Brummen via Steckdose & E-Gitarre (Lösungssuche bisher erfolglos)

von ChriString, 18.07.20.

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  1. ChriString

    ChriString Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #1
    Hallo liebe Leute!

    Ich habe ein Brummproblem... Bei mir in der Wohnung welches sich partout! nicht lösen lässt und mich zur Verzweiflung bringt.

    - Hab dazu viel recherchiert einiges ausprobiert, Fehlersuche etc.
    - Hatte mit mindestens 5! Leuten/Firmen welche sich mit sowas auskennen sollten relativ langen Kontakt hin und her geschrieben, Audiosamples geschickt Situation und meine Tests erklärt.
    Darunter waren grosser Musikhändler, Firmen die DI Boxen herstellen, Firmen die Powerconditionner herstellen, Elektriker etc.
    Fazit: Niemand! konnte mir einen sinnvollen Input geben a) was die Ursache ist und b) wie man es beheben könnte.
    Entweder hatten die mein Problem immer noch nicht verstanden >Ich kriegte dann eine Antwort wie "womöglich was beim Speaker defekt" auch wenn ich explizit gesagt habe das das Problem auch ohne diese Speaker auftritt. Oder „ja das kann verschiedene Ursachen haben… das kann man so nicht beurteilen“

    Das Problem:
    Sobald Irgendetwas/ ein (einziges) Gerät mit der Steckdose verbunden ist und ich E-Gitarre spiele habe ich massiv Einstreuungen Brummen > klingt eigentlich wie ein typisches Ground Loop Problem auf dem Gitarrensignal. (Audio Samples im Anhang)
    Ich kann also nur Aufnahmen machen oder vernünftig Gitarre spielen wenn ALLES Batteriebetrieben läuft.

    Was ich ausprobiert habe und was ich ausschliessen kann:
    - An den Geräten / einem einzelnen Gerät oder Kabel kann es nicht liegen, das Problem tritt immer auf sobald 1) Irgendetwas (Audiokomponente) in einer Steckdose steckt und 2) E-Gitarre /Magnetische Pickups eingesetzt werden. Ich habe keine Komponente (beispielsweise Audiointerface) in allen Tests verwendet.
    Das Problem ist der Strom so wie er aus der Steckdose kommt.

    Beispielsetup und Beobachtungen:
    Bass >Kabel > Zoom G1xon Multi FX >USB Kabel+Netzteil> Steckdose = massives Brummen
    Gleiches Setup Batteriebetrieben= Nur die normalen Störgeräusche welche sich erklären lassen.
    E-Gitarre> anderes Kabel>Audiointerface>Aktiv Studio Monitore >USB Kabel>MacBookPro = massives Brummen
    …. dieses geht weg wenn ich
    a) die Speaker ausschalte > alles läuft jetzt mit Batteriestrom vom Laptop (Die Speaker Eris E3.5 können/werden nur mit einem 2Pol Stecker in die Steckdose gesteckt)
    b) das MacBookPro auch an den Strom anschliesse mit (ganz wichtig!) 3 Pol Stecker mit Verbindung zur Erde. -> Dann habe ich jedoch das Problem, dass ich Störgeräusche durch Mausbewegungen, Fenster verschieben, Programm aktivitäten etc. dann auf dem Audio Signal habe.

    Welche Massnahmen haben nichts gebracht:
    - Ich dachte dass sich das Problem grundsätzlich durch Groundlifts beheben lässt, dem ist aber nicht so.
    >DI Box mit Ground lift zwischen Gitarre und Audio Interface > bewirkt überhaupt nichts egal ground lift switch on oder off ist.
    > Line Isolator (also auch Ground lift) zwischen Audio Interface und Studiomonitore > Null Wirkung.

    Interessante Beobachtungen:
    Ich habe Kriechstrom > Kribbeln auf der Oberfläche des Mac Book Pros wenn ich das MacBookPro berühre, dieses am Strom hängt aber nur mit dem 2er Stecker und somit nicht geerdet ist. Dieses Problem ist „normal“ und wohl auch vielen bekannt. Das Kribbeln verschwindet wenn das Mac Book Pro geerdet ist.
    Aber!
    > Der Kriechstrom, dieses Kribbeln kommt AUCH via Steckdose >2pol Stecker> Eris E3.5 Aktiv Studiomonitore dort dann an den Metalparts spührbar
    >das verteilt sich weiter! via Audiokabel(balanced)>Audiointerface>USB Kabel >zum MacBook Pro (Batteriebetrieben)
    Das Kribbeln geht weg wenn ich das USB Kabel (zum Audio Interface) trenne.
    Das Kribbeln ist auch NICHT vorhanden wenn ich zwischen Audio Interface und Boxen den Line Isolator nutze! > was bedeutet das dieser korrekt funktioniert also die Masseverbindung unterbricht…. leider aber bei mir nicht die Störgeräusche unterbindet.

