Bridge Jazz Pickup für Fender Aerodyne Bass

breitei

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Hi Leute,

ich brauche euren Rat.
Ich habe einen Fender Aerodyne AJB-DX OCR CAR mit passiven Japan Tonabnehmern.

Ich finde den Bass total toll, v.a. den Precision Pickup, weil der einen schönen warmen druckvollen Sound hat, evtl. sogar zu voll, aber macht nichts.
Nur mit dem Jazz Tonabnehmer der an der Bridge verbaut ist werde ich nicht warm, er klingt mir zu dünn und hart. Ich bin am Überlegen den durch einen auszutauschen der einen druckvolleren, wärmeren und sauberen / präzisen Klang liefert. Und sollte auch gut "mischbar" mit dem Preci Pickup sein.

Musikrichtung Rock / Pop / Hard Rock / Blues Rock / Reggae / Alternative Rock

Habt ihr eine Empfehlung für mich? Ich würde eben nur den Jazz an der Bridge tauschen wollen.
 
EPBBass

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Schon probiert, den PU etwas hoch zu Schrauben und näher an die Saiten zu bringen?

Das würde ich zumindest in Erwägung ziehen, bevor ich einen neuen Tonabnehmer kaufe.


Ansonsten bin ich großer Fan von Seymour Duncan QuarterPounder, wenn es um fetten, modernen Sound geht. Ob diese allerdings eine Verbesserung bei dir bringen, weiß ich nicht.
In Budget Instrumenten sind sie hervorragend geeignet billige PUs zu ersetzten unter der Voraussetzung, dass die Basis am Instrument stimmt.
 
Uli

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afair hat @Cadfael auch einen Aerodyne, der hat da sicher auch eine fundierte Meinung zu...
 
Cadfael

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Ich habe in meinem Aerodyne P-Special einen DiMarzio drin.
Den, mit den verstellbaren Pole Pieces...

Er hat einen wärmeren Sound und ist ja auch ein Humbucker.
Mit dem wuchtigen, lauten P-Pickup kann er aber auch nicht mithalten (auch, wenn er lauter ist als das Original im Aerodyne). MMn wird jeder J gegen diesen P untergehen.

Die original VVT Schaltung halte ich schon für sehr gut.
Der J ist halt nur bedingt einsetzbar. Ein J-Humbucker bringt zumindest kein Rauschen mit rein...
 
breitei

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Vielen Dank für eure Tipps.
@EPBBass habe ich auch ausprobiert, aber hatte nicht den gewünschten Erfolg.
@Cadfael meinst du den DiMarzio DP123?

Hab mir mal paar angeschaut, in der engeren Auswahl sind aktuell:
  • Bartolini BA 9JL1 Bridge
  • Seymour Duncan SJB-3B
  • Seymour Duncan SJB-2B
  • Seymour Duncan ANT II-JJBB
  • DiMarzio DP123
  • Seymour Duncan STK-J2B

Jetzt muss ich noch etwas aussortieren und dann mal 2-3 testen.
 
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Vielen Dank ... und dann mal 2-3 testen.

Nö, vergiss es. "Output" hat bestenfalls etwas mit dem Abstand des TA zu den Saiten zu tun, nicht aber mit irgendeinem Widerstand (angegeben in Ohm ?!?!). Im Bereich TA ist derart viel Unsinn unterwegs, knallhart am Staatsanwalt vorbei. Ich meine gewerbsmäßiger Betrug, Beleidigung (der menschlichen Intelligenz).

Also: der "bridge"-TA klingt deshalb dünn, weil es so sein muss, physikalisch gesehen. Der nimmt per Lage am Ende der Saite einfach weniger Grundton auf, punktum.
Vergleich: Piezo. Ein guter Piezo nimmt den Grundton voll mit, und klingt geradezu mächtig, dick, brutal überwältigend.

Vor allem, gleich zum Mitnehmen: kein, wirklich kein einziger Tausch des TA / aka PU könnte irgendetwas an der Klangcharakteristik des "bridge"-TA ändern. Auch ein Equalizer, der ggf die Tiefen anhebt hilft rein gar nichts. Es handelt sich schlicht um eine Systemschwäche.

Bitte falle nicht auf "gefühlte" Erfahrungen anderer herein. Das haben schon so viele hinter sich ...

ps: starke Worte, aber genug vom Unsinn! Bitte spiele die Saiten einmal ziemlich weit Richtung Hals, und zum Vergleich sehr nah an der Brücke. Unterschied? Eben! Die Lage des TA ist der Spielposition in etwa äquivalent. Je näher an der Brücke desto schwach im Grundton.
 
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Es ist der Seymour Duncan SJB-2B geworden. Definitiv eine Aufwertung zu davor! Danke für eure Tipps und Hilfe.
Hab nur ein leichtes Grundrauschen drauf, auch wenn ich die Finger an den Saiten habe bei dem Tonabnehmer. Aber evtl. liegts allgemein am PU oder ich hab irgendwas nicht sauber gelötet. Mal schauen.
 
