Im 12. Bund stirbt der Ton ab?

von Ideentoeter, 11.01.08.

  1. Ideentoeter

    Ideentoeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #1
    Hiho, mal ne Schadensmeldung:

    bei meiner (neuen) Squier Strat ist mir aufgefallen, dass die hohe E-Saite und die G-Saite jeweils im 12. Bund angeschlagen nach relativ kurzer Zeit absterben. Also kein richtiger Deadspot, sondern wo es bei anderen Saiten oder Bünden

    "KLING KLING Kling kling"

    Macht es dort nur

    "KLING kling ..."

    (sorry für das tolle Beispiel :D )

    Und eben nur im 12. Bund. Ansonsten klingt alles sehr schön gleichmässig aus. Jetzt wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen. Woran könnte das liegen? Schnarren tut da nichts, Hals ist richtig eingestellt, Saitenlage ebenso.

    Ich tippe ja auf die Brücke, aber kann zumindest nichts erkennen. Bünde sehen auch alle gut aus. Könnte der Hals verzogen sein? Oder kann es ganz platt an den Werkssaiten liegen (die blieben nämlich erstmal drauf, hab gerade keine Ersatzsaiten)?

    Ich würd gerne feststellen, ob das ein kleine Sache ist, die sich beheben lässt oder ob ich die doch lieber zurückschicke, wobei das schade wär, da sie mir sehr gefällt.

    Danke schonmal

    P.S.: Ich weiß aus Erinnerung, das es schonmal ähnliche Threads gab, leider konnt ich keinen mehr wiederfinden.
     
  2. Uncle Fester

    Uncle Fester Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #2
    Wenn ich das recht interpretiere, dann hemmt etwas die Saiten am Ausschwingen. Vielleicht die Saitenlage etwas höher?
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #3
    Wenn es kein Deadspot bzw. schlecht abgerichtete Bünde sind (und darauf würde ich aber eher tippen), könnte es sein dass etwas in der Gitarre eine unschöne Resonanz erzeugt was den Ton abtötet. Spürst Du irgedwas mitschwingen wie z.B. die Federn vom Tremolo?
     
  4. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #4
    Nagut, Deadspot würde ich halt nicht sagen, da der Ton ja schon kommt, er bricht nur beim Ausschwingen irgendwann abprubt ab und schwingt nicht zuende. Bei ner anderen Gitte hatte ich maln Deadspot, wo der Ton garnicht richtig kam sondern sofort Zack und weg. Ich weiß nicht, ob's für die Definition von Deadspot unterschiedliche Möglichkeiten gibt.

    Die Federn vom Trem hab ich nicht überprüft, wenn da was mitschwingt, dann nicht hörbar, wollte das Trem aber eh festsetzen bzw. die Schraube ganz anziehen. Federn sind drei drin, eine mittig, die anderen beiden aussen. Ich hab daran erstmal nicht gedacht, da ich das logisch nicht nachvollziehbar finde, da es ja nur in einem Bund und nur bei 2 Saiten auftritt.

    Wenns ein Deadspot wäre, was könnte man da machen? Wenn ich sie behalte schlepp ich sie eh irgendwann zum Gitarrenbauer, kann der sowas "gerade biegen"?

    Edit: Saitenlage kann wie gesagt nicht sein, Halskrümung auch nicht. Dat passt schon so bzw. selbst die Saiten bis zum Anschlag hochgeschraubt bringt nichts.
     
  5. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #5
    er kann die Bünde neu abrichten für ca. 50-80€ je nach Laden, das sollte das Problem lösen. Hört sich für mich schon wie ein deadspot an. Hast schon versucht die Saitenlage etwas zu erhöhen zum Testen ob es dann besser wird? Wenn ja, dann ab zum abrichten.
     
  6. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #6
    Siehe edit oben: Saitenlage bringt keine Veränderung :( Und dann ist halt die Frage, ob ich sie nich doch eher zurückschicke und ne andere dafür nehmen soll als jetzt bei ner neuen nochmal 50€ rauflegen. Wär schade
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #7
    Kannst ein paar Samples posten? Vielleicht hört jemand was raus.

    uch noch zu prüfen: Dreck in den Sattelkerben bzw. unsaubere Kerbung, etliche Abdeckungen ab, Staubreste etc. alles schön entfernen und ALLE Schrauben an der Gitarre inkl. Mechanikenbefestigung nochmals prüfen und ggf. festziehen. Es kann immer sein dass etwas "falsch" mitschwingt oder eben diese Frequenzen stark dämpft.

    Trotzdem würde ich es auch noch mit neuen Saiten versuchen, das kann man auch nicht ausschließen.
     
