Blockade im Kopf? Liedbegleitung fällt schwer (Gitarre)

  • Ersteller yvdreger
  • Erstellt am
Oder, du musst einfach singen üben. Ist das gänzlich ungewohnt (du kannst im Gesangssub auch viiiiiiiiiele Beiträge zum Thema Hemmungen bezüglich des eigenen Gesangs lesen), na was wird passieren, wenn wie @FünfTon schreibt, deine Gitarrenskills unter der Gesangsperformance leiden und du für diese aber auch wieder überlegen musst, wann du was wie machst? Da kanns wohl sehr schnell sein, dass keines von beidem richtig funktioniert.

Das ist ein Punkt, der bei "Nur-Lagerfeuer-Schrummschrumm" oft übersehen wird: Man spielt zwei Instrumente gleichzeitig und nicht dasselbe auf beiden.
 
Und das Ziel ist auch das ich für mich allein Solis spiele, interpretiere und so weiter.
Solospiel und Liedbegleitung sind zwei völlig verschiedene Disziplinen, und es ist keine Schande, dafür auch verschiedene Gitarren zu verwenden.
Aber ich möchte halt z.B. Westerland spielen und dann auch gern dazu singen.
Vielleicht sollte man nicht gleich mit Westerland anfangen, sondern mit was Einfacherem. Wenns Spaßrock sein soll: Eisgekühlter Bommerlunder?
 
welche Songs zuletzt im Unterricht gespielt wurden, und welches Material dabei verwendet wurde (Tabs, Leadsheets, Chordsheets?) - damit wir hier das Rad nicht neu erfinden müssen.
Der letzte Song ist schon etwas her. Und wenn dann mit Chordcheets.

Dann haben wir (evtl. auch dank E-Gitarre, das Thema der Barrees hinbekommen.

Und aktuell sind wir bei Pattern. Vielleicht auch aus dem heraus, das ich einen Song üben wollte der so etwas enthält.

Es mag sein das wir hier zu forsch vorgehen.

Bezüglich dem Begleitspiel, ich nenne es jetzt einfach mal so. Habe ich vielleicht auch das Problem dass ich den Song im Ohr habe, aber nicht drauf komme ihn auf der Gitarre umzusetzen.
Da ich hier evtl noch zu langsam dafür bin.
Ich möchte auch kein Profi werden. Sondern es ist ein Ausgleich für mich geworden.

Dennoch würde ich gern Songs nachspielen, mitspielen (Backingtrack) können.
Nur an der Umsetzung hapert es.
 
Liebe/r @yvdreger ,
mir hilft beim Mitspielen/Begleiten einer Aufnahme sehr, dass man (zum Beispiel im VLC-Player) die Geschwindigkeit drosseln kann.

Auch die Konzentration auf einzelne Stellen hilft, weiter zu kommen. Das Lied läuft in Endlosschleife und ich warte konzentriert bis die Stelle/mein Einsatz kommt, die ich mir vorher bewusst gemacht habe. Diese Stellen kann man nach und nach über immer mehr Akkordwechsel ausdehnen.

Es hilft mir enorm, wenn ich gar nicht von mir erwarte, das ganze Lied von Anfang bis zum Ende fehlerfrei mitzuspielen, sondern erstmal nur Stellen.

Wenn es dann in der langsamen Geschwindigkeit klappt, ist es keine große Hürde mehr, nach und nach schneller zu werden.

Dies hilft mir beim Akkordeon spielen. Vielleicht hilft es Dir auch mit der Gitarre.?
Mit einfachen Liedern mit wenig Akkordwechseln zu beginnen ist auch sehr hilfreich (wurde schon gesagt).

Trau Dich! Es macht Spaß und die Aufnahme kriegt ja nicht mit, wenn Du mal daneben liegst...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Westerland hat 188 bpm.

... und 10,45 qkm.
Metrisch und gesangstechnisch relevant ist hier allein das Sprachtempo, und das ist nur halb so schnell (bpm 94). Berechnet wird das nicht aus der reinen Silbenzahl (was zu einer skandierenden "Silbenhackerei" führen würde), sondern aus der Abfolge betonter und unbetonter Silben, wobei nur die betonten Silben die Tempowahrnehmung bestimmen: "Je-den Tag sitz' ich am Wann-see", also nur vier halbtaktige Akzente (Halbe = bpm 94), innerhalb jeder viertaktigen Phrase.

