Der Jackson / Charvel User-Thread

  • #9.061
Vielleicht weil Roseholz härter und druckfester als Ahorn ist, aber kann auch wegen des Klanges sein.
 
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  • #9.062
Vielleicht weil Roseholz härter und druckfester als Ahorn ist, aber kann auch wegen des Klanges sein.
Holzhärte Tabelle nach Brinell
In Newton pro qmm, wobei eine Stahlkugel in das Holz gepresst wird.
Ein höherer Wert bedeutet höhere Härte.

Weichholz bis 20 N/mm²
Pappel20

Mittelhartes Holz bis 30 N/mm²
HolzartHärte in Brinell N/mm²
Erle22
Ahorn Holz28
Berg-Ahorn europäisch29

Hartholz ab 31 N/mm²
HolzartHärte in Brinell N/mm²
Mahagoni Holz31
Esche37
Palisander55
Rosenholz58
Ebenholz84

Du hast recht, das hätte ich nie erwartet, dass Ahorn weniger Hart ist, vor allem Augenscheinlich soviel.
Habe mal die Werte aller von Jackson und Charvel üblichen Hölzer kopiert.
Wobei ich nicht weiß ob hohe Härte für die Stabilität wirklich das Entscheidende ist. Es muss ja vermutlich zu den Anforderungen passen.

Edit: auf einer anderen Seite ist Ahorn auf Platz 8 der 10 härtesten Hölzer. Auf 6 ist Eiche und auf 4 Ebony. 😅
8. Ahorn (Sugar Maple)
Janka-Härte: 1.450 lbf
Eigenschaften: Ahornholz ist eines der härtesten Hölzer Nordamerikas und wird häufig für Möbel, Fußböden und Arbeitsplatten verwendet. Ahorn hat eine feine Textur und ist für seine hohe Abriebfestigkeit und Stabilität bekannt, was es besonders langlebig macht.
 
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  • #9.063
Hast du die schonmal umfangreicher vorgestellt?😍

Dann hier mal eine kleine Vorstellung mit Fotos. Auch wenn sie nicht mehr so neu ist (sie wird nächsten Monat schon 20 Jahre alt - wie die Zeit vergeht... :eek:)
Ich hatte mal die Möglichkeit mir eine Gitarre nach meinen Specs bauen zu lassen. Das hier ist daraus geworden.
Ursprünglich sollte es eine Charvel werden, aber im Custom Shop hatten sie sich geweigert "Charvel" auf die Kopfplatte zu schreiben, weil sie von den Specs zu weit weg von der Charvel DNA wäre. Das wäre eine Jackson Gitarre. Na gut! Heutzutage würden sie vielleicht anders denken, wenn ich so gucke, was alles mit einem Charvel Logo das Werk verlässt. :D

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Ein paar Daten:

Mensur: 25"
Humbucker: Bare Knuckle Nailbomb mit Alnico IV Magnet
Single Coil: Bare Knuckle Apache
Korpus: Erle mit Quilted Maple Top (Rootbeer Finish)
3-streifiger Ahorn Hals mit Riegelahorn Griffbrett
Schaller Fine-Tuning Tailpiece
Versenkte und angewinkelt Halsplatte

Noch mehr Fotos
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  • #9.064
Wow, was für eine Schönheit! :hail:Glückwunsch dazu!

Dass die nicht Charvel darauf schreiben wollten irritiert, ich hatte mal eine nicht ganz so schöne, aber zumindest etwas ähnliche aus dem Charvel Custom Shop.
2026-05-23_192716.webp2026-05-23_193744.webp
 
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  • #9.065
Ein paar Daten:

Mensur: 25"
Humbucker: Bare Knuckle Nailbomb mit Alnico IV Magnet
Single Coil: Bare Knuckle Apache
Korpus: Erle mit Quilted Maple Top (Rootbeer Finish)
3-streifiger Ahorn Hals mit Riegelahorn Griffbrett
Schaller Fine-Tuning Tailpiece
Versenkte und angewinkelt Halsplatte
Cool! Und anhand der Specs ja auch echt außergewöhnlich! Nur aus reiner Neugier, wie kamst du auf eine 25.5" Mensur? (Ich spec´e auch gerne mal in der Mensur wild herum ;-) )
 
  • #9.066
Die Specs sind so eine Art "Best Of" von dem was ich damals gut fand.

Ich hatte damals eine ausgeliehene PRS*, bei der gefiel mir das Spielgefühl der 25" Mensur.
Inspiration war auch eine Jackson PC-1. An der gefiel mir die Optik (Riegelahorn-Griffbrett, Quilted Maple) und die versenkte Halsplatte. Allerdings sind diese Modelle recht schwer, so habe ich mir ein besonders leichtes Stück Erle für den Korpus heraussuchen lassen (insgesamt wiegt sie so 3,1 kg). Und die PC-1 hat ja keine Griffbrettinlays. Ich bräuchte auch keine, aber irgendetwas im 12. Bund musste schon sein. PC-1 hat ein Floyd, ich wollte aber keins, fand aber die Feinstimmer gut. So ist es das Schaller Fine-Tuning Tailpiece geworden.
Wegen der Holzkombination hatte ich erwartet, dass sie recht brillant klingen wird und hatte bei Bare Knuckle angefragt, was denn eine gute Pickupkombination sein könnte. Die Firma war damals recht neu auf dem Markt, und der Eigentümer hat viel experimentiert und diese Kombination ausprobiert und empfohlen. Vielleicht wäre ein Tone-Poti noch gut gewesen. Ich habe damals aber keine benutzt.
 
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  • #9.067
Jackson Logo auf der Kopfplatte würde dann auch ein TM statt ein R stehen
Auf der Kopfplatte steht ein R, allerdings hat sich auf die Rückseite der Mechaniken ebenfalls ein R zwischen die TMs geschlichen.

IMG_20260526_204859~2.webp

Auch ist die R Mechanik leicht "eingedellt", das wird aber wohl original so sein. Die TM Mechaniken sind auf der Rückseite eben.
 
  • #9.068
Ich denke ohne den Hals abzuschrauben und nach einem Datum zu schauen, kann man das Jahr nicht besser als auf 1986 (später) bis 1989 eingrenzen.
1986 war eine Übergangsphase von TM nach R beim Kopfplatten Logo und ab 1990 gab es die Ontario Halsplatten. Wie sich das mit den Tunern verhält weiß ich nicht. Keine Ahnung, wie lange diese mit TM verbaut wurden. Der R Tuner wurde vielleicht später mal ersetzt.
 
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  • #9.069
Also das JT6 Tremolo gab es definitiv erst ab 1987, die Kippschalter kenne ich auch nur ab 87, also von den Specs her schreit sie 87. In der Anzeige stand ja auch von 87....
Wenn es dir keine Ruhe lässt, würde nur helfen den Hals abzuschrauben und hoffen, dass dort oder in der Halstasche ein Datum steht (ziemlich wahrscheinlich).

Ich würde mich da auch ehrlich gesagt gar nicht dran hochziehen ob sie jetzt in San Dimas oder in Ontario hergestellt wurde. In beiden Werken wurden auch Gurken gebaut.
Solange sie gut klingt und spielt würde ich mich einfach dran erfreuen.
 
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  • #9.070
Guter Hinweis mit dem JT6 Tremolo, da fällt 1986 ganz weg.
Die Kippschalter gab es aber schon früher. Bei Charvel schon 1980 und einige von den ersten Jackson Soloists 1984 hatten auch welche.
 
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  • #9.071
Ich würde mich da auch ehrlich gesagt gar nicht dran hochziehen ob sie jetzt in San Dimas oder in Ontario hergestellt wurde.

