Bünde bei neueren Gibson flach(er als gewohnt)?

  • Ersteller crawltochina
  • Erstellt am
crawltochina
crawltochina
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
06.03.23
Registriert
26.09.17
Beiträge
355
Kekse
5.148
Hallo zusammen,

ich habe mir eine Gibson SG Standard gekauft, meine erste in der Preisklasse, und stelle fest, dass die Bünde wohl bei den neueren Gibsons mit den frit nibs sehr flach sind. Ich hatte vorher ne Gibson SG Tribute aus 2019 und auch mal ne Les Paul Special Tribute, beide hatten relativ hohe Bünde. Gut, die Bundenden waren bei beiden verbesserungsbedürftig (etwas scharf), aber die Bünde selbst waren hoch und top abgerichtet. Nun stelle ich bei zwei Exemplaren der aktuellen SG Standard fest, dass die Bünde bei diesen Modellen viel flacher sind. Wie kommt das? Cryo-behandelt sind sie ja seit 2020 auch nicht mehr, so dass die flacher sind und sich gleichzeitig schneller abnutzen. Ziemlich blödes Gefühl, wenn man ne SG Standard für 1.300 € kauft.

Ich überlege jetzt, wieder ne Tribute zu nehmen, wobei mir die Standard ansonsten einfach viel viel besser gefällt. Weiß jemand zufällig, wie das bei den aktuellen Les Paul Studios ist? Die haben keine fret nibs. Sind die Bünde da vergleichbar hoch mit den Tributes oder flacher wie die höherpreisigen Gibsons? Ich finde nichts verlässliches dazu. Verwirrt mich alles etwas.

Ich mag Medium Jumbos oder Jumbos und war bei den Gibsons (SG und Les Paul) bis maximal zur Tribute Reihe total zufrieden.
 
Eigenschaft
 
Kann es sein, dass Dir das nur so vorkommt? Laut Gibson Homepage haben sowohl die Tribute-Modelle als auch die Standard-Modelle Medium Jumbo Frets.
https://www.gibson.com/Guitar/USAG74273/SG-Tribute/Vintage-Cherry-Satin
https://www.gibson.com/Guitar/USA8LG109/SG-Standard/Heritage-Cherry

Die Bünde mit Bindings fühlen sich einfach besser an, da, wie du bereits gemerkt hast, die Bundenden bei den Tributes nur sehr rudimentär bearbeitet sind. Zudem sind die Griffbrettkanten etwas höher wegen dem Binding. Da bekommt man dann den Eindruck der gesamte Bund sei niedriger, ist aber nicht der Fall.

Tatsächlich ist aber die Neubundierung bei Bindings in der Regel teurer, weil mehr Arbeit. Ob und wie oft Du das machen musst, hängt von deiner Spielintensität und von deine Spielweise ab.
Die Wirkung der Cryo-Behandlung kannst Du leicht selbst erziehlen, indem Du eine halbe Stunde bei Mondenschein mit einer Schamanenmaske um Deine Gitarre tanzt, sprich, das ist Voodoo ohne messbaren Effekt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Richtig... ich würde die Std einfach spielen bis die Bünde runter sind. Bis die runter sind, sind wir sicher ein paar Jährchen weiter... Dann kämen bei mir die Bünde drauf, die ich am besten fände.

Wenn du jetzt mit der Gitarre happy bist, wird die Tribute wohl auf lange Frist dich nicht glücklich machen, so toll, wie sie ist.
 
Kann es sein, dass Dir das nur so vorkommt? Laut Gibson Homepage haben sowohl die Tribute-Modelle als auch die Standard-Modelle Medium Jumbo Frets.
https://www.gibson.com/Guitar/USAG74273/SG-Tribute/Vintage-Cherry-Satin
https://www.gibson.com/Guitar/USA8LG109/SG-Standard/Heritage-Cherry

Eigentlich nicht. Ich hatte einige Tributes und jetzt zwei Standards, immer mit demselben Eindruck. Und ich hatte und habe auch andere Gitarren mit Binding. U.A. eine D'Angelico, deren Bünde mir trotz Binding RIESIG vorkommen. Einzig die fret nibs könnten den Eindruck so verfälschen. Die kannte ich vorher noch nicht.

Die Wirkung der Cryo-Behandlung kannst Du leicht selbst erziehlen, indem Du eine halbe Stunde bei Mondenschein mit einer Schamanenmaske um Deine Gitarre tanzt, sprich, das ist Voodoo ohne messbaren Effekt.

Glaube das verwechselst Du mit dem Gitarre einfrieren, das der Olli von Session mal propagiert hat ;).

Die Kältebehandlung der Bünde soll wohl Richtung Haltbarkeit von Stainless Steel frets gehen, ohne ins Vodoo abzudriften. Da gehts ja auch nicht um den heiligen "Tone", wie beim "Cryo-Tuning", sondern nur um Haltbarkeit. Aber wie bei allem, was neu ist: Den Kunden war's nicht wichtig, weil nicht "vintätsch", daher haben sie die erhöhten Kosten ab 2020 wieder eingespart.
 
Kannst Du Dir nicht irgenwo `ne Schieblehre leihen und die Bünde ausmessen?
 
Leider nein. Und ich hab die Tribute zum Vergleich ja auch nicht mehr.
 
Hab ne SG Standard von 200? im Studio.
Kann da kommende Woche mal nachmessen wenn dir das hilft
 
Offen gesagt weiss ich oft nicht, was ich von den ganzen Halsmaßen ... Breite, Höhe, Querschnitt, Bünde ... halten soll. Ich habe das Gefühl, selbst in einem Baujahr/Serie ist das Glücksache und 2 Millimeter mehr oder weniger hier oder da sind mal gar nix.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Geht mir ähnlich und nicht nur da, ist halt gerade nicht das Thema.
 
