Brauche weniger präsente Saiten für Jumbo-Modell, Stil: Folkblues

von foreveryone, 02.02.17.

  1. foreveryone

    foreveryone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe eine ältere Jumbo Gitarre mit massiver Fichtendecke. Zargen und Rücken keine Ahnung - auf jeden Fall nicht Palisander oder Mahagonie.
    Bisher habe ich darauf immer Flatpick mit 12er Phosphor Bronze Saiten gespielt.
    Jetzt möchte ich die Gitarre aber mal anders nutzen und zwar werde ich sie mit Fingern zupfen - also nicht mit Fingerpicks. Stil Folkblues.

    Der Sound entspricht aber so nicht meinen Vorstellungen. Ich möchte weniger Präsenz, schön erdige Bässe.
    Habt ihr da eine Idee was ich mal probieren könnte? Vielleicht Nickle Saiten oder Flatwound?

    Ich habe gerade z.B. ein Album von Amos Lee gehört - er spielt glaube ich normalerweise auf einer Gibson J-100, Jumbo. Genau so was meine ich.
    Keb Mo hat glaube ich auch teilweise so einen Sound. Wenn ich mich recht erinnere hat auch Nick Drake eher so einen stumpferen Basssaitensound gehabt.

    Interessant wären auch Saiten die sich etwas weicher anfühlen weil ich ja mit Fingern spiele - falls es sowas gibt.

    Da ich bisher immer PhosphorBronze gespielt habe kenne ich mich da überhaupt nicht aus - PhosphorBronze sind aber nicht die richtigen Saiten für das was ich meine.
    Falls ihr da eine Idee habt....das wäre super!

    Gruss, Frank
     
  2. Bluesman79

    Bluesman79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #2
    Hallo Frank,
    Ich würde dir auf Anhieb Saiten von Thomastik-Infeld Spectrum empfehlen. Diese Saiten haben noch eine Seidenfaden mitgewickelt und sind geschliffen, dadurch klingen die extrem warm und weich. Die müssten perfekt sein für das was du suchst, kosten aber auch einiges.
    Ansonsten wenn es nicht ganz so teuer sein soll, Martin Retro Saiten oder Daddario Nickelbronze. Wobei die Daddario meine letzte Wahl wäre.
    Alle Saiten müssen nicht lange eingespielt werden und sind sehr langlebig.
    Hoffe es hilft dir weiter.
     
  3. Blues-Opa

    Blues-Opa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #3
    Ich habe in letzter Zeit da gute Erfahrungen gemacht mit Nickelsaiten, Martin Retro (Monels).
    Passen mir klanglich gut, und spielen sich für mich auch angenehm. Ich hab sie zur Zeit auf fast allen meinen Gitarre um sie mal auszuprobieren, denn sie klingen ja nicht auf jeder Gitarre gleich, der Grundklang des jeweiligen Models spielt schon auch eine Rolle.
     
  4. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #4
    Wenn nicht Hog oder Palisander, dann doch eigentlich Ahorn, oder? Das ist von der Tendenz mit deinem Wunsch nicht so ganz vereinbar. Die J-100 hat typischerweise einen Mahagoni-Korpus, Nick Drake hat eine M-20 von Guild, Vollmahagoni, auch die Decke, gespielt.

    Wahrscheinlich könnten wirklich die Thomastik-Saiten in die Richtung gehen.
     
  5. mynodeus

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    Erstellt: 02.02.17   #5
    Hallo foreveryone,

    für eine stumpferen Sound der tiefen Saiten versuch doch mal Pyramid Polished:

    Klanglich bist Du damit mit diesen geschliffenen Saiten näher an gealterten, stumpfen Roundwounds als mit einem Flatwound-Satz. Die Pyramid sind wirklich sehr gut, nur die blanken Saiten klingen m.E. bei manchen anderen Herstellern noch etwas besser.

    Auch "Pirazzi 686020 Folk Classics Silk+Steel L" könnten sich gut eignen. Hier klingt besonders die tiefe E-Saite schon fast pizzicato-artig, sehr reizvoll.

