Verständnisfrage Kirchentonleitern;Impro

von booooobby05, 22.10.06.

  1. booooobby05

    booooobby05 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.06   #1
    Also ich hab eine "kleine" Verständnisfrage zum Thema Modi: Ich fang am besten mal mit einem Beispiel an.

    Ich hab in dem ersten Takt ein C-Dur Dreiklang und im 2. Takt ein G-Dur Dreiklang.

    1,9,3,5,13
    Nun kann ich ja mit der Pentatonik über C-Dur die Töne: c,d,e,g,a und über den G-Dur

    1,9,3,5,13
    g,a,b,d,e spielen.Das wär ja dann streng pentatonisch oder?Hier hab ich ja erstmal kein problem weil die Töne ja alle die selben sind egal ob ich im Tonika,Dominanten oder Subdominanten Bereich bin.


    So jetzt zu meinem Problem wenn ich nämlich über diese akkordfolge ionisch spielen will dann kann ich ja zum beispiel über C-Dur die Töne c-g-b-c spielen....und dann wenn ich das selbe,also in gleichen intervall abständen über G-Dur spielen will dann kommt da ja raus : g,d,fis,g ..... Das fis passt ja nicht in C-Dur das ganze Stück soll aber in C-Dur stehen...und nicht in G-Dur. Also sollte man in solchen Fällen das fis bei G-Dur und das bes bei F-Dur eher weglassen wenn man darauf aus ist die melodie in C-ionisch zu halten? ... und die beiden Töne nur gelegentlich einsetzten wenn man mehr farbe ins spiel bringen will?

    Noch eine kleine frage:o:
    Wenn ich über C-dur z.B c-e-c-g spiele und über G-Dur nocheinmal c-e-c-g ...dann klingt die melodie über C-dur c-ionisch und über G-dur eher c-lydisch oder?

    Ich hoffe ihr habt meine problemchen verstanden, wenn nicht dann fragt einfach nochmal nach. Vielen Dank schon mal für eure Beiträge.:)

    MFG booooobby05


     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 23.10.06   #2
    Hallo booooobby05,

    ich weiß zwar nicht, ob ich dein Problem verstanden habe, aber ich versuchs trotzdem.
    Du kannst auch über alle drei Akkorde (C,F,G) die C-Dur-Tonleiter spielen und brauchst dabei an überhaupt keinem Modus denken, obwohl du genaugenommen über jedem Akkord ein anderen Modus spielst. (C-ion., F-Lyd., G-mixo.) Ich wollte es nur noch mal erwähnen. (Wenn man über komplexere Akkordfolgen improvisiert, ist es aber schon einfacher, wenn man die Modi kennt.)

    In der Regel steht ein Musikstück in einer Tonart, wie du auch geschrieben hast. In C-Dur würde man über dem G-Dur-Akkord ein f spielen und über den F-Dur-Akkord ein h, weil diese Töne aus der C-Dur-Tonleiter stammen. Ausnahme: wenn F durch ein C7 vorbereitet wurde, klingt das b oft besser als das h. Aber dann würdest du auch schon über dem C7 ein b spielen.


    Wenn du über C-Dur die Dreiklangstöne von C-Dur spielst, wird kein Modus irgendwie bestätigt. Nur weil du C-Dur als Bezugssystem festgelegt hast, empfindest du ionisch.
    Wenn du die selbe "C-Dur-Dreiklangsmelodie" über G-Dur spielst, bist du in G-Mixolydisch. Das Ganze klingt wegen dem Melodieton c etwas dissonant. Der Ton c paßt nicht so gut über G-Dur sondern eher über Gsus4.

    Gute Nacht :) ist schon spät
     
  3. booooobby05

    booooobby05 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #3
    Das mein ich ja ich will ja nur im ionischen modus bleiben und nicht immer so ein "unkontrolliertes" hinundhergespringe.

    Wieso ist das denn dann G-mixo ? wenn ich c über einen G-dur spiel ist das doch lydisch oda?

    Also eig. hast du mein problem schon verstanden...nur ich will halt ein bisschen kontrollierter spielen und nicht z.B über die C-Stufenakkorde die ganzen irgendwelche rausgepickten töne von der C-Dur Tonleiter spielen, sonder eher absichtlich verschiedene modi einbringen.Verstehst was ich mein?:)

    Hast recht 2 uhr ist verdammt spät:rolleyes:Frei gehabt? oda Dauerfrei? xD

    MFG booooobby05
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 25.10.06   #4
    hallo booooobby05

    Wenn du G-Dur spielst, ist der Grundton G. Das Tonmaterial, das du über G-Dur verwendest, stammt von C-Dur (=C-ionisch). Jetzt baust du aus den C-Dur-Tönen eine Tonleiter von G bis G und erhältst die Skala für den G-Dur-Akkord, G-Mixolydisch.

    G-Mixolydisch ist aber nicht die einzige Möglichkeit, über G-Dur zu spielen, sondern nur die stimmigste (das Klischee), da sich das Tonmaterial nicht von C-Ionisch unterscheidet.


    Irgendwie wiedersprichst du dir da, wenn du im "ionischen modus" bleiben willst, und dann "absichtlich verschiedene modi" einbringen willst.

    Ich würde mich erst mal mit Zwischendominanten befassen. Zwischendominanten bringen Abwechslung und zusätzliche Spannung, da jede Zwischendominante tonartfremde Töne enthält. Und genau dann brauchst du auch neue Skalen (Modi), die zum jeweiligen Akkord und zur Tonart passen.

    Tschüß MaBa
     
  5. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 25.10.06   #5
    hallo booooobby05,

    Vielleicht hatte ich dich doch nicht richtig verstanden.

    Meine Antworten oben beziehen sich alle auf die Tonart C-Dur. Wenn deine Melodie in der Tonart C-Dur über den C-Dur-Akkord bzw. G-Dur Akkord gespielt wird.

    Wenn du aber mit C-Dur und G-Dur nicht die Akkorde sondern zwei verschiedene Tonarten meinst, ist das richtig, was du schreibst. Spielst du in der Tonart G-Dur über ein C-Dur-Akkord eine Melodie, so ist der passende Modus c-Lydisch. (c-lyd. enthält das f#)
     
  6. booooobby05

    booooobby05 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #6
    Ja genau so meint ich das :)

    Aba moment ich glaub ich hab das jetzt verstanden:eek:

    also sagen wir an ein stück steht in G-dur
    Insgesamt spiel ich also dann nur mit den Tönen aus G-dur

    Der erste Akkord ist dann ein G - ich spiel G ionisch drüber 1,3,5,11,maj7,1 (g,b,d,c,fis,g)
    so dann kommt ein C - ich spiel C-lydisch drüber 5,1,9,3,#11,1 (g,c,d,e,fis,c)
    Dann ein D-Dur - D-mixolydisch 1,3,5,11,7,1 (d,fis,a,g,c,d)
    und ein E-moll - E-Äolisch 5,1,9,b3,11,1(b,e,fis,g,a,e)

    sowie ich das oben geschrieben hab (also in meinen anderen posts)würde sich die tonart ja dann dauernd ändern,das war ja nicht meine absicht. Ich hab so gedacht: ich will alles in ionisch also spiel ich über G-dur ionisch ...über D-dur .. aba spätestens dann beim Bm oder so hätte ich auch äolisch gespielt.... dann liegt das ja auf der hand das man dann über Bm B-phrygisch usw. spielt.


    soo ich glaubs ich habs verstanden:) :) :) du musst nur noch ja sagen:rolleyes: :)

    Aber wenn man jetzt trotzdem darauf aus ist einen bestimmten mode durchzubringen dann muss man das doch zunächst durch die akkordfolge erzeugen...ich sag jetzt mal z.B am,D (a-dorisch) und dann über die ausgewählten töne,ryhtmik usw....... würde sich vlt anbieten:

    Am D

    a, b, c, fis, g a d,b,a,d

    Vielen Dank für deine Hilfe ..hast mir echt schon sehr geholfen:)

    MFG booooobby05
     
  7. S.O.D

    S.O.D Guest

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    Erstellt: 25.10.06   #7
    Noch ein kleiner Tip,

    In der Tonart G Dur (Egal in welchem Modi) lass das C raus, ausser wenn es im Akkord enthalten ist. ;)
    Bzw. setz es nur sehr gezielt ein!

    Gruß
     
  8. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 25.10.06   #8
    Hallo booooobby05,

    alles richtig. :great: In Dur-Akkorden solltest du mit der 4/11 vorsichtig sein. Die beißt sich mit der Terz.

    Übrigens, Funk spiele ich gerne dorisch: Am7 | D/A

    Salsa macht sich gut mixolydisch: A7sus4 A7/9 | G7sus4 G7/9

    Orientalisch angehaucht - phrygisch: D7sus4 | Ebmaj7#11 (wie D7sus4/Eb)
    Das D7sus4 klingt meiner Meinung nach hier besser als Dm7. Dem D7sus4 kann man auch noch eine b9 hinzufügen. Bei d-moll klingt das nicht. :)

    Tschau
     
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