Boosten will gelernt sein

von Extremist, 27.03.05.

  1. Extremist

    Extremist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.05   #1
    Muss man einen Amp wie z.B.
    - Marshall JCM 800 4010 1x12" 50W Combo
    - Marshall JCM 800 2204 50W Topteil
    voll aufdrehen um ihn richtig boosten zu können oder kann man ihn
    auch auf 5/10 stellen und dann boosten?

    Sollte also generell nur dann geboostet werden wenn der Amp
    angezerrt ist oder kann man auch boosten wenn er noch nicht in
    der EndstufenZerre ist?

    Jemand wie ZakkWylde reißt das Teil natürlich voll auf aber der hat ja auch
    ne riesen Bühne und braucht sich um Nachbarn nicht sorgen aber ich kann so ein Teil in Proberaum oder auf Bühnen bestimmt nicht voll aufreißen, möchte aber trotzdem vernünftig boosten können.
     
  2. Asphetis

    Asphetis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.05   #2
    Unter Boosten versteht man eigentlich das man mit Hilfe eines lauteren Inputsignales eine Anhebung der Lautstärke und auch der Verzerrung Bewirkt.

    Da isses eigentlich egal wie weit du den aufreisst, kommt halt drauf an wie du den Boost verwenden willst und auf das Mischverhältnis Endstufen/Vorstufen Zerre.
     
  3. cyanite

    cyanite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.05   #3
    Schaltest du den Booster vor die vorstufe, so bewirkt das IMO ziemlich das gleiche, wie wenn du die Vorstufenzerre/ Pregain etwas weiter aufdrehst. Erwarte aber nicht, dass aus Crunch HiGain wird.
     
  4. LostLover

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    Erstellt: 27.03.05   #4
    Einen Röhrenamp bis "weiter-geht-nich" aufreissen und dann noch boosten, funktioniert normalerweise nicht.

    Zum einen bekommt man von der Lautstärke dauerhaftes Nasenbluten. :D
    Zum zweiten brauchst Du eine 1a abgeschirmte, sauber verarbeitete Gitarre, weil Dein Solo sonst überwiegend aus Brummen, Pfeifen, Heulen und Rauschen besteht - kann aber auch stilbildend sein.

    Zum dritten - jetzt mal Spässken beiseite: Eine Röhrenendstufe an der Leistungsgrenze komprimiert. Wenn Du den Input erhöhst, wird der Amp nicht lauter, er zerrt nur mehr. Das geht oft mit undefiniertem Attack einher, so dass man Matsch erhält. Das gilt erst recht, wenn der Vorstufen-Gain schon recht hoch ist.

    Wo der beste "Arbeitspunkt" ist, um mit einem Booster einen Einkanaler von Rhythmus auf Solo-Level zu bringen, muss man ausprobieren. Oberhalb von "halbe Kraft voraus" könnte bei einem JCM800 aber schon eng werden.

    Mein Amp ist ein marshall-ähnlicher Einkanaler ohne Master, 50 Watt. Den hab ich noch nie über 1/2 aufgedreht, und das ist schweinelaut. Ich habe zum Anblasen einen Danelectro Wasabi AO1 Overdrive. Der hat im Pedal einen zusätzlichen Booster integriert. Funktioniert hervorragend, weil man "seinen" Gain-Level so bei jeder Lautstärke hinkriegt. Erst recht, wenn man - was das Pedal ermöglicht - das "clean"-Signal zumischt. Unbedingt mal testen, kann ich als Lösung für diese Frage sehr empfehlen. Abgesehen davon: der klingt saugut.

    Ein anderes Teil, das zum Boosten sehr gut funktioniert, ist der Austin Gold Oberdrive. Bis zu +30dB, hauerha. Hebt die Höhen etwas an und klingt dadurch sehr gläsern. Und: er hat einen Bass-Regler, der je nach Bedarf Matsch beseitigt oder zusätzlichen Schub erzeugt. Auch einen Versuch wert.
     
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