    Ich spiele auch gerne Flatwounds (Thomastik JS111-JS113 je nach Gitarre), aber das ist klanglich schon etwas spezieller und ich würde es Dir für Deine Anwendung nicht unbedingt empfehlen.

    Die bereits erwähnten Monel-Saiten (Martin Retro) hatte ich auch schon getestet und fand sie ausgesprochen schlecht, sowohl im frischen als auch im gealterten Zustand. Die Monels klangen heiser, nicht holzig. Sie sind auch vom Aufbau her nicht authentisch - in der "guten alten Zeit" gab es keine Hexcores.

    Prinzipiell könntest Du auch einfach einen normalen Satz (nur nicht einen beschichteten) auf Deiner Gitarre altern lassen. (Die blanken Saiten dabei gelegentlich tauschen, sie werden rau und erhöht den Verschleiß der Bünde.) Wenn dann aber mal eine der gealterten tiefen Saiten reißt, kannst Du nicht sofort durch eine vergleichbar klingende ersetzen.

    Gruß myno
     
  6. Blues-Opa

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    Erstellt: 02.02.17   #6
    Ja, die Monels sind schon speziell ... man muss den Klang schon mögen. Er ist "anders" ... ich finde ihn nicht besser oder schlechter als andere ... einfach nur "anders". Und es gibt große Unterschiede wie sie auf verschiedenen Gitarrentypen und Hölzern klingen, von sehr gut bis gar nicht. Muss man ggf. ausprobieren. Auf einem Teil meiner Gitarren verwende ich ich sie jetzt schon länger und bleibe auch dabei, die Gitarren sind damit richtig "aufgewacht" und auch die Haltbarkeit war bisher ok. Bei anderen habe ich mich noch nicht entschieden, da klingen sie nur "anders" ohne dass ich Vorteile sehe. Und bei einigen klingen sie einfach nicht.
     
  7. mynodeus

    mynodeus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.17   #7
    @Blues-Opa: ja Du hast recht, die Monels habe ich nur auf einer Gitarre getestet und auf einem anderen Instrument könnten sie besser passen.
    Die Pyramid-Saiten dagegen ich schon auf mehreren Instrumenten gehabt und fand sie immer gut bis sehr gut, da gab es zumindest keinen Totalausfall.
    Saiten sind aber natürlich wie Plektren immer Geschmackssache.
     
  8. foreveryone

    foreveryone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #8
    Hallo und vielen Dank für eure Beiträge!

    ich bin euren Tips mal nachgegangen. Wusste gar nicht dass man bei youtube auch Saitentests hören kann. Das ist zwar manchmal nicht leicht etwas rauszuhören weil ja alle anders spielen aber wenn man ein paar videos geguckt hat kriegt man schon einen Eindruck.

    Eigentlich hatte ich gedacht die Martin Retros könnten mich interessieren - ich hatte schon mal hier im Forum davon gelesen - aber irgendwie sagt mir das Gehörte nicht so zu.
    D´Addario Nickelbronze und Pyramid PR327 (leider kein Tonbeispiel gefunden) behalte ich mal im Hinterkopf denn.......

    Sehr gut gefallen haben mir die Thomastik Saiten.
    Bluesman79, ich glaube du meintest die Plectrum Saiten. Die sind echt super! Guter Tip, danke. Das könnte wirklich was sein für mich.
    Die werde ich mir vermutlich mal bestellen. Die Spectrum klingen anders.

    Was das Holz der Gitarre angeht bin ich mir nicht sicher. Vielleicht ist es ja doch Mahagonie? Ich kenne es allerdings etwas dunkler aber das kann auch an den Lackierungen liegen. Ich schicke mal ein Bild mit, vielleicht erkennt ja jemand das Holz - würde mich schon interessieren.
    Bei der Gitarre handelt es sich um eine Landola SJ-13E von 1993. Man kriegt aber keine Infos, zumindest ich nicht.

    IMG_5125.JPG

    Ist das doch Mahagonie? Hm....

