Gitarristisch ist dein Spiel natürlich über jeden Zweifel erhaben. Mir geht es jedoch ähnlich wie ein paar Vorschreibern, ich sehe dabei noch keine Idee für das Gesamtstück.
es ist mein Ziel das Gitarrenspiel immer weiter zu steigern und Spannung aufzubauen
Da muss ich jetzt mal ganz neugierig fragen, wer das fertige Stück hören soll? Dein Zitat beschreibt für mich als Nicht-Gitarrist das exakte Gegenteil von Spannung. Wenn ich unten am Berg stehe und zum Gipfel rauf möchte, weiß ich von vornherein, das könnt a bisserl anstrengend werden, aber das Ziel heißt durchhalten. Und die Belohnung ist das gute Gefühl, oben auf dem Gipfel zu stehen.
Musik hören funktionier für mich aber völlig anders, da möchte ich jeden Moment eines Musikstückes genießen können. Wenn ich mich nur eine Sekunde zum Durchhalten motivieren muss, drück ich das Knöpfchen. Außer natürlich, ich muss es für nen Job vorbereiten.
Musik, wie ich sie bevorzuge, lebt von einer organischen Entwicklung, die sich in beide Richtungen bewegen kann, und deren Intensität wie im echten Leben mal zu- und mal abnimmt. Mal dezent, manchmal vielleicht auch abrupt, auf jeden Fall nicht gänzlich vorhersehbar. Je populärer, hitartiger Stücke sind, umso vorhersehbaren sind sie leider meist auch, aber da wendet man natürlich funktionierende Kochrezepte an, die die Hörerwartung der Zielgruppe widerspiegeln.
Kurzfassung: für mich liegt der Fokus zu viel auf Gitarre, zu wenig auf Musik.