Blues zu Fuß...

von Bernnt, 14.04.20.

  1. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.20   #41
    Hallo @Balgseele, @lil, und @maxito: Vielen Dank für eure kritischen Rückmeldungen. Ihr fandet meinen schönen "Mississippi Blues" zu schnell. Es könnte sein, dass ich betriebsblind bin, denn ich hatte diesen Eindruck ja nicht. Ich werde heute oder morgen versuchen, das Stücklein mal langsamer einzuspielen. Würde mich freuen, wenn ihr euch dann wieder meldet und wir darüber dann ins Gespräch kommen könnten. ...

    @polifonico , schön dass es Dir gefällt. In der Tat: Über die Klangfarbe müsste ich auch noch mal nachdenken.

    @Klangbutter: Dein Blues hast Du ja schon länger im Forum eingestellt. Ich hab ihn mir vor einiger Zeit runtergeladen und mag ihn immer noch von Zeit zu Zeit hören. Schöne Nummer. Vielen Dank.
     
  2. klangtaucher

    klangtaucher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.20   #42
    ich wusste nicht, ob die PDFs nur ne Illustration zu der lustigen Geschichte sind, nachdem der Faden nun doch weiter geht, schreibe ich mal, was mir damals dazu einfiel.

    Das "Mississippi"-Arrangement ist halt gerade kein Akkordeon-Arrangement, sondern nach wie vor eine aus einer Gitarren-Tabulatur abgeschriebene 1:1-Übertragung. Ein Musterbeispiel, was ein Arrangement leisten könnte und sollte, nämlich die Erfordernisse des (neuen) Instruments zu berücksichtigen und abzubilden. Ohne auf die Interpretation einzugehen, da sind Stilistikexperten gefragt, ein paar "unakkordeonistische" Auffälligkeiten, die evtl. gitarrentypisch sind bzw. sich aus der Spielweise ergeben, die man für Akkordeon aber so nicht schreiben würde:

    es gibt keinen Anlass, mit dem Wechselbass auf die eins einzusteigen, wenn man ihn denn überhaupt verwendet, T. 1-4, 7-8, 11
    Ähnliches mit dem Einstieg mit Terzbass (warum???) T. 9-10, zudem verdoppelt, T. 9
    die Subdominant mit ner Synkope eintreten zu lassen und ohne Grundton, wobei so ein vorgezogener am7 entsteht, mag der Gitarrentechnik geschuldet sein, nimmt dem "Blues" aber die Erdigkeit, T. 5-6, der G/g entsteht mehr zufällig aus dem Durchgang, ist aber eher ein Fremdkörper.

    die "hüpfenden" Triolen fallen unter Interpretation, aber es wird halt so ein hüpfendes Etwas, sollte aber doch ein Musterbeispiel für Blues am Akkordeon sein. Dies ist doch der Anspruch des threads ...

    Ein Vergleich mit klangbutters Einspielung verbietet sich sowieso. Anderes Stück, wenn nicht überhaupt frei, andere Tonart usw., leider grandios :nix:. Aber die Stücke haben miteinander nichts zu tun.

    nix für ungut, awaiting the shitstorm
     
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  3. klangtaucher

    klangtaucher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.20   #43
    was ist los? Schockstarre?

    wenn man sich über das Tempo eines Stückes oder die gewählte Kangfarbe, sprich Registrierung austauschen kann, dann vielleicht über das Stück selbst auch?

    oder ignoriert es einfach garnicht :D
     
  4. Malineck

    Malineck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.20   #44
    Hmm
    Ich habe das Stück noch nicht durchgespielt und komme derzeit nicht dazu. Deshalb äußere ich mich lieber nicht zu den Harmonien. Vorstellen kann ich mir aber, dass Bässe eine passendere Klangfarbe haben könnten. Hab’s im Ohr,
    Ich meine dass abwechselnd Dur <-> 6(ohne Quinte) bei gleichem Grundton auf 1. (Anstelle kl 7) recht bluesig auf dem Akko klingen.
    Als Griff wäre das Grundton/dur und Grundton/moll auf der 6.Stufe, als die Moll- Parallele (drei Reihen über dem Grund-Dur auf dem Stradella) wenigstens als Variante, da Wiederholungen bei solcher Musik ja nie identisch sein sollten ;)

    Dazu kenne ich mich mit Gitarre nicht aus, um zu sagen, dass die geschriebenen „Griffe“ gitarrengefällig liegen und daher aus einem Gitarrenarragement 1:1 übernommen wären.

    Vom reinen Anhören von @Bernnt s Einspielung kann ich nichts „falsches“ gerade erkennen. Bzw „unakkordeonistisches“

    Würde denn so eine Harmoniefolge denn auf der Gitarre besser klingen?

    Oder als Band?

    Ich schreib auch gerade eine Akkordeonfassung (Solo) für O‘Sullivans „Alone Again“. Deshalb finde ich das Thema der akkordeonistischen Umsetzung interessant.

    Es geht ja nicht nur darum, die richtigen Töne zu spielen, sondern darum, das Akkordeon als solches vorteilhaft rüber zu bringen.

    Habe da gerade bestmögliche Anleitung und freu mich über jeden Austausch über das Thema.

    @Bernnt Danke für die Einstellung deiner Noten samt Aufspielung!

    Grüßle

    PS
    Ansonsten zur Umsetzung:
    Ok, könnte sich lässiger, gedämpfter anhören, sprich langsamer, unsauberer, nicht gerade dieses Register bzw nicht nur. Dafür manuell gespielte Tremolandis (das was der Mundharmonikaspieler per „Wackeln“ macht - kenne den Fachausdruck nich :) )
     
  5. Bernnt

    Bernnt Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20 um 13:53 Uhr   #45
    Nee, ich auch nicht. Mir gefällt's - etwas langsamer als ich es gespielt habe. Hat aber nichts mit dem Mississippi zu tun, der sich träge dahinwälzt. Das Stück heißt deshalb so, weil es unten aus der Gegend um dem Mississippi, also dem Bundesstaat kommt. Der Text, den man drüber singt, sagt auch nichts von dem breiten Strom und Dampfschiffen:

    In etwa: "Ich bin auf dem Weg zum Delta, um mich mit Hochprozentigem volllaufen zu lassen, zu spielen und meine Ex zu finden. Sie hat mich schlecht behandelt und dennoch lieb ich sie. Ich will nicht alleine sein. Doch nirgends ist sie zu finden, das macht mich verrückt und so werde ich nicht zurückkommen." In den merkwürdig falsch rum schaukelnden Quintwechselbässen sehe ich den wankenden Trunkenbold. Die wiederkehrende Triolenbewegung abwärts im Diskant unterstreicht für mich, dass der Mann sucht, aber seine Ex nicht findet. Auf jedes Achtel im Bass kommt es meiner Meinung nach nicht an. Wichtig ist, dass das Stück schön schaukelt.

    Doch wie kriegt man diese saufboldmäßge Schwankerei hin? Vielleicht gibt es da einen spieltechnischen Trick ähnlich wie bei das Schwungrad beim Musette? Langsamer, klar, aber ... :gruebel:
     
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