Brummen beim 50ies Wiring???

  • Ersteller Spanish Tony
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Ich bin im Moment ziemlich handlungsunfähig, melde mich aber wenn sich das hoffentlich bald mal ändert.

Liebe Grüße

M.

*
 
Hab's in einem anderen Laden richten lassen. Ein PU hatte das 50ies wiring. Der Andere nicht. Also kompletter Murks.
Hab den Eindruck, dass die Gitarre mit 50ies Wiring frischer klingt als mit 60ies. Kann das sein? Oder nur Einbildung?
 
Eventuell war die Potikappe des Tone Potis nicht an Masse sondern am anderen Pin angeschlossen, der zum Signal geht (wenn man nur die Poti - Anschlüsse umlötet und den Kappen-Anschluss nciht). Das würde den Brumm erklären. Hab den Thread erst heute entdeckt, weil er wieder frisch hochgepoppt ist.
Also kompletter Murks.
Ja ziemlich sicher

Hab den Eindruck, dass die Gitarre mit 50ies Wiring frischer klingt als mit 60ies. Kann das sein?
Beide Potis auf Maximum sollte keinen Unterschied machen, wenn der Unterschied im zurückgeregelten Betrieb auftritt, kann es durchaus Klangunterschiede geben, wie auch immer man die dann nennt.
 
Ein PU hatte das 50ies wiring. Der Andere nicht.
Interessant ich hatte gerade bei einer Paula auch so was.
War aber visuell wahrnembar.
Also man sah das der mittlere Anschluss einmal so und einmal so verlötet war, obskur. :gruebel:
 
Ab Werk sollte sowas nicht vorkommen, ganz klar.

Aber als Anpassung der PUs auf die individuellen Bedürfnisse kann es durchaus Sinn machen, beide unterschiedlich zu verdrahten. Wie oben im Thread schon festgestellt, hat das ja weder Einfluss auf die Nebengeräusche noch auf die Phasenlage, ist also nicht im technischen Sinn mangelhaft.

Hab den Eindruck, dass die Gitarre mit 50ies Wiring frischer klingt als mit 60ies. Kann das sein? Oder nur Einbildung?
Mit dem Eindruck stehst Du nicht alleine. Ich will nicht sagen, dass das immer hörbar sein muss, aber generell kommt mir der Ton vor allem untenrum schlanker vor (was die oberen Frequenzen natürlich mehr hervortreten lässt), mit dem Modern Wiring dagegen etwas druckvoller. Leider bin ich in der Elektrophysik nicht so bewandert, dass ich das erklären könnte, aber dass Bauteile nicht einfach ohne klangliche Auswirkung bleiben, weil sie an Masse gelegt sind oder ein Poti voll aufgedreht ist, kann man ja schon bei den verschiedenen Coli Split-Varianten hören.

Ich bin eigentlich ein Fan des 50s Wiring, vor allem wegen des geringeren Höhenverlusts beim Zurückdrehen und auch wegen der schönen Schattierungen bei leichter Reduzierung an beiden Potis. Trotzdem habe ich bei den Gitarren, mit denen ich eher die härteren Sachen spiele, nach entsprechendem Ausprobieren darauf verzichtet - eben weil sie mit dem Modern Wiring für meine Ohren an Punch eingebüßt haben.

Bei Les Pauls oder anderen Gitarren mit eigenen Potis für jeden PUs habe ich auch schon den BridgePU "modern" verkabelt und den HalsHB im 50s Wiring. Letzterem kann es ja oft nicht schaden, wenn man ihm etwas Bass nimmt.

Gruß, bagotrix
 
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Zum Brummen ist ja schon alles gesagt worden. Hier ist es gut erklärt wie sich der Sound verändert beim 50s wiring: https://www.acys-lounge.de/faqs-details/50wiring-was-ist-das-und-was-macht-das.html
Wenn beides Ton- und Volumenpoti etwas zurückgedreht werden, wird der Klang offener mit etwas weniger Mitten. Das kann man sehr gut hörbar an einem cleanen Amp testen.
Das ist natürlich nix für die absolute Bratsoundabteilung.

Ich möchte dennoch auch erwähnen, dass sehr wohl das 50s wiring auch für Jazz geeignet ist.
Dreht man das Volumenpoti etwas herunter, so wird der Pickup durch das herunterdrehen des Tonpotis weniger belastet und die Resonanzspitze verschiebt sich etwas in den höheren Bereich.
Auch bei voll aufgedrehtem Tonpoti bleibt die Resonanzspitze des Pickup im etwas höheren Frequenzbereich (wenn auch noch im Bassbereich) im Gegensatz zum modern wiring, weil sich zwischen dem Pickup und dem Tonkondensator noch der runtergeregelte Widerstand des Volumenpotis befindet und der Pickup dadurch nicht so stark belastet wird. Der Klang wird etwas im ganz unteren Bassbereich eine spur schlanker und mulmt nicht ganz so.
Ich hatte das mal im Proberaum gut demonstrieren können. Hier zeigt Bonnamasse das auch etwa ab 44 Sekunden:
Voll aufgedrehte Potis - "womentone" - Volumen etwas weg und es wird jazziger.
 
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Nachdem ich nun eine Weile gespielt habe, hat sich mein Eindruck des etwas frischeren Tons bestätigt. Ich kann jetzt deutlich besser mit Volume und/oder Tone arbeiten und nichts wird mulmig oder mumpfig. Was Bonamassa da demonstriert, funktioniert bei mir auch tadellos. Sehr geil!
So sind viele charaktervolle Soundschattierungen möglich.
 
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Nun brummt der Hals PU auch wenn Volume auf 0 ist und kein Signal mehr kommt.

Wenn Du das Volume-Poti auf 0 drehst, wird die Signalausgangsleitung mit Masse kurzgeschlossen. Wenn das richtig gemacht ist, sollte da kein Brummen mehr raus kommen. Ich tippe daher auf eine kalte Lötstelle oder ein defektes Poti.

Was das Tone-Poti angeht, sehe ich zwischen dem 50s-Wiring und dem Modern Wiring nur den Unterschied, dass die Masseverbindung und Kondensatorverbindung vertauscht sind. Das Poti ist ein reiner Widerstand, so dass es rein elektrisch erstmal keinen Unterschied machen sollte, wierum man das anschließt. Im Detail ergibt sich ein Unterschied bei den Wiederstandswerten in Abhängigkeit zur Poti-Stellung, insbesondere wenn das Poti einen nicht-linearen Regelweg hat. Aber das sollte für das Brummen erstmal egal sein. Ich sehe also schon rein von der Schaltungslogik keinen Grund dafür, dass sich die beiden Schaltungen hinsichtlich Brummen unterscheiden sollten.
 
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