chords bzw. melodie finden?

von PrisonerofToday, 03.06.08.

  1. PrisonerofToday

    PrisonerofToday Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #1
    Hallo,
    ich habe ein Problem mit dem Finden von Chords/der Melodie für einen eigenen Song.
    Wie macht ihr das? Zuerst Chords oder zuerst Text? Wie findet ihr Chords zu eigenen Songs?
    Gibt es irgendwelche Theorie vllt der Quintenzirkel oder sonstiges für die Akkorde bzw. zu finden welche gut zusammen passen unsw.
    Einen Text habe ich schon aber ich komme nicht auf eine Akkordenfolge...

    Lg
    PrisonerofToday
     
  2. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #2
    Ich hätte ja jetzt gesagt:
    als erstes brauchst Du mal eine Melodie.
    Dann die Akkorde und dann den Text.
     
  3. reservoir dog

    reservoir dog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.08   #3
    Ja also, das finden von geeigneten Akkorden geht am besten wenn man bereits eine Melodie hat. Ein Text kann echt ganz zum Schluss kommen. Es ist nicht ganz einfach gute Akkorde zu finde.
    Wenn du willst das du abwechslung in deine Songs bringst und nicht alle gleich klingen dann veraschiede dich von Grundakkorden, zumindest nur Grundakkorde. Und versuche immer eine andere Tonart zu finden. Ich benutze die rundakkorde nur am Anfang um mich zu orientieren ob ich nun in der Tonart C oder G oder E usw. bin. Was halt am besten passt. Danach schaue ich was aus diesen Akkorden noch zu machen ist. Aus C z.B. C6, C7, C/G usw. klingt spannender.
    Es kann unbewusst passieren das alle deine Songs, oder jeder zweite, in Tonart E geschrieben sind. Das merkt man selbst meist gar net. Hab ich auch nicht bis ich es von aussen gesagt bekam. Mein Gitarrenlehrer sagte es sei in Ordnung E zu benutzen wenn man diesen Akkord mag, oder G oder C usw., aber nur in jedem vieleicht fünften Song solle man sein Lied wieder auf dem Akkord aufbauen. Damit bringt man Abwechslung rein und es klingt jeder Song anders.
     
  4. cosmodog

    cosmodog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #4
    Wenn jemand mit einem Song etwas sagen möchte (soll´s ja auch heute noch geben), wird am Anfang natürlich der Text stehen.

    Die Melodie oder Akkorde würde ich in dem Fall versuchen an die Stimmung des Textes anzupassen. Es kommt nämlich etwas seltsam rüber, wenn sich der Text um Tod und Trauer dreht, die Melodie aber nach "Sunshine-Raggae" klingt.

    Ich würde mir erstmal helfen, indem ich ein paar Powerchords oder Dreiklänge "schrummel" und den Text dabei summe (von singen möchte ich da nicht sprechen). Irgendwann finden sich ein paar passende Changes z.B. für den Strophenteil oder den Refrain, auf denen ich dann aufbauen würde.

    Dann würde ich versuchen, die Akkorde so zu erweitern, dass sie in eine gemeinsame Tonart passen. Oder eine Bridge suchen, die Strophe und Refrain verbindet. Oder Akkorde austauschen um etwas Abwechslung zu bringen. Oder, oder oder. Es gibt halt viele Möglichkeiten und kein Patentrezept. (Das ist ja das Geile daran!)

    Viel Erfolg

    Andreas
     
  5. Keith92

    Keith92 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.08   #5
    ich tipp immer noch auf 1 4 5
     
  6. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.08   #6
    Hallo Gefangener,
    ein paar Tipps:
    Ein wenig Wissen in Musiktheorie und Hormonielehre bringt schneller bessere Ergebnisse
    Du kannst natürlich auch planlos Akkorde aneinander reihen, bis etwas interessantes herauskommt.
    Für den Anfang nimm deinen Lieblingsdurakkord nenne ihn Tonika und suche dir dazu die Moll-Paralelle zur Tonika, die Dominante und die Subdominante und dann bastel mit diesen Akkorden.
    Das wären auf C-Dur als Tonika, Amoll, F-Dur und G-Dur. Das ist schon mal eine sehr geläufige Struktur.
    Probier damit weiter und ersetze einzelne Akkorde durch andere. Teste aus, dein Gehör und Dein Geschmack entscheidet.
    Finde eine Akkordfolge für die Strophen und eine leicht abgewandelte oder doppelt so schnell wechselnde Akkordfolge für den Refrain.
    Zum Melodie- bauen, nimm zunächst die Akkordtöne und dann wird Dir klar, warum die Akkorde so gut miteinander können. - Weil sie überwiedend auf gleichem Tonmaterial aufbauen.
    Auch der Quintenzirkel ist natürlich immer sehr hilfreich.