    Vermutung:
    > Der Strom so wie er zu meiner Steckdose kommt ist „schlecht“ und womöglich falsch installiert, Null leiter mal hier woander mal hier etc.. Erde auf Null mal auf Phase geklemmt etc… ist ein altes Haus/Wohnung in Lissabon.

    Fragen:
    1) Was ist das (eigentliche) Problem? 1.1) Wie kann ich das lösen….
    - Ich kann da nichts an der Steckdose ändern daran wie der Strom zur Steckdose kommt, ich brauche eine Lösung dahinter.
    2) Hilft ein Powerconditioner in dem Fall?
    3)Lässt sich sowas mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung lösen? Ich brauche in meinem Fall eigentlich nur Strom für die Aktiv Monitore ca. 50 Watt und das MacBook Pro.

    Danke für deine Hilfe und Input!

    Hier noch zwei Audio Samples
    Setup: E-Guitar+Zoom Multi FX High Gain Patch.
    Das erste im Batteriebetrieb mit den "normalen" Störgeräuschen, das zweite mit Brummen und Stromversorgung via Steckdose.
    Was Ihr hört: Gitarrenlautstärke auf Null > Volumen voll aufdrehen > Berühren von Saiten und Metallteilen > Bewegen der Gitarre im Raum > Spielen einiger Akkorde >Pickup Switch und von Humbucker auf Single Coil umstellen.
    Wenn ich bei Batteriebetrieb die Seiten, Metalteile berühre (mich "erde" = keine Änderung des Störgeräusches) mache ich das selbe bei Stromversorgung über Steckdose so verschwinden bei Seitenberührung die massiven Störgeräusche zu 85% sobald ich di Saiten oder ander Metallteile berühre.
     

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  2. punkadiddle

    punkadiddle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #2
    Hallo im Board,

    ich persönlich habe vor Allem, was mehr Spannung als eine Autobatterie führt, erstens Angst und zweitens davon auch keine Ahnung. Aber solche Probleme werden hier öfters und imho auch ausgesprochen fachkundig diskutiert. Mal sehen, wann die entsprechenden Koryphäen aufwachen und sich melden werden. Brummproblemlöser gibt`s hier ja einige.

    Grüße
     
  3. netstalker

    netstalker HCA Funk- und Netzwerktechnik HCA

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    Erstellt: 18.07.20   #3
    Die "Vermutungen" sind alle Schall und Rauch; das Problem muss mit richtigen Meßgeräten angegangen werden, vor allem aber mit fundiertem Fachwissen.
    Ich habe auch viel Erfahrung mit Elektrikern in südlichen Gefilden, hier wird oft gepfuscht.

    Eine Lösung mit "Heimmitteln" wäre: Benutzung einer Online-USV (UPS) - d.h. eine USV, die immer wandelt. Ein (günstiges) Offline-Gerät würde erst im Fehlerfall auf Batteriestrom umschalten. Die Firma APC hat hier die Smart-UPS im Programm......
     
  4. Grimbart1104

    Grimbart1104 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #4
    ...Sehr interessant, also Fehleranalyse via Audiosample von der Ferne....Respekt, wahrscheinlich bin ich zu alt für diese moderne Welt, aber wenn ich
    von meinen Kunden gebeten werde eine Anlage zu bewerten, fahre ich hin und führe einen sogenannten e- Check durch, kurz, die Anlage wird einer Sichtprüfung unterzogen und es werden diverse Messungen durchgeführt, danach kann man ein E- Anlage einschätzen, von der Ferne her vermute ich einfach eine nicht zeitgemäße Elektroanlage mit altersbedingten Mängeln...., also ein Fall für den Fachmann mit nem Blitz im Emblem....und bitte nicht selbst dran rum basteln, Strom macht schwarz, klein und hässlich....:cool:
     
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  5. ChriString

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    Erstellt: 18.07.20   #5
    Hallo zusammen und danke für die Antworten und Rückmeldungen!

