Upper Structure chords Bestimmen

von stringskipper, 20.06.07.

  1. stringskipper

    stringskipper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #1
    Hallo Leute,

    bin grade dabei upper structure chords zu lernen, aber einiges ist mir unklar..
    z.B in der C dur tonart ist ja der stufenakkord Em7/b9/11/b13. Das heisst ein Em7 ist ja laut upper structure formel(dur dreiklang auf der terz aufbauen) ein G dur mit E im bass. Das ist mir klar. Aber wie mache ich denn weiter, also ich möchte jetzt ne Emb9 das wäre ein verminderter dreiklang h-d-f mit E im bass? Da gibts auch ne formel für m9 chords, "moll dreiklang auf der quinte aufbauen" h-d-f is ja aber ein verminderter dreiklang!!?? wenn ich ja von e ausgehe im C dur..hmm, wäre klasse wenn mir jemand helfen könnte :)
    mfg Oli
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 20.06.07   #2
    Upper Structure bezeichnet im allgemeinen Akkorde, deren obere Struktur überwiegend aus Tensions zusammengesetzt ist. Die obere Struktur bildet dabei ein Dreiklang, der nicht dem Akkordsymbol entspricht.

    Dein Em7 enthält nur den Grundvierklang. Ich würde ihn nicht als Upper Structure bezeichnen.

    Em7 in C-Dur ist phrygisch. Die b9 und b13 sind hier nicht als Tension einsetzbar, da sie avoid-Noten sind. Und nur mit der 11 läßt sich keine Upper Structure bilden.

    Am häufigsten setzt man Upper-Structures beim Dominant-Septakkord ein. Durch die vielen möglichen Tensions und Alterationen ergeben sich auch viele mögliche Upper Structures.

    Gruß
     
  3. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.06.07   #3
    Bin mir auch nicht mehr ganz sicher, also daher bitte Widerspruch, falls es nicht stimmen sollte.
    Im Jazz-Piano-Buch von Levine steht folgende Definition von "Upper Structure":
    "Ein Dreiklang über einem Tritonus..."

    Beispiel für Klavier:
    Im Bassschlüssel A/Es(Tritonus), darüber im Violinschlüssel der G-Dur-Dreiklang (g-h-d), das Ganze ist dann als Voicing F7#11 zu sehen.
    Ist das so richtig?
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 20.06.07   #4
    Hier ist noch die Erklärung von Frank Sikora. Diese Erklärung ist etwas allgemeiner gehalten als die im Jazz-Piano-Buch von Levine, und sie beschränkt sich nicht auf Dominant-Septakkorde:
    Hier wird auch gleich deutlich, wie man diese Akkorde konstruieren kann. Man bildet mit dem Skalenmaterial eines Akkordes alle möglichen Dreiklänge. Damit ein Dreiklang als Upper Struktur wahrgenommen werden kann, muß er sich vom Grundklang unterscheiden. Das heißt, der Dreiklang muß mindestens eine Tension enthalten. Außerdem darf er keine Avoide-Note enthalten.


    Gruß
     
  5. roofonfire

    roofonfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #5
    Moin,

    ich würde auch noch gerne eine Frage in die Runde stellen: Wann wendet man upper structures eigentlich an, also, braucht man zB andere Instrumente (als dasjenige welches u-s spielt), von denen die Akkordgrundtöne (wenigstens guidetones) gespielt werden, damit die upper structures noch als "upper" erkannt werden? Wann kann man das am besten machen?

    Grüße
     
  6. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 21.06.07   #6
    Upper Structure Voicings verwendet man, wenn man diesen Sound haben will. ;)
    Z.B. wenn einem einfache Voicings zu langweilig klingen.

    Es ist richtig. Die Upper Structure klingt über einen Grundklang. Ohne diesen wird die Upper Structure nicht als solche erkannt.

    Am Piano teilt man das Voicing einfach auf beide Hände auf. Linke Hand Guide-Töne - rechte Hand Upper Structure. Man kann es genauso gut auch auf zwei verschiedene Instrumente (z.B. Gitarren) oder Instrumentengruppen (Big Band) aufteilen.

    Gruß
     
  7. roofonfire

    roofonfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #7
    ok, thx.
     
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