Blues Instrumental Idee

  • #21
Bei drei Akkorden würde ich noch nicht von "Lied" sprechen.
Für mich wäre das ein Intro für das danach startende Lied. Kommt halt drauf an, was Du jetzt vorhast.
 
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  • #22
„Hervorragend“ sind an den Hörproben (ein Song ist da IMO noch nicht wircklich zu erkennen…) die schon virtuosen Sololäufe. Die machen aber IMO kein „Blues-Stück“. Auch der Gitarren Sound ist sehr verzerrt und komprimiert, was den schnellen Legato und Tapping Läufen sehr dienlich ist, aber den Charakter dann IMO auch eher nach Instrumental Rock a la Vai und Satriani schiebt.
Blues bzw. Blues Rock basiert IMO auf einem Thema/Riff mit Wiedererkennungswert. Das fehlt hier IMO noch. Die Harmoniefolge ist gut als Backingtrack zum Improvisieren geeignet. Zusammen klingt das dann aber auch genau so.
 
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  • Ersteller
  • #23
Ich verstehe deinen Punkt. Das Stück ist aber eher als ein Instrumental/Solo Stück gedacht... Bzw. es ist mein Ziel das Gitarrenspiel immer weiter zu steigern und Spannung aufzubauen
 
  • #24
Ok, dann habe ich nicht umsonst nach der "Idee" gefragt...

Bei der Sologitarre höre ich noch keine strukturelle Idee. Es ist gut gespielt aber halt überwiegend spontan improvisiert.
Auch ein Instrumentalstück darf nachvollziehbare Motive nutzen. Wobei Nachvollziehbarkeit ein sehr weiter Begriff sein kann (mit Blick auf z.B. atonale zeitgenössische Musik)
 
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  • #25
Gitarristisch ist dein Spiel natürlich über jeden Zweifel erhaben. Mir geht es jedoch ähnlich wie ein paar Vorschreibern, ich sehe dabei noch keine Idee für das Gesamtstück.
es ist mein Ziel das Gitarrenspiel immer weiter zu steigern und Spannung aufzubauen
Da muss ich jetzt mal ganz neugierig fragen, wer das fertige Stück hören soll? Dein Zitat beschreibt für mich als Nicht-Gitarrist das exakte Gegenteil von Spannung. Wenn ich unten am Berg stehe und zum Gipfel rauf möchte, weiß ich von vornherein, das könnt a bisserl anstrengend werden, aber das Ziel heißt durchhalten. Und die Belohnung ist das gute Gefühl, oben auf dem Gipfel zu stehen.

Musik hören funktionier für mich aber völlig anders, da möchte ich jeden Moment eines Musikstückes genießen können. Wenn ich mich nur eine Sekunde zum Durchhalten motivieren muss, drück ich das Knöpfchen. Außer natürlich, ich muss es für nen Job vorbereiten.

Musik, wie ich sie bevorzuge, lebt von einer organischen Entwicklung, die sich in beide Richtungen bewegen kann, und deren Intensität wie im echten Leben mal zu- und mal abnimmt. Mal dezent, manchmal vielleicht auch abrupt, auf jeden Fall nicht gänzlich vorhersehbar. Je populärer, hitartiger Stücke sind, umso vorhersehbaren sind sie leider meist auch, aber da wendet man natürlich funktionierende Kochrezepte an, die die Hörerwartung der Zielgruppe widerspiegeln.

Kurzfassung: für mich liegt der Fokus zu viel auf Gitarre, zu wenig auf Musik.
 

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