Cleaner Dauerläufer mit leichten Cruncheinlagen - handverdrahtet ? Boutique ?

von benn9411, 12.06.19.

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pedaltrain
  1. benn9411

    benn9411 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #1
    Grüße allerseits !

    Nach vielen Jahren mit verschiedenen (eher günstigen) Amps verschiedenster Bauarten, sowie diversen PA und Direct-In Lösungen, bin ich nun auf der Suche nach dem "Amp fürs Leben"

    *kleiner Diskurs*
    Ich spiele seit rund 10 Jahren Gitarre, eher hobbymäßig, kein Profi, keine Auftritte (mehr). Über diese Zeit hinweg hatte ich ein paar verschiedene Verstärker, darunter ein paar Röhren (Bugera 333XL, Epiphone Valve Junior, diverse Leihgaben von Fender über Marshall etc.), ein paar Transistoren (Boss Katana, Roland Cube, Vox VT40), sowie ein paar Direct-In Lösungen (Boss GT-100, Amp-Simulationen von Harley Benton und co.).
    Alles samt nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
    Meine bisherige Hemmschwelle, einen "richtigen", und somit auch richtig teuren Verstärker zu kaufen, lag darin, dass diese in Sachen Haltbarkeit meist kaum überzeugend erschienen.
    Gleich vorab, ich bin keine Fachkraft, ich fürchte mich lediglich vor zig Platinen, digitalen Bauteilen, Spezialanfertigungen, veralteter Software, Bugs, ...
    Der Gedanke dahinter ist jener, dass ich diesen Verstärker für die nächsten 20-30 Jahre benutzen möchte und mich nicht aufgrund von Alterserscheinungen, Spezialteilen etc. vorzeitig davon trennen muss.
    *Diskurs Ende*


    Daher suche ich nun nach einem Verstärker, welcher die folgenden Kriterien erfüllt:

    - langlebig und nach Möglichkeit auch noch von jedem x-beliebigen Techniker in 20 Jahren zu reparieren mit gewöhnlichen und üblichen Teilen.
    - geringe Leistung, ca. 20-40 Watt, der Verstärker soll nur daheim benutzt werden, keine Proben oder Gigs
    - Clean hat die erste Priorität, ich nenne hier einfach mal Richtung Fender Tweed mit Anflügen von Vox AC30. Wobei ich mich hier nicht auf bestimmte Hersteller oder Vorbilder festlegen möchte.
    - Zweite Priorität liegt in einem leicht angecrunshten Klang, kein Metal, kein Distortion, lediglich ein schönes Aufblühen für bluesige Geschichten.
    - gute Verträglichkeit mit Pedalen für alle anderen Klangarten und Spielereien.

    Ich möchte mich nicht auf ein Budget festlegen, wenn es passt, dann passt es. Ebenso spielt es keine Rolle ob nun Combo oder Top, Röhre oder Transistor, ...
    Am Wichtigsten ist (natürlich neben dem Klang, welcher ja sehr individuell ist) die Dauerhaltbarkeit und eine problemlose Ersatzteilversorung, sowie Reperaturfreundlichkeit.


    Klingt nun bestimmt erst einmal ungewöhnlich, aber nunja, vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich.
    Anschauen möchte ich mir die Tone King Modelle, diese scheinen mir teilweise schon recht weit meinen Vorstellungen zu entsprechen.


    Vielen Dank im Voraus !
     
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  2. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #2
    Wer ist das nicht :-)
    Ich für mich habe ihn-erst mal gefunden. Genau wie du schreibst, er soll einfach und logisch aufgebaut sein. Meiner ist ein Princeton Reverb vom TAD. 12-14 Watt. reicht für zu hause allemal und auf der Probe (Rock-Cover) auch. Gerade dort fängt er an zu brizzeln, also macht genau das, für das was ich ihn gesucht hatte. Er sollte nur einen Kanal haben. Mehr brauch ich nicht bzw mach ich eben über Effekte. Hatte ich alles schon gehabt, alles überflüssig für mich. Meiner hat noch ein zusätzliches Mastervolume und eine Triodenschaltung bekommen. Was aber nichts macht wenn man es nicht nutzt, d.h. er klingt als wäre es nicht vorhanden. Dafür kann er aber auch anders klingen-diese Option hab ich mir einfach mal mit einbauen lassen. Für mich-aktuell-der Amp für die Insel.
     
