Ich habe zig Jahre einen
Fender* Vibrolux und später einen Meesa Boogie Caliber 50 maltretiert.
Mein letzter Röhrenverstärker war einige Jahre ein H&K Grandmaster. Meiner Meinung nach der Beste für mich.
Da habe ich den Komfort, 3 verschiedene Sounds auf Abruf per Fusstaster und das 3 stufiges Power soaking, sehr genossen.
Es kam aber der Tag, da sich die Last der Jahre beim Combo schleppen sehr unangenehm bei mir meldeten,
sodass leichteres Gerät sinnvoll wurde.
Ich kaufte mir einen Kemper (Toaster + Remote) und war damit (nach einiger Einarbeitszeit) hoch zufrieden.
Soundchecks wurden einfacher. Ich konnte auf der Bühne mit leiserem Monitor spielen ohne mir die Hosenbein föhnen zu lassen.
Inzwischen ist mir auch der Kemper zu schwer und ich musste mich nach noch leichterem Equipment umschauen.
Ich denke, dass das Publikum kaum einen Unterschied zwischen Röhre, Kemper und günstigem Modeller hört, auch wenn Musiker den Unterschied fühlen.
Hauptsächlich halte ich die Arbeit am Mixer als den entscheidenden Faktor für guten Sound.
Zunächst war es ein Helixy LT- da ist nur ein Gerät zu verkabeln.
Für kleine Gigs habe ich dann ein
Harley Benton* DNAfx GiT erstanden. Das ist nicht so übel, nur hatte ich immer das Gefühl als ob Headroom fehlt.
Irgendwie waren die Klänge schon ziemlich komprimiert.
Dann habe ich mir das Valeton GP 200 besorgt. Das fühlt sich für mich nun besser an, sodass ich den Helix LT verkaufte.
Nun bin ich auf mein Wunschequipment gestoßen, zumindest was Gewichtsersparnis betrifft.
Mooer GTRS Guitars Standard 900 W RG heißt das Ding, welches mit allem Zubehör kaum 5 kg (inkl. iPad und Fußschalterleiste) auf die Waage bringt. Ein Modeller ist eingebaut.
Es gibt auch günstigere Mooer GTRS Guitars-Versionen, aber diese Version hat auch einen eingebauten UHF-Sender.
Ich brauche nur den Empfänger mit Klinkenstecker ins Pult stecken und spare sogar das Gitarrenkabel.
(Klar habe ich ein Backup Kabel mit).
Da ich Songliste und Texte auf einem iPAD habe, brauchte ich nur das Editierprogramm aufspielen um Zugriff (Blueooth) auf den Gitarrensound zu haben.
Ich denke, bequemer geht es kaum mehr ;-)
Der Sound ist nun nicht so viel schlechter als mit dem Kemper. Ich denke nicht, dass es dem Publikum auffällt.
So nun der langen Rede kurzer Sinn.
Ich habe in den beinah 55 Bühnenjahre eigentlich nie die Meinung vertreten, dass man mit Spitzenequipment besser spielt,
auch wenn ich immer einigermaßen gutes Equipment hatte.
Es war meist Besitzerstolz oder Neugier statt Notwendigkeit die treibenden Kraft bei Einkäufen.
Ich halte nichts von manchmal beinahe missionarischem Eifer getragene Aussagen, dies oder das sei besser als jenes oder anderes.
Auch wenn ich dies zu äußern durchaus für legitim erachte, bin da eher unbeeinflussbar.
Letztlich ist wichtiger was und mit welcher Befriedigung man spielt als womit.