Der Clou in den meisten Songs liegt ja genau in diesen unterschiedlichen Temposchichten. Daraus ergeben sich allerdings auch die gelegentlichen Schwierigkeiten beim gleichzeitigen Singen und Begleiten, weil man unterschiedliche, teilweise sogar polyrhythmische "Layer" koordinieren muss.
Für "Westerland" ergeben sich demnach mindestens vier Ebenen, die nach und nach erarbeitet werden sollten: Halbe als Grundschlag für den Gesang, Viertel für den Drive, dazu gelegentliche Achtel-off beats im Gesang und gelegentliche 3-3-2-clave-Pattern im Begleitrhythmus. Also trotz des eher simplen Klangeindrucks eine teilweise durchaus verzwickte Kombinatorik!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Für "Westerland" ergeben sich demnach mindestens vier Ebenen, die nach und nach erarbeitet werden sollten: Halbe als Grundschlag für den Gesang, Viertel für den Drive, dazu gelegentliche Achtel-off beats im Gesang und gelegentliche 3-3-2-clave-Pattern im Begleitrhythmus. Also trotz des eher simplen Klangeindrucks eine teilweise durchaus verzwickte Kombinatorik!
Das ist, glaube ich, viel zu "kopflastig" - auch wenn es stimmen könnte ;)
Ich würde sagen: Einfach machen! "Westerland" in das Abspielgerät und probieren, den Rhythmus in der richtigen Tonart mit zu "hacken". Ruhig eine Stunde lang. Und der Tipp mit VLC Player und langsamer abspielen lassen ist gut! Das geht bei Youtube auch, aufs Zahnrad klicken und Wiedergabegeschwindigkeit ändern.
Ich denke eher nicht, dass Farin sich Gedanken um gelegentliche 3-3-2-clave-Pattern macht beim Komponieren. Der spielt einfach drauflos. Klar kann er was! Nur: irgendwie musst du @yvdreger einfach mal anfangen.
Harmonielehre ist was Schönes, aber hey - das ist Fun Punk. Da muss man keine Terzverwandschaft oder Zwischendominanten kennen, nix harmonisieren. Drei Akkorde und los gehts :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Das ist, glaube ich, viel zu "kopflastig" - auch wenn es stimmen könnte ;)
Ich würde sagen: Einfach machen!
Schön, wenn das so einfach funktioniert. Wenn aber jemand mit dem Lied nicht zurechtkommt, kann es schon helfen, dass es mal einer aufdröselt und die Knackpunkte freilegt.
Ich denke eher nicht, dass Farin sich Gedanken um gelegentliche 3-3-2-clave-Pattern macht beim Komponieren. Der spielt einfach drauflos.
Kann man nicht wissen. Aus ein paar guten Ideen ein rundherum gelungenes Lied zu machen, dazu gehört auch viel Fleißarbeit. Das sollte man nicht unterschätzen, auch wenns Punk ist. Bei den Texten kann man ja auch davon ausgehen, dass sie ausgearbeitet sind und die Pointen mit voller Absicht gesetzt werden.
Harmonielehre ist was Schönes, aber hey - das ist Fun Punk. Da muss man keine Terzverwandschaft oder Zwischendominanten kennen, nix harmonisieren. Drei Akkorde und los gehts :D
Na ja, Punk oder nicht, musikalisch kreativ sind die Ärzte auf jeden Fall, finde ich. Das lohnt sich schon, auch mal mit Sachverstand hinzugucken, was in den Songs so drin steckt. Ob sie es nun bewusst eingebaut haben oder eher aus einer Laune heraus, ist dabei nicht entscheidend.
Außerdem ging es hier eher um rhythmische als um harmonische Eigenschaften.
 
Liebe/r @yvdreger ,
mir hilft beim Mitspielen/Begleiten einer Aufnahme sehr, dass man (zum Beispiel im VLC-Player) die Geschwindigkeit drosseln kann.

