderen Instrumente eher als das sie den Song begleiten.
 
Hi Antipasti, vielen Dank für den Hinweis zu den Threadtiteln und für Dein Feedback!

Größte Baustelle ist aber mMn nach das Arrangement, bzw die Instrumentierung. Das klingt alles sehr "löchrig", schleppend, ausgebremst, wenig akzentuiert, fast zufällig. Vor allem aber das Timing ist alles andere als auf dem Punkt.​


Schleppend sollte es klingen, zufällig nicht. Das sollte nicht so sein.
Und Timingprobleme habe ich leider, da hast Du Recht daran muss ich arbeiten! Ich werde das nächste mal versuchen die Rotzspur mit Klick einzuspielen.

Eher weniger bzw nur die Gitarre. Im Moment stören (mich) die anderen Instrumente eher als das sie den Song begleiten.​

Ist die Frage woran das liegt? Schlecht eingespielt? Musikalisch zu reduziert, weil nur den Melodielinien der Gitarre folgend?

Viele Grüße
Micha



Hallo Holger,

Vielen Dank für Dein Kompliment bezüglich Arrangment, Stimme und Gitarre.

Ich kann verstehen, dass einem eine bestimmte Sorte stark emotional bewegter Text nicht zusagt, und/oder dass man von der Schwemme an sog. Deutschpoeten (s. Tim Bendzko etc., Annenmeykantereit etc.) genervt ist.
Ich kann dazu nur sagen, dass ich von den von mir genannten nichts höre, mich nichts davon inspiriert, und ich daher nicht bewusst irgendwas davon nachmachen will.
Meine Vorbilder sind in Punkto Text eher bestimmte Sachen von Konstantin Wecker (im Text findet der Fan auch eine kleine Referenz), Nils Koppbruch, Gisbert zu Knyphausen und frühe Sachen von Reinhard Mey.
Die haben in meiner Wahrnehmung nichts mit den von Dir so heftig gescholtenen "Deutschpoeten" zu tun,
auf die aus meiner Sicht auch tatsächlich der Vorwurf zutrifft, dass da wenig Inhalt und viel Gefälligkeit ist.

Ob ich den Text gut geschrieben habe oder nicht, kann ich selbst wohl kaum beurteilen, dazu fehlt mir wahrscheinlich die Distanz.
Aber ich denke es ist nicht fair einer bestimmten Form von Musik, die einen musikalisch und emotional nicht anspricht, die Substanz abzusprechen:
Es gibt ja z. B. auch sehr guten Trash Metal, auch wenn ich mit dem Genre (im Moment zumindest) wenig anfangen kann.

Grüße
Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
Ich hab nix gegen die Art von Text.
Einige Zeilen finde ich sehr gelungen; gefällt mir insgesamt gut. Regt bischen zum träumen an.

Gesangsartikulation könnte etwas weniger schwülstig sein.
Ab und zu als Stilmittel ok; hier etwas zu viel für mich.
Ich mag sowohl den Chorus als auch den "Schlösser Burgen..." c Teil Part sehr gerne.
Am Verse hätte man evtl noch etwas feilen können. Sowohl von melodieführung als auch Arrangement.
Aber wie gesagt; für mich insgesamt ein schöner, verträumter, melancholischer Song.
Lg
 
Ist die Frage woran das liegt? Schlecht eingespielt? Musikalisch zu reduziert, weil nur den Melodielinien der Gitarre folgend?

