Blues für Anfänger

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Rookieblues
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Hallo,

ich spiele seit einigen Jahren Klavier und möchte nun das Singen dazu lernen (Stilrichtung Blues). Ein Freund von mir, der schon singen kann, hat mir geraten einfach mal mit einem Stück anzufangen.

Kennt jemand ein geeignetes Blues-Songbuch, also Klavier und Gesang für Anfänger? Oder weiss jemand sonst einen Tipp wie ich die Sache angehen kann?


Danke und Gruß
 
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Singemod
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Kennt jemand ein geeignetes Blues-Songbuch, also Klavier und Gesang für Anfänger?

Ich würde es als erste über Google oder Amazon versuchen.
Wenn du Blues singen willst, wirst du doch auch schon Blues gehört haben, oder? Dir werden doch bestimmte Bluessongs besonders gut gefallen, oder nicht? Dann wähl einfach ein Buch, in dem deine Lieblingssongs vorkommen.

Songbücher enthalten meistens nur Noten und/oder Akkordsymbole und Text für das gewählte Instrument. Daher ist praktisch jedes gleich gut geeignet.

Welche Songs dir gefallen, weißt du wohl am besten selbst.

Oder weiss jemand sonst einen Tipp wie ich die Sache angehen kann?

Erstmal würde ich mir gar kein Buch kaufen, um Bues zu singen.
Mach dir deine Lieblings-Blues-CDs an und spiel und sing dazu. Das Schöne an Blues ist doch, dass es meist recht schlicht gehalten ist und deswegen viel Improvisationsfreiheit bietet.

Wenn du ein Buch kaufen willst, dann kein Songbook, sondern eher eins für Spielweise, Harmonik, Improvisationsmöglichkeiten etc.

In dem Fall wärst du aber im Gesangsforum falsch.
 
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Ein versklavter Baumwollpflücker zum anderen: "Hey, ich würd' jetzt gern mal ein bißchen Klagemusik machen. Haben wir da irgendwelche Literatur drüber?"
Zweiter versklavter Baumwollpflücker: "Nö, das Buch hat sich N'Dea grad ausgeliehen."
Erster versklavter Baumwollpflücker: "Mist. Naja, dann lassen wir's halt."

Sorry, aber Blues lernt man nicht aus Büchern. Und man erkennt die Leutchen, die's versuchen schon meilenweit gegen den Wind - weil es furchtbar unecht klingt. Versuch's lieber mit den Ohren anstatt den Augen. Blues gibt's nu wirklich genug, also besorg' Dir so viel wie möglich, hör Dich durch, pick Dir Sachen raus und los geht's. Das Schlimmste was beim Blues passieren kann ist, daß er nicht authentisch ist. Authentizität ist schließlich das Einzige, was der Blues beinhaltet. Wenn die fehlt, bleibt nix mehr übrig.
 
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Ein versklavter Baumwollpflücker zum anderen: "Hey, ich würd' jetzt gern mal ein bißchen Klagemusik machen. Haben wir da irgendwelche Literatur drüber?"
Zweiter versklavter Baumwollpflücker: "Nö, das Buch hat sich N'Dea grad ausgeliehen."
Erster versklavter Baumwollpflücker: "Mist. Naja, dann lassen wir's halt."

Sorry, aber Blues lernt man nicht aus Büchern. Und man erkennt die Leutchen, die's versuchen schon meilenweit gegen den Wind - weil es furchtbar unecht klingt. Versuch's lieber mit den Ohren anstatt den Augen. Blues gibt's nu wirklich genug, also besorg' Dir so viel wie möglich, hör Dich durch, pick Dir Sachen raus und los geht's. Das Schlimmste was beim Blues passieren kann ist, daß er nicht authentisch ist. Authentizität ist schließlich das Einzige, was der Blues beinhaltet. Wenn die fehlt, bleibt nix mehr übrig.

Ich habe mich zwar selbst noch nicht am Blues versucht, bin aber der Meinung, dass jeder mal irgendwo/ irgendwie anfangen muss. Man muss nicht automatisch Baumwollpflücker sein - oder? ;)
 
reisbrei
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Nö, behauptet ja auch niemand. Das Stichwort hier ist: Buch.
 
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Schau Dir mal "The Big Book Of Blues, 80 Of The All-Time Best Blues Tunes" an. Da sind eine Menge schöner Standards drin.

Gruß, Wolfgang
 
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Danke für den Buchtip. The Big Book of Blues werd ich mir wohl zulegen.
Erst noch Baumwollpflücken lernen ist mir dann doch zu umständlich:eek:
 
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...ich geb's auf... :gutenmorgen:
 
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Das Baumwollpflücken lernste schnell, wenn der backenbärtige Master dich mit'm Stock vertrimmt. ^^
 
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...ich geb's auf... :gutenmorgen:

Ja, Du hast ja Recht. Aber nur weil ich glaube, dass in Büchern auch mal gute Hinweise, Methoden oder einfach mal interessante Dinge drinn stehen, heißt das ja nicht, dass ich meine Ohren nicht benutzen möchte.
 
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Das Baumwollpflücken lernste schnell, wenn der backenbärtige Master dich mit'm Stock vertrimmt. ^^
:p so hab' ich's damals auch gelernt.....also das Vertrimmen. Der Backenbart ist allerdings mittlerweile auf der Strecke geblieben :D


Von mir aus lest Eure Bücher, ist ja ok. Ich denke bei solchen Fragen immer an Klas Mellander's Mausefallen-Beispiel (sollte bei Gugel zu finden sein). Man knallt Leuten eine seitenlange Erklärung vor den Latz, wie man denn eine Mausefalle aufstellt - anstatt daß einer hergeht und sagt: "Kuck, du ziehst den Bügel nach hinten. Das war's."

