Bläser - ham wirs am schwersten?!

von floh93, 02.06.08.

  1. floh93

    floh93 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.08   #1
    Hallo Leute!

    Wir sind dabei eine Band zu gründen, haben auch schon ein bisschen zusammen gespielt, aber wenn wir dann richtig loslegen wollen, hängt es meistens an mir (Saxophon):

    Gitarre hats einfach: Sucht sich die Tabs aus dem Internet
    Bass hats einfach: Sucht sich die Tabs aus dem Internet
    Drums habens einfach: Kann das entweder raushören oder spielt den Standart für die Musikrichtung (Swing, Shuffle, usw.) was meistens passt.

    Nur wir Bläser sind irgendwie immer auf Noten angewiesen, sowas gibts im Internet nich wirklich, vorallem wenn die Bläser nur Begleitung sind (Konkretes Beispiel: James Brown - I feel good)
    Mit dem raushören ist das auch so eine Sache ... das kann ich nicht wirklich ...

    Kann man da irgendetwas gegen machen? Bzw. könnt ihr mir sonst irgendwie tipps geben?
    Danke im voraus,
    Flo
     
  2. picard135

    picard135 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.08   #2
    Ich versuch mal ein paar Tips zu geben (So von Saxophonist zu Saxophonist)

    Wichtig ist erstmal die Grundlagen der Harmonielehre zu verstehen. Sprich - welche Töne kann ich bei dem und dem Akkord auf dem Sax spielen.
    Leider werden solche Sachen in der Instrumentalausbildung vernachlässigt.

    Bei Coversachen ist Raushören sicher eine der besten möglichkeiten.
    Ich habs am anfang immer so gemacht, dass ich mir einen bestimmten teil als Loop am PC vorlaufen lassen hab, und dann versucht zuerst den anfangston zu finden und dann nach und nach die Melodie nachzuspielen - geht am anfang recht langsam voran, mit der Zeit wird man aber immer Schneller und kann dann auch Melodien, die nur im Kopf sind, in der passenden Stimmung nachspielen, ohne groß zu überlegen (Gehörbildung)

    Und am besten ist es, erst gar keine Noten zu benutzen - sieht nicht sehr professionell auf der Bühne aus - ich habs in der Band zusammen mit meinen Bläserkolegen gleich ganz sein lassen (höchstens mal Notitzen bis zur nächsten Probe)

    Hoffe ich konnte ein wenig helfen
     
  3. LeGato

    LeGato Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.06.08   #3
    Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir für das Wort "StandarT" demnächst mal ein Makro zur verbalen Züchtigung des Autoren schreiben werde...

    Ich habe meine erste Band in den späten 80ern des letzten Jahrhunderts mitgegründet. Auch wenn das heute schwer vorstellbar ist: Da war noch nix mit Internet...

    Mir blieb nur raushören, was bedeutete, dass ich schon mal mehrere Stunden an einem kleinen Stück Groove gesessen habe. Das ist anfangs natürlich nervig, aber es ist auch erstaunlich, was man dabei alles lernt. Man schult sein Gehör, erkennt harmonische Zusammenhänge, entwickelt ein Gefühl für Rhythmen - trainiert also alles, was man später auch im Zusammenspiel mit der Band braucht. Und mit etwas Training geht das Raushören auch zunehmend schneller. Heute weiß ich spätestens nach dem zweiten Durchhören in etwa, worum es geht. Für die Suche nach halbwegs brauchbaren Tabs bräuchte ich länger.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Nicht jammern, sondern die Chance nutzen, sich musikalisch zu verbessern. Ist zwar anfangs mühselig, bringt dich aber mittel- und langfristig erheblich weiter.

    Wenn du dann noch Picards sehr lesens- und beachtenswerte Tipps befolgst, bist du schon auf halbem Weg zu einem richtig guten Musiker :great:
     
  4. reppeK

    reppeK Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #4
    dann schau doch einfach, was der gitarrist/bassist spielt. solangs kein komplexes solo ist, sollte man mit ein bisschen theriewissen genug rausbekommen. ;)
     
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