Ja wahrscheinlich muss ich dies mehr nutzen und damit üben.

Und das Lied der Ärzte war nur ein Beispiel, so geht es mir mit fast allen Liedern.
 
Ich denke eher nicht, dass Farin sich Gedanken um gelegentliche 3-3-2-clave-Pattern macht beim Komponieren.

Ganz sicherlich nicht, weil das ein dermaßen abgenudeltes Pattern ist, dass die meisten Leute es verwenden, ohne überhaupt zu wissen, wo es herkommt und wie es bezeichnet wird. Welche Gedanken sich ein Herr Farin Urlaub - oder wer auch immer - beim Zusammenschrauben seiner Songs macht, ist allerdings für einen Schüler mit Spielhemmungen absolut Hupe.

Das ist, glaube ich, viel zu "kopflastig" - auch wenn es stimmen könnte

Erstens stimmt es, zweitens ist es keine konkrete "Handlungsanweisung" für einen Anfänger, sondern eine analytisch gewonnene Einschätzung des Schwierigkeitsgrades des Stücks aus der Perspektive eines Unterrichtenden. Welche konkreten Lernschritte sich aus solchen Einsichten ergeben, ist dann vom Einzelfall und von der pädagogischen Kreativität des Unterrichtenden abhängig.
Die Methode "einfach machen" hat auf der Seite des Schülers gelegentlich ihre Berechtigung, auf Lehrerseite sollte jedoch die Devise "einfach machen" gelten - und das setzt auch intellektuelle Handlungsfähigkeit nach dem Motto "Gefahr erkannt - Gefahrt gebannt" voraus. Und daher sollte es nun mal zu den Basiskompetenzen des Jobs gehören, eine solche Einschätzung bereits im Vorfeld vornehmen zu können, weil das Erkennen möglicher Stolpersteine, sowie die Fähigkeit, aus den Erkenntnissen Konsequenzen für die Unterrichtsarbeit zu ziehen, unabdingbare Voraussetzngen für schnelle Fortschritte im Unterricht sind.

Wenn man musikalische Strukturen nicht abstrahieren kann, dann hat man keine andere Alternative, als trial and error zum alleinigen Lern- und Übungsprinzip zu erheben. Wem das als einziges Lernkonzept für sich und/oder seine Schüler zu fehleranfällig, und somit auch zu zeitintensiv und ineffizient ist, muss sich eben die Mühe machen, gelegentlich auch den Kopf einzuschalten. Das hat nichts mit "kopflastig" zu tun, sondern wird umgangssprachlich als "Nachdenken" bezeichnet und gilt allgemein als recht brauchtbare Problemlösungsstrategie.

Und das Lied der Ärzte war nur ein Beispiel, so geht es mir mit fast allen Liedern.

Das war mir schon klar. Und mir wird auch langsam klarer, wo es bei dir haken könnte - nämlich im Bereich des Erkennens von sogenannten "Invarianten". Deswegen hatte ich dich auch gebeten, ganz konkret einige der Songs zu benennen, die du im Unterricht bereits durchgenommen hast. Deine Antwort "Der letzte Song ist schon etwas her" ist diesbezüglich leider nicht sonderlich hilfreich.
Sollte ich mit meiner "Ferndiagnose" richtig liegen, sehe ich allerdings kaum Chancen, dass dir im begrenzten Rahmen eines Forums wirklich grundlegend geholfen werden kann. Das wäre eine Baustelle, die nur von einem kompetenten Lehrer "vor Ort" bereinigt werden könnte.
 
Das Zauberwort lautet: Quintenzirkel. Wenn Du den verinnerlicht hast und ein wenig hören kannst, bist Du am Lagerfeuer zu 95% safe...
 
Was vielleicht auch ein Ansatz wäre:
Wie schaut's mit geschlossenen Augen bzw. bewusstem nicht-aufs-Griffbrett-schauen aus? Also nicht mit Gesang, nur die Rhythmusgitarre.

