Der Thummer

von Limited, 01.02.06.

  1. Limited

    Limited Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.12.04
    Zuletzt hier:
    20.07.13
    Beiträge:
    420
    Ort:
    Münster
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    76
    Erstellt: 01.02.06   #1
    Weiß nicht, ob das schon jmd entdeckt hat, ist aber auf jeden Fall ein interessantes neues Instrument :)

    http://www.thummer.com/
     
  2. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 02.02.06   #2
    Danke für den Link, vor allem das Tastenanordnungskonzept find ich interessant. (Die Entscheidung, dass sie die in den Demos vorgeführten Sounds da nicht direkt eingebaut haben, war wohl eher eine gute. Abgesehen von der e-Guitarre fand ich die nämlich nicht gerade überzeugend - aber das Konzept ist nett!)
    An sich müsste sich sowas mit einer Computertastatur und einer Maus anstelle eines Joysticks ansatzweise ganz gut simulieren lassen (ok, man hat dann nur eine "Klaviatur", welche obendrein nicht anschlagdynamisch ist, aber für erste Versuche könnte das trotzdem ganz nett sein.) Werde das wenn sich's ausgeht heut' abend mal basteln und schauen ob sowas toll ist :D (Wenn man zwei Notebooks hätte, könnte man die nebeneinander stellen und jeweils mit dem Daumen das Touchpad bedienen... :great: )

    NothanUmber
     
  3. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 03.02.06   #3
    Hab jetzt mal so einen "Thummer für Arme" mithilfe des Computers nachgebaut.
    Das Tastenkonzept ist wirklich sehr lustig, falls euch bei der nächsten Zugfahrt also mal langweilig sein sollte... :)

    Hier ein entsprechendes Skript für PIE. (Den "Programmierbaren Eingabe Emulator", ein kleines aber geniales Tool mit dem man nahezu alle nur denkbaren Eingabegeräte ansprechen und konvertieren kann - etwa Tastatur, Maus, Joystick, Datenhandschuh, MIDI und sogar Sprache etc.)

    Das Ganze funktioniert relativ einfach: Mit der Tastatur spielt man entsprechend dem ThumMusic Pitch System die Töne, mit der Maus steuert man die Anschlaglautstärke (in die Vertikalrichtung, horizontal kann man noch den Modulationsparameter ändern - das funktioniert genauso wie das Modulationsrad bei einem Keyboard. Wer will, kann anstatt Modulation auch z.B. den Pitch Bend Parameter ansteuern, dazu muss man nur eine Zeile löschen und eine andere (bereits vorbereitete) aktivieren. Oder man kann anstatt der Maus einen Joystick verwenden etc.) Schließlich kann man mit den "Bild auf", "Bild runter" Tasten das Instrument noch jeweils oktavenweise rauf- und runtertransponieren und so einen Bereich von knapp 10 Oktaven abdecken.
    Letztendlich gibt das Skript nur MIDI-Events auf dem Standardausgabeport aus. Welcher das ist, kann man mit "Sounds und Audiogeräte->Audio->MIDI-Wiedergabe" in der Systemsteuerung festlegen. Standardmäßig ist das der Microsoft Wavetable Synth (grusel), man kann aber z.B. auch einen externen Hardwaresynthesizer ansteuern, indem man den MIDI-Ausgang seiner Soundkarte auswählt (so sie denn einen hat...) und die Hardware dann da anschließt. Oder man lädt sich MidiYoke runter, dass ist eine Art virtuelles MIDI-Kabel, mit dem man midi-fähige Softwareprogramme miteinander verbinden kann. So kann man z.B. "Midi Yoke #0" als Standardausgabeport in der Systemsteuerung festlegen und dann besagten Port als Eingang z.B. in einem Notationsprogramm (oder Softwaresynthesizer, Host etc.) verwenden und so das Programm mit dem Skript ansteuern.

    Der PIE ist zwar teilweise relativ umständlich zu programmieren, habe das Programm dann aber trotzdem verwendet, da es ein entscheidendes Feature bietet: PIE fängt die Eingabesignale (Tastaturanschläge, Mausbewegungen etc.) auf einer niedrigeren Ebene ab und funktioniert deswegen auch dann, wenn eine andere Applikation den Eingabefokus hat. Das ist recht nützlich, um mit dem System z.B. Noten in ein MIDI-fähiges Notationsprogramm einzugeben,gleichzeitig an einem Synthesizerprogramm rumzuschrauben etc. (damit sollte man allerdings auch ein bisschen vorsichtig sein, da die Tastenanschläge, nachdem PIE sie ausgewertet hat, unverändert an das momentan aktive Fenster weitergeleitet werden. Wer also die einzige Kopie seiner nahezu fertigen Diplomarbeit in sein Office Paket lädt und die dann durch wildes Tastengedrücke schrottet, soll später nicht sagen, ich hätte ihn/sie nicht gewarnt... ;) ).


    Viel Spaß damit,
    NothanUmber
     
  4. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 03.02.06   #4
    Habe noch ein kleines Update eingebaut: Mit der Leertaste-Taste kann man nun noch das Haltepedal simulieren. (Zumindest mit meiner Tastatur kann ich nur maximal vier Töne gleichzeitig spielen, da der Tastaturcontroller anscheinend nicht mehr Tasten gleichzeitig verwalten kann. Mit dem Haltepedal kann man größere Gesamtklänge wenigstens arpeggiert gleichzeitig zum klingen bringen. Ja ich weiß..., Pianisten bitte weghören ;) )

    NothanUmber

    P.S.: Beiträge mit angeschaltetem ThumSim zu schreiben macht Spaß :)
     
  5. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 04.02.06   #5
    Hier noch eine kleine aber nette Änderung: Nun kann man alternativ zu den Bildtasten auch mit den Maustasten transponieren (linke Maustaste => eine Oktave runter, rechte Maustaste => eine Oktave hoch), damit entfällt die lästige Springerei zu den Bildtasten.
    Für Tasteninstrumentenklänge (bei denen Modulation eher nutzlos ist) kann man jetzt mit der Horizontalachse der Maus das Haltepedal steuern, was einerseits weniger Verrenkungen erfordert, als die alternative Leertastenvariante und praktischerweise nebenbei noch Halbpedalunterstützung liefert. (Um davon was zu haben, muss das natürlich vom Samplepiano (oder was auch immer man damit ansteuert) unterstützt werden...).

    Als Notenmaterial könnte Lautenmusik ganz gut passen, da kommen nicht zu viele gleichzeitig zu spielende Noten vor und man muss nicht ständig transponieren, weil dreieinhalb Oktaven für viele Fälle ausreichen sollten. Teste die Theorie gerade anhand der e-moll Lautensuite von Bach (genau, der mit dem Bouree, welches jeder von Jethro Tull/Kinowerbung/sonstwoher kennt :great: ), bisher scheint's zu funktionieren. An sich müsste man mit der Variante mit zwei Klaviaturen (wie sie die kommerzielle Version ja zu haben scheint) einen Großteil der vorhandenen Klavierliteratur spielen können, ob das dann praktisch nicht z.B. an unüberbrückbaren Fingersatzproblemen o.ä. scheitert, steht natürlich auf einem anderen Blatt... Angesichts der Tatsache, dass das Ding kein halbes Kilo wiegt und in eine Alditüte passt, wärs aber schon nett, wenn es sich tatsächlich bewahrheiten sollte. :cool:

    NothanUmber
     
mapping