Clavinova CLP 535

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Beaufort1
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Ich habe vor mehr als zehn Jahren meinen Yamaha Flügel 180 verkaufen müssen und bis zum heutigen Tage nie wieder Klavier gespielt. Ich spiele nur klassiche Musik, bin aber bei weitem kein Könner, nie gewesen. Ich bin jetzt 69 und ich meine, es lohnt sich nicht, mir einen neuen oder gebrauchten Flügel anzuschaffen. Dafür bin ich zu alt und meine Spielstärke ist zu gering. Zu einem gebrauchten Klavier aus Omas Zeiten habe ich auch keine Lust. Jetzt hat mir mein Bruder (Profimusiker) den Rat gegeben, mich einmal mit Digitalpianos auseinanderzusetzen und schlug mir das YAMAHA CLP 535 vor, dass ca. 1600 € kostet. Ich wäre auch bereit, noch ein wenig mehr zu investieren. Er sagte, bloß nichts kaufen, ohne selbst einmal auszuprobiert zu haben. Das werde ich nächste Woche tun. Ich bin hoch motiviert, wieder anzufangen zu üben, um wieder auf den alten Stand zu kommen und vielleicht noch ein wenig weiter. Ich spiele ausschließlich zu meinem Vernügen, bin aber sehr selbstkritisch. Was haltet Ihr von meiner Idee? Vielleicht habt ihr noch Alternativvorschläge
 
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Für 1600 ist einiges an Digi-Piano drin. Das Yamaha ist schon gute Mittelklasse. Von Kawai und Roland gibt es in der gleichen Preislage ähnlich gutes Material. Hier unbedingt alles anspielen, was der Händler so rumstehen hat. Jedes fühlt sich anders an, hat einen anderen Klang. Ruhig auch mal an eines setzen, das man vielleicht wegen des Preises nicht auf dem Zettel stehen hat. Einfach um die Unterschiede zu realisieren. Wenn Du nur Klassik spielst, kannst Du evtl. auch gar nichts passendes finden bei den D-Pianos. Das hängt halt von Deinem Level und Ansprüchen/Anforderungen ab. Dann wird es doch auf ein akustisches Piano hinauslaufen. Diese kann man auch für eine Handvoll Euros mieten.
 
Er sagte, bloß nichts kaufen, ohne selbst einmal auszuprobiert zu haben.
Das ist der wichtigste Teil des guten Rates. Die in Frage kommenden Hersteller sind Yamaha, Kawai, Roland, sie sind alle etwas verschieden, aber solide. Ich würde bei diesem Hintergrund empfehlen, von der Preislage des CLP 535 an aufwärts zu suchen. Eine Sonderstellung haben die Kawai CA95/97 und CS10 mit einem Resonanzboden aus Holz, über den der Klang ausgegeben wird. Es lohnt sich, diese Instrumente auch mal anzuspielen.
Und ja, es kann durchaus sein, dass trotz allem das akustische Klavier mehr Befriedigung bietet. Ich würde den Direktvergleich beim Händler emfehlen. Solide Klaviere (neu) sollten bei großen Händlern nach entsprechender persönlicher Preisverhandlung ab unter 5000 Euro zu haben sein, junge gebrauchte auch günstiger.
 
Kawai ca 15 auch noch als anspieltipp.
 
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Vorhaben! Mir ging es ähnlich, mein akustisches Kawai Klavier steht noch bei meinen Eltern, weil ich in meiner Mietwohnung kein Klavier betreiben darf. Meine Freundin (Klavierlehrerin) hatte ein einfaches Digitalpiano aus ihren Studienzeiten mitgebracht, was mir aber überhaupt nicht zugesagt hatte. Ich habe also lange Zeit überhaupt nicht gespielt und mich dann mit dem Thema digitales Klavier auseinandergesetzt. ich spiele auch ausschließlich Klassik und wollte daher ein Instrument, das möglichst nahe am akustischen Klavier/Flügel ist, Schnickschnack wie Begleitrhythmen etc. brauche ich nicht. im Endeffekt bin ich beim Kawai CA 97 gelandet, weil die Holztastatur ganz hervorragend ist, der Holzresonanzboden ebenfalls (wenn man das Instrument nicht ganz an die Wand stellt). Ich denke, die Klaviatur ist der wichtigste Punkt bei so einem Instrument, die man auch noch nutzen kann, wenn die Softwareentwicklung weitergeht. ich habe ohne technischer Profi zu sein, mit einem Stecker meinen Laptop an das Instrument angeschlossen und etwa die Software Pianoteq 5 daran angeschlossen, damit hat man auch in Zukunft ohne Probleme und wenig finanziellem Aufwand alle Möglichkeiten, klangliche Weiterentwicklungen oder neue Instrumente (wie historische Pianofortes etwa fur Mozart oder Haydn) zu nutzen, ohne gleich wieder in ein neues Instrument investieren zu müssen Ich bin aber auch mit den eingebauten Klängen sehr zufriednen, auch die drei (!) Cembalo Klänge sind ausgezeichnet etwa für das Wohltemperierte Klavier. mit dem Virtual Technician kann man zudem problemlos den Klang so einstellen, wir man ihn mag. Ob Hammerfilz, Gehäuseresonanz, Pedale, Rückfallgeräusch der Hämmer, man kann einfach alles einstellen, wenn mann will, man muss es naturlich nicht. Ich habe mit diesem digitalen Instrument viel mehr über Klavierklang und dessen Parameter gelernt als zu "akustischen" Zeiten, da kam der Klavierstimmer und gut war es. Man kann das Instrument im Klang ganz wunderbar (auch in der Anschlagsstärke) auf die gewünschte Literatur abstimmen, etwa Chopin anders als Mozart oder Bach. Ein ganz großes Plus ist auch der unglaublich gute Klang über Kopfhörer, ich spiele viel länger und mehr, weil ich auch nachts niemanden mehr stören kann damit. Natürlich klingt ein akustisches Instrument immer noch etwas besser/anders, aber unterm Strich würde ich mich dennoch immer wieder für ein Digitalpiano entscheiden, weil es einfach viel mehr Möglichkeiten bietet. Zudem ist die immer perfekte Stimmung ein Hochgenuss und der Platzbedarf wunderbar gering.
 
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im Endeffekt bin ich beim Kawai CA 97 gelandet, weil die Holztastatur ganz hervorragend ist, der Holzresonanzboden ebenfalls (wenn man das Instrument nicht ganz an die Wand stellt).
Interessanter Erfahrungbericht.

...und schlug mir das YAMAHA CLP 535 vor, das ca. 1600 € kostet. Ich wäre auch bereit, noch ein wenig mehr zu investieren.
Möglicherweise ist dann von Interesse, dass die gerade so gelobte GFII-Tastatur des Kawai CA 97 auch in einem Modell verbaut wird, das für rund 1.000 EUR weniger angeboten wird und mit rund 2.379 EUR ins Budget fallen könnte. Einige andere Features des CA 97 fehlen dann natürlich.

 
Wenn du das 535 anspielst, dann nimm auch wenns geht noch das CLP545 mit. Das hat auch eine Holztastatur und ein paar nette Features (anderes Soundsystem).
Ich bin zwar jeden Tag mit meinem 535 zufrieden - aber irgendwie weine ich der Chance aufs 545 doch etwas nach ... ;)
 

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