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Vllt. kann mir noch jemand helfen bzgl. Bass-Elektronik / Verlötung: sollte man die Masse der beiden Pickups auf den gleichen Poti löten (so war es davor bei meinem Bass) oder die Masse auf den jeweiligen Poti des Pickups (so ist es beim Schaltplan des neuen Pickups) oder macht es keinen Unterschied?
 
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Vllt. kann mir noch jemand helfen bzgl. Bass-Elektronik / Verlötung: sollte man die Masse der beiden Pickups auf den gleichen Poti löten (so war es davor bei meinem Bass) oder die Masse auf den jeweiligen Poti des Pickups (so ist es beim Schaltplan des neuen Pickups) oder macht es keinen Unterschied?

Schade. Aber zum Thema: Es sollte keinen Unterschied machen. Dann ist allerdings auch zu fragen, was "Masse" bedeuten soll. Denn TA sind erstmal symmterisch. Die "Masse" auf Poti zu löten ist eine Unsitte. Was deine Frage auch gleich wieder in Frage stellt. Definieren wir "Masse" vom Anschlusskabel her gesehen. Dort ist Masse die Ummantelung/Abschirmung. DIe soll an einen "zentralen Massepunkt". Zu diesem Punkt führen dann auch alle (!) Kabel, die "auf Masse" liegen sollen. Also von jedem Poti an diesen einen Punkt, sternförmig. Kein Durchschleifen / Verkettung. Dazu gehört auch die Erdung ("Masse"), der Brücke.

Melde dich doch einfach zurück, wenn das nicht hilft. Oder wende Dich gleich an einen Fachmann.
 
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Schade. ... Oder wende Dich gleich an einen Fachmann.

Es kann auch sein, mangels Wissen, dass der ursprüngliche TA / PU bereits in einer hum-canceling Art bewickelt war. Mit dem angegebenen Modell hast du:

"We used that classic jazz tone foundation and added some punch. This pickup is voiced a little lower than a traditional jazz, with a hotter output and fuller low end than the original, giving you boom without too much top end sizzle. ..."

Und auch:

"Pair with the Hot Jazz Bass neck model for a perfectly balanced, hum-canceling set."

Was schlicht heißt, dass "hum", deutsch "Brumm", vulgo "Rauschen" zum Konzept gehört, wenn mit einem P-PU, statt mit einem (gleichen!) J-PU kombiniert wird. Das frühere Brummen heute ist ja mehr ein grätziges Geräusch, weil soviel Digitalmüll im Vakuum vagabundiert.

Nun ja, statt des Tausches hätte es auch ein Kondensator (5 cent)** parallel zum TA gebracht. Einen anderen Effekt macht der "hot rodd" Seymour Duncan SJB-2B nämlich auch nicht.


Ich will aber nicht unken. Die von mir empfohlene "sternförmige" Masseführung hilft dabei, keine Masseleitung zu vergessen, oder über eine "kalte Lötstelle" die Masseführung zu stören. Ich würde lieber die 50Eus für einen verantwortungsvollen Techniker anlegen, statt mir die Drähte mit dem heissen Lötkolben anzukokeln oder ggf Potis zu himmeln.

**ps: wenn Du tiefer in die Elektronik einsteigen willst, dann siehe "C-Switch" - im Allgemeinen wird erklärt, was es im Zusammenhang mit TA zu verstehen gibt; viel ist's nicht. Der "C" (capacitor = Kondensator) kann mit einem "R" (resistor = Widerstand) ergänzt werden, und dann steht einem eigentlich alles an "Klangformung" zur Verfügung. "hand grounded AlNiCo pole pieces" braucht man dann nicht mehr.
 
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Leo Fender hat mit so wenig Lötungen wie möglich gearbeitet.

Masse ging über Bleche oder leitende Folien von der Klinkenbuchse zu den Potisgehäusen. Die Masse-Lötfahne der Klinkenbuchse wurde nicht genutzt.

Bei ihm war es egal, ob beide "Masseleitungen" der Pickups an ein oder zwei Gehäuse gingen. Meist gingen sie jedoch an ein Gehäuse, Das andere Gehäuse wurde für den Kontakt zur Saitenerdung und Massebleche im Bass genutzt.

Das kann man für falsch halten - Tatsache ist aber, dass es so bei Leo Fender Originalen über Jahre und Jahrzehnte gemacht wurde.
 
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Leo Fender hat mit so wenig... wie möglich gearbeitet. Bei ihm war es egal, ob ... Tatsache ist aber, dass es so bei Leo Fender Originalen über Jahre und Jahrzehnte gemacht wurde.

Kann ja sein, die "Masse" des TA ist die falsche, und der Klotz hat doch ne Schirmung? Wäre ja möglich, um auch die Höhen zu dämpfen mit den Wirbelströmen in der Schirmung, oder so …

Hier der link zum "c-switch", der wie gesagt auch per "R" fein justiert werden könnte: http://www.guitar-letter.de/Knowledge/Grundlagen/Klangschalter/DerCSwitchKeinerfueralle.htm

Also ich für meinen völlig unmaßgeblichen Teil würde, wenn gefragt empfehlen, das Dingens zum verantwortungsvollen Fachmann zu geben.
 

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