Wenn es da nämlich hakt würde ich zuerst mal das üben, wenn du gemäß der Standardkonditionierung des Augentieres Mensch da nämlich noch die optische Rückmeldung braucht, ob der Griff richtig sitzt bzw. du nicht einen Bund zu hoch/ zu tief greifst, da ist für singen dann kein Platz mehr.
Das kann man eben recht leicht überprüfen, weil wenn dich nicht-hinsehen rausbringt, dann ist dazu singen ziemlich wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das Zauberwort lautet: Quintenzirkel.

Aha. Bei Blähungen, Kopfschmerz und sonstigen Spielhemmungen: Dr. Murksheimers Quintenzirkel (TM) - wahlweise als Zäpfchen oder Brausetabletten erhältlich.

Sorry, aber wir haben nach über 30 Posts von unserem "Patienten" immer noch keine einzige diagnostisch einigermaßen verwertbare Symptombeschreibung bekommen, tappen also letztlich nach wie vor im Dunkeln. Nichts gegen gutgemeinte Ratschläge, aber erst kommt die Diagnose, dann die Behandlung - alles andere ist Quacksalberei.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sorry, aber wir haben nach über 30 Posts von unserem "Patienten" immer noch keine einzige diagnostisch einigermaßen verwertbare Symptombeschreibung bekommen, tappen also letztlich nach wie vor im Dunkeln.

Wenn ich es aber selbst nicht beschreiben kann. Was soll ich dann hier äußern.

Als Liedbeispiel, nehme ich jetzt mal „Perfekte Welle“ von Juli, das haben wir von Anfang bis Ende in Chordsheets geschrieben. Okay ich kann es nicht aus dem Kopf, aber wenn ich einen Blick auf das Blatt geworfen habe geht es.

Dann Bryan Adams - Run to You
REM - Loosing my Relegion
Country Roads
 
Wenn ich es aber selbst nicht beschreiben kann. Was soll ich dann hier äußern.
Naja, genauer halt im Bezug auf das, was nicht funktioniert.

Lies dir den Thread mal durch - Achtung, es folgt eine überspitzte Formulierung - findest du irgendeinen Unterschied zwischen dem, was du schreibst und jemandem, der noch nie eine Gitarre in Händen gehalten hat?
Die einzig sichere Aussage ist Ich würde gerne, aber es geht nicht. Das trifft wohl auch auf beinahe sämtliche 99% der Menschheit zu, die nicht Gitarre spielen können.

Wenn man etwas ausprobiert und es geht nicht kann man die Ursachen suchen und daran arbeiten.
Wenn man das nicht macht und sich von anderen (und dann auch noch durch den Filter nur schriftlicher Kommunikation) erhofft, dass sie durch ihre Internetleitung riechen, woran das liegen könnte wird das ziemlich sicher nicht funktionieren. Das wird selbst bei dem besten Lehrer im Frontalunterricht nicht funktionieren, auch der wird dir dazu vorerst nur sagen können, dass du erst einmal irgendwas machen musst - jedenfalls wird sich hinsetzen und sagen, ich würde jetzt ja spielen wenn ich könnte, kann ich aber nicht; was bringt ihm denn dann all seine Unterlagen, all seine Erfahrung und all sein Wissen, wie man einen Schüler auf den richtigen Weg bugsiert, wenn er keinen einzigen Schritt machen will?

Wenn das wirklich das zentrale Problem ist brauchst du eher irgendwas wie einen Motivationstrainer oder sonst irgendwen, der sich eben mit derlei Blockaden auskennt und nicht den Rat von Musikern.
Die können dir eher bei konkreten Problemen, die direkt das Musizieren betreffen helfen aber soweit ich's meine erfasst zu haben hast du dich bis jetzt überaus erfolgreich der Möglichkeit beraubt, diese Probleme überhaupt behandeln zu können.
 
