Leute, geht euch doch nicht so an die Gurgel (manche, nicht alle

). Ich finde die Diskussion eigentlich sehr interessant, aber hier schwingt gerade einiges auf der persönlichen Ebene mit - bei ein paar Leuten auf
beiden Seiten - so dass es schade ist, wenn ein Streit entsteht, einfach nur, weil zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen aufeinanderprallen, die man aber auch besprechen kann, ohne sich fast schon vorsätzlich gegenseitig falsch zu verstehen.
Bei manchen Usern kommt natürlich auch eine Vorgeschichte bezüglich Debatten zu diesen Thematiken dazu.
In diesem Sinne:
Und ích finde die Diskussion eigentlich sehr interessant. Warum dürfen denn nicht auch mal die Fetzen fliegen ? Es ist doch niemand persönlich angegriffen worden, es sind halt nur die Meinungen sehr unterschiedlich, aber das werden sie wohl auch bleiben.
Word!
AOS hat ein gutes Stichwort genannt und das lautet: Motivation. Das ist gleich in mehreren Belangen von Bedeutung. Zum einen misst sich Kritik an der Frage: was ist die Motivation desjenigen, der Kritik verlangt? Daran ausgerichtet sollte das Feedback sein.
Es verfehlt das Ziel, jemandem, der als Leadsänger auf die Bühne will, dazu aber nicht oder noch nicht das Zeug hat, zu sagen: "och, ist doch eigentlich alles schon ganz nett", wenn das nicht stimmt - man tut demjenigen dann keinen Gefallen, weil er spätestens auf die Fresse fliegt, wenn er einem Publikum ausgesetzt wird, dass entsprechend negativ reagiert.
Es verfehlt ebenso das Ziel, juemandem, der in einem Chor singen will (wir reden jetzt einfach mal nicht von einem Kammerchor eines Konservatoriums oder so

), eine sehr harsche Kritik vorzuhalten, die man an einen Solisten ansetzen müsste.
Beide Beispiele sind nicht auf diesen Thread gemünzt, nur damit das niemand auf die falschen Leute bezieht.
Das zweite Feld zum Stichwort "Motivation" ist die Frage: was soll meine Kritik erreichen? Ich würde mich scheuen, jemanden, der singen will, wirklich zu
demotivieren. Wenn ich finde, dass derjenige dafür nicht gemacht ist auf die Bühne zu gehen, wäre es mir zumindest wichtig, Alternativen aufzuzeigen bzw. das Betätigungsfeld, in dem es funktionieren kann. Wenn jemand noch nicht gut ist, aber auf dem richtigen Weg und sich peu a peu verbessert, dann liegt das Augenmerk für mich auf dem erzielten Fortschritt und nicht all dem, was vielleicht noch fehlt. Wenn ich Kritik äußere, möchte ich, dass der Kritisierte in irgendeinerweise etwas daraus mitnehmen kann, was ihm etwas bringt und sei es auch nur ein kleiner Aspekt.
Soviel Menschenkenntnis habe ich, um zwischen einer Kommunikation unterscheiden zu können, die die Leute in Psycho- und Pädagogikseminaren gelernt haben und dejenigen, die aus dem Bauch kommt und ehrlich ist - auch wenn sie mal wehtut.
Hm. Ich hab eigentlich nie irgendwelche Pädagogik- oder Psychologieseminare besucht, aber Kritik üben war für mich schon immer eine Sache, die ich mit einer gewissen "Behutsamkeit" betrieben habe. Das ist bei mir auch "aus dem Bauch heraus" - weil ich mir selbst auch wünsche, dass man mir nicht ein pauschales "war Mist" entgegenhält, sondern auf konstruktive Art sagt, was genau nicht gut war. Mit mangelnder Ehrlichkeit hat es für mich auch nichts zu tun.
Es kommt auch immer auf das Gegenüber an. Im Bekanntenkreis weiß ich sehr genau, wem ich was auf den Kopf zu sagen kann und bei wem ich mich eher diplomatisch äußere - gerade, wenn ich will, dass das Gesagte auch ankommt. In einem Onlineforum aber kenne ich die Leute nicht.
Antipastis Ansatz ist wesentlich direkter. Das ist für mich vollkommen OK, weil er es gut meint und das seine Art von "aus dem Bauch heraus" ist. Ich gestehe aber - ohne das böse zu meinen, antipasti, ich denke das weißt du auch - dass ich auch manchmal denke "OK, das war jetzt sehr schonungslos".
Schonungslos ist wohlgemerkt nicht das gleiche wie "böse".
Dominic89 selbst hat sich ja für die Kritiken bedankt sie sicher auch richtig verstanden. Insofern ist es eigentllch gar nicht nötig, sich hier darüber auseinanderzusetzen, ob und welche Kritik angebracht und welche nicht.
Richtig. In diesem Fall ist explizit um direkte und ehrliche Kritik gebeten worden. Deswegen ist eine Argumentation à la "vielleicht macht ihn das dennoch fertig und er lässt es sich nur nicht anmerken" sicher nett gemeint aber in dem Fall nicht sinnvoll. Wenn explizit darum gebeten wird, muss man vorher wissen, ob man mit dem Feedback umgehen kann. Bei aller Empathie, die ich eigentlich immer für mein Umfeld aufbringe - manchmal mehr, als es für mich selbst gut ist - finde ich, dass die Eigenverantwortlichkeit auch nicht auf der Strecke bleiben sollte.
Also ich weiß nicht...
diese Diskussion ist zwar nicht uninteressant, aber in anderen Bereichen des Forums wäre der Thread schon längst wegen off topic zugemacht worden, oder zumindest hätte ein Moderator die Leute ersucht, solche Diskussionen in einem eigenen Thread auszutragen, nicht aber den Hörprobenthread eines Users dafür zu verwenden.
Ich würde mich für ein Verschieben aussprechen, weil ich es nicht gut fände, wenn die Diskussion einfach abgewürgt würde.