Keine Sorge, das macht mir überhaupt nichts und ändert auch nichts, dass ich hier eine verdammt gute Gitarre vor mir habe. Ich habe das nur gestern durch Zufall bemerkt und wollte euch daran teilhaben lassen, auch in der Hoffnung auf weitere Informationen (wie ja geschehen, euer Wissen ist wahrlich erstaunlich :D).

Ich werde beim nächsten Saitenwechsel den Hals abschrauben und nach einem Datum gucken, dann wissen wir genaueres. Aktuell hat sie aber frische Saiten vom Vorbesitzer und ein sagenhaftes, nahezu Ibanezques Setup, deswegen spiele ich erst die Saiten runter.
 
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  • #9.072
Vielleicht für den ein oder anderen Fanboy wie mich hier interessant:
 
  • #9.073
Ich hol das mal aus dem anderen Thread nach hier

Kategorie 8: 92er Sondermodell USA (Zitrone Musik)

Der seinerzeitige Vertrieb Zitrone Musik orderte 1975 diese Sonderserie, die aus 75 durchscheinend rot und 75 durchscheinend blau lackierten Gitarren bestand.
Diese Gitarren orientierten sich größtenteils an den alten San Dimas Gitarren und wiesen nur wenige Aktualisierungen auf (etwa: Korpusfräsung für in den Korpus versenktes goldenes Floyd).

Man erkennt sie an dem deutlich überdimensionierten Charvel-Logo und an der Fender-ähnlichen Kopfplatte und der Halsplatte mit Jackson-Logo.
Bei dieser Purpleburst Jake E. Lee, wo noch nicht klar ist ob das Customorder oder ein Serienmodell wird
finde ich das Charvel Logo ebenfalls etwas überdimensioniert... :unsure:


Charvel.webp
 
  • #9.074
Das "...orderte 1975 diese Sonderserie..." muss doch sicherlich 1995 heißen, stimmt's?
 
  • #9.075
Nö, 1991, aber das steht doch im zitierten Bereich im original?


Edit: Ah, im allerersten längst überarbeiteten Text in Post 1 stand das noch falsch. Ich korrigier`s mal.
 
  • #9.076
Gut, scheinbar war die Entscheidung ein Zitat einzufügen die sich auf das "zu große Logo"
bezieht falsch weil es die Aufmerksamkeit in ein andere Richtung zog 😬

Ich versuche es anders indem ich ein Bild der echten Purple Burst zeige und darauf verweise
das ich den Burst Effekt und das Logo als "anders" empfinde...

Charvel.webp
 
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  • #9.077
Ja, anders, aber auch ganz hübsch.
Die (wenn auch feste) Bridge nimmt mit den Messingparts und den Block-Reitern Anleihen von den ganz frühen Tremolos von Charvel auf, das gefällt mir, ich finde nur die Bodenplatte zu lang. Aber für mich alles in allem eine gelungene Optik.
 
  • #9.078
Bodenplatte zu lang
Wenn ich mir den Saitenreiter der E6-Saite so anschaue, glaube ich eher, dass die gesamte Brücke einen Zentimeter zu weit in Richtung Hals gerutscht ist. Bei korrekter Platzierung hätten alle Reiter genügend Spielraum in beide Richtungen zur Einstellung der Intonation, und es sähe weniger merkwürdig aus.
 
  • #9.079
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  • #9.080
Hier erzählt Grover Jackson zur Herkunft (Kahler->BrassFactory):
Das Interview hatten wir bereits vor ~3 Wochen.
Ich geb dir trotzdem Punkte dafür weil ich es mir immer noch gerne ansehe 😁

Nebenbei bemerkt, ich hatte ja gehofft das Kickstartmyheart Adleraugen hat und das sieht,
aber unter meinem Schreibtisch kann man das gerahmte Bild von Jake E. Lee mit der Purpleburst erkennen. 🙃
 
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