Ich habe die Version überarbeitet
6 Uhr morgens, die Schicht beginnt.
Jeder nimmt seinen Platz ein.
Die Taktzeit rinnt —
jede Sekunde zählt.
Den Lüfter um die Hüfte geschnallt,
Helm auf den Kopf,
die Dunkelstufe gewählt.
Noch mal den Schlauch gespült mit frischem Gas.
Den Brenner in der Hand —
ein letzter Blick zur Sicherheit durch das Glas.
Ein Schritt nach vorn — ans Bauteil ran.
Ich tipp die Taste an, das Zündprogramm läuft.
Der Lichtbogen dringt durch die Außenhaut,
das Schmelzbad öffnet sich.
Ab jetzt folge ich dem Summen das ich höre.
Schuppe für Schuppe bring ich die Naht voran.
Die Reihenfolge arbeite ich ab —
so bleibe ich im Takt.
Zwölf Liter die Minute strömt das Gas durch den Schlauch.
Der Lichtbogen leuchtet weißblau.
Der Schweißrauch zieht nach oben —
das Filter schluckt ihn.
Funken. Rauch.
Das Summen sitzt tief in den Knochen.
Die Naht wächst —
Millimeter für Millimeter.
Der Takt vorbei —
und schon geht's wieder los.
Acht Stunden allein unter dem Visier.
Gedanken ziehen vorbei.
So geht es Tag ein Tag aus.
Zwölf Liter die Minute strömt das Gas durch den Schlauch.
Der Lichtbogen leuchtet weißblau.
Der Schweißrauch zieht nach oben —
das Filter schluckt ihn.
Funken. Rauch.
Das Summen sitzt tief in den Knochen.
Die Naht wächst —
Millimeter für Millimeter.
Jahre vergehen.
Kollegen kommen und gehen.
Nur ich bleib hier.
Ich liebe es —
das Ergebnis zu sehn.
Glänzend. Makellos.
Wie aus einem Guss.
Doch jetzt ist erst mal Schluss.
Feierabend.
Ich geh nach Haus —
und ruh mich aus
für morgen.