Die Ominöse G-Saite: "Ton stirbt im 12. Bund schnell ab" als Massenphänomen?

von Ideentoeter, 06.06.08.

  1. Ideentoeter

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    Erstellt: 06.06.08   #1
    Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an das Problem, welches ich vor einiger Zeit mal bei einer Squier Strat festgestellt hatte.

    Und zwar folgendes: Das G im 12. Bund auf der G-Saite stirbt schneller ab, als Töne darüber oder darunter. Vielleicht nicht direkt ein Deadspot, aber der Ton kippt schneller in die Obertöne und bricht dann schnell ab.

    Jetzt frage ich mich, ob das nicht irgendwie ein generelles Problem bei bestimmten Gitarrentypen sein kann bzw. ob jemand etwas dazu weiß, oder vielleicht mal bei sich probieren könnte, wie lange das G bei ihm ausklingt, und im Vergleich dazu das F# im 11. oder G# im 13. Bund (auf der G-Saite).

    Denn dieses "Phänomen" habe ich jetzt schon bei mehreren Gitarren gehabt, höherpreisig (mittelklasse) wie niedrigpreisig. Aufgefallen ist es meißtens bei Stratformen (bei der Hagstrom Super Swede die ich mal hatte hab ich nicht drauf geachtet). Zumal jetzt die Stratdformen eh nicht unbedingt das sooo elendig lange Sustain haben.

    Bei meiner Schecter Omen, die ich gerade am liebsten spiele (wenn auch günstig) ebenso bei meiner Diego Strat als auch bei ner Highway One und sogar ner American, die ich mal im Laden angespielt hatte.

    Am Amp gehts teilweise sogar noch, aber man merkts im direkten Vergleich, am besten hört mans bei Guitarrig mit Kopfhörern (wenn ich denn zu später Stunde noch fideln will).

    Würde mich mal interessieren, ob das bei jemandem ebenso ist bzw. obs mal andere ausprobieren könnten.

    Oder ich spinn nur einfach, aber irgendwie find ich das schon seltsam, dass mir das bei mehreren verschiedenen Gitarren (auch Tele Form) schon begegnet ist.
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 06.06.08   #2
    Dieses Phänomen kann bei allen Bautypen vorkommen. Schuld ist der Hals, bzw. dessen Resonanz, die bei einer bestimten Frequenz mit bestimmten Obertönen der Saitenschwingung schneller Energie entzieht als an anderen Stellen. Abhilfe schafft evtl. ein leichtes Verstimmen der Saite, ein Sattel nach dem Buzz-Feiten-System oder eine Metallklemme am oberen Halsrand, die die Halsresonanzen beeinflusst.

    Bei keiner Gitarre klingen alle Saiten an allen Bünden geichlang. Nur ist manchmal der Unterschied krasser hörbar.

    Hier gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung (mit Messreihen) zu diesem Thema:

    http://www.unibw.de/lrt4/forschung/...lichungen_fleischer/deadspots_pic/deadspots_d

    Auch hab ich's schon erlebt, dass ein Deadspot sich leicht verbessert hat, bei einer Gitarre, die intensiv bespielt wurde. Garantie gibt's dafür aber nicht. Jedes Instrument ist halt anders, weil es keine 2 identischen Stücke Holz auf der Welt gibt. Na, wer weiß, viellicht baut Gibson ja irgendwann mal mit gentechnisch geklontem Holz...
     
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  3. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #3
    Jagut, also ist es schon ein eher 'gängiges' Problem? Und fällt das dann unter die Kategorie Deadspot oder nicht? Es ist mir halt wie gesagt immer nur an gleicher Stelle aufgefallen und gut, wenns nicht nur mir so geht.

    Den Artikel hatte ich mir damals schon durchgelesen, sehr interessant übrigens.
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 06.06.08   #4
    Dass Du das Phanomen schon bei mehrern Gitarrren hattest ist icher ein etwas gehäufter Zufall.

    Wenn es ein echter Deadspot ist, muss er mit der selben Saite auch bei etwas anderem Tuning reproduzierbar sein. Tune die G-Saite mal exakt einen 1/2 runter, dann müsste der "Effekt" nun in Bund 13 auftreten, bzw. in Bund 11, wenn Du 1/2 hochstimmst. Tritt es dann aber trotzdem nur in Bund 12 auf, liegt ziemlich sicher eine andere Ursache vor.
     
  5. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #5
    Ja, es geht mir jetzt auch weniger um Fehlerbehebung, als mehr eine beruhigung zu schaffen und es als Gottgegeben hinnehmen, dass Gitarren nunmal nicht immer das machen, was sie sollen ;) Deswegen auch meine Frage, ob das andere auch festgestellt haben. Weils mich wundert, das es bei diversen Klampfen an der selben Stelle auftritt.

    Zumal mein Gitarrenlehrer irgendwann mal beiläufig meinte, das die G-Saite eh sone Sache ist...was er damit meinte weiß ich allerdings nicht :D
     
  6. JohnCoop1

    JohnCoop1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #6
    das is echt normal. hatte ich bei meienr alten epiphone extrem
    n kumpel hat ne ibanez rg, der hat das gleiche problem. also das kann überall sein
     
  7. Skriban

    Skriban Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #7
    Kann ich bei meiner Warlock nicht sagen. Ich hab auch mal meinen E-gitarrenlehrer gefragt - dem is da auch noch nie was aufgefallen.
     
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