    Ich kann, will und darf nicht an der Steckdose respektive der Hausinstallation rumbasteln oder jemanden kommen lassen der das tut. Ich wohne hier nur auf Miete, es kommt Strom aus der Steckdose und ich war der einzige der deswegen reklamiert hat, da wird vom Vermieter nichts unternommen.

    -> Ich benötige also eine Lösung des Problems zwischen meiner Steckdose und meinen Geräten.
    Generell würde ich auch gerne verstehen was das Problem eigentlich ist... Ein Groundloop Problem scheint es ja nicht zu sein, es lässt sich auch nicht mit DI Box und Line isolatoren lösen. Obschon es sich für mich genau gleich anhört und scheinbar viele Leute genau so ein solches Störgeräusch wegkriegen.


    Ich denke/vermute dass sowas ab und zu vorkommen kann. Wenn man als Veranstallter wo hinfährt und dort (einen einmaligen Event hat) > Restaurant, Partykeller, Hochzeit und das gleiche Problem (oder ähnliches) wie ich vorfindet muss man ja auch dahinter >zwischen Steckdose und Geräten das Problem lösen können und kann nicht erst mal die komplette Hausinstallation umkrempeln.

    Online-USV (UPS) - d.h. eine USV >Danke für den Hinweis netstalker! Ich bin mir über die Begriffe und unterschiede nicht ganz im klaren aber das ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung richtig? Aus Sicht der Steckdose würde lediglich ein Akku aufgeladen und aus sicht meiner Geräte hängen die an einem Akku und nicht direkt an der Steckdose, könnte man das so sagen? Wichtig wäre in meinem Fall ja dann, dass die Gerät immer! und isoliert vom Akku und nicht vom Direktstrom betrieben werden oder?

    Ein Powerconditionner wie die Geräte von Furman würde da nichts helfen oder?

    Update/Frage: Da das Problem ja höchstwahrscheinlich ausschliesslich mit der Strominstallation vor Ort zu tun hat und diese nicht verbessert werden kann, kann es sein, dass
    a) Das Problem schlicht nicht lösbar ist die Störgeräusche in diesem Apartment IMMER vorhandensein werden es sei denn die Hausinstallation wird geändert.
    b) ein vorgeschaltenes UPS, USV also quasi alles mit Batteriestrom die einzige Lösung in diesem Fall ist?
     
  6. Bholenath

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    Erstellt: 18.07.20   #6
    Ich kann keine Ferndiagnose anbieten nur soviel:

    Beides scheint mir absolut "nicht normal".
    Ich habe das (das dies "normal" wäre) auch noch nie von Fachleuten aus dem Audiobereich oder Elektrik gehört.

    Wenn dem so wäre wären Macs als Audiohardware total ungeeignet was wohl global gesehen nicht der Fall ist.
    Deine andere Fehlerbeschreibung weisen auf fehlerhafte Sicheheitsvorrichtungen (Erde/FI) in !!!

    Es scheint das noch nie wer sich das Problem vor Ort angesehen bzw gemessen hat.
    Ohne so einen Test ist jedoch alles andere Vermutung.
    Dafür (für Vermutungen) bin ich als Fachmann (Elektromechaniker) nicht zuständig.
    Mein persönliches Fazit:
    Du wirst um einen (bezahlten) Besuch eines Fachmanns nicht herumkommen.
     
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  7. netstalker

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    Erstellt: 18.07.20   #7
    Powerconditioner wandeln (wenn überhaupt) nur mit direkter Verbindung zum Netz; ansonsten sind das Filter, die bestimmte Frequenzbereiche ausfiltern. Für mich, der ich aus der E-Technik komme, sind die Dinger keine Lösung.

    Ich benutze auf der Bühne für meine Keys und den Key-Submixer eine Online-UPS und hatte auch in der tiefsten Provinz noch keine Probleme.
    [​IMG]
    Der Bypass wird im Regelfall nur bei Ausfall eines Wandlers benötigt und ist nur bei großen Geräten notwendig.
     