    Beste Grüsse,
    Frank
     
  9. Bluesman79

    Bluesman79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #9
    Ich würde auf eine Mahagoni Art tippen.
    Die Plectrum Saiten sind auch sehr gut, ich meinte aber tatsächlich die Spectrum.
    Es sind zwar 80/20 Saiten, die ja normalerweise hart und hell klingen, aber die klingen wirklich ganz anders. Die wärmsten und weichsten Saiten die ich bisher ausprobiert habe. Die andere vielleicht schon als tot bezeichnen.
     
  10. emptypockets

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    Erstellt: 03.02.17   #10
    Also zunächst miss man 'mal eine allgemeine Feststellung, dass es bei Umstellung vom Spiel mit Plektrum auf Fingerpicking grundsätzlich eigentlich immer dazu kommt, dass einem die Bass - Saiten zu präsent vorkommen.

    Dieser Effekt gibt sich aber relativ schnell wieder. Die Finger lernen relativ schnell, die Lautstärkeunterschiede der Saiten auszugleichen, und zwar egal, ob nur mit den Fingern, mit Daumenpick oder - wie ich es zur Zeit wieder 'mal mache (-n muss) - mit "vollem Besteck", d.h. Daumenpick plua Fingerpicks am Zeige- und Mittelfinger.

    Ich persönlich spiele seit Jahren eigentlich fast ausnahmslos D'Addario EXPs und habe gerade heute morgen erstmals die Martin Retro Monels aufgezogen, die immer 'mal wieder für alten Blues empfohlen werden.

    Ich habe gerade eine gute Stunde damit gespielt und muss sagen: ich bin absolut begeistert!

    Besonders die Bass - Saiten zeichnen sich durch eine wunderbare Wärme aus. Das gesamte Klangbild ist nicht besonders laut - die EXPs und auch die Pyramid Round Cores sind um einges lauter - aber extrem "breit". Schwer auszudrücken, Corkonian nannte es in seinem Review ja "flächig".

    Die teilweise übertriebenen Höhen und der "Bumms" normaler, moderner Saiten fehlt fast völlig.

    Ob sie sich allerdings für das Spiel mit Flatpick eignen, würde ich bezweifeln, dazu könnten sie insgesamt zu "matschig" werden.

    Aber wenn Du jetzt eher ins Picking einsteigen willst, sicherlich eine gute Wahl.

    Für etwas mehr "Bumms" ohne übertriebene Präsenz sind aber sicher auch die Pyramid Roundcores sehr gut geeignet.
     
  11. foreveryone

    foreveryone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #11
    Ah Bluesman dann meinst du wirklich die Spectrum. Die teste ich dann auf jeden Fall mal.

    emptypockets danke für deine ausführlichen Beschreibungen. Ich habe lange nur fingerpicking gemacht auf Westerngitarren. Ich hatte eine Martin D-35s und meistens Silk & Steel Saiten drauf. Die wären mir aber jetzt für das was ich machen möchte nicht kräftig genug.
    Also mit Picks spielen, da kenne ich mich aus. Aber mit Fingern ist natürlich was ganz anderes und ich bin erst vor etwa einem halben Jahr drauf gekommen. Was ich daran gut finde ist das der Sound etwas weniger knallig und präsent ist und das schafft wiederum Raum für den Gesang. Ich glaube wenn ich Gitarre Solo spielen würde, würde ich das mit picks machen.

    Also ich denke die Martin Retros muss ich dann doch mal ausprobieren. Die Beispiele die ich bei youtube gehört habe klangen ein bischen billig und irgendwie waren die Bässe auch dünner als bei anderen Saiten meine ich. Aber wenn doch so viele Leute sie ganz gut finden denke ich sollte ich sie mal ausprobieren. Lautstärke ist mir übrigens nicht so wichtig. Die Gitarre die ich hier versuche zu besaiten soll meine Hauptgitarre in Normalstimmung bei Sologigs (folkblues, singersongwriter) werden, da ist ein Fishman Matix drinne und da kommt auch noch ein MagMic rein - der wartet hier schon geduldig in einem Karton.

    Die Pyramid Roundcores interessieren mich auch. Ja, für flatpicking habe ich eine ganz andere Gitarre mit 13ern Phosphor Bronze drauf und das bleibt auch so. Damit bin ich so dermassen zufrieden, das lass ich erst mal so stehen. Das ist natürlich eine ganz andere Welt.