Genau das alles in Summe. Ich würde empfehlen:

  • Alles nochmal sauber und auf den Punkt einspielen
  • Die Drums nicht nachträglich mit den Fingern einspielen (so klingt es zumindest). Sondern vorher eine richtige Drumspur erzeugen.
  • Momentan machen die Drums praktisch alle paar Sekunden Pause, was den Fluss ausbremst. Da du dich überwiegend auf Snare/Bassdrum beschränkst, klingen sie löchrig. Also siehe oben: richtige, durchgehende Drumspur mit Hi-Hat und Becken erzeugen oder ganz drauf verzichten.
  • Sollte es einen Bass auf der Aufnehme geben, dann st er zu leise. Für mich gehört zu einer Drumspur eine Bassspur. Außer man heißt "The White Stripes" - die durften auch ohne Bass.
Es klingt jetzt gerade so, als hättest du einen Song für Voc/Gitarre komponiert und aufgenommen, der als das auch gut funktionert hätte. Die nachträglichen Spuren sollten vermutlich nur dezent stützen, bewirken aber das Gegenteil: Sie fleddern ihn auseinander und ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich, als sie dürften.
 
Hi
Ich hab nix gegen die Art von Text.
Einige Zeilen finde ich sehr gelungen; gefällt mir insgesamt gut. Regt bischen zum träumen an.

Gesangsartikulation könnte etwas weniger schwülstig sein.
Ab und zu als Stilmittel ok; hier etwas zu viel für mich.
Ich mag sowohl den Chorus als auch den "Schlösser Burgen..." c Teil Part sehr gerne.
Am Verse hätte man evtl noch etwas feilen können. Sowohl von melodieführung als auch Arrangement.
Aber wie gesagt; für mich insgesamt ein schöner, verträumter, melancholischer Song.
Lg

Hi Dugdanger,

Danke für das differenzierte Feedback!
Kann man schon sagen, dass es an der ein oder anderen Stelle ggf. ein bisschen zu viel Schwulst/Emotion ist. Ich habe von mehrere Takes gemacht, auch einige mit weniger "emotionalem Einsatz", und mich dann für diesen entschieden.
Ist halt schwierg den Punkt zu bestimmen, ab dem das genau richtig bzw. eben zu viel ist und das hängt dann auch nicht zuletzt vom Auge des Betrachters/vom Ohr des Hören ab.
Aber wie mir die Reaktionen der anderen Posts zeigen, wars wohl nicht nur für Dich sondern auch für den ein oder anderen zuviel.

Zu dem Punkt Verse: Stimmt es ist simpel. Bei dem Thema Melodieführung arbeite ich Moment noch sehr intuitiv, d. h. verlasse mich meist auf den ersten Einfall. Ich habe auch schon versucht mich da ein bisschen mit dem Buch zu belesen:

https://www.amazon.de/Melody-Songwr...F8&qid=1507621521&sr=8-6&keywords=songwriting

Bin da leider nicht sehr weit gekommen, bin aber für jeden weiterführenden Tip auch Internetquelle dankbar!


Grüße
Micha
 
Aber wie mir die Reaktionen der anderen Posts zeigen, wars wohl nicht nur für Dich sondern auch für den ein oder anderen zuviel.

Hm .. wem denn?

Ich habe auch schon versucht mich da ein bisschen mit dem Buch zu belesen:

Ich rate dazu, gar nicht damit anzufangen, solche Bücher zu lesen. Wenn ich das schon lese: Techniques for writing hit songs. Sollte besser heißen "Techniques for gettiing the money from idiots"

Das ist eine Sache von Erfahrung, Zuhören und Ausprobieren. Wenn du gern einen theoretischen Background hättest, reicht ein ganz normales Buch über Harmonielehre.
 
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Genau das alles in Summe. Ich würde empfehlen:

  • Alles nochmal sauber und auf den Punkt einspielen
  • Die Drums nicht nachträglich mit den Fingern einspielen (so klingt es zumindest). Sondern vorher eine richtige Drumspur erzeugen.
  • Momentan machen die Drums praktisch alle paar Sekunden Pause, was den Fluss ausbremst. Da du dich überwiegend auf Snare/Bassdrum beschränkst, klingen sie löchrig. Also siehe oben: richtige, durchgehende Drumspur mit Hi-Hat und Becken erzeugen oder ganz drauf verzichten.
  • Sollte es einen Bass auf der Aufnehme geben, dann st er zu leise. Für mich gehört zu einer Drumspur eine Bassspur. Außer man heißt "The White Stripes" - die durften auch ohne Bass.
Es klingt jetzt gerade so, als hättest du einen Song für Voc/Gitarre komponiert und aufgenommen, der als das auch gut funktionert hätte. Die nachträglichen Spuren sollten vermutlich nur dezent stützen, bewirken aber das Gegenteil: Sie fleddern ihn auseinander und ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich, als sie dürften.

