Brust-/Kopfstimme ohne Übergang

von mafalda, 26.07.08.

  1. mafalda

    mafalda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #1
    So, ich überwinde mich mal...

    Ich singe zwar sehr gerne (und in letzter Zeit wieder etwas öfter), habe aber eine völlig ungeschulte Stimme und auch diese typischen Probleme im Übergang zwischen Brust- und Kopfstimme.
    Ich habe mir eben angewöhnt sehr in der Bruststimme zu singen weil meine Kopfstimme so zaghaft kindisch klingt. Mischstimme ist bei mir irgendwo verschollen...:(

    Jetzt würde ich gerne von euch wissen, ob das einigermassen erträglich ist für meine Stimmbänder, aber vorallem für fremde Ohren... ich hatte nämlich vor, meiner kleinen Nichte ein paar Kinderlieder zu schenken.
    Also: klingt das zu schrill bei den hochgezogenen Tönen? Sollte ich da lieber doch etwas tiefer bleiben?... Werde ich die Kleine nur erschrecken?...

    Beim Hörbeispiel singe ich gerade an dieser Stimmgrenze rauf und runter.
    (Übrigens, sie heisst Liv, "se llama Liv". http://www.file-upload.net/download-1001111/Se-llama-Liv.mp3.html )

    Wäre dankbar für hilfreiche Kommentare!
     
  2. Cörnel

    Cörnel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #2
    Ganz ehrlich: Das klingt toll. Ich bin voll begeistert.
    Die hohen Töne - klar, da kippst du von Brust in Kopfstimme und umgekehrt. Aber höre dir mal das "a-wheee" bei "The lion sleeps tonight" an. Gerade das macht ja auch bei einigen Liedern absolut den Reiz aus!

    Grüße
    Cörnel
     
  3. JackLee

    JackLee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #3
    Find das klingt toll :)
     
  4. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #4
    Auf der Aufnahme hört es sich meiner Meinung an, als ob du die hohen Töne einfach nicht stützt, keine richtige Atemsäule aufbaust...zudem hört es sich für mich so an, als würden die Töne vom Fokus in den Hals abrutschen, zumindest bleiben die Töne nicht am selben Platz.

    DAS wird jedoch sehr sehr oft als Stilmittel verwendet und hat, wie oben erwähnt, durchaus seinen Reiz. Kommt halt immer auf die Musik an. Beim Musical, wo ja viel Wert auf tragfähige und kraftvolle Höhen gelegt wird, müssteste an deinem Bruchausgleich auf jedenfall arbeiten, denn wenn du jetzt Kraft in deine Höhen legen würdest, würden dir die Töne anfangen wegzubrechen, du würdest im schlimmsten Fall anfangen rumzudrücken und da wären wir wieder bei den typischen Anfängerfehlern, die hier so häufig beschrieben werden.

    Liebe Grüße

    ...
     
  5. mafalda

    mafalda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #5
    Erstmal vielen Dank für die lieben Antworten!! Das macht ja Mut... :)

    Hab mir nochmal "The lion sleeps tonight" angehört... (iss ja so schööön...) Ich glaub ich verstehe was du meinst, Cörnel - so als Stilmittel, wie Erdbeer-shisha sagt.

    Erdbeer-shisha: Die hohen Töne stütze ich wohl garnicht, sehr wahr, ich lass sie ja ganz flach im Falsett (oder Kopfstimme?). Und wenn ich versuche klassischen Gesang nachzuahmen, hört sich das doch sehr "affektiert" an und das passt natürlich garnicht. Zu drücken gibt's in den Höhen eigentlich garnichts mehr, was man hört ist so ziemlich mein Limit... Ich nehme an, dass dieser nahtlose Übergang bei professionellem Gesang sowieso ein Muss ist, aber Musicals liegen weit über mein Ziel hinaus (wäre auch weit über das Alter um damit anzufangen).
    Ich wollte eher wissen, ob das nicht zu "penetrant" für die Ohren ist. Das Gefühl habe ich nämlich manchmal wenn ich es mir selbst anhöre. Aber ok, nach dem positiven Feedback, lieber aus der Not eine Tugend machen... ich nehm's als Stilmittel!:rolleyes:

    Liebe Grüsse...

    (Vielleicht nerve ich euch später noch mit ein paar Kinderliedern...)
     
  6. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.08   #6
    Ein letzter kleiner Tipp noch am Rande: Nimm es wirklich als Stilmittel! Heisst also folglich, dass du es nicht übertreiben sollst, genauso wie mit allen anderen Stilmitteln, wie zb. Variationen, Schleifen, Verzierungen usw. Sonst wird es in puncto deiner oben erwähnten Penetranz-/Toleranzgrenze doch für den einen oder anderen kritisch.

    Ein Paradebeispiel, vorallem in den letzten Jahren ist meiner Meinung nach Mariah Carey. In den letzten Alben "haucht" sie so viel, wie ich es noch in kaum einem Album gehört habe, es klingt fast so, als ob sie kein Bock hätte, anständig zu singen - einfach nur noch nervtötend, vorallem, wenn sie dann mal stützt und Gas gibt, baut sie 3 Millionen Schleifen und Phrasen ein, kommt mit ihrem komischen Pfeifregister an...Was ich im Endeffekt damit sagen möchte ist einfach: Man muss einfach merken, wo Schluss ist. Aber über diese Frau hab ich mich schon genügend aufgeregt x).

    (Du warst da natürlich noch absolut im grünen Bereich ;))

    In diesem Sinne

    ...
     
  7. moniaqua

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    Erstellt: 27.07.08   #7
    Oeh, stuetzen != (ist nicht gleich) klassisch singen! Du brauchst auch gar ned versuchen, klassischen Gesang nachzuahmen. Du sollst einfach stuetzen und "d'Goschn aufmachen" ;) Probier vielleicht mal, Dir vorzustellen, Du atmest bei den hohen Toenen ein. Und mach den Mund auf, etwa so, wie ein kleines Kind das sabbelt (so ueber die Unterlippe runter)
    Also nerven wuerd ich das wieder nicht nennen :) Mach man.
     
  8. mafalda

    mafalda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.08   #8
    Guter Ratschlag, ich nehm's mir zu Herzen, Erdbeer-shisha!!

    Moniagua, ich lern eigentlich leichter wenn ich gleichzeitig hören und sehen kann was andere machen (ja, zusehen ist da ganz wichtig, finde ich). Aber ich werd's mal versuchen wenn keiner dabei ist (...wenn du wüsstest was da für seltsame Grimassen bei mir rauskommen können, :o)

    Und danke nochmal für die Tipps!
     
  9. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 29.07.08   #9
    Um bei gestützten Höhen eben nicht klassisch zu klingen brauchst Du einen stabilen Vorderfokus. Der ist allerdings so "alleine" nicht ganz einfach zu bekommen ;)
    "Vorderfokus" heißt einfach, dass Du die Töne nicht - wie in der Klassik üblich - in den Hinterkopf singst, sondern gegen die Schneidezähne. Das ohne Druck und kraftvoll zu schaffen ist ohne Lehrer schwer.
    Um ein Gefühl für Kopf- und Mischstimme zu kriegen, sing' doch einfach mal relativ leise einen Dreiklang plus Oktave auf den Vokal "u". Da bleibt der Kehlkopf relativ freiwillig wo er soll und Du fokussierst durch das "u" automatisch nach vorne.
    Falls Dich das mit dem Mischen irritiert, versuch' einfach mit der Kopfstimme in tieferen Lagen den Klang der Bruststimme zu faken. Das passt schon ;)
     
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