    Also ich denke mal da hab ich doch was zum probieren: Martin Retros, Thomastik Spectrum/Plectrum, Pyramid Roundcores.

    Cool, bin gespannt.

    Gruss, Frank
     
  12. Bluesman79

    Bluesman79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #12
    Ja dann mal viel Spaß beim ausprobieren und berichte mal von deiner Erfahrung!

    @emptypockets
    Die Retros finde ich auch genial, gerade für Blues perfekt geeignet und die halten extrem lange. Auf einer Gitarre habe ich sie ein jahr gespielt, obwohl ich ja auf Saiten prügele.
    :-)
     
  13. Blues-Opa

    Blues-Opa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #13
    Paar Details dazu noch, von meinen früheren Experimenten mit Saiten (inzwischen hab ich endlich "meine Standardsaiten" gefunden und probiere nur aus Neugier manchmal was anderes aus ;) )

    Den Charakter der Martin Retros würde ich mit "drahtiger" beschreiben, auch im Bass ... den Klang muss man einfach mögen oder eben auch nicht ;)
    Sie spielen sich etwas weicher als normale Westerngitarrensaite, aber nicht zu weich, zumindest für mich.
    Ich werde bei meinen Kleineren (0, Parlor) und meinen Vollmahagonis dabei bleiben, bei meinen anderen Großen (000) eher nicht.

    Die Thomastik Plectrum waren gut, aber sehr weich, wenig Zug ... dafür wurden sie ja entwickelt, z. B. auch für ältere leicht gebaute Gitarren, ich glaube auch für Konzertgitarren (bin mir da aber grad nicht sicher). Keine Ahnung übrigens warum die "Plectrum" heißen, ich habe die eher als schöne Fingerpickersaiten empfunden, so sind sei mir auch selbst empfohlen worden damals. Sie waren bei mir gut auf leichter gebauten Gitarren, die von Haus aus schön schwingen. Waren mir aber auf Dauer zu weich vom Spielgefühl her.

    Die neuen Nickelbronzesaiten von D'Addario habe ich grad die Tage mal auf eine Parlor gemacht ... obwohl hier mal nur 011er (sonst immer 012er) ist mein erster Eindruck dass sie sich recht "hart" spielen, ich tu mich schwer da mit Gefühl zu spielen. Der Klangcharakter ist relativ hell.
     
  14. foreveryone

    foreveryone Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #14
    Ja klar ich sag bescheid wenn ich was aufprobiert habe. Ich muss allerdings einen Steg mitbestellen und zurechtfeilen weil ich den originalen erhalten möchte. Aber ich würde gerne hinten etwas runter - so 1mm. Aber bevor ich das endgültig so mache will ich erst mal hören, wie der Sound sich dadurch verändert. Auch der Piezosound. Die Stegeinlage ist ordentlich hoch über der bridge aber der Ton ist auch richtig kräftig und das gefällt mir gut. Ich probier das mal aus mit dem neuen Steg. Und wenn das nix ist, kommt der alte wieder drauf. Aber wenn ich Glück habe kann ich die Bespielbarkeit noch etwas verbessern - wäre eigentlich schon von Nöten.

    Vor ein paar Tagen habe ich provisorisch einen günstigen 12er Martin Satz draufgemacht, zum testen, den ich noch rumliegen hatte. Mit denen probiere ich erst mal den neuen Steg. Und wenn mir das setup grob gefällt (den Hals würde ich dann auch gerne etwas entspannen - also ein bischen mehr relief) dann mache ich andere Saiten drauf. Und dann sag ich euch wie es so klingt!

    Auch noch mal interessant Blues-Opa dass du meinst die Plectrum sind gut auf leichter gebauten Gitarren.
    Ich komme eigentlich von der Nylongitarre und ich persönlich hätte am liebsten genau diese "Weichheit". Am Liebsten hätte ich auch ein 12 Bund Modell mit kurzer Mensur und breitem Griffbrett....aber das kann ich mir im Moment nicht leisten. Naja wie auch immer, die Jumbo von der hier die Rede ist, ist aber nicht so eine zierliche Gitarre. Die kann ich mir auch mit dünnen Saiten gar nicht vorstellen. Das werde ich mir jetzt mal in Ruhe überlegen.....freue mich schon drauf, das könnte echt was werden, die Gitarre ist nämlich sowas von eingespielt :)

    Nochmals vielen Dank natürlich für eure Tips!
    Frank
     
  15. Blues-Opa

    Blues-Opa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #15
    Ich mag das total gern, wenn jemand so diesen eher deftigen Stil spielen kann :)
    Aber ich selber schaffe das einfach nicht, ich habs inzwischen aufgegeben das nachahmen zu wollen obwohl es mir gefällt ... ist wohl auch eine Mentalitätssache, ich bin da wohl eher der "Gefühstyp", und dann fühle ich mich auch wohl dabei. Muss es ja auch geben ... ;)
     
  16. Bluesman79

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    Erstellt: 03.02.17   #16
    @Blues-Opa
    Die Nickelbronze fande ich anfangs auch nicht so gut, legt sich aber nach einer Zeit. Ich empfinde den Klang ähnlich wie die Retros von Martin, nur nicht so gut. Sie sind wirklich etwas heller. Übrigens spiele ich die Retros lieber auf großen Gitarren ( Gibson J45/35)
     
  17. Blues-Opa

    Blues-Opa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.17   #17
    Es ist halt wie bei fast allem ... jeder muss einen eigenen Weg finden. Alles andere kann nur zur groben Orientierung dienen. Grad bei Saiten fängt das ja schon bei den eigenen individuellen VORSTELLUNGEN wie es klingen soll an ... ;)
     
  18. Bluesman79

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    Erstellt: 03.02.17   #18
    Sehe ich genauso. Trotzdem immer ein spannendes Thema und der einfachste weg seine Gitarre völlig anders zu hören.
     
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  19. emptypockets

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    Erstellt: 03.03.17   #19
    Wollte nur nochmal was zu den Monels sagen.
    Ich habe sie ja jetzt ein paar Wochen drauf und leider ist meine anfängliche Begeisterung immer mehr zurückgegengen... .

    Ich denke, dass diese Saiten zunächst erstmal durch ihren wirklich völlig anderen Klang auffallen und für sich einnehmen.

    Solange man ausschließlich reinrassigen Blues darauf spielt, wissen sie auch langfristig zu gefallen. Nur leider zeigen sich nach und nach auch ein paar Nachteile, die insbesondere ins Gewicht fallen, wenn man auch 'mal was anderes als Blues spielt.

    Was mich am meisten stört, ist, dass man irgendwie das Gefühl nicht los wird, dass sie quasi auf die Gitarre wirken wie ein "akustischer Kompressor", insbesondere werden die Spitzen gekappt, so dass man immer den Eindruck hat, dass man ab einem bestimmten Punkt 'reinhauen kann, wie man will: es passiert nichts mehr.
    Ich kann es nicht besser beschreiben. Jedenfalls fällt mir ein dynamisches Spiel damit ziemlich schwer.

    Der andere gravierende Nachteil ist neben der Tatsache, dass sie enfach nicht wirklich "schön" klingen können (was sie beim Blues auch nicht unbedingt müssen), dass sie nicht gut per PU abgenommen werden können. Wahrscheinlich aufgrund des Materials. Meine Gitarre hat zwar einen LR Baggs Anthem verbaut, der ja auch ein Mikrofon einsetzt, aber trotzdem fällt der verstärkte Klang gegenüber meinen gewohnten EXPs deutlich ab.

    Als letztes: rein spielkomfortmäßig finde ich sie etwas zu "starr"/ unflexibel und Bendings sind deutlich schwieriger als mit anderen Saiten.

    Kurz: ich werde wieder EXPs oder Pyramid Roundcores draufziehen.
     
  20. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.17   #20
    Sachichdoch. Delta Blues, Early Folk, Hillbilly.... das geht wunderbar mit den Monel. Alles andere ist eher suboptimal.
     
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