Hi Antipasti,

Da hast Du einiges korrekt analysiert :)

Drums sind nachträglich per Fingerdrumming eingespielt. Bei dieser Sache bin ich noch ziemlich am Anfang.
Der Punkt löchrig: ich weiß was Du meinst. Die Schwierigkeit war für mich, dass der Song kein gerader 4/4 Takt ist. Sondern alle 4 oder 6 Takte ein Zusatztakt eingeschoben wird (Länge glaub ich 2/4). Das hat mich von den Drums überfordert, daher habe ich an der Stelle lieber nichts gespielt, nach dem Motto: Besser nix, als etwas was nicht passt. Auch daher (neben dem Fehlen von Hihat/Becken) kommt der löchrige Eindruck.

Zu meiner Arbeitsweise: stimmt, ich schreibe den Song von der Gitarre und Gesang her. Der Rest kommt dazu. Es ist schwer für mich ausgehend von der Drumspur zu denken, bin halt kein Drummer.
Habe daher zu folgendem Vorgehen gefunden: Rotzspur Voc&Guitar (am besten mit Klick), dann das richtige Gitarren-Take, dann das richtige Vocal-Take, dann Drums, dann Bass, dann der Rest.
Möglicherweise wäre es sinnvoll, nach der Rotzspur gleich die Drums zu machen, danke für die Anregung!

Zum Bass: es gibt tatsächlich einen :)
Auf meiner Abhöre kommt er sehr präsent rüber (Kopfhörer Beyerdynamic DET770 Pro). Das Problem beim Mix der Bassfrequenzen ist aus meiner Sicht ja auch immer, dass man für verschiedene Abhören (Handylautsprecher, Anlage, kleine plug-in Kopfhörer etc.) mixt und die halt den Bass unterschiedlich präsent transportieren.
Mit was hast Du denn abgehört? Vielleicht müsste ich an der Stelle nochmal nachjustieren.

Ein Vorgehen wäre auch tatsächlich den Song ganz reduktionistisch mit Voc/Gitarre zu belassen. Das funktioniert wenn ich live auftrete aus meiner Sicht auch ganz gut.

Gruß
Micha
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---

Du hast Recht, den Text haben eher Holger (A.K.A. KleinesdickesGittarist) und Du kritisiert, die Intonation/Stimmführung
DugDanger. Das sind unterschiedliche Aspekte.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich rate dazu, gar nicht damit anzufangen, solche Bücher zu lesen. Wenn ich das schon lese: Techniques for writing hit songs. Sollte besser heißen "Techniques for gettiing the money from idiots";
Das ist eine Sache von Erfahrung, Zuhören und Ausprobieren. Wenn du gern einen theoretischen Background hättest, reicht ein ganz normales Buch über Harmonielehre.

Hm. Ich mache schon seit fast 20 Jahren Musik, mal mehr mal weniger. Hören tu ich auch viel.
Soviel zum Ausprobieren und Hören.
Ich möchte keine Hitsongs schreiben, das ist nicht mein Ziel, sondern meine musikalischen Ausdruchsmöglichkeiten erweitern.
Die Titel von solchen Büchern sind immer "reißerisch" (vor allem wenns Amis geschrieben haben), kennt man auch aus anderen Bereichen.

Ich denke auch bei anderen Sachen ist es hilfreich, wenn man sich "theoretische" Anregungen von anderen Leuten holt, egal obs ums Kochen, Auto reparieren, Zeichnen etc. geht.
Wenns ein "Formel" fürs Schreiben guter Songs gebe, hätten wir das alle schon mitgekriegt.
Es geht ja nicht drum, nach Rezept zu komponieren bzw. zu schreiben sondern wie gesagt um Anregungen mal was anderes auszuprobieren.