Okay ich kann es nicht aus dem Kopf,...
Wenn Du dahin kommen willst, dann fang halt (endlich) tatsächlich vorne an und zwar so, wie es alle Popmusiker seit Generationen machen und nicht derart "picky", wie Du dich hier darstellst.
Selbst, wenn Du dir einen "zu schweren" Titel stur in Kopp und Finger quälst, m.E. hättest Du nicht viel Freude daran.
Es käme mir vor wie in Paul Simons "One Trick Pony", weil nicht auf der Grundlage deines tatsächlichen Könnens am Instrument und aus dem Verständnis der vielen, bereits gespielten Musik erwachsen.
Dein Lehrer sollte auf Nachfrage den jeweiligen Aufbau und den Zusammenhang der Akkorde am konkreten Beispiel eigentlich aus dem Stand erklären können.

Zurück zu den Grundlagen. Los geht es damit, die "Griffe" und den Begleitrhythmus zu lernen, ein Lied auswendig spielen zu lernen, den Text auswendig zu lernen und das dann singen zu lernen.
Ein gutes Beispiel für den Anfang ist ein Song mit 2 Akkorden
Das macht man aber nicht nur mit einem Song, sondern mit vielen, bis man Akkordfolgen (Grundtonbewegung) und Akkordeigenschaften wie Dur/Moll/7 und Stufenakkorde "heraushören" kann. Das ist bei Freude an der Popmusik und genügend Übung m.E. so gut wie unvermeidlich.
Geht es dank Begeisterung am Üben und dem daraus folgenden Durchblick weiter, dann folgen zunächst
Songs mit 3 Akkorden und schließlich landet man im Olymp der Popmusik bei Songs mit komplexeren Akkordfolgen

Gruß Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Wenn ich es aber selbst nicht beschreiben kann. Was soll ich dann hier äußern.

Das ist natürlich der Knackpunkt, denn könntest du die Symptome beschreiben, wäre das bereits ein Teil der Lösung.

Perfekte Welle von Juli [... ] Bryan Adams - Run to You / REM - Loosing my Relegion / Country Roads ...

Aber an "Westerland" scheiterst du? Irgendwie kommt mir die ganze Nummer hier mittlerweile leicht suspekt vor: Da passt vorne und hinten nichts wirklich zusammen, denn bei den genannten Stücken sind Typ und Schwierigkeitsgrad der Begleitung so bunt gemischt, dass dir im Prinzip doch bereits eine ausreichend breite Palette an Begleitmustern abrufbereit zur freien Verfügung stehen müsste.

Trotzdem ein letzter Versuch:
Als Liedbeispiel, nehme ich jetzt mal „Perfekte Welle“ von Juli, das haben wir von Anfang bis Ende in Chordsheets geschrieben ...

Also: Lied war bekannt, Text und Akkorde standen im Chordsheet. WAS habt ihr dann als ERSTES gemacht?
 
Okay, ich merke gerade dass es doch komplexer ist.

Wir haben natürlich mit dem erlernen von Akkorden angefangen, unterschiedliche Schlagmuster gelernt, 4- 8- 16- Noten und Verschiebungen, gedämpftes Spiel und so weiter.
Von daher könnte ich sicherlich einen Song mit einem beliebigen Schlagmuster begleiten.

Wenn ich jetzt aber einen mir bekannten Song nehme und diesen (ohne Gesang) spiele, habe ich im Hinterkopf aber immer den Song. Und dann denke ich mir, halt das klingt aber anders als das original.

Vielleicht liegt daran auch das Problem es zu perfekt machen zu wollen. Und den Song nicht für mich selbst zu interpretieren.
 
Wenn ich jetzt aber einen mir bekannten Song nehme und diesen (ohne Gesang) spiele, habe ich im Hinterkopf aber immer den Song. Und dann denke ich mir, halt das klingt aber anders als das original.
Du musst wirklich an deiner Ausdrucksweise arbeiten... o_O

Was heißt das?
Was klingt anders?


