Blues Fundamentals

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hack_meck
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Wynton Marsalis beschreibt den Blues mit Zitaten und Beispielen ... Da steckt vieles drin, was ich für mich als Kern des Blues wahr nehme. Die verschmitzte Textzeile, die Intensität und der Schluss - "The Blues does not need a happy ending, it is the happy ending" ...

Der spannende Text ab ca. 2:15 - ins Englisch muss man sich etwas rein hören.



Habt ihr andere Videos, die in ähnlicher Weise und Intensität das versuchen in Worte zu fassen, was wir bei Blues fühlen und wahrnehmen?

Gruß
Martin
 
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Video nicht, aber der Blues Primer muss bei diesem Thema natürlich sein: http://wilk4.com/humor/humorm232.htm

Beim Blues fällt mir persönlich (so wie bei kaum einer anderen Musikrichtung) auf, wie (sau-)wohl ich mich fühle, wenn ich Blues spiele - aber wie mein europäisches Wohlstands-Mittelschichtleben mich dabei begrenzt, die Abgründe kennenzulernen, die authentischer Blues braucht.
 
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die Abgründe kennenzulernen, die authentischer Blues braucht.

Braucht es die wirklich absolut? Relative Abgründe finden sich in jedem Tagesablauf, auch wenn es Jammern auf hohem Niveau ist.

Gruß
Martin
 
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Die Definitionen sind vielschichtig, und auch wenn Wynton das ganz nett macht, ist er halt von den Wurzeln her kein Blueser... ;)

Hier mal ein "echter"... viel Spaß beim Verstehen des Mississippi-Dialekts. Die erste Minute geht um das, was Blues ist.
Kernaussage: "Blues consists between male and female that's in love"


Oder auch der hier, mit Beispielen gespickt. Das ist natürlich auch eine Performance und mit ein bisschen mehr Humor zu sehen als Son House, aber auch interessant:
 
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Da kann man doch was draus machen :cool:
I woke up this morning, my BMW wouldn't start
I said I woke up this morning, my BMW wouldn't start
And the Starbucks had no oatmilk, whooo hoo my life's so hard
:D
 
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Falsche Automarke und falsches Getränk. Ein Cadillac sollte es sein, und der Kaffee (egal welche Marke, Starbucks geht klar) schwarz.
 
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Falsche Automarke und falsches Getränk. Ein Cadillac sollte es sein, und der Kaffee (egal welche Marke, Starbucks geht klar) schwarz.
Nee nee, es ging ja bewusst um den europäischen Mittelstands-Blues :D

Aber BTT, hier noch einer:
 
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Nee nee, es ging ja bewusst um den europäischen Mittelstands-Blues :D

Meine (Martin) Zeile ...

Woke up this morning, had the Martin Blues soo bad ...
Woke up this morning, had the Martin Blues soo bad ...

Have a Fender have a Gibson ...
But without a Martin I feel so sad ...

Gruß
Martin
 
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Ich will nicht die Zensur wegen politischen Inhalts heraufbeschwören, jedoch gingen mir zu diesem Thema die Worte durch den Kopf, die kürzlich seitens der Orga von FFF in H-over einer Musikerin als Ablehnungsbescheid vor den Latz geknallt wurde: Sie verwende (mit ihrer Frise)
"einen Teil einer anderen Kultur" "ohne die systematische Unterdrückung dahinter zu erleben."
Demnach dürfte der aus Südafrika stammende Abdullah Ibrahim (lebt seit Jahren im Chiemgau) weder Jazz spielen, noch Vertreter der Klassik sein.
Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass wir hier keine Gesinnungsagenten haben, die sich stören, wenn weiße Jungs über Blues sinnieren.

Gucke ich in meinen "Plattenschrank" stelle ich fest, dass ich fast ausschließlich "weiße" Bluesvertreter angesammelt habe: Gary Moore, Henrik Freischlader, Aynsley Lister, Joe Bonamassa, ZZ Top, Popa Chubby, ...
(und deutlich Blues-inspirierte Genre-Fremde: Pantera).
Aktiv habe ich mich mit dem puristischen, "schwarzen" Blues aus Amerika noch nicht befasst. Die intensive Stimmung, vorgetragen mit einfacher Slideguitar, ist mir allerdings in ein paar Dokumentationen schon nahegegangen.

Überwiegend höre ich Metal/Rock, aber die Bluesvertreter, besonders im meinen Fall Freischlader und die frühen ZZ Top sind mit ihrer Rauhheit im Ton wohltuend, wenn sonst sterile Kompression voherrschend sind.
 
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@turko … was genau findest du daran gewagt?
Man zähle hier „Jazz“ und „Blues“ (beispielsweise).
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Ach, das führt doch zu nichts.
Allerhöchstens zu einer neuen und nach wie vor unsinnigen Diskussion darüber, was Blues ist und was nicht. Das interpretieren verschiedene Menschen eben verachieden.

LG
Thomas
 
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Das interpretieren verschiedene Menschen eben verachieden.
Ach, ich fand das hier als ganz netten Austausch. Und bei der "Interpretation" gibt es eben sehr persönliche/individuelle und recht breite mit einem eher wissenschaftlichen Ansatz - und ich gebe dir recht, wenn man sich nicht auf eine gewisse Verortung in diesem Spektrum einigt, dann kann zwischen "Ois is irgendwie Blues" und "well, actually, musikhistorisch gesehen..." kein vernünftiger Austausch stattfinden.

Einigen Größen beim Versuch einer knappen (und, darf man nicht vergessen, publikumstauglichen!) Definition von Blues zuzuschauen, finde ich trotzdem lustig.
 
cosmodog
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Der Unterschied zwischen Gospel und Blues ist jedenfalls klar:

Im Gospel stehst Du morgens um 8 Uhr auf und betest den ganzen Tag.
Im Blues stehst Du abends um 8 Uhr auf und säufst die ganze Nacht.

:cool:
 
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@turko … was genau findest du daran gewagt?
Na gut, dann lasse ich mich halt (wieder einmal) darauf ein:

Ich finde es gewagt, weil

1. alle großen Jazzer den Blues als ihre musikalischen Wurzel beschreiben, und das ein Umstand ist, den man auch HÖREN kann.

2. im Speziellen WM durch seine örtliche Herkunft quasi ganz automatisch den Blues als seinen musikalischen Herkunftsort nennen muss und darf, und gerade in der Musik von WM ist das auch mehr als deutlich spürbar. Jederzeit.

Was in irgendwelchen Lebensläufen dann für Schlagworte und Schablonen verwendet werden, spielt da eigentlich keine Rolle.

Ich hatte ja schon bei anderer Gelegenheit meine Meinung vertreten, dass der Blues ohnehin in allem Jazz drinnen steckt, und dass es deswegen für mich gar nicht arg viel Sinn hat, die beiden krampfhaft zu trennen.

LG
Thomas
 
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Ich will da gar nicht groß einsteigen, und spreche auch die wechselseitigen Einflüsse absolut nicht ab, die sind da. Und mit New Orleans kann man auch eher Jazz verbinden als Blues. Nochmal - steckt alles irgendwie wechselseitig irgendwo drin.

Aber eben auch - es gibt ganz viele Blueser, die halt ihr ganzes Leben genau das gemacht haben - (simplen) Blues. Und das sind vielfach die ganz großen Helden der Szene. Es gibt ein paar, die wurden halt mit Blues erfolgreich und haben sich dann drauf eingelassen (bestes Beispiel: Lonnie Johnson) ... aber in Summe hält sich der Cross-Over zwischen vorrangigen Jazzern und Bluesern (was Konzerte und Aufnahmen angeht) doch arg in Grenzen.

Und wer nach "Blues" sucht, der findet eben selten einen Wynton Marsalis. Und das sehe nicht nur ich so: im AllMusic Guide to The Blues, New Blackwall Guide to Recorded Blues, Penguin Guide to Blues Recordings, MusicHound Guide to Essential Blues Recordings taucht er nicht auf. Nicht, weil er irgendwie ein schlechter Musiker wäre, oder weil er nicht vom Blues beeinflusst wäre ... schlichtweg, weil er Musik macht, die die meisten Menschen eher in der Kategorie "Jazz" verorten würden.

Insofern bin ich also kein Freund vom "krampfhaften" Trennen, bin aber schon dafür dass man das Kind beim Namen nennt. Genres haben bei der Diskussion über Musik durchaus ihren Sinn, finde ich. Aber ich bin mir sicher, dass jetzt wieder die nächste überflüssige Diskussion dazu losgeht, sei dir versichert, ich mache dazu keine weiteren Statements hier und tummle mich dann im Zweifel bei den Freunden im "Real Blues Forum" ;D
 
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Der Unterschied zwischen Gospel und Blues ist jedenfalls klar:

Im Gospel stehst Du morgens um 8 Uhr auf und betest den ganzen Tag.
Im Blues stehst Du abends um 8 Uhr auf und säufst die ganze Nacht.

:cool:
Wenn man oh jesus singt ist es Gospel
bei oh baby Blues :good_evil:

ohne Text gibt es für mein Gefühl kaum Unterschiede
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass wir hier keine Gesinnungsagenten haben, die sich stören, wenn weiße Jungs über Blues sinnieren.
Das ist ein glücklicher Zufall, der sich bald ändern kann:evil:

zumindest beim Alk Kater und beim Liebeskummer können wir uns sehr gut in die Gefühle der "richtigen" alten Blueser einfühlen.
 
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