Aber ich kenne diese Position die Du beziehst, sorry aber für mich ist das ein bisschen eine "vernagelte" Diskussion.

Gruß
Micha
 
Das hat mich von den Drums überfordert, daher habe ich an der Stelle lieber nichts gespielt, nach dem Motto: Besser nix, als etwas was nicht passt. Auch daher (neben dem Fehlen von Hihat/Becken) kommt der löchrige Eindruck.

Das war mir schon klar. Aber so klingt es dann eben auch. Und da stellst sich dann eben die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, ganz auf die Drums zu verzichten. Oder eben länger an den Drums zu arbeiten, bis man es hinkriegt.

stimmt, ich schreibe den Song von der Gitarre und Gesang her. Der Rest kommt dazu. Es ist schwer für mich ausgehend von der Drumspur zu denken, bin halt kein Drummer.

Das Problem habe ich auch. Ich schreibe die Songs ja auch auf der Gitarre und gehe ähnlich vor wie du. Allerdings spiele ich nach der Rotzspour Voc/Gitarre bereits die Drums (bei mir ein Cajon) ein. Und auf der Basis dann nochmal alles andere neu.

Da mein Timing auf dem Cajon auch nicht das Beste ist, schiebe ich manche versemmellten Schläge nachträglich an die richtige Stelle. Mit einer besseren DAW geht sowas in Maßen.

Mit was hast Du denn abgehört? Vielleicht müsste ich an der Stelle nochmal nachjustieren.

Mit einem ganz normalen PC-Subwoofersystem. Es kann sein, dass deine Bassfrequenz sehr weit unten ist und wenn du damit auch nur die jeweilgen Taktanfänge gespielt, kann es durchaus untergehen.


--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Aber ich kenne diese Position die Du beziehst, sorry aber für mich ist das ein bisschen eine "vernagelte" Diskussion.

Das ist dein gutes Recht, dieser Meinung zu sein. Ich höre an deinem Song, dass du die Basis des Songwritings eigentlich schon beherrschst. Das eigentliche Problem ist die saubere Umsetzung - und das lehrt dich solch ein Buch nicht.

EDIT: ich habe nebenher auch gar nicht gesagt, dass theoretische Unterstützung blödsinn ist. Aber ein Buch über Harmonielehre, Blue-Scales oder Pentantonik kommen mir sinnvoller vor als "Wie man einen Hit schreibt".
 
Ein Vorgehen wäre auch tatsächlich den Song ganz reduktionistisch mit Voc/Gitarre zu belassen. Das funktioniert wenn ich live auftrete aus meiner Sicht auch ganz gut.
Das wäre für diesen song tatsächlich eine Option, die ich gerne hören würde.

Bin drummer und alle nicht durchgehenden Sachen zu spielen, ist tricky. Weil ein drum eben eine 1 setzt. Ohne die würden die Zuhörer vermutlich nicht mal merken, dass es da einen Zwischentakt gibt.
Aber mit drum merken sie´s unausweichlich. Und dann hat man die Möglichkeit, es eher zu kaschieren und das Durchgängige zu betonen - beliebt sind hier eine durchgehende Bassdrum und/oder HiHat (letztere gerne auf den Off-Beats, also den "und"). Oder man setzt halt breaks rein, die dann automatisch die Aufmerksamkeit auf diese Zwischenparts werfen.
Und beides muss gekonnt sein - das erste ist für nicht-drummer leichter umzusetzen als das zweite.

Tricky halt.

Deswegen könnte eine lohnende Variante bei diesem Stück tatsächlich eine Version mit Gitarre und Gesang sein - Bass kann, muss aber nicht.

Herzliche Grüße

x-Riff
 
Das Problem habe ich auch. Ich schreibe die Songs ja auch auf der Gitarre und gehe ähnlich vor wie du. Allerdings spiele ich nach der Rotzspour Voc/Gitarre bereits die Drums (bei mir ein Cajon) ein. Und auf der Basis dann nochmal alles andere neu.