  8. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 18.07.20   #8
    Ich bin da jetzt rechtlich nicht so wirklich sattelfest. Wenn es um Veränderungen an der Anlage geht, ist natürlich grundsätzlich die Genehmigung des Vermieters (= Eigentümer der Anlage) notwendig. Der hat auch für die korrekte Funktion der Anlage zu sorgen. Wenn du aber natürlich der einzige mit dem Problem bist und auch noch in einer speziellen Anwendung ("Musikproduktion"), kann man die Zurückhaltung natürlich nachvollziehen, kostet ja auch Geld, und schlimmstenfalls stellt sich dann ja raus, dass der Mieter einfach nur defekten Kram im Einsatz hat.

    Was dir aber auch dein Vermieter nicht verbieten kann, ist, auf eigene Kosten einen Fachbetrieb zu beauftragen, die Anlage messtechnisch und per Sichtprüfung zu beurteilen. Verändert wird ja da erstmal noch nix. Wenn dann ein sicherheitsrelevanter Mangel festgestellt wird, muss der Vermieter diesen natürlich beheben lassen.

    Hast du niemanden im Bekanntenkreis, der über entsprechende Messgeräte und KnowHow verfügt? Das ist ja nun speziell in einer kleinen Wohnung wahrlich keine große Nummer, in einer Stunde habe ich da viel rausgefunden (Netzsystem, Durchgängigkeit des Schutzleiters, Schleifenimpedanz, allgemeiner Zustand der Betriebsmittel wie vom Maler überstrichene Schutzleiterbügel usw...)
     
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  9. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #9
    so ist es...
    das Problem (nicht die Ursache) könnte eine USV mit On-Line Technik (Klasse 1: VFI ), auch Doppelwandler genannt lösen.
    Diese erzeugt einen konstanten sauberen 230 Volt Strom aus Akkus (die vom Netz geladen werden) und hat eine galvanische Trennung zwischen Ein-und Ausgang.
    http://www.usvsysteme.de/Basisinformationen.htm

    Die Leistung der USV errechnet sich aus der Gesamtstromaufnahme deiner Geräte.
    Bsp:
    https://www.amazon.de/POWERWALKER-1...9RVRWDPJMQY&psc=1&refRID=7CJVM18PD9RVRWDPJMQY
     
  10. Grimbart1104

    Grimbart1104 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #10
    ich möchte dich echt nicht belehren, aber ohne die Ursache wirklich zu kennen, sind doch alle Maßnahmen ein Stochern im Nebel, ich kenne jetzt nicht die Tarife der E Installateure in deinem Umfeld, aber USV Lösungen sind auch nicht gerade preiswert, eine Überprüfung der Elektroinstallation ist ja erst mal keine Veränderung , man kann ja auch in Vorkasse gehen und mit dem Ergebnis zum Vermieter gehen und mit ihm reden, bekanntlich macht der Ton die Musik, vielleicht kannst du dann auch die Installation als Fehlerquelle ausschließen.....
     
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  11. käptnc

    käptnc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #11
    Grundsätzlich sollte die Hausinstallation erst einmal in Ordnung sein.
     
  12. ChriString

    ChriString Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #12
    Normal vielleicht nicht...ich weiss nicht wi alles in Zusammenhang steht, Aber das man Mauszeigerbewegungen etc. hört kommt öfters vor/wird öfters diskutiert und wenn das MacBookPro Batteriebetrieben läuft ist es komplett weg.

    Das zweite Problem > "Kriechstrom am Gehäuse des MacBookPro" schlecht gelöst von Apple, aber das Problem haben sehr sehr viele Nutzer und scheint deshalb "normal" zu sein, ich hatte das bisher immer (also auch in anderen Räumen, Wohnungen etc.) wenn das MacBookPro via 3 Pol Stecker eine Verbindung zur Erdung der Steckdose hat ist das Problem (Kribbeln) weg.
    Auswirkungen auf das Audiosignal hat das aber wohl nicht umbedingt....Zumindest nicht in der extremen Weise, zuhause hatte ich das MacBookPro nie geerdet gehabt (3Pol Stecker immer nur mit 2 Pol) und nie derartige Probleme gehabt.

    Neu war für mich das das Kribbeln, dieser Kriechstrom auch via 2pol Stecker (anders lassen sich die Eris Studiomonitore nicht anschliessen) balanced audiokabel,Audiointerface>usb Kabel > MacBook Pro überträgt.

    Ja das ist sehr gut möglich....Leider muss ich aber trotzdem das Problem hinter der Steckdose lösen, hier wird nicht für mich die ganze Hausinstallation neu gemacht.
    Aber ich frage trotzdem nochmals nach und lass jemanden kommen, ev. bin ich aber ende August sowieso aus dieser Wohnung raus.
    Ich hatte das zuvor nicht erwähnt:
    Ich habe festgestellt, dass bei meiner Steckdose der dritte Anschluss keine Verbindung zur Erde hat.
    Auch nicht in anderen Räumen. Wenn ich das MacBookPro mit 2 pol Stecker anschliesse oder mit 3 Pol Stecker > Das Kribbeln war immer vorhanden.
    Hab dann einen "Handwerker" der Vermieters hier gehabt. Dieser hat dann einfach einen Draht von der Steckdose Pol3 an eine Wasserleitung in der Küche gelegt.
    Jetzt habe ich Erdung. > Kribbeln mit 2 Pol Stecker, kein Kribbeln mit 3 Pol Stecker.
    Ich dachte erst, dass dies mein Problem lösen würde...
    -> Das Audiobrumm problem war aber davor und danach genau gleich!


    Ok vielen Dank für die ausführungen! Damit kann ich was anfangen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 18.07.20, Datum Originalbeitrag: 18.07.20 ---
    Ok, ja man sollte/müsste die Hausinstallation in Ordnung bringen, da gebe ich dir Grimbart1104 ja recht....
    Aber ev. kann ich das nicht machen, oder das wird nicht gemacht. Ev. habe ich in der nächsten Wohnung das gleiche Problem etc.

    Angenommen ich hätte ein Konzert in einer Bar hätte ich dort ev. auch dieses Problem.
    Darum und weil ich das Problem an der Hausinstallation womöglich nicht lösen kann ging es mir darum für eine Lösung zwischen Steckdose und meinen Geräten zu finden.

    Wenn das ein gekauftes Haus wäre, oder ein Studio für lange Zeit oder so würde ich natürlich eine vernünftige Hausinstallation haben wollen.
     
  13. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 18.07.20   #13
    Allein das sagt ja schon einiges aus. Zu dieser "Lösung" fällt mir wirklich überhaupt nichts mehr ein, die ist nämlich keine.
    Anscheinend ist dem Vermieter die Gesundheit der Bewohner sch***egal.

    Wenn ich da ein Gutachten der Anlage erstellen sollte und so etwas vorfinden würde, hätte der morgen ein Schreiben im Briefkasten, dass dem schwindlig wird.

    Was immer du da mit externen Geräten meinst verbessern zu können bleibt Symptombekämpfung. Die Probleme existieren ja schon mit funktionsfähigen Geräten. Lass da mal irgendwo einen Fehler entstehen. Bestenfalls "knallt" es dann einfach nur, weil du 230V auf irgendwelchen Datenanschlüssen hast und das Gerät hochgeht, schlimmstenfalls bleibt irgendwer irgendwo kleben - einen FI dürfte man in einer solchen Installation wohl vergeblich suchen...
     
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  14. ChriString

    ChriString Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #14
    Ich werde mal schauen ob ich jemanden kriege der sich das anschauen kann...
    Die Frage ist halt ob das hier so wie es ist gefährlich ist oder nur doof für mich der halt audio aufnehmen will.
    Bin ja hier der einzige der sich deswegen beschwert hat und Strom funktioniert ja...Ich glaube nicht das ich was bewirken kann dass da was geändert wird.

    Der Vorteil einer externen Lösung hinter der Steckedose wäre halt, dass ich normal also auch mit den Lautsprechern Musik machen kann und zweites das mitnehmen könnte wenn ich wo anders hingehe und dort das gleiche Problem vorfinde.

    Was würde denn ein Veranstallter machen wenn er so was vorfindet, in einem Lokal wo er jetzt > heute hat Abend ein einzelnes Konzert.
    Die Hausinstallation kann er ja nicht einfach so umkrempeln... >Konzert spielen komplett verbrummt geht ja auch nicht..?
     
  15. Bholenath

    Bholenath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #15
    "Dieser hat dann einfach einen Draht von der Steckdose Pol3 an eine Wasserleitung in der Küche gelegt."

    Dies ist eine in den Anfangstagen der Sicherheitsleitung (Schuko-Schutzkontakt-Erdung) häufig verwendete "Notlösung".
    Da die Wasserleitung üblicherweise in einer langen Bodenschleife endet existiert hier ein Zugang zu "Erdpotential".

    Allerdings ist das längst "out-of-Date" selbst als ich jung war wurde es bereits als obsolet angesehen zu solchen Lösungen zu greifen.
    In absoluten Ausnahmesituationen kann man das machen aber in einem normalen europäischen Haushalt ist sowas ein definitives NO-GO (oder sollte es sein).
     
  16. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 18.07.20   #16
    Naja, es war früher durchaus gängig, den Hauptpotentialausgleich über die Wasserleitung zu realisieren (anstatt wie heute umgekehrt diese in den Potentialausgleich mit einzubeziehen, wohingegen die Haupterdungsschiene aber über einen vernünftig erstellten Fundamenteder angefahren wird). Heute ist das u.a. auch deswegen nicht mehr anzuwenden, weil Neubauten größtenteils über Kunststoffwasserleitungen gespeist werden.

    Aber selbst wenn: Sowas ist auch damals schon in der Hauptverteilung erfolgt. Man kann nicht einfach "eine x-beliebige Steckdose" nehmen, da einen "Draht" anschließen und den "irgendwie" am nächstbesten Heizungsrohr feströdeln (von dem unklar ist, ob und wie es überhaupt in den PA mit einbezogen ist). Letztenendes baut man damit ein TT-System auf, in dem seit jeher aus gutem Grund RCD-Pflicht herrscht. Wenn der Erdungswiderstand nämlich hinreichend hoch ist (selbst 10 Ohm wären in dem Fall schon schlecht, ich hab von Wasserleitungen zum HPA aber auch schon dreistellige Werte gemessen), löst der reguläre LS-Schalter bestenfalls "irgendwann" aus, während es bis zu dessen Auslösung das Potential sämtlicher mit dem PA verbundener Teile inkl. Bad-Armaturen & Co. gemütlich auf bis zu 230V anhebt...

    Anscheinend besteht da ja im vorliegenden Fall nicht einmal klassische Nullung mit PEN bis zu den Steckdosen, sondern der Schutzkontakt ist völlig unbeschaltet. Genauer Hergang unbekannt - entweder 2-adrige Installation und die PE-N-Brücke wurde nicht gesetzt, oder der Schutzleiter ist irgendwo unterbrochen. Beides nicht haltbar. Und da kann man dann nicht hergehen und "bei der Steckdose, wo es am meisten nervt, weil der Mieter da sein Macbook meistens ansteckt und es kribbelt" einen Draht hinfrickeln. Da muss die Ursache gefunden werden. Wie gesagt, manchmal langt man sich an den Kopf. Da will man anscheinend nicht, dass der Mieter ohne Gefahr auf körperliche Schäden wohnen kann, sondern dass er einfach kurzfristig Ruhe gibt. Da wäre der Vermieter bei mir an der falschen Adresse, selbst wenn ich kurzfristig ausziehen würde. Der nächste Mieter hat vielleicht kleine Kinder, die mal die Steckdosen "erkunden"...

    Wenn das Haus tatsächlich aus den Anfangszeiten der Schutzkontaktsteckdosen stammt, reden wir da von einem Baujahr weit vor 1970 (selbst da gab es nämlich nicht nur Schutzkontaktsteckdosen, sondern auch die dazu passenden dreiadrigen Leitungen inkl. grüngelber Ader). Das sind schlappe 50 Jahre. Da kann mit Steckdosen und Leitungen alles Mögliche passiert sein, selbst wenn das am Anfang mal völlig fachgerecht ausgeführt war. Schutzleiterbügel überstrichen, Kontakte ausgeleiert, Regale festgedübelt und in der Stegleitung nur den PE erwischt. Es hat schon Gründe, warum ich mehrmals schrieb: Diese Anlage gehört dringend allumfassend überprüft.

    Zum Thema "wenn das bei Gigs auch so ist": Bei den letzten ~500 Gigs hatte ich vielleicht bei 10 davon Brummprobleme. Und die sind meistens dadurch entstanden, dass die Zuleitungen zu Bühne und FOH oder selten auch zu zwei Steckdosen auf der Bühne aus unterschiedlichen Verteilern kamen. Dies ließ sich ausnahmslos durch simples Umstecken beheben, bzw. in ganz seltenen Fällen, wo sich ein zweiter Speisepunkt nicht oder nur schwer vermeiden ließ (Delayline 50m weg) mit Trennübertragern.
     
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  17. Bholenath

    Bholenath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #17
    Dem kann man nur vollumfänglich zustimmen. :great:
     
  18. yamaha4711

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    Erstellt: 18.07.20   #18
    Nach durchlesen dieses Fadens komme ich zu folgendem Schluß/Empfehlung, welcher man dringenst nachkommen sollte:
    Bitte unbedingt einen Fachman (Elektriker) beauftragen, der sich die Installation von Grund auf in der Wohnung ansieht und durchmisst. Die beschriebenen Kriechströme bzw. das Kribbeln in den Fingern ist ein eindeutiger Hinweis, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Dieser Vedachtsmoment erhärtet sich durch nicht angeklemmte PEs der Steckdosen.

    Da wir hier nicht in Deutschland sondern in Portugal sind, gelten die dort ortsüblichen Regeln, doch auch hier gilt in jedem Fall: Strom macht klein, schwarz und hässlich.

    Wenn das nicht zu beheben ist, dann such dir eine andere Bleibe und lebe länger.
     
  19. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 18.07.20   #19
    Den Punkt habe ich irgendwie überlesen. Erklärt wahrscheinlich, warum man es da "nicht ganz so genau" nimmt. :nix:
    Die Physik dahinter ist aber immer noch die gleiche und daher gilt zumindest das von mir Geschriebene dennoch (ggfs. mit Ausnahme der Zeitangaben, was ab wann üblich war), wenngleich man es dort vielleicht nicht unbedingt mit normativen Vorschriften untermauern kann, wenn's "zum Diskutieren" wird...
     
  20. ChriString

    ChriString Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.20   #20
    Ich werde mich mal beim Vermieter melden, die Sache erkären und sagen dass einige Experten, Kollegen die Ahnung davon haben der Meinung sind dass dies dringenst überprüft und gefixt gehört und womöglich auch gefählich ist.

    Den Rückmeldungen nach habe ich den Eindruck dass dieses Problem so wie ich es habe wohl sehr sehr selten so vorkommt...?

    Dem möchte ich ergänzen das diesbei MacBookPros wie erwähnt "normal" ist oder zumindest relativ häufig vorkommt.
    Wenn man das Netzteil mit einem 2pol Stecker benutzt hat man das Kribbeln. Ob das Krichstrom oder Leckstrom heisst oder ich da falsche Begriffe verwende weiss ich nicht. Vielleicht sind nicht alle MacBook Pros betroffen oder gewisse Leute spüren das nicht... dies ist jedoch definitiv ein sehr häufig auftretendes Phänomen, Das ist ein "Design" Fehler seitens Apple


    Beispiele dazu:
    https://apfelhirn.de/kribbeln-am-gehaeuse-des-macbook-macbook-pro-und-air-beseitigen/
    https://appuals.com/stop-tingling-electrical-feeling-macbook-pro/
    https://www.apfeltalk.de/community/threads/gehaeuse-unter-strom-mbp2018.536383/


    Abschliessend lässt sich vielleicht folgendes feststellen:
    1) Die Ursache der Störgeräuschen liegen in einer komplett falschen Verschaltung ev. auch gefährlichen Art der Stromversorgung und Verteilung im Haus.
    2) Die Elektroinstallation muss überprüft und korrigiert werden > dann sollten auch die Störgeräusche verschwinden (?)
    3) Die einzige(!?) wirksame Möglichkeit die Symptome (Brummen auf dem Gitarrensignal) nicht die Ursache zu bekämpfen wäre die Geräte nur per Batterie zu betreiben respektive über eine USV mit On-Line Technik an die Steckdose anzuschliessen.

    Frage:
    Da man ja oft, auch bei einer sauberen Stromversorgung/Installation Probleme mit Störgeräuschen, Brummschleifen Einstreuungen etc. hat, wäre da ein USV mit On-Line Technik nicht sowieso eine gute und sinnvolle Investition? Unterbindet dies auf die gleiche/ähnliche Art Brummschleifen wie ein Groundlift der DI Box oder Trennübertrager.?..einfach an einer anderen Stelle, bei der Stromversorgung anstatt auf den Audioleitungen.

    Danke schonmal und nochmals an euer Feedback! Hat mich deutlich weitergebracht als die Hersteller welche ich angeschrieben habe.
     
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