Dämm-Material

von Slash, 14.12.03.

  1. Slash

    Slash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.03   #1
    Hi, da mein Proberaum richtig Fett ist (von der Ausstattung her - 1000 Watt Anlage , Drum , Gitarre etc.) bin ich am überlegen was den" Schall" angeht - also das man weniger "draußen" (Nachbarn)hört - .

    Bring sogenannter "Noppenschaumstoff" was??? Also bis jetzt hab ich da die Nackte Wand (die nach außen geht) und hab halt nen dickes Tuch davor..aber bringt ja nix...weil 2 Fenster noch dabei sind :).

    Was haltet ihr hier von?

    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3369222308

    Ist das das selbe wenn ich mir "Eierschachteln" vor knalle???

    Bitte helft mir :)

    Slash :oops:
     
  2. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.12.03   #2
    achtung! eierschachteln DÄMMEN nicht, sondern sie verbessern die akustik IM Raum, weil der klang "verschluckt" und nicht von der wand abgeprallt (-> Hall) wird.
     
  3. LSV Hamburg

    LSV Hamburg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.03   #3
    @ BlackZ:
    Du schreibst Eierpappen dämmen nicht = RICHTIG
    Der Grund = Sie absorbieren (verschlucken) die Schallenergie nicht !
    Solange die Wellenlänge des Schalls größer ist als die Höhe der Eierpappen Kegel, wird Der Schall genauso reflecktiert als wenn es eine glatte Wand währe !
    Erst wenn die Wellenlänge kürzer ist als die Kegel hoch sind wird der Schall nach dem Grundsatz "Einfallwinkel = Ausfallwinkel" reflecktiert.
    Da die Kegel ca. im 45° Winkel zur Wand stehen, wird der Schall zerstreut, es gibt dann keine direkte Reflextion mehr.

    Da die Eierpappen gerade mal eine Höhe von ca. 5cm haben, macht sich der zerstreuende Effekt erst ab einer Frequenz von ca. 12kHz bemerkbar, daunter passiert nichts !

    @ Slash:

    Beim Noppenschaumstoff sieht es schon besser aus.
    Durch seine offenporige Struktur werden die schwingenden Luftmoleküle ausgebremst und in Wärme gewandelt.
    Die Stärke dieses Effekts steigt mir der Dicke des Schaumstoffs, bei nur 5cm Dicke ist der Effekt sehr gering, da auch hier nur Frequenzen ab 12kHz zu 100% geschluckt werden, daunter läßt die Wirkung stark nach.

    Wenn Du verhindern willst das Schall nach Außen dringt bist Du besser beraten mit Mineralfasermatten zu arbeiten, diese sollten aber
    mindestens 15 - 50cm dick sein, sonst ist auch hier die Wirkung recht gering.
     
  4. happy

    happy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.03   #4
    wie krieg ich ne holztür wenigstens halbwegs dicht? unsre kellertür werd ich wohl dämmen müssen wenn ich da bald ne anlage reinpack :)
     
  5. LSV Hamburg

    LSV Hamburg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.03   #5
    @ happy:

    Verkleide das Türblatt mit ca. 15 - 50cm starke Mineralfasermatten und bespanne anschießend das Türblatt mit einen robusten Stoff und sorge dafür das die Tür luftdicht verschlossen ist.
     
  6. happy

    happy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.03   #6
    dangge :)
     
  7. Daniel Johns

    Daniel Johns Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.03   #7
    wie siehts mit styropor aus? dämmt dass oder bringt dass nix! die Noppenschaumstoffteile sind ja richtig teuer! kann man dass nich irgendwie billiger machen?
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.12.03   #8
    Styropor hat auch nur glatte Flächen und ist akustisch nicht sehr "weich" (und darauf kommt es an).

    Schau mal hier und im Offtopic nach den Stichworten "Akustik", "Proberaumausbau", "Dämmung, Dämpfung" - das hatten wir hier schon ein paar mal.

    Kurzfassung: Zum Bedämpfen des Raums (Reflexionsvermeidung) nach innen gibt es sehr preisgünstige und effektive Möglichkeiten, eine Dämmung nach außen zur Schonung der Nachbarn ist teurer, aber auch da lässt sich mit Eigenleistung viel Geld sparen. Letzteres ist und bleibt aber eine nicht ganz einfache Sache... :?

    Jens
     
  9. LSV Hamburg

    LSV Hamburg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.03   #9
    So macht man es richtig !



    P.S.: Warum die Leute von Visaton nicht einfach Eierpappen genommen haben weiß ich jetzt auch nicht ! ;-)
     
  10. Uwe 1

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    Erstellt: 15.12.03   #10
    *rofl*

    Hi Paul, das ist ja nun etwas oversized. Der Junge will ja keinen schalltoten Raum 8) , zumal gerade die richtige Mischung aus Direkt- und Diffusschall dem Klangbild die gewünschte Wärme und Räumlichkeit gibt.
    Wichtigste und selbst vertretbar zu beinflussende Grundbedingung zur Schalldämmung nach Außen sind das Verhindern von Schallbrücken. Also als Erstes Fenster und Türen mittels eingefrästem Profilgummi richtig abdichten. Als Zweites Fenster und Türblatt möglichst bündig zur Restfläche mit Schaumgummi, dessen Oberfläche zunächstmal wurscht ist beschichten. Auch hier darauf achten, dass das Spaltmaß zwischen Türzarge und Türdämmung möglichst klein ist. Und letztlich richtig dicke Fliesvorhänge vor Tür und Fenster. Alles andere wird vom Aufwand her zu kompliziert
    Sollten störende Stehwellen im Raum auftreten, den Raum mittels Test-CD (Sinustöne) und einem Sub durchsweepen und die üblichen Verdächtigen (Raumecken, glatte Wände) mit irgendwas zustellen oder behängen. Sogar ein üppiger Kunstbaum vom Chinaladen um die Ecke kann da richtig viel bringen und gießen müsst Ihr den auch nicht :mrgreen:
    Wenns richtig professionell sein soll hilft eigentlich nur eine "Raum in Raum" - Geschichte, die nahezu unbezahlbar wäre.

    kind regards

    Uwe
     
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