Ich denke ich sollte die Reihenfolge ändern, wie Du sagst: nach der Rotzspur erst die Drums.
Da mein Timing auf dem Cajon auch nicht das Beste ist, schiebe ich manche versemmellten Schläge nachträglich an die richtige Stelle. Mit einer besseren DAW geht sowas in Maßen.

Mit einem ganz normalen PC-Subwoofersystem. Es kann sein, dass deine Bassfrequenz sehr weit unten ist und wenn du damit auch nur die jeweilgen Taktanfänge gespielt, kann es durchaus untergehen.

Dann sollte ich an dem Bass im Mix nochmal arbeiten, der Subwoofer sollte genügend davon transportieren.

Das ist dein gutes Recht, dieser Meinung zu sein. Ich höre an deinem Song, dass du die Basis des Songwritings eigentlich schon beherrschst. Das eigentliche Problem ist die saubere Umsetzung - und das lehrt dich solch ein Buch nicht.
EDIT: ich habe nebenher auch gar nicht gesagt, dass theoretische Unterstützung blödsinn ist. Aber ein Buch über Harmonielehre, Blue-Scales oder Pentantonik kommen mir sinnvoller vor als "Wie man einen Hit schreibt".

Ich habe heute nochmal in das Buch reingeschaut und es ist gar nicht so schlecht. Leider isses auf Englisch was das Verständnis doch etwas erschwert (zumindest für mich). Es erklärt z. B. ganz gut an Hand der natürlichen Obertonreihe warum manche Intervalle stabil sind, und warum manche instabil sind, also nach Auflösung streben. Hab mir vorgenommen, das nochmal in die Hand zu nehmen und zu lesen.
Zum Thema Harmonielehre: Ich habe leider schon einiges sehr praxisfernes und nur auf klassische Harmonielehre fixiertes gelesen. Dieses Buch (Melody in Songwriting) hat den Vorteil, dass es theorerische Inhalte an Hand praktischer Fragestellungen (z. B. wie kann ich eine Gesangsmelodie entwickeln die nicht langweilig klingt, was bedeutet in dem Zshg. Spannung und Auflösung etc.) erklärt.
Mit dem Zugang verstehe ich die Sachen echt besser.

Ich glaube die Diskussion die eigtl. dahinter steht ist die, wie orginell d. h. einzigartig Musik ist/kann/sein soll, was man von anderen übernimmt und ob man sich Orginalität und Kreatitvät "anlernen" kann. Und das denke ich im engeren Sinne nicht. Man kann nur sein "Handwerkszeug" erweitern. Wie man das dann nutzt ist eben eine Frage von Kreatitvät die nicht schematisch ist.[/QUOTE]
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Das wäre für diesen song tatsächlich eine Option, die ich gerne hören würde.

Wenn ich eine gute Version habe, geb ich Bescheid :)

Bin drummer und alle nicht durchgehenden Sachen zu spielen, ist tricky. Weil ein drum eben eine 1 setzt. Ohne die würden die Zuhörer vermutlich nicht mal merken, dass es da einen Zwischentakt gibt.
Aber mit drum merken sie´s unausweichlich. Und dann hat man die Möglichkeit, es eher zu kaschieren und das Durchgängige zu betonen - beliebt sind hier eine durchgehende Bassdrum und/oder HiHat (letztere gerne auf den Off-Beats, also den "und"). Oder man setzt halt breaks rein, die dann automatisch die Aufmerksamkeit auf diese Zwischenparts werfen.
Und beides muss gekonnt sein - das erste ist für nicht-drummer leichter umzusetzen als das zweite.

Danke für die Tips mit Variante 1! Das könnte ich mit viel Übung und mehrern Takes hinkriegen. Mache das eh in der DAW, da kann man einiges korrigieren.

Herzliche Grüße
Micha
 
Es erklärt z. B. ganz gut an Hand der natürlichen Obertonreihe warum manche Intervalle stabil sind, und warum manche instabil sind, also nach Auflösung streben.

