Das "Gitarren-Gefühl"

von Affi, 06.07.07.

  1. Affi

    Affi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #1
    Hallo erstmal an alle Gitarren-Begeisterten :)

    Ich hab vor ein paar Wochen mit dem Gitarrespielen angefangen und mich gefragt, wer von euch die, von mir jetzt mal "Gitarren-Gefühl" genannte, Fähigkeit besitzen mit ihrer Gitarre ohne Erlernen eines Stückes einfach mal dessen Melodie spontan auf der Gitarre zu spielen.

    Um diese komische Frage mal zu erläutern:
    Mein Vater hat zwei Jahre lang Gitarre gespielt und danach aufgehört, weil es ihn demotiviert hat selbst jedes Lied, das er spielen möchte Tage/Wochen lang zu lernen bevor er es spielen kann und andere das einfach spontan können.
    Diese Leute müssen ja ein gewisses automatisches Gefühl für die Gitarre haben und sie so selbstverständlich zum Klang erzeugen einsetzen, wie jeder Mensch seine Stimmenbänder dafür benutzt etwas zu sagen.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass man das Gitarre spielen aus diesem Grund aufgiebt, aber da ich Anfänger bin, würde mich interessieren was die Erfahrenen unter euch darüber sagen können.

    Ist es vllt. notwendig extrem früh Gitarre spielen zu lernen um dieses Gefühl dafür zu bekommen?

    Bin mal gespannt :)

    Gruß,
    Bastian.
     
  2. with_teeth

    with_teeth Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #2
    dieses "gefuehl" haben , wenn, nur sehr krasse musik genies (die meist irgendwie behindert sind, also down syndrom oder so und in sachen musik richtig krass drauf sind). es liegt einem zwar manchmal wirklich mehr sowas zu koennen aber trotz allem steckt ne menge uebung usw drin.
     
  3. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.07.07   #3
    Nö, das hat nix mit behinderung oder musikgenie zu tun. Sowas kann man üben.

    Allerdings brauch das einige jahre und ne Menge Erfahrung bis man das wirklich drauf hat, aber ich kenn einige Leute die das können. Spielen aber alle schon 15 Jahre und mehr.
     
  4. Affi

    Affi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #4
    Eine gute Übung wärs doch sicher, öfters mal Lieder versuchen selbst in tabs zu fassen (transscribing heißt das glaub ich oder?), da man sich so intensiv mit dem übersetzen von dem was man hört in das was man spielt auseinander setzt.
    Ja Zeit wird das sicher brauchen, zwei Jahre reichen da wohl nicht aus.
    Aber ich fänds schon toll einfach mal die Klänge die einem so durch den Kopf gehen direkt auf der Gitarre nachspielen zu können, denn ich hab die Erfahrung gemacht, dass man sich Lieder die man toll findet und deswegen auf der Gitarre übt, übergehört hat wenn man sie spielen kann, was doch ein bisschen schade und sinnlos ist :)
     
  5. GI Peter Pan

    GI Peter Pan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #5
    funktioniert tatsächlich mit einiger übung. is mir letztens bewundernswerter weise wieder bei mir selbst aufgefallen. wenn man lieder hört und gitarre spielt kriegt man einfach bnen gewisses gefühl für die tonabstände, und dann geht das normale riffs raushören auch schon spielend einfach weil man intuitiv weiß was als nächstes kommt (kommt mir jedenfalls so vor)

    bei lead und solo gitarrenläufen kann ich das allerdings (noch) nich :D
     
  6. Opranius

    Opranius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #6
    Also mein einziges Problem beim lernen von neuen Stücken ist, dass ich. wenn viele Akkorde aufeinander folgen die manchmal nicht richtig raushören kann, weil es alles zu verzerrt ist oder die tonqualität zu schlecht^^

    Wenn ich ein Stück unbedingt lernen möchte geht es eigentilch immer extrem schnell. Ich kenn jemanden der hat 7 Stunden gebraucht bis er ein Stück konnte und er hat 2 Jahre Erfahrung gehabt, ich hab ca 2 1/2 gebraucht. Eventuell kann es daran liegen, dass ich das Stück schon sehr oft gehört hatte oder ich durch die 7 Jahre Klaviererfahrung schon einen Weg gefunden habe schneller und effektiver zu lernen.

    Ich denke es kommt auch ein bisschen auf die Lerntechnik an, Tabserstellen kann ich mir aber auch als Lösung vorstellen.
     
  7. orso~randy

    orso~randy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #7
    kennt jemand eine Internetseite wo es Noten für Lieder gibt mit Tabulatur ???

    RANDY
     
  8. wishboneX

    wishboneX Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #8
    Meinst Du Tabs UND Noten? Hmmm, das ist eher schwierig aufzutreiben, entweder oder ist meist angesagt. Eine eher klassisch ausgerichtete, aber gute Seite ist die hier, da gibt´s jeweils Tabs UND Noten.
    http://www.hochweber.ch/gitarre.htm

    Falls Du NUR Tabs suchst, tja, dann solltest Du mal bei www.ultimate-guitar.com reinschauen. :-)

    C.
     
  9. Affi

    Affi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #9
  10. the flix

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    Erstellt: 06.07.07   #10
    Für Tabs plus Noten empfehle ich immer das Programm Power Tab.
    Die zugehörigen Dateien gibt es auf der schon verlinkten ultimate-guitar Seite.

    Zum eigentlichen Problem:
    Ich meine, dass ist einfach eine Frage der Übung, wie gut man sich auf der Gitarre auskennt, wie selbstverständlich man spielen kann.
    Dass das nach nur 2 Jahren noch nicht so sehr der Fall ist, ist doch völlig normal.
     
  11. LordWimsey

    LordWimsey Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.07   #11
    Ich glaube, das ist Gewöhnung an die Noten auf der Gitarre. Man weiß irgendwann einfach, welcher Ton wo kommt.
    Das läuft wohl doch wieder alles auf üben hinaus.
    Also jetzt nicht so Musiktheorie-mäßig, sondern eher so vom Gehör her.

    Ich kann das auch nicht. :rolleyes:



    Grüße,

    Peter
     
  12. iron_net

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    Erstellt: 07.07.07   #12
    Ich kann dem Geschriebenen nur zustimmen. Mit Gefühl oder Begabung hat das wenig zu tun, viel mehr mit Routine und viel Übung.
     
  13. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #13
    ...etwas Theorie schadet diesbezüglich auf keinen Fall, entweder man Trainiert es sich (mühsam und langwierig, wenn die Begabung fehlt..) an oder man lernt es einfach, nur Theorie alleine bringt aber auch nichts :D
     
  14. steinhart

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    Erstellt: 08.07.07   #14
    Gefühl ist das eine, Übung das andere, beides muss sich ergänzen.

    Ich glaube auch, dass ein bestimmtes Gefühl oft "nur" für bestimmte Musikrichtungen und Stile gibt. Schlicht der Klassiker in dieser Hinsicht ist das sogenannte Bluesfeeling, also die Interpretation punktierter Noten als Triolen. Entweder man bringts oder es holpert. Leider holpert es bei mir meistens, heißt ich muss dafür viel üben. Das sieht bei straightem Rock ganz anders aus. Ein Riff einmal gespielt geht sehr schnell rein in meine Hände.

    Ja, so ist das bei mir.
     
  15. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.07   #15
    Melodien auf dem Instrument schnell nachspielen zu können ist eine Frage des relativen Gehörs. Ein relatives Gehör ist antrainierbar, ich habe ein Gehörtraining parallel zum Musikunterricht der gymnasialen Oberstufe gemacht (hab ja in Musik auch Abi gemacht) und seitdem kann ich das. Das hat schon ein bisschen was mit Begabung zu tun (protz :-), weil man ein Gefühl für harmonische Progressionen haben muss, aber ist hauptsächlich Übungssache. Wenn Du das könen willst, fängst Du am besten an, Intervalle rauszuhören, d.h. jemand spielt zwei Töne und Du sagst, wie viele Halbtonschritte dazwischen sind (oder das Intervall, wenn Du firm in der Intervalllehre bist). Nach einiger Zeit kann man so Melodien sehr schnell raushören. Bei Soli tue ich mich aber auch schwer, wegen der vielen Effekte dadrauf und der schnellen Läufe.
     
  16. Seltsam

    Seltsam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.07   #16
    also... naja... ich hatte letztens mal nen witzigen moment... der gitarrenlehrer von meiner gitarrengruppe hatte uns irgendeine einfache melodie vorgespielt ... es waren glaub ich die töne von den vocals aus aint no sunshine... das hat er 2 mal gemacht und ich konnte sie sofort zur hälfte nachspielen ^^
    (ich hab nicht gesehen wo er gespielt hat)
    ich glaube das an erster stelle es wichtig ist das man weiß wo welche töne auf der gitarre sind... und dabei ist es unwichtig zu wissen ob es ein A oder ein G# ist.
    wenn man mit intervallen umgehen kann und weiß an welcher stelle welche töne liegen kann man schon viel raushören...
    als bsp "no more sorrow" von linkinpark (das neuste album) die melodie die, die gitarre am anfang spielt solltet ihr mal raushören... und dann werdet ihr euch ärgern warum er so was einfaches spielt :screwy: hört sich recht einfach an und ist noch einfacher nachzuspielen :D (als kleiner tipp... er fängt mit einem b an... )
     
  17. berndkiltz

    berndkiltz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.07   #17
    Das ist alles "Try And Error".
    Und je öfter "Try" desto weniger "Error".
    Mann sollte einfach die Gitarre oft in die Hand nehmen und drauf rumspielen - da entdeckt man ganz viele sachen von selbst. Herangehen wie ein Kind - und halt eben nicht "Akademisch", so nach dem motto: ich schlage erst ne Saite an wenn ich weiß das es richtig ist.
    Die Fähigkeit die Du beschreibst kann erlernt werden. Du brauchst dafür nur GEDULD und Motivation. (mehr geduld)
    Fang mit einfachen sachen an (Alle meine entchen...) bevor Du dich an ACDC oder Metallice etc. wagst...
     
  18. math

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    Erstellt: 11.07.07   #18
    Dieses Gefuehl bekommt man, wenn man solange gespielt hat (Jahrelang), dass man nicht mehr nachdenken muss beim spielen. Das haben nicht nur Musikgenies. Das kann jeder erreichen. Ist so, wie wenn man am Pc schreibt und irgendwann einfach weiss, welche Taste man grade drueckt ohne hinzusehen. Ich hab das ;) Ich weiss zwar nicht warum, aber ich weiss IMMER ob ich jetzt auf der richtigen Taste lieg oder nicht. Oder beim Autofahren, welcher Gang drinne ist um mal nen simples Beispiel zu geben. Ja, sogar wie man die Gabel richtig haelt ist so eine Sache.
    Genauso wirds beim Gitarrespielen irgendwann sein. Je laenger man taeglich sinnvoll uebt desto schneller. Aber Jahre werden es auf jeden Fall.
     
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