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  3. benn9411

    benn9411 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #3
    Klingt schon einmal interessant, inwiefern unterscheidet dieser sich denn in Sachen Aufbau und Wartungsfreundlichkeit vom bekannteren Fender 65 Princeton Reverb ?
     
  4. Clipfishcarsten

    Clipfishcarsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #4
    Der TAD ist handverdrahtet und klingt - zumindest mit dem 12-Zoll-Lautsprecher weniger "boxy" als die Princetons aus dem Laden die ich kenne.

    Was Haltbarkeit und Teilequalität angeht ist TAD sicherlich eine Apotheke, aber auf die Qualität der dort verwendeten Bauteile kann man echt nix kommen lassen. Kann man ihn selbst aufbauen ist man preislich aber dennoch deutlich unter Ladenpreis des Serien-Fenders :).
     
  5. Steve S.

    Steve S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #5
    Also wenn es um Haltbarkeit und Reparierbarkeit geht, dann finde ich, ist ein handverdrahteter Amp nicht die schlechteste Wahl. Man ist dann nicht darauf angewiesen, dass es eine bestimmte Platine in 20 Jahren noch gibt. Ob jeder x-beliebige Techniker so einen Amp dann in Jahren noch reparieren kann, weiß ich nicht (die verwenden ja ausgewählte Bauteile usw.), aber es wird wahrscheinlich immer Leute geben, die das können. Mir ist in 20 Jahren noch nie ein Röhrenamp ernsthaft kaputt gegangen, abgesehen von Röhren und das war 2x.

    Für Deine Anforderungen bei weitgehend offenem Budget gibt es sicherlich viele Amps. Wenn es handverdrahtet und „Boutique“ sein soll/darf: Ich habe mir über die Jahre was von Tonehunter (Ralf Reichen, Köln) und vom Captain Körg (nähe München) geleistet.

    Für Deine Anforderungen käme z. B. der Buddy vom Captain in Frage. Angelehnt am Fender Deluxe Reverb, aber mit anständigem Crunch-Kanal und einem traumhaften, pedalfreundlicheb Cleansound. Oder aber der Kaleidoskope von Tonehunter. Das ist alles nicht wirklich billig und erstmal aufwändig, weil man schon mal hinfahren muss, um sie individuell auf sich abstimmen zu lassen. Aber ich werde diese Amps nie wieder hergeben, weil sie für mich einfach 100% passen.

    Und nicht zu vergessen, dass solche Amps eine wahnsinnige Dynamik haben, was mMn der größte und am ehesten hörbare Unterschied zu günstigeren Amps ist.

    Du kannst eigentlich so ziemlich alle dieser Ampbauer anrufen und Dir die Amps bis ins Detail erklären lassen, das ist bei den Preisen aber auch irgendwie selbstverständlich.

    Dauerlebig sind diese Amps. Es kann auch so ziemlich alles repariert werden, wenn es wirklich mal drauf ankäme.

    Natürlich kommen auch günstigere Amps für Deine Anforderungen in Betracht, aber ich finde, für den Wunsch des „einen Amps“, kann man zunächst ruhig mal in der Oberklasse schauen - wenn es finanziell halt passt.

    VG
     
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  6. benn9411

    benn9411 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #6
    Vielen Dank für die Antworten, also kommen mal folgende Hersteller in die nähere Betrachtung (ich sage nicht Vorauswahl oder Kaufinteresse, das Ganze hat keine Eile und kann sich auch gut und gerne noch etwas hinziehen:

    - TAD Princeton Reverb
    - Tone Hunter Clear Water
    - Captain Körg Buddy (hier finde ich auch die vielen Optionen, welche auf der Website angeboten werden reizvoll)

    Was mich nun noch interessieren würde, wäre wie es mit den genannten Amps denn im Vergleich zu einem Tone King (Imperial II oder Skyking) aussieht. Diese könnte ich recht problemlos über einen Laden in meiner Nähe beziehen und punkten unter anderem mit einem integrierten Attenuator und einem zugegebenermaßen recht eigenen Charme.