  8. Ideentoeter

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    Erstellt: 11.01.08   #8
    Ja, kann ich heut abend machen bzw. werd ich auch ;) Danke für deine Hilfe.
     
  9. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 11.01.08   #9
    Dedspot heißt ja nicht, das gar kein Ton kommt. Sondern dass Hals und Korpus bei einer bestimmten Anregung so ungünstig resonieren, dass die Schwingung der Saite ausgebremst wird.

    Erstmal prüfen, ob es einer ist: Stimm die G Saite exakt 1 Ton höher. Wenn sie jetzt am 12. Bund wieder länger klingt, dafür nun aber am 10. Bund (wo jetzt das G liegt) kürzer, hast Du einen resonanzabhängigen toten Punkt. Wenn das Problem hingegen weiterhin nur am 12. Bund besteht, liegt ein anderes Problem vor (Bundstäbchen, Saiten, PUs zu hoch eingestellt o.ä.).
     
  10. Ideentoeter

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    Erstellt: 11.01.08   #10
    Aha, und was heißt "resonanzabhängigen toten Punkt"? Also ich kanns mir schon in etwas vorstellen, aber was ließe sich da machen? Arg, ich seh schon, es wird wohl doch aufs zurückschicken hinauslaufen :(
     
  11. _xxx_

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    Erstellt: 11.01.08   #11
    Das heißt dass er abhängig von der Tonhöhe ist bzw. auf bestimmte Tonhöhe/Frequenz reagiert, z.B. bei vielen Gitarren mit Trem hört man die Federn bei einem bestimmten Ton mitschwingen (bei Strats sehr oft C am 8. Bund der D-Saite gegriffen - warum auch immer).
     
  12. Ideentoeter

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    Erstellt: 11.01.08   #12
    Wer? Der Korpus? Hals?
     
  13. KlausP

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    Erstellt: 11.01.08   #13

    ...und daß das Problem eher konstruktionsbedingt ist und sich womöglich nicht so einfach lösen läßt.
     
  14. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #14
    Da haste recht, deswegen sagte ich dass er alle Schrauben prüfen soll und die gute reinigen soll. Kann sein dass gerade ein Staubkorn an der falschen Stelle schud ist weil der einen guten flächenkontakt verhindert oder sonst so was. Oder eben auch nicht, aber einen Versuch ist es wert.
     
  15. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #15
    So, ich muss den Thread nochmal auskramen, da ich nicht weiterkomme bzw. mal theoretisch die Fehlerquelle definieren möchte:

    Ich hab die Gitarre umgetauscht, gleiches Modell, andere Lackierung, selbes Problem. Der Verhalt stellt sich so dar, als dass es anscheinend immer die selben Töne betrifft: oktaviertes E und G, nur diese beiden in verschiedenen Lagen (nicht Leersaite, aber dafür auch ziemlich allen Saiten).

    Wenn der Ton in die Obertöne kippen sollte bricht er abrupt ab.
    Da ich die Gitte gestern wegen Pickup Neuverlötung (danke _xxx_, hat allet geklappt ;) ) auseinander gebaut und untersucht hab komm ich zum folgenden Schluss:

    Am Hals kann es nicht liegen, der ist für die Preisklasse sauber verarbeitet, da schnarrt nichts und Bünde sind gut abgerichtet. Es tritt ja auch wie gesagt immer in etwa bei den selben Tönen auf.

    Beim Sattel waren die kleinen Chinamänner natürllich ganz schlau. Der lässt sich relativ leicht rausnehmen und wurde anscheinend zu tief abgeschliffen, jedenfalls liegen zwei Stückchen Holzfurnier drunter, an die Wölbung angepasst. Könnte es daran liegen? Allerdings habe ich ja bei Leersaiten kein Problem, nur gegriffene Töne.

    Das Trem ist mit drei Federn festgesetzt so gut es geht. Die Schrauben der Federhalterung sind so weit wie möglich reingebohrt (jedoch nicht ganz, da das mit normaler Kraft kaum zu schaffen ist, da widersetzt sich das Holz).

    Bleibt nur noch das Trem an sich. Ist oktavrein eingestellt, allerdings hat das ja nichts zu heißen. Kann es sein, dass die Billigkonstruktion manche Resonanzen schluckt? Oder evtl. der Halsstab? Allerdings scheint der fest zu sein und funktioniert einwandtfrei.

    Es muss ja irgendwas an der Konstruktion bzw. der Komponenten sein, da es bei der zweiten jetzt auch auftaucht.

    Wär super, wenn ihr da ein paar Theorien parat habt. Trem würde ich sowieso austauschen wollen, wobei ich mir das aber 2mal