    Aber immer wieder Ausprobieren und Kreativ sein, ist das Beste. Nicht zuviel lesen.
    Mit den Ohren und mit den Händen!
    Grüße
    willy
     
  7. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.08   #7
    Und der Quintenzirkel dient dazu, das dahinterstehende System in andere Tonarten zu übertragen. Dazu schaust du dir das Muster an, das Akkordfolgen im Quintenzirkel hinterlassen, z.B. an willypanics Beispiel:

    C - (drei Schritte nach rechts: ) Am - (vier Schritte nach links: ) F - (zwei Schritte nach rechts: ) G

    Klingt erst einmal kompliziert...

    Wenn du aber die Tonart ändern mußt, kannst du das ganz einfach machen:
    Du nimmst den Quintenzirkel und legst ihn so hin, daß die Tonika auf 12 Uhr steht.

    Tonika wäre nun Eb (also ist Eb Tonika...).

    Eb - (drei Schritte nach rechts: ) Cm - (vier Schritte nach links: ) Ab - (zwei Schritte nach rechts: ) Bb

    Oder in D-Dur (D auf 12 Uhr stellen, ist ja die Tonika):

    D - (drei Schritte nach rechts: ) hm - (vier Schritte nach links: ) G - (zwei Schritte nach rechts: ) A

    Wenn du diese Wendung "geschmeidiger" machen willst, hilft auch hier der Quintenzirkel (den es gilt, so schnell wie möglich auswendig zu lernen!!!):

    D - (drei Schritte nach rechts: ) hm - (einen Schritt nach links: ) Em - (einen Schritt nach links: ) A

    In C:
    C - (drei Schritte nach rechts: ) am - (einen Schritt nach links: ) dm - (einen Schritt nach links: ) G

    Du kannst also den Dur-Akkord, der links von der Tonika steht, eigentlich immer durch einen Moll-Akkord auf 2 Uhr ersetzen. Man kann es noch genereller sagen: Ein Dur-Akkord auf den Positionen 11 und 12 Uhr kann fast immer durch einen Moll-Akkord ersetzt werden, der drei Schritte rechts davon liegt - das kannst du schon am Beispiel bei den ersten zwei Akkorden sehen: C-Am...

    Weiterhin kannst du immer den Akkord mit einer kleinen Septime versehen, wenn der nächstfolgende Akkord - egal ob Dur oder Moll - links von ihm liegt.
    Also z.B. bei der Folge "G - C" - C liegt links von G, also kann G als G7 gespielt werden.
    Noch ein Beispiel: H - Em, dann kann H als H7 gespielt werden.
    Das funktioniert auch in Ketten:
    D7 - G7 - C7 oder: Ab7 - Db - Gb7 - Cb

    Der Quintenzirkel ist nur eine andere Anordnung, mit der man sehr leicht solche harmonischen Bewegungen hören lernen kann. Dabei kann man immer wiederkehrende Strukturmuster erkennen, die man bei der bloßen Auflistung von Akkorden nicht so ohne Weiteres erkennen kann.

    Ein Beispiel:
    Dm - G7 - C

    Bbm - Eb7 - Ab

    Das diese Akkordverbindungen bis auf die Tonhöhe identisch sind, fällt nicht auf den ersten Blick auf. Wenn man sich diese Wendung aber im Quintenzirkel anschaut, erkennt man sofort, daß sie absolut gleich sind.
    Es gibt auch gewisse Wendungen (Kadenzen), die immer wieder gut klingen und das Ohr sie lernen muß. Diese kann man ohne Probleme immer wieder in neuen Stücken einbauen, um sie harmonisch aufzuwerten.
     
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