Und - mal wieder vielleicht etwas viel in einen Satz interpretiert - aber wenn man sich alles selbst zusammenbasteln muss weil auf so gut wie keine konkrete Frage eine konkrete Antwort folgt:
Von daher könnte ich sicherlich einen Song mit einem beliebigen Schlagmuster begleiten.
Hast du es denn probiert?
Du sagst, du spielst seit 3 Jahren, aber alles was du schreibst ist hauptsächlich "ich glaube, ich glaube, ich glaube,....". Nicht glauben. Machen. Wenns beim Machen Probleme gibt kann man Ursachenforschung betreiben und entsprechende Übungen suchen. Das täglich Brot des Musikers. Aber herumdenken warum und wie und weshalb ohne dem ist einfach komplett sinnlos. Vielleicht liegt es nicht an deinem selbst unterstellten Perfektionismus, hast du schonmal ernsthaft in Betracht gezogen, dass du das, was du gerne können möchtest schlicht und einfach nicht kannst und dich wie so ziemlich jeder andere über Fleiß und Übung daran heranarbeiten musst? Falls du hier auf den einen genialen Satz wartest, wo es bei dir "Klick" macht und es geht, der wird nicht kommen. Den gibt es nicht.

Fürs referenzlose Glauben wie etwas sein könnte bzw. ist oder zu sein hat ist die Kirche zuständig. Oder ein Sektenguru deiner Wahl. Aber in der realen Welt gilt in erster Linie Träume sind Schäume.
 
Wenn ich es aber selbst nicht beschreiben kann. Was soll ich dann hier äußern.

Als Liedbeispiel, nehme ich jetzt mal „Perfekte Welle“ von Juli, das haben wir von Anfang bis Ende in Chordsheets geschrieben. Okay ich kann es nicht aus dem Kopf, aber wenn ich einen Blick auf das Blatt geworfen habe geht es.

Dann Bryan Adams - Run to You
REM - Loosing my Relegion
Country Roads
tja...

die Beispiele (Bryan Adams, REM, Country Roads): sind das Bespiele für Songs die klappen? Oder nicht klappen? Oder die du gerne spielen würdest? Oder geht's, wenn du einen Blick auf das Blatt geworfen hast?


und
Also: Lied war bekannt, Text und Akkorde standen im Chordsheet. WAS habt ihr dann als ERSTES gemacht?
Wir haben natürlich mit dem erlernen von Akkorden angefangen, unterschiedliche Schlagmuster gelernt, 4- 8- 16- Noten und Verschiebungen, gedämpftes Spiel und so weiter.
ich glaube, OckhamsRazor hat die Frage anders gemeint.
du beschreibst wohl, was du in den letzten Jahren gelernt hast, und OckhamsRazor wollte wissen, was ihr konkret im Unterricht mit diesem Lied gemacht habt.
(ich vermute mal, dass genau das Lied nicht der Anlass war, mit Noten und Dämpfen anzufangen.)
Nachdem die Akkorde klar waren - wie sah die Unterrichtsstunde(n) dann aus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber herumdenken warum und wie und weshalb ohne dem ist einfach komplett sinnlos. Vielleicht liegt es nicht an deinem selbst unterstellten Perfektionismus, hast du schonmal ernsthaft in Betracht gezogen, dass du das, was du gerne können möchtest schlicht und einfach nicht kannst und dich wie so ziemlich jeder andere über Fleiß und Übung daran heranarbeiten musst? Falls du hier auf den einen genialen Satz wartest, wo es bei dir "Klick" macht und es geht, der wird nicht kommen. Den gibt es nicht.

Als ich noch ausschließlich Klavier spielte, hatte ich auch meine liebe Not mit der Liedbegleitung. Chopin-Polonaise g-Moll op posthum lief beeindruckend gut, aber beim Akkordspiel klang man plötzlich wie ein totaler Anfänger und singen konnte man sowieso nicht, erst recht nicht, wenn man dazu auch noch Tasten drücken sollte.

Dann bin ich durch einen Zufall auf die akustische Gitarre gekommen und habe nochmal bei Null angefangen. Zwei Akkorde, etwas schrumm schrumm auf der 1 und maximal schief dazu singen - natürlich im Gruppenunterricht für maximales Fremdschämen. Das war heilsam. Knapp zwei Jahre unablässigen Übens von Liedbegleitung sind mein Gesang und Gitarrenspiel nun einigermaßen lagerfeuertauglich geworden.

Fazit: Singen und Liedbegleitung lernt man idealerweise gleich direkt am Anfang.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben