Chromatische D Harp

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Hallo. Kann ich eine chromatische D Harp genauso spielen wie ich es auf einer C gelernt habe oder passt es hier mit den Halbtönen überhaupt nicht?
 
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Ausgehend davon, dass du mit chromatischer C-Harp und chromatischer D-Harp je eine Harp in C-Dur und D-Dur meinst, ist die Antwort:
Das kommt darauf an, zu welcher Tonart Du spielst. Wenn Du mit der C-Harp zu einem Song in C gespielt hast, dann solltest Du mit einer D-Harp in D-Dur spielen. In Frage kommt natürlich auch, mit einer C-Harp zu einem Stück in A-Moll zu spielen. Parallel dazu müsste das Stück bei der D-Harp in H-Moll stehen.
Denn: die Ganzton-Halbtonabstände sind generell gleich, nur die absoluten Tonhöhen sind unterschiedlich.
 
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Kann ich eine chromatische D Harp genauso spielen wie ich es auf einer C gelernt habe oder passt es hier mit den Halbtönen überhaupt nicht?

Hallo Teacher,

Eine chromatische Mundharmonika in D ist prinzipiell genau so aufgebaut wie eine chromatisch Mundharmonika in C.
Nur eben, dass eine D-Dur-Tonleiter statt einer C-Dur-Tonleiter erklingt.
Der Schieber bewirkt, genau wie bei der C-Version, dass alle Töne einen Halbtonschritt höher klingen.

Es handelt sich also um nichts anderes als ein transponierendes Instrument.

Konsequenz: Wenn du auf der D-Harp genauso spielst wie auf der C-Harp, erklingt alles eine große Sekunde höher. Das ist alles.

Da man aber mit einer chromatischen Harp alle Töne/Tonarten spielen kann, haben die meisten nur eine C-Harp.


Wenn Du mit der C-Harp zu einem Song in C gespielt hast, dann solltest Du mit einer D-Harp in D-Dur spielen.

Hier muss ich allerdings widerprechen - es ist genau umgekehrt.

Zu einem Song in C kann man auf der C-Harp C-Dur spielen (klar).
Mit einer D-Harp (die ja einen Ganzton höher klingt!) muss man das dadurch ausgleichen, dass man einen Ganzton tiefer spielt.
Das wäre dann in B-Dur (englisch Bb major), nicht in D-Dur.
Denn eine B-Dur Tonleiter klingt auf der D-Harp dann wie eine C-Dur-Tonleiter.

Eine Trompete, die in B (also einen Ganzton Tiefer als C) gestimmt ist, muss hingegen tatsächlich D-Dur spielen, wenn C-Dur erklingen soll.

Viele Grüße
Torsten
 
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Hier muss ich allerdings widerprechen - es ist genau umgekehrt.
Du hast Recht es war falsch, was ich schrub.
Natürlich einen Ton tiefer (müsste dann also sowas wie ein Halbton unter lokrisch sein... :sneaky::unsure: - um so zu tun, als könnte man das noch akademische abhandeln...)
 
Lisa2
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Noch eine Randbemerkung
Der Sinn der verschiedenen chromatischen Mundharmonika-Tonarten ist, dass man sie in der Tat als transponierendes Instrument nutzt. Denn je mehr Vorzeichen eine Tonart hat, um so komplexer wird das Hantieren mit dem Schieber und (das ist der größte Knackpunkt) man muss für jede Tonart ein neues Blas-Zieh-Drück-Schema erlernen.
Wer Mundharmonikas viel auswendig spielt, über ein gutes Intervallhören aber nicht über ein absolutes Gehör verfügt, entwickelt eine Koordination zwischen dem relativen Intervallhören, der Atmung (Blas-Zieh-Töne) und dem motorischen Gedächtnis (der Weite der Rechts-Links-Bewegung und dem Drücken des Schiebers). Wenn man beim Spielen nicht hauptsächlich auf einzelne Noten reagiert (Auge-Hand-Atem-Koordination), sondern ohne visuelle Stütze gewohnte Bewegungs- und Atemmuster umstellen muss, ist das Transponieren aufgrund baulicher Eigenheiten des Solo-Stimmsystems nicht gerade ohne! Im Grunde muss man ein Lied beim Transponieren komplett neu lernen. Will man gar nicht transponieren, sondern von vornherein ein neues Lied lernen, merkt man ebenfalls, dass es wesentlich einfacher ist, beim gewohnten Blas-Zieh-Drück-Schema zu bleiben und die Melodien auf einem transponierenden Instrument zu spielen.
Darüber hinaus passen die mundharmonikatypischen Akkorde (von denen es auch welche im Solostimmsystem gibt) am besten, wenn man mit der passenden Mundharmonika-Tonart spielt.

Freaks der chromatischen Mundharmonika mögen über diese Herangehensweise den Kopf schütteln. Für jemanden, der froh ist, dass er das Grundschema gut beherrscht und keine Zeit hat, sich auch noch mit dem Spiel in weiteren Positionen auseinanderzusetzen, ist das ein schneller und absolut legitimer Weg, zum Ziel zu kommen.

Gruß
Lisa 👩‍🌾
 
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Ich danke Euch, jetzt bin ich ein ganzes Stück weiter. Gruß Teacher
 

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