Es gibt auch jede Menge Bücher über's Schwimmen lernen, mit bunten Bildern. Ich würde demjenigen zunächst das Buch um die Ohren hauen, ihn dann ins Wasser schubsen und dann das Buch hinterherschmeißen. Wo wir grad schon dabei sind: Was wirft man einem ertrinkenden Gitarristen zu?......... Na?.............Seinen Amp! :rofl:

Kauf' Dein Buch. Wenn Du Glück hast steht drin, daß Du Dir Blues anhören sollst :mampf:




p.s. bevor der falsche Eindruck entsteht, ich hab' nix gegen Bücher im allgemeinen und besitze sogar selbst welche :eek:
 
verstehnix
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Verstehnix versteht nicht warum die Gesangesgemeinde hier so rumzänkelt??

Gemäß dem Motto "Jeder Jeck ist anders" geht eben jeder anders mit dem Thema um. Der eine braucht Literatur als Leitfaden, andere brauchen Lehrer die einem zeigen wie es geht, andere lernen über YouTube, wieder andere brauchen niemanden und nichts…. oder wie auch immer.

Grundsätzlich stimme ich sing-it.de voll und ganz zu. Blues lernt man nicht aus Büchern. Blues ist auch keine reine "Klagemusik" (was ist eigentlich Klagemusik? Hymne der Richter und Rechtsanwälte?). Zwar inhaltlich lustig, war der "Baumwoll-Pflücker" Vergleich vielleicht eine ad hoc Reaktion und nicht bedacht gewählt…….. aber wie sagte es Adenauer, "Nehmen Sie die Menschen so wie sie sind, andere gibt es nicht."

Grundsätzlich sollte man den Blues lieben und fühlen. Gewiss kann man jede Stilrichtung nach unendlichen Übungen irgendwann erlernen und die großen Namen der Fraktion imitieren. Aber halt nur nachahmen.

OK, die Grundsätzlichen Dinge, wie z.B. das 12-taktige Blues-Schema, sollte man schon erlernen.

Aber den Blues-"Gesang", dass melodische gefühlvolle Erzählen einer Geschichte, wie in der Literatur mit rhythmischer Technik oder ähnliches zu verstehen, wird im Blues nie funktionieren….. wie sollte das gehen?

Entweder fühlt man es und bringt es dem Zuhörer in seinem eigenen authentischen Stil rüber, oder man lallert das nach, was andere vorgeben. Aber ob der Blues dann noch Glaubhaft beim Zuhörer ankommt bezweifel ich ganz stark.

Schönen Tach noch
Verstehnix
 
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Singemod
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Verstehnix versteht nicht warum die Gesangesgemeinde hier so rumzänkelt??

Gemäß dem Motto "Jeder Jeck ist anders" geht eben jeder anders mit dem Thema um. Der eine braucht Literatur als Leitfaden, andere brauchen Lehrer die einem zeigen wie es geht, andere lernen über YouTube, wieder andere brauchen niemanden und nichts…. oder wie auch immer.


:gruebel:.. wenn jeder Jeck tatsächlich anders ist und andere Präferenzen hat, welchen Sinn hat es dann überhaupt, nach Empfehlungen von anderen zu fragen. Woher sollte ich wissen, welches Buch sich für Rookieblues am besten eignet?

Im Prinzip hast du recht. Aber: siehe meine Signatur: wer in einem Forum Fragen stellt, muss schlimmstenfalls mit Antworten rechnen.;)

Ein Forum wäre ja nur der halbe Spaß, wenn man immer nur den Informationsroboter spielt. Da müssen die Fragenden schon mal in Kauf nehmen, etwas mehr als die erhoffte, einfache Antwort zu bkommen. Sind ja am Ende doch richtige Menschen, die hier schreiben..


BTW: Willkommen im Musiker-Board

Und hier noch ein ungefragter Tipp zum Bluessingen:

Der Begriff "Shouter" oder "Blues shouter" beruht auf dem Umstand, dass frühe Bluessänger keine Verstärker/Mikrofontechnik besaßen. Sie mussten also sehr kräftig und laut singen, um die Instrumente ihrer Mitmusiker zu übertönen. Da so ziemlich kein Bluessänger eine Gesangsausbildung genossen hatte, haben sie also einfach "gebrüllt".

Daher wäre mein Tipp für einen anfangenden Bluessänger: zunächst unverstärkt singen.
 
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Meine Baumwolljungs waren schon mit Bedacht gewählt - nur kam's nicht so an wie beabsichtigt... ich mißverstandene Seele ich :(

Ich habe ja mit keinem Wort behauptet, man müsse erstmal Sklave gewesen sein - oder was auch immer schlimmes erlebt haben, um Blues singen zu können. Das Anekdötchen sollte ausdrücken: einfach machen anstatt drüber zu lesen.

Ob jeder Jeck anners ist, ist doch letzten Endes Jecke wie Hose. Mein Beitrag, meine Meinung. Ob's jemand beherzigt oder nicht, ist mir wurscht und ich werde mich deshalb nicht in den Schlaf weinen. Herr Rookieblues hat gefragt, ich bot eine Antwort an.



p.s. hier nochmal die Schlüsselpassagen aus dem Ausgangspost:

Rookieblues schrieb:
"Ein Freund von mir....hat mir geraten einfach mal mit einem Stück anzufangen."
"...weiß jemand sonst noch einen Tipp wie ich die Sache angehen kann?"
 
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Lakisha
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REALBOOK!! Wenn du auch jazzpiano spielst ist das doch optimal ;)
Hör dich am besten in Ella Fitzgeralds Songs rein. Oder mach zu anfang bekannte Standards, wie Sumertime von Gershwin, ist auch schön für Klavier :)

LG
 

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