Creiklänge der Kirchentonarten Bilden - Hilfe!

von GarfieldOdie, 30.04.08.

  1. GarfieldOdie

    GarfieldOdie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.08   #1
    Hallo,
    die Dreiklänge der Dur Tonleiter zu bilden stellt für mich keine Schwierigkeit dar. Am Bsp.: Dur-Dreiklang und Moll-Dreiklang, C-Dur:

    große Terz: c-e
    +
    kleine Terz: e-g
    = c-e-g

    kleine Terz: c-es
    +
    große Terz: es-c
    =c-es-g

    In ionisch Dur komm ich auch mit verschiedenen Tonarten wie z.b. es-Dur oder so zurecht.
    Wenn ich dass dann aber auf die anderen Kirchentonarten übertragen will, funktionniert mein schema nicht mehr. Bzw. krieg ichs nicht mehr so hin, weil ich wetten könnt, dass zum Beispiel für Es-lydisch ein anderer Dreiklang wie bei Es-Ionisch (Dur) nötig ist.

    Kann mir jemand Anhand meines Beispiels leihenhaft erklären wo mein Denkfehler bei der ganzen Sache ist?

    Danke schonmal im Vorraus :great:
    GarfieldOdie
     
  2. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.04.08   #2
    Hallo!

    Ein Durakkord ist ein Durakkord ist ein Durakkord.
    Wie man ihn konstruiert, weisst Du.
    Er wird immer so konstruiert, egal welche Skala Du hast.

    Eine andere Frage ist, ob die Töne dieses konstruierten Akkordes zu Deiner Skala gehören, d.h., ob es sich um einen Stufenakkord handelt.

    Beispiel:
    C lydisch (C D E Fis G A H C)
    C-Dur-Akkord: C E G => liegt auf Skala => Stufenakkord
    D-Moll: D F A => liegt nicht auf Skala => D-Moll ist kein Stufenakkord von C lydisch.
    D-Dur: D Fis A => ist ein Stufenakkord, da die Töne Bestandteil der Skala sind.

    Klar!?

    Grüße
    Roland
     
  3. GarfieldOdie

    GarfieldOdie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.08   #3
    Also kann man sagen, dass es nur so viele Dur Dreiklänge gibt, wie es noten auf der Tonleiter gibt. Und diese kann man dann unabhängig von der Tonart, welche man gerade hat, verwenden. Bei C-Lydisch wäre das dann: c-dur,di-dur, fis-dur, g-dur, a-dur und h-dur.
    Also gibt es insgesamt , wenn ich von den 6 gängigen Dreiklangarten ausgehe nur 66 verschiedene Dreiklänge.

    Gut.
     
  4. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.04.08   #4
    Insgesamt gibt es 12 verschiedene Durdreiklänge (ohne Umkehrung und Erweiterungen):
    C-Dur, Cis-Dur D-Dur .... B-Dur, H-Dur

    Das ist ein *ganz* anderer Punkt. Wenn Du ein Stück in D-Dur hast, dann besteht der A-Dur-Akkord aus dem Tonmaterial dieser Skala.

    Bei C-Dur nicht, da Cis nicht Bestandteil von C-Dur ist.

    Du schmeisst "Das ist ein Durakkord" und "Der Durakkord passt zur Skala" durcheinander.
    Ein Durakkord ist ein Durakkord (Grundton, grosse Terz zum Grundton, Quinte zum Grundton)
    Eine Skala ist eine definierte Abfolge von Tönen.


    Die *Stufenakkorde* von C-Lydisch (selbes Tonamaterial wie G-Dur):
    C (C-Dur)
    D (D-Dur)
    Em (E-Moll)
    F#mb5 (Fis-Moll mit verminderter Quinte)
    G (G-Dur)
    A (A-Dur)
    Hm (H-Moll)

    Was sind die 6 gängigen Dreiklangarten?
    Als *Stufenakkorde* (ohne Umkehrungen) der Kirchentonleitern kommen nur
    Durakkord (I., IV. und V. Stufe bei Dur)
    Mollakkord (II., III. und VI. Stufe bei Dur)
    Mollakkord mit verminder Quinte (VII. Stufe bei Dur)
    in Betracht.

    Macht 3 * 12 = 36.


    Grüße
    Roland
     
  5. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 01.05.08   #5
    Gie Dreiklänge für eine Kirchentonart (nehmen wir einfach mal Eb-Lydisch) kann man sich z.B. folgendermaßen herleiten:
    - Zuerst die Tonleiter notieren, also Eb F G A Bb C D Eb.
    - Den Dreiklang auf der ersten Stufe erhält man, indem man den 1., 3. und 5. Ton (Prime, Terz und Quinte; das woraus ein Dreiklang zusammengesetzt ist) nimmt, in diesem Fall also Eb G Bb = Eb-Dur.
    - Für die anderen Stufen macht man im Prinzip das gleiche, nur dass man von einem anderen Grundton ausgeht. Geht man von der IV. Stufe aus, so ist der 1. Ton (Prime) das A, der 3. (Terz) das C, und der 5. (Quinte) das Eb; es ergibt sich A C Eb, also Amb5.

    Du kannst es dir auch folgendermaßen vorstellen:
    Für C-Dur erhält man die Dreiklänge C Dm Em F G Am Bm7b5 C. Für F-Lydisch fängst du einfach beim F an, nimmst aber die gleichen Dreiklänge, da das Tonmaterial gleich ist: F G Am Bm7b5 C Dm Em F. Das ganze kann man generell auf Lydisch übertragen: I II IIIm IVmb5 V VIm VIIm. Funktioniert natürlich auch mit anderen Kirchentonleitern. ;)
     
  6. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.08   #6
    Änderungen an den Akkorden merkst du erst, wenn du mehr als drei Töne eines Akkordes übereinanderschichtest. Probiere das mal selbst aus, dann begreifst du das ganz schnell.

    Und Achtung: Was echte Kirchentonarten betrifft, so entsprechen die nicht einfach den Modi der modernen Skalentheorie! Die Kirchentonarten haben eine andere Wirkung und werden anders harmonisiert (wenn überhaupt...!).

    Die moderne Skalentheorie hat sich diese Begriffe aus der alten Theorie geborgt und erweitert, z.B. "lokrisch".
     
  7. bassoo

    bassoo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.08   #7
    Die Dreiklänge von Es-lydisch und Es-Ionisch unterscheiden sich nicht, sondern sind identisch. Sie setzen sich nämlich aus den Tönen der 1., 3. und 5. Stufe der jeweiligen Tonleiter zusammen, und diese sind zwischen lydisch und Ionisch identisch. Der Unterschied zwischen Lydisch und Ionisch liegt im 4. Ton, der im Dreiklang nicht vorkommt. (Ab bei Eb-Ionisch, und A bei Eb-Lydisch)
     
  8. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.08   #8
    Von Es-mixolydisch auch nicht.
     
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