construction of the electric guitar

von Lasse Lammert, 07.07.05.

  1. Lasse Lammert

    Lasse Lammert HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 07.07.05   #1
    ich habe mal einen artikel für ein amerikanisches music college geschrieben, über verschiedene konstruktionsmerkmale von el gitarren und deren auswirkungen auf den sound.

    natürlich ist er nicht vollständig oder geht zu extrem in die tiefe (dafür gibt's ganze bücher), da aber häufig fragen gestellt werden wie: was ist der vorteil von neck-thru, wie klingt erle etc dachtig, dass er einigen leuten (vor allem denen, die noch nicht zu tief in die materie eingetaucht sind) weiterhelfen könnte.

    sollte ein mod der meinung sein er wäre z.b. bei workshops oder so besser aufgehoben , so möge er ihn verschieben oder pinnen oder wasweißich ;)

    es handelt sich um die unkorrigierte rohversion, hat also noch ein paar rechtschreibfehler drin.

    construction of the electric guitar


    bei fragen die näher ins detail gehen: feel free to ask.

    ansonsten viel spass damit
     
  2. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 07.07.05   #2
    Hi!

    Ich habe Dein Dokument gerade mal überflogen. Da sind eine ganze Menge Sachen enthalten, die ich so nicht stehen lassen würde.

    Zum Beispiel würde mich interessieren, warum die Mensur Einfluß auf den Klang nimmt? Nach Deine Ausführungen müßte gelten: Je länger, desto brillanter.

    Ulf
     
  3. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 07.07.05   #3
    im prinzip ja, vergleich doch mal lange mensur und kurze mensur klanglich (natürlich in der gleichen stimmung).
    heisst natürlich nicht, dass eine längere mensur "höher" klingt!!!
    das ansprechverhalten und die obertonentwicklung wird lediglich beeinflusst, die gitarre klingt mit längerer mensur "knackiger", der attack kommt schneller.
    da die sich am "schnellsten" entwickelnden töne in der regel die höheren sind wirkt der klang aufgrund des schnelleren attacks brillianter.
    wobei ich hier ungern den begriff "brillianz" verwenden würde, da er nicht wirklich korrekt ist, besser wäre "transience".

    wobei die brillianz nicht das primäre attribut/eigenschaft der längeren mensur ist, sondern wie gesagt ein nebeneffekt des eigentlich entscheidenden, dem attack!--transience

    die länge der mensur bestimmt die spannung der saite (bei gleicher stärke), dadurch wird in nicht unerheblichem maße die steifigkeit an den enden der saite (sattel, steg) beeinflusst.
    wie die meisten wohl wissen schwingt die gitarrensaite nicht "optimal", da an den auflagepunkten die steifheit (gibt's das wort[​IMG] ) dafür sorgt, dass die saite nicht unmittelbar am auflagepunkt frei ausschwingen kann (daher die einstellung bei der oktavreinheit, immer etwas länger als der mathematisch errechnete wert, je dicker die saite, desto länger der "nicht optimal schwingende" teil der seite, und desto weiter nach hinten wird der sattel (das böckchen) gestellt).

    dieses schwingungsverhalten beieinflusst aber direkt die entfaltung/entwicklung/entstehung der obertöne.

    also: längere mensur (bei gleicher stimmung und saitenstärke)--> anderes schwingungsverhalten--> leicht unterschiedliche obertonentwicklung---> anderer klang.

    die längere mensur einer fender fördert den knackigen twang, wobei eine kürzere mensur etwas "mellow" klingt.

    ich habe hier 2 identische gitarren (holz, pu etc) aber eine mit 24,75 und eine mit 25,5" scale, vielleicht schaff ich das demnächst mal einen direkten vergleich (clean ins pult) aufzunehmen und zu posten.


    beste grüße
     
  4. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 07.07.05   #4
    ok, war jetzt etwas wirr ausgedrückt;)
    zusammengefasst:

    der attack kommt schneller, dadurch kommen die transienten etwas besser durch, und der ton steht schneller, wirkt "knackiger"/"definierter"
     
  5. pharos

    pharos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.05   #5
    Hi, ich habe mir mal erlaubt deine Eröterung als PDF auf meinen webspace zu stellen (da ich weder word noch rapidshare leiden kann):

    Guitar construction

    wenn dir das nicht recht ist, sag bescheid, dann lösche ich es wieder!!


    Ich muss mich allerdings dem bösen Onkel anschliessen, dass da ein paar Halbwahrheiten drin sind, während ich die Argumentation mit der Mensur für Absolut realistisch halte (hast du auch vernünftig erklärt), finde ich die Abhandlung zu Hölzern zu spezifisch (jedes Brett ist anders, und Dicke etc. macht auch sehr viel aus!), und die Unterschiede zwischen set und neck-through übertrieben, und auch nicht gut Begründet. Hast du Quellen dazu, oder ist das alles deine eigene Erfahrung?
     
  6. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 07.07.05   #6
    +

    ok, geht klar, danke


    naja, geht halt nicht soo sehr in die tiefe, natürlich ist jedes brett anders, je nach wachstum etc, soll auch nur eine allgemeine richtung angeben, handelt sich natürlich nicht um absolutwerte!!!

    basiert sowohl auf erfahrungen als guitartech, als auch auf büchern und anderen quellen.
    wurde von mehreren techs kontrollgelesen, sind also keine unwahrheiten oder falsche sachen etc drin, habe lediglich etwas an einigen begründungen gespart, da der artikel für den unterricht für eine productionklasse verwendet wurde, die interessieren sich nicht soo für die details, sondern wollen nur grob wissen "was klingt wie" ;)
     
  7. pharos

    pharos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.05   #7
    OK, du hast denke ich mehr Ahnung von der Sache als ich, ich will dir auch nicht ans Bein pissen. Ich erinnere mich nur an einen Artikel von talking hands http://www.justchords.com/reality/walterkraushaar/tonholz.html, da ist mir das zitat in den Ohren geblieben Ahorn klingt brilliant, Mahagonie eher fett, ist wie Weisswein ist trocken, Rotwein ist lieblich :-)

    Ich werde die File nicht fuer immer auf dem Webspace lassen können, da er von der Arbeit ist, aber so ist es für die Forennutzer etwas komfortabler ihn zu lesen.
     
  8. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 08.07.05   #8
    hast recht, kann man auch nicht veralgemeinern, gibt halt nur die richtung an.
    jedes holz hat seine eigenen reso freq. etc, die nicht nur von sorte zu sorte variieren, sondern natürlich auch von stück zu stück.

    ich würd's eher vergleichen mit:" rind ist kräftig im geschmack, geflügel eher mild", natürlich kann man auch mal ein labbriges stück rind erwischen, und strauss (obwohl geflügel) ist sehr kräftig im geschmack.
    aber im schnitt zeigt's halt die richtung.

    ich liebe solche vergleiche ;);)
     
  9. pharos

    pharos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.05   #9
    Jetzt habe ich mir deine Erörterung mal in gänze durchgelesen, ich will die Soundbeispiele haben!! :-)

    Ein paar Fragen habe ich aber dazu, wenn es dir nichts ausmacht: Kannst du mit wenigen Worten erklären, woher die Soundunterschiede zwischen Neck-Through und Bold-On kommen? Oder ist das nur deine Erfahrung?

    Wie gross ist der Sustain-Unterschied zwischen Fixed Bridge und Floyd Rose? Wuerde es sich lohnen wenn ich bei meiner NeckThrough das Floyd rausschmeisse und eine Feste Bruecke reinhaue, wenn ich das Tremolo eh nicht benutze?

    Wuerde - rein hypothtisch - eine Paula mit Singlecoils immer noch fetter klingen als eine Strat mit Humbuckern?
     
  10. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 08.07.05   #10
    muss mal schauen, ob ich die noch finde

    die größere kontaktfläche und festere verbindung zum korpus bei der neck-thru sorgt für eine bessere schwingungsübertragung und weniger energieverlusst, deshalb längeres sustain (es gibt natürlich auch bolt-on git mit killersustain und andersrum, da ja immer mehrere faktoren wichtig sind, also auch hier wieder nur richtlinie).
    als vergleich:
    stell dir 2 benachbarte räume räume vor (der eine repräsentiert den hals, der andere den body), wenn jetzt einer zum schwingen angeregt wird (stereoanlage) werden die schwingungen auf den anderen übertragen.
    analog zum schraubhals nimm mal an, dass es nur wenige verbindungspunkte zwischen den räumen gibt (z.b. fenster mit 2 scheiben und luft dazwischen), dann wird natürlch wesentlich weniger energie übertragen (mehr absorbiert) als wenn ein stahlträger duch beide räume geht (neck-thru).



    da aber diese extrem stabile system der neck-thru natürlich träger ist, als bei bolt-on-hals spricht es nicht ganz so schnell an und der attack ist langsamer, was natürlich auch wieder die transienten beeinflusst.

    ob sich das klanglich lohnen würde musst du selber wissen, da die systeme ja unterschiedlich klingen, sustainmäßig würde das eine menge ausmachen, da ein floyd sehr viele bewegliche teile hat, die auch alle mitschwingen und so natürlich einen erheblichen anteil der schwingungsenergie absorbieren.

    wenn du das fr nicht benutzt würde sich das allemal lohnen, allein schon, weil der klang definierter wird (wenn du eine saite anschlägst erhöhst zu kurzfristig die spannung, dadurch kommt das fr etwas nach oben (minimal und kurz) und kehrt dann wieder zurück (schwingt kurz um den ruhepunkt), dadurch wird der ton etwas "wabbeliger" und der anschlag ist nicht so klar definiert).

    um etwas schreibarbei zu sparen hier mal etwas, was siggi braun dazu sagt:
    "
    [font=Tahoma, sans-serif]Tremolos (korrekt müßten sie ja Vibratos heißen...) haben einen deutlichen Einfluß auf den Klang. Der Klang verliert ca. 10% Attack und vor allem an Tondefinition, weil das System bei jedem Anschlag immer mitschwingt und den Ton so etwas „verunreinigt und „zerflattert“ Das gilt es zu berücksichtigen. Außerdem ist der Saitenwechsel bei Locking-Systemen viel aufwändiger als bei festen Stegen. Siggi Braun`s Devise: „Entweder man braucht so ein Tremolosystem wirklich, d.h. man verwendet es ständig in seinem Spiel und dann soll man es auch mitbestellen. Oder man braucht es gar nicht wirklich und dann ist es auf jeden Fall besser, es wegzulassen und eine feste Brücke zu bestellen.“ Die besten Tremolosysteme bietet Schaller. Hierfür bietet Siggi Braun exklusiv die Möglichkeit an, alle Schrauben in poliertem Edelstahl zu bekommen. So ist z.B. Korrosion an den Schrauben ein Begriff aus der Vergangenheit.[/font]




    • [font=Tahoma, sans-serif]Schaller Floyd Rose 2: Gutes Sustain, gute Ansprache, bester Floyd Rose-Sound durch Stahlgrundplatte.[/font]
    • [font=Tahoma, sans-serif]Schaller Lo Pofile: Beste Handhabung durch heruntergesetzte Feinstimmer, durch Zinkdruckgußplatte leichte Einbußen in der Dynamik."[/font]
    das kann man nicht pauschal beantworten, da sich zu viele faktoren alle gegenseitig beeinflussen, ausserdem kommt das auf deine definition von "fett" an:)


    achtung:: auch hier gilt wieder : es handelt sich nur um guidelines/richtlinien!!
     
  11. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 14.08.05   #11
    ich glaub der artikel hätte in der FAQ/workshop-ecke mehr sinn gemacht
     
  12. edeltoaster

    edeltoaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.05   #12
    hey,die tabelle mit den tonhölzern kenn ich doch ;) sehr nett gemacht,das mit der mensur ist auch nur richtig:man denke an klang von les paul und strat,und das macht auch ned nur das holz
     
  13. pharos

    pharos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.05   #13
    Ja, vielleicht kann ein Mod das verschieben?
     
  14. Lasse Lammert

    Lasse Lammert Threadersteller HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 17.08.05   #14
    klar, die ist ja auch von ESP geklaut :)
     
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