    Viele Grüße !
     
  7. matzefischmann

    matzefischmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #7
    Mein Tipp beim ersten Lesen: Dr Z! Unbedingt mal einen Blick riskieren. Allerdings gibt's diese Amps in Deutschland nur bei proguitar...
     
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  8. Steve S.

    Steve S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #8
    Hammer Amp mit zwei unterschiedlichen Clean Kanälen und die beste Pedalbasis, die ich je gehört habe. Aber wirklich crunch kann der nicht.
    --- Beiträge zusammengefasst, 12.06.19, Datum Originalbeitrag: 12.06.19 ---
    Dann unbedingt testen, kommste eh nicht drumrum...
     
  9. 68goldtop

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    Erstellt: 12.06.19   #9
    Hi!

    Mein Tip - jenseits der 1000,- €-Marke - ist eigentlich immer ein ALTER Fender-Amp ;)

    Klingen klasse, sind (nahezu) unkaputtbar - und sie halten ihren Wert :great:

    Bei neueren Amps finde ich persönlich auch so etwas wie Tone King, Swart etc. klasse.
    Das sind eben interessante eigene Kreationen - und nicht einfach nur Nachbauten von alten Modellen.


    cheers - C.
     
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  10. bemoll

    bemoll Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.19   #10
    Ich bin mit meinem Brunetti Singleman (35W) sehr zufrieden. Sozusagen mein amp fürs Leben ;-) Kann man in 3 Leistungen schalten und klingt immer - auch zuhause- gut.
    Gibts auch in der 16W Version. Ist vom Grundsound die Fender Richtung.
    ToneKing ist auch super, ein Kollege hat den grün-weißen, klingt phantastisch, ist aber eher nix fürs Heim, weil laut....und ist mittlerweile sehr gehobene Preisklasse.
     
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  11. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #11
    Wurde schon geschrieben. Alles handverdrahtet, wie eben in den 60ern und dadurch kommt man einfach an alle Bauteile ran-sollte mal was kaputt gehen. TAD ist echt ein guter Anlaufpunkt. Vor allem-wenn du die Möglichkeit hast-mach dort einen Termin für die Soundkabine zum testen (kostet nix). Die haben dort ohne Ende "alt" gebaute Amps stehen, wo du dich durchtesten kannst. Macht total Sinn bei einer solchen Anschaffung. Hab ich auch gemacht. Ich hatte sogar meinen damaligen Amp mit, um eben einen Vergleich zu hören. Super nette, kompetente Leute dort. Ob Apotheke, weiss ich nicht. Qualität kostet.
    Natürlich kannst du auch @68goldtop dort zu Rate ziehen-wenn einer hier von Fender/Princeton Ahnung hat, denke ich, dann er :-) Mein Amp wurde übrigens von Bernie Schröter (Schröteramps) aus Bayern zusammengebaut-sehr kompetenter und erfahrener Ampbauer. Er baut auch selbst tolle Amps, allerdings nochmal ne Stufe "teurer". Muss man selbst wissen. Alternativ hatte ich auch den Brunetti Singleman mit 16 watt im Kopf, der Fenderartig klingen soll-was mir wichtig war-und dafür noch preislich ok ist. Und er ist eben in den Watt-Zahlen runterregelbar, für Zu Hause mit Sicherheit ne gute Wahl.
     