Offen gesagt weiss ich oft nicht, was ich von den ganzen Halsmaßen ... Breite, Höhe, Querschnitt, Bünde ... halten soll.

Du sprichts mir aus der Seele ....... was heute über solche Feinheiten diskutiert wird .... beachte im AMATEURBEREICH und Anfängerbereich ...... das lässt viele Profigitarristen wie Nixwisser dastehen....

Habe zufällig gerade ein interessantes Tutorial mit Kiko Loureiro angechaut wo er im Live Chat gefragt wird was für eine Saitenlage er hat. Antwort: Weiß ich nicht - Die Gitarre muss sich gut spielen lassen
https://www.youtube.com/results?search_query=kiko+loureiro

Wer Gitarre und Bass liest oder Guitarmagazin wird auf genau solche Antworten immer wieder stoßen .......

Schön @Schnabelrock , dass Du das mal deutlich ansprichst ......
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Naja,

ich sprach ja hier über persönliche Eindrücke, die für mich die Bespielbarkeit gefühlt schlechter gemacht haben. Ich will halt gerne ne Standard. Und hab mich gewundert, dass die eigentlich hochwertigeren Modelle von der Haptik her an der Stelle schlechter sind, als günstigere Gibsons.
Ich hab ja nicht über die Maße diskutiert, die sind mir auch total schnuppe, sondern über die subjektive Bespielbarkeit. Die Bünde sind auffällig flacher als bei allen anderen Gitarren, die ich so im letzten Jahr in der Hand hatte, auch von Fender.

Wundert mich einfach.
 
Ok, dann scheint es eine nicht zu belegende Empfindung zu sein, vielleicht wegen Binding oder fret nibs.
 
Du sprichts mir aus der Seele ....... was heute über solche Feinheiten diskutiert wird .... beachte im AMATEURBEREICH und Anfängerbereich ...... das lässt viele Profigitarristen wie Nixwisser dastehen....

Ja, äh erwischt. Ich hab endlose Zeit damit verbracht bei meiner Gitarre die Saitenlage zu optimieren und in vielen Versuchen und Justierungen (mit Schiebelehre und Messkarte) eine sehr flache Saitenlage eingestellt. Warum? Weil ich gelesen hatte, dass das oft das einfachste und beste ist um als Anfänger eine neue Gitarre gut spielbar zu machen. Dann hab ich im Wissensdurst, den ein neues Hobby so mit sich bringt, alles zu Saitenstärken usw. gelesen und bei jedem Satz (9er, 10er, Optiweb, Nanoweb, WorldwideWeb) alles wieder neu eingestellt.

Was hat es mir gebracht? Ich kann meine Gitarre jetzt selbst solide einstellen und hab die Scheu davor verloren. Fürs Spiel einfach garnichts. Flache Saitenlage ist nicht so mein Ding. Sie sollte nicht hoch sein, aber superflach passt zu Blues für mein Spiel nicht, weils dann in meinen Ohren schlechter klingt.

Ich glaube das ist ein Phänomen des Internets. Als ich früher Saxophon gespielt habe, hatte ich ein Buch und da standen ein paar Dinge zum Einstellen (Klappenmechaniken, Blättchen) drin. Aber ich wurde nicht überhäuft mit Spezialinfors und Fachsimpeleien. Mein Spiel wird besser wenn ich spiele und übe. Bis das Instrument mein Flaschenhals wird, dürften Jahre vergehen. Aktuell sind es die Finger. Und das ist gleichzeitig beruhigend und auch ein bisschen schade. Saitenlage lässt sich besser einstellen als Finger :engel:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Die Wirkung der Cryo-Behandlung kannst Du leicht selbst erziehlen, indem Du eine halbe Stunde bei Mondenschein mit einer Schamanenmaske um Deine Gitarre tanzt, sprich, das ist Voodoo ohne messbaren Effekt.

Der Gitarrenbauer meines Vertrauens meinte, eine gute Gitarre braucht kein Cryo-Tuning. Allerdings kann (muß aber nicht) Cryo-Tuning bei schlechten Gitarren etwas Positives bewirken (wenn Spannungen im Material sind); und umgekehrt kann man mit Cryo-Tuning eine gute Gitarre auch vermurksen. Er selbst hat mir erzählt, einem Kunden von ihm wäre das schon mal gelungen, eine gesund schwingende Gitarre "klangtot" zu machen.
Ich lasse meine Gitarren definitiv nicht einfrieren; das bleibt jedem selbst überlassen.

Vor zwei Jahren hätte ich Dein Zitat noch mit "Einspruch! Da langen auch 10 Minuten." kommentiert. Und statt Schamanenmaske geht zur Not auch eine normale FFP2-Maske.


Viele Grüße,
Bowhunter
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Der Gitarrenbauer meines Vertrauens meinte, eine gute Gitarre braucht kein Cryo-Tuning. Allerdings kann (muß aber nicht) Cryo-Tuning bei schlechten Gitarren etwas Positives bewirken (wenn Spannungen im Material sind); und umgekehrt kann man mit Cryo-Tuning eine gute Gitarre auch vermurksen.
Wenn Spannungen im Material sind und die gelöst würden durch die Cryobehandlung, würde die Gitarre hinterher verzogen sein. Dass eine bereits vermurkste Gitarre zufällig genau in die Richtung verzogen wird, dass sie besser wird, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Aber der Gitarrenbauer wollte wohl niemandem der dran glaubt zu nahe treten, daher die äußerst schwammige Aussage.
Außerdem gibt es ja auch einen Placeboeffekt und der ist nicht zu verachten.
 
Bitte hier jetzt aber keine erneute Cryo-Diskussion vom Zaun brechen :engel:. LG Lenny (für die Moderation)
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben