Der Jackson / Charvel User-Thread

  • #9.081
Wann immer ich an JEL in seinen hey-days denke, kommt mir genau das als allererstes in den Sinn.

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Und das war ja nicht sein "Armchair Quarterback Man Cave"-Spielstil. Er machte das bei einer wilden Bühnenshow, bei der ihm der Ozzman dauernd irgendwelche Knuffe, Schubser und sonstige Liebesbekundungen im Überschwang zuteil werden ließ. Big hats-off to one of the criminally underrated guitar heroes of the 1980s.

BTT: Das ist in der Tat eines der wenigen Sig-Modelle, die mir im Kopf rumspuken, wann immer ich sie sehe.

@elmwood_3100 Jetzt habe ich es dann auch bemerkt. Allerdings braucht man da wirklich Adleraugen vom feinsten. Vor allem, wenn man nicht damit rechnet, weil es auf der Seite liegt. :great: :rock:
 
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  • #9.082
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American Neo-Classic San Dimas

Der Geist ist willig, aber die Geldbörse schwach..... :cry:
Ich verstehe zwar nicht so ganz, wieso Switch und Poti so merkwürdig platziert wurden,
aber so ein Look MiM wäre schon was Feines. Oder als Pro-Mod Plus mit komfortablerem Neck-Joint.
 
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  • #9.083
Vor allem weichen diese "Classic"-Modelle einfach zu weit von den klassischen Originalen ab, als dass ich sie als (wenn auch Neo-) Classic bezeichnen könnte.
Sie hätten wenigstens den originalen phenolic nut, die originalen Halsmaße, das besonders dicke Griffbrett, die einzelnen PU-Schalter (Mini-Switches) und das originale Messingtremolo übernehmen können. Nur der Verzicht auf das Tonepoti allein genügt für mich nicht, da steht das Classic für gar nichts außer einen Marketingtrick.
 
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  • #9.084
Da stimme ich Dir voll zu. Mir gefällt auch die feste Brücke mit diesem Rahmen nicht. Die Brücke muss SO aussehen :great:
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  • #9.085
So historisch hab ich gar nicht gedacht. 😅 Aber stimmt schon, da spielt Marketing bestimmt eine große Rolle.
Mich haben eher die Farbe und das Ahorngriffbrett in Kombination mit der Goldhardware abgeholt.
Hoffe ja immer noch, dass es bei den ProMods sowas auch mal gibt. Da sagt mir im Moment nämlich nix wirklich zu.
 
  • #9.087
Ich habe nun meine Dinky von 1989 mal komplett überarbeitet, also gepflegt und spielfertig gemacht. Vorher hatte sie vor allem im ersten Bund fies geschnarrt und das war auch nicht wegzubekommen durch einstellen.
Also habe ich alles auseinandergenommen (der Bridge-Pickup ist ein J80C mit 14,4 kOhm), die Bünde gelevelt und poliert und wirklich jedes Teil gereinigt und mit diversen "Mittelchen" gepflegt. Interessant war dabei auch zu sehen, dass der Hals in der Halstasche des Korpus mit einem relativ dünnen angeklebten Streifen (schief) "geshimt" war. Offensichtlich um ihn in eine ganz leicht abfallende Richtung zum top-mounted Tremolo passend zu bringen.
Vorher hatte ich diese "Tour de Putz" mit Bünde polieren schon bei der 2003er Soloist durchgeführt.
Beide sind auf D Standard gestimmt. Die Soloist hat 12-54 DR Drop-Tuning Strings und die Dinky DAddario 11-50 NYXL balanced tension aufgezogen bekommen.
Der nächste Nachwuchs steht auch schon an.. hehehe
 

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  • #9.088
Man reiche mir die Blutdrucktabletten... was für ein geiles Duo!
 
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  • #9.089
Man reiche mir die Blutdrucktabletten... was für ein geiles Duo!
Danke sehr! :-)

Leider gab es auch eine unerfreuliche Geschichte zu der roten Dinky.

Vor ein paar Wochen, nachdem ich die rote Jackson als Projekt schon lange vor mich hin prokrastiniert hatte, habe ich mich doch spontan entschieden sie zum Gitarrenbauer bei mir in der Nähe zu bringen und diesen mal kennenzulernen.

Ich war sehr interessiert und er hat mir sehr viel erzählt, hat aber auch immer wieder gesagt, dass er sich nicht leisten könne sich soviel mit Kunden zu unterhalten. Tatsächlich habe als einziger ich mehrmals das Gespräch wieder auf die noch zu beantwortenden Fragen zurückgeführt. Am nächsten Tag habe ich ihm in einer einzigen Nachricht geschrieben, dass ich für die abgesprochene Neubundierung EVO Gold Bunddraht mit 3,0x1,5mm haben wolle.

Dann bat ich ihn, ob er, wenn er das Griffbrett bei der Neubundierung auch vorhabe abzurichten, noch einmal überprüfen könne, ob die Dinky nicht doch einen Compound Radius von 12 auf 16 haben könne. Ein 12 inch Radius wie er in meiner Anwesenheit gemessen hat würde nicht zu der Gitarre passen.
Ende vom Lied war, dass er die Arbeit abgesagt und mir die Gitarre auf seine Kosten zurückgesandt hat, ohne mich zu fragen, ob ich sie lieber abholen würde.

Als Begründung sagte er, ICH habe ihm schließlich schon am Tag vorher zwei Stunden die Birne weich gequasselt und würde das jetzt wieder machen wollen.
So kam es jedenfalls dazu, dass ich dann doch die Bünde gelevelt habe und sie jetzt keine Neubundierung mit EVO Gold Frets hat.

Krönung war, dass ich dann nochmal ganz genau nachgemessen habe, als die Gitarre wieder bei mir war und zu 99% sicher sagen kann, dass sie tatsächlich einen Compound und keinen durchgehenden 12 inch Radius hat.
Klar wird da Kommunikationstechnisch was schiefgelaufen sein, aber ich wollte mal mein Leid klagen, weil es zur Geschichte dazu gehört.
 
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  • #9.091
Das mit den Gitarren stimmt, alle frühen Charvel-Gitarren, die wir kennen, stammen von Grover Jackson, der damals schon den Laden und den Namen/das Logo übernommen hatte (ich meine 1978/79, müsste aber noch einmal genau nachlesen, auf jeden Fall stammen die ersten fertigen Charvels aus 1980 (edit: 1979, jedenfalls aber gut 1 Jahr später).
Wayne Charvel kommt aber der Verdienst zu, dass er die Kontrakte zu vielen später sehr bekannten Musikern aufgebaut hatte (u.a.Eddie) und durch sein Geschäft (Reparaturen und vor allen Austauschparts) den Namen erst einmal in der dortigen Szene bekannt gemacht hatte.
Unter dem Namen Wayne Guitars und teilweise unter anderen Namen, teilweise auch unter Vertrag bei Gibson, baute er dann auch Gitarren.
Obwohl er in der Öffentlichkeit zu Unrecht als Erfinder der Superstrats von Charvel angesehen wurde (dieser Verdienst gebührt klar Grover Jackson), leistete er seinen Beitrag und muss nach dem was man liest, ein nicht unsympatghisches Original gewesen sein. RIP, Wayne.
 
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  • #9.092
Das mit den Gitarren stimmt, alle frühen Charvel-Gitarren, die wir kennen, stammen von Grover Jackson, der damals schon den Laden und den Namen/das Logo übernommen hatte (ich meine 1978/79, müsste aber noch einmal genau nachlesen, auf jeden Fall stammen die ersten fertigen Charvels aus 1980).
Ich denke da an die feature Story im MusikerMagazin April 1988 zurück. Grover erzählte von dem
Gerichtsprozess um die Namensrechte. Wayne wollte wieder mit seinem Namen für Gibson Gitarren
bauen (oder als Berater designen?) - Grover Jackson ging dagegen vor Gericht weil er die verschuldete
Firma 1978 übernommen hatte. Man verkaufte damals, laut seiner Aussage, nur zugekaufte Parts.
Ewig im Gehirn hängengeblieben ist mir dieser Satz: "Bei der NAMM 1979 stellten wir erstmals eigene
Gitarren aus, wir hatten endlich rausgefunden wie man Hälse baut...!"

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ha, gerade gefunden! 🤣

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  • #9.093
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  • #9.094
@DirkS, danke für die Kekse.
Aber ich würde diesen Satz nicht als offizielles Zitat betrachtet. Der Satz fiel ungefähr so, als ich vor über 20 Jahren mal mit Tim Wilson vom Custom Shop telefonierte. Zu der Zeit war die "Grover Jackson Legacy Serie" in Planung. Ich Unwissender fragte ihn, ob sie auch eine "Wayne Charvel Legacy Serie" auflegen würden. Da kam als Antwort, dass das keinen Sinn machen würde... und dann fiel der Satz ungefähr so wie geschrieben.
 
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  • #9.096
Seite 94 willste gar nicht haben, das ist der Kartonierte Bestellzettel um ein Abo abzuschließen 😁

Was gibt es denn dafür? Ich meine, der einzige der hier dauernd was bezahlt ist der Schwoab ...
und der kann nicht andauernd für euch alle bezahlen 🙃
 
  • #9.097

View: https://www.youtube.com/watch?v=bauRFj5tvQQ

Hier spielt Scott Ian seine neue/alte weiße Rhoads mit Single Humbucker. Sie erscheint wohl im Herbst im Rahmen einer "Legends Series" zusammen mit einem Modell von Marty Friedman und David Ellefson. Laut Scott ist sie "mid priced"... also vermutlich irgendwas zwischen 1.200 € und 1.700 €?
 
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  • #9.098
Ich sehe immer mal wieder bei einschlägigen Kleinanzeigen Portalen Jackson Gitarren Made in Japan. Vermutlich etwas ältere, wie Jackson DK2 für rund 400€. Ich kenne mich mit Jackson Gitarren nicht so aus, verbinde mit Made in Japan aber eher was Gutes. Auf jeden Fall ist das bei Ibanez* und Charvel so. Kann man auch allgemein von Jackson Gitarren MiJ sagen, dass die von der Qualität eher besser sind? Die, die ich gefunden habe, haben zwar tendenziell Duncan Designed Pickups, was eher für günstige Modelle spricht, aber die kann man schnell austauschen.
 
  • #9.099
Die, die ich gefunden habe, haben zwar tendenziell Duncan Designed Pickups, was eher für günstige Modelle spricht, aber die kann man schnell austauschen.
Da wäre ich jetzt nicht so voreilig. Meine Jackson SLX Made in Indonesien bietet auch "nur" Duncan designed Pickups. Dachte damals auch "Da muss was besseres her!" und so wanderte an die Bridge ein Dimarzio, nur um dann feststellen zu müssen, dass ich beim nächsten Saitenwechsel wieder auf den Dd zurückgreifen werde. Er gefiel mir in der SLX einfach besser. Also, erst einmal hören, wie die Gitarre mit den Stock-PU´s klingt, bevor das willde und ggf. unorganisierte Ausgetausche stattfindet. ;)
 
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  • #9.100
Das sollte auch nicht heißen, dass die generell scheiße sind. 😁
Ich weiß halt nur von damals anno 199X, dass die Midrange Jacksons die Designed drin hatten und die Hochpreisen die normalen Duncans. Oder hatte sich das irgendwann geändert?
Mich hatte halt nur gewundert, dass die Midrange Jacksons aus Japan kommen.
 

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