  12. Deltablues

    Deltablues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #12
    Ich spiele einen Toneking Imperial 20th Anniversary, Combo 1x12", Handwired, 20W, 2 an Fender angelehnte Kanäle (Blackface und Tweed) und eingebauter Attenuator. Leider nicht mehr erhältlich, aber der Imperial MK2 erfüllt die selben Kriterien. Kostet aber ziemlich viel :nix:
     
  13. OldRocker

    OldRocker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #13
    Hallo,

    ...ich glaube ich kann mich nicht richtig an der Diskussion in Sachen fendereske Einkanaler und Co beteiligen-die sind nicht mein Ding und ich würde in so nem Fall nen Engl Ironball empfehlen...ist kein Witz-schonmal im Cleankanal den Gainregler aufgedreht? Das ist der Low Gain Crunchsound von dem viele Besitzer von Tweed Amps nur träumen können....

    Aber um was es mir prinzipiell hier geht: ich denke, dass der Begriff "Haltbarkeit" hier etwas falsch eingestuft wird.

    Du möchtest den Amp nur zuhause spielen....wie alt möchtest du werden? Die meisten guten Amps sind roadtauglich, "heavy duty" -ehrlich, wenn du geschrieben hättest, dass du wöchentlich damit 2 mal zur Bandprobe fährst und jedes WE 2 Gigs hast wo du ihn brauchst und er zudem 4 Tage die Woche voll aufgedreht in Studios schwitzen müsste, dann hätte ich die Frage nach der Haltbarkeit angebracht gesehen, denn das halten so einige Amps nicht lange durch.
    Aber dagegen ist das was du damit vorhast fast schon "museale" Aufbewahrung.

    Gruss,
    Bernie
     
  14. Clipfishcarsten

    Clipfishcarsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #14
    Wichtiger Punkt. 99% aller Fehler die ich bisher an Amps hatte sind in unmittelbarem Kontext zu Transport passiert - bis auf einen Verdrahtungsfehler bei nem Wohnzimmeramp von mir. Falls der Amp thermisch und elektrisch einwandfrei konstruiert wurde, läuft der in der Regel quasi unbegrenzt.

    Mechanischer und thermischer Stress an den Röhrenfassungen/Lötpunkten/Bauteilen/ ist das, was Fehler verursacht. Und das passiert bis auf Ausnahmen eig. immer nur im Live- oder Proberaum-Betrieb. Sonst würde ja Murphy's Law gar nicht korrekt funktionieren, dass die 6L6 immer dann ihren Abgang macht wenn man ohne Ersatzkolben am giggen ist :rofl:.
     
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  15. Marschjus

    Marschjus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #15
    Und wie das funktionieren kann, genau dann wenn man sich den Nachmittag freigeschaufelt hat um zu spielen, Frau und evtl. Kind auch außer Haus sind,Nachbarn im Urlaub und man endlich loslegen kann geht was kaputt.
    Auf Murphy ist immer verlass....:opa:
     
  16. Rotor

    Rotor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #16
    Ich weiss nicht genau, welche Kolben ich im Princeton habe, aber ich hab keine Ersatzröhren dabei. Von daher, ich hoffe mal es hält immer alles :-) Dafür spiele ich aber auch wenig Gigs....
    Wo man eben mal Pesch haben kann, ist mit den Re-Issues. Sie zicken gerne mal, weil doch eher an Bauteilen gespart wird. Zumindest hatte Bernie Schröter davon schon einige aufm Tisch...Und da ist es eben "Platinenarbeit". Ich kenne micht nicht damit aus, will ich auch gar nicht glaube ich :-) Ich glaube, selbst die Vorstufenröhren könnte ich nicht mal schnell so wechseln. Hab ich bisher noch nie gemacht.
     
  17. benn9411

    benn9411 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #17

    Ein durchaus berechtigter Einwand und im Musiker-Alltag auch vollkommen korrekt.
    Ich befinde mich nun noch vor der meinem 30. Geburtstag, und ich möchte ehrlich gesagt möglichst lange an meinen Sachen haben.

    Bei Gitarren bin ich ähnlich eingestellt, kein Modeling, kein Piezo, keine aktiven Elektroniken, Platinen oder sonstigen Kram. Ich möchte meine Gitarren (und vielleicht auch diesen zukünftigen Amp) mal an meine Kinder weitergeben können.

    Ebenso bin ich dank vieler leidvoller Erfahrungen in verschiedenen Bereichen (gerade moderne Elektronik- und Multimediageräte) mittlerweile geheilt von dem, was viele Hersteller als Service, Haltbarkeit und Verarbeitung anpreisen.
    Ich möchte nicht einen beliebigen Amp kaufen und mein Leben lang dann auf den Gutwillen des Herstellers angewiesen sein. Repariert er mir das Teil mal auf Gewährleistung / Garantie ? Gibt es in fünf Jahren überhaupt noch die Platine oder Ersatzteile ? Muss ich das Teil jedesmal um den halben Globus versenden mit mehreren Monaten Wartezeit, wenn denn etwas dran ist ?


    Ich weis, das klingt sehr polemisch, jedoch hat sich für mich das Bild herauskristallisiert, wenn ich investiere, dann richtig. In etwas, mit dem ich lange Spaß habe, das mir möglichst wenig Sorgen bereitet und problemlos funktioniert über einen möglichst langen Zeitraum hinweg. Wenn man das Ganze dann im Ernstfall auch innerhalb von ein oder zwei Wochen repariert bekommt vom Techniker um die Ecke, umso besser. Da darf es auch gerne mal ein bisschen mehr kosten :)


    Der Tone King Imperial II steht auf jeden Fall auf meiner Liste recht weit oben !

    Da es mir nicht eilt, macht es auch nichts, wenn das Thema ein bisschen abdriftet und auch über Sinn und Unsinn des Ganzen diskutiert wird.


    Grüße !
     
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  18. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.19   #18
    Ich bin ja grosser Freund von "keep it simple", und verfolge auch daher mit Begeisterung den "Truth About Vintage Amps" Podcast mit dem Alte-Amps-Guru Skip Simmons.
    Hab' es mit einem lustigen Beitrag sogar an den Anfang der letzten Folge gebracht (https://www.fretboardjournal.com/podcasts/the-truth-about-vintage-amps-ep-13/)

    Abgesehen davon, dass viele dieser alten/klassischen Amps nur in geringen Stückzahlen in Europa sind, so bleibt doch eine Botschaft konstant: Wenig Bauteile und ein simpler Aufbau sind unheimlich hilfreich was die Langfristigkeit angeht. Bei Skip sind alle Amps mit geätzten Platinen verpönt, weil nur Point-to-Point langfristige Wartbarkeit sicherstellt. Bauteile sind erreichbar, in vernünftigen Abmessungen (dicke Teile, keine Mini-Widerstände). Röhren gibt's noch ne ganze Menge, von teuren NOS bis hin zu der aktuellen Produktion der Werke in Osteuropa/Russland und China. Widerstände, Kondensatoren, und Elkos wird's auch "immer" geben. Skip kann alles an altem Zeuchs wieder zum Laufen bringen, aber nimmt moderne Mehrkanaler erst gar nicht an. Er will's ganz altmodisch, ohne Halbleiter irgendwo (vielleicht abgesehen von einem Dioden-Gleichrichter anstatt Gleichrichter-Röhre).

    Das ist jetzt vielleicht ein Extrem-Beispiel, aber für mich da ist schon was "dran". Einen alten Fender Champ kann sogar ich mit meinen ganz ganz rudimentären Elektrik-Kenntnissen noch halbwegs verstehen, und wer sich ein bisschen besser auskennt für den ist das ein Kinderspiel. Service-Informationen gibt's massenhaft, seit den 1950er Jahren, sind nur ein paar Handvoll Bauteile drin, das hält potenziell "ewig" bzw. ist "immer" reparierbar, und das Wissen dazu gibt's nicht nur in irgendwelchen Köpfen, sondern in altmodischen Büchern und Schaltplänen. Und nicht ohne Grund sind diese alten Teile absolute Klassiker. Gut, ich mag's halt auch fendrig, aber das gilt halt ähnlich für den Plexi oder AC30, je nach Sound-Wunsch.

    Wenn ich mir nen Amp kaufen wollte, würde ich entweder nach einem mittelalten Fender Ausschau halten, also "Vintage Original" im guten Zustand (ein Princeton Reverb hat alles an Board, was ich so an Effekten brauche, Overdrive davor für alle Fälle und gut is'... aber da wäre ich flexibel), oder mir einen der Klone kaufen / bauen, hier im Zweifel lieber TAD und co. als irgendein teures (aber billig gemachtes) "Reissue". Ich würde bei sonstigen "Boutique" Amps drauf achten, dass sie nicht irgendwelche total abwegigen Bauteile drin haben (z.B. Röhren die heute nicht mehr nachproduziert sind), und dass da nix total "geheim" ist (wer serviced einen Dumble mit eingegossenem Schaltkreis wo nur Dumble weiß was drin ist).

    Gibt hier kein "richtig und falsch" ... aber das sind so meine Gedanken dazu.
     
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  19. RayBeeger

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    Erstellt: 13.06.19   #19
    Aus meiner Sicht gibt es nur eine Antwort:

    Kaufe Dir einen Mesa Boogie Lonestar Classic!

    Für Deine Ansprüche gibt es kaum eine bessere Lösung, denn er vereint den Wunschklang, die Verarbeitung und den Service (Meinl).

    Der Headroom ist sensationell. Du hast einen 100\50\10 Watt Mode in beiden Kanälen. Den ersten Kanal kann man bis ins Break Up treiben, bleibt jedoch, weil so angelegt glasklar oder warm clean. Du hast die Wahl den Amp im Tweed Mode zu fahren, Röhren- oder Dioden-Gleichrichtung zu fahren und wahrscheinlich einen der besten Röhrenhalls der Welt an Bord.

    Das klingt nicht nur nach Superlativen und Andy Timmons ist ein recht bekannter User.

    Der Amp ist sehr, sehr zuverlässig und wie ein Panzer gebaut. Er klingt auch leise, mit reduziertem Mastervolumen, hat einen zusätzlich einstellbaren und per Fußschalter abrufbaren Solo Boost.

    Warum schreibe ich das so? Ich spiele meinen Lonestar Classic schon sehr lange, ca. 10 Jahre. Ich habe in der Zeit nur zwei Mal die Endstufenröhren (6L6) gewechselt (das kann man ganz leicht selbst machen, denn er hat einen festen BIAS Mode). Man kann ihn auch mit EL34 bestücken, dafür gibt es einen Schalter auf der Rückseite.

    Der Amp benötigt etwas Einarbeitung, weil die Klangregelung die jeweiligen Frequenzen separat boostet und der Umgang mit dem zweiten Kanal ist auch nicht ohne (Drive-Regler plus Gain in Kombination), aber all das lohnt sich, lohnt sich, lohnt sich für einen Amp, den man nie, nie wieder hergeben wird bevor man das zeitliche segnet!

    Ich fahre den Amp zu 90% im ersten Kanal und habe noch einen Kompressor, ein Wampler Plexi Deluxe (mit zusätzlichem Mid Boost), ein Wampler Tweed '57 und ein TC Tremolo davor. Der Amp kommt mit Pedalen sehr gut zurecht! Dahinter ein Delay und fertig!

    So, das ist meine Sicht!

    Der Amp als 2x12" Combo war teuer, ist schwer und hat entsprechende Ausmaße, aber er ist sicherlich einer der besten Amps, wenn man kein Gainmonster will.

    Ich höre jetzt auf...

    Ray
     
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    Erstellt: 13.06.19   #20
    Hi!

    Haha - ja, dazu fällt mir noch etwas ein ;)
    Du bist noch nicht ganz 30, aber du machst dir Gedanken über einen Amp den du 20-30 Jahre verwenden willst?
    Was sind denn das für tod-langweilige Zukunfts-Aussichten?
    Ich will doch schwer hoffen, dass du in den nächsten 20-30 Jahren noch MINDESTENS 20-30 Amps findest, die dir neu/anders/immer wieder Spaß machen werden :great:

    cheers - 68.
     
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