Das gehört eigentlich auch zur traditionellen Kompositionslehre. Überhaupt bedient sich ein Großteil der Popularmusik noch immer klassischer Kadenzen.

z. B. wie kann ich eine Gesangsmelodie entwickeln die nicht langweilig klingt, was bedeutet in dem Zshg. Spannung und Auflösung etc.

Ich will dir das gewiss nicht ausreden. Aber das erinnert mich an einen YT-Channel, in dem ein studierter Popkomponist versuchte, anhand genau solcher Faktoren darzulegen, warum 2010 bei "Unser Star für Oslo" die balladeske "Satellite"-Version von Jennifer Braun die eigentlich bessere war und die von Stefan Raab/Lena Meyer-Landrut totaler Mist.

Interessant an dem Video sind einige Kommentare. Von vielen hat er zu recht eine Abfuhr bekommen - daraufhin auch nachträglich einen Disclaimer in seinen Beschreibungstext eingefügt. Aber ein paar gingen auch in die Richtung: "Bis jetzt fand ich die Version von Lena besser - aber nach diesem Video habe ich meine Meinung geändert. Danke für's Augenöffnen". Oder auch "Da ich selbst komponiere, hat mir dein Video weitergeholfen"

Und da setzt meine Kritik an solchen "Leitfäden" an: Man lässt sich leicht blenden. Denn tatsächlich muss auch ich zugeben: Ohne den gesamten Kontext zur Interpretin, zur Performance, zum Beat - also rein kompositorisch und harmonisch, an Spannungsmomenten gemessen wirkt die Argumentation des Autors absolut schlüssig.

Aber Popmusik ist anders und wir wissen ja, wer den ESC damals gewonnen hat. Bei Popmusik kann die Langeweile und Simplifizierung ein Statement sein oder zumindest kompensierbar, der Missklang ein Stilmittel, das musikalische Unwissen ein Charakteristikum. Ein Song kann sogar fast ohne Akkorde oder Melodie auskommen und trotzdem ein Hit werden. Das hat es alles schon gegeben.
 
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Moin,
so ein wenig theoretische und analytische Auseinandersetzung mit Musik ganz allgemein ist ja durchaus nicht schlecht. Dann sollte man/frau aber alles auch wieder vergessen, sonst wird aus einer "Scheuklappe" nur eine andere ;)
Ob eine Komposition gut ist oder passt, sollte man/frau hören können. Das scheint mir hier ja gegeben zu sein. Insofern: alles gut.:)
Den Song finde ich ganz hübsch. Er verliert sich leider in Beliebigkeit, wie so viele Popsongs - das muss nicht "schlecht" bedeuten. Wenn ich zB an so Sachen wie RnB denke: top Produktionen, nur kann ich keine einzige dieser Damen und Songs irgendwie unterscheiden. Es hört sich für mich alles vollkommen gleich an. Oder auch diese aktuellen Volksmusiksachen (wie dieser Typ über den sich Böhmermann ausgelassen hat). Man/Frau muss ja nicht jeden Trend irgendwie gut finden, der nächste kommt bestimmt:)
Das Video finde ich sehr interessant und kannte ich auch noch nicht. Der für micht interessanteste Aspekt ist, dass ein halbgescheiter Postpubertant mit der Attitüde des Aufklärers erklärt, warum er die eine Version besser findet, als die andere und dann andere Leute in seine Profilierungsmasche einsteigen.
Das erinnert mich doch sehr an "Diskussionen" vor vielen Jahren - meist unter erheblichen Alkoholeinfluss und anderen psychoaktiven Substanzen - warum sagen wir mal "Highway Star" der bessere Song ist im Vergleich zu "Smoke on the water" - an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten das :D
Und warum die eine und nicht die andere gewonnen hat, hat doch überhaupt gar nichts mit Musik zu tun gehabt - Penny hat es auf den Punkt gebracht: "Ich bin süß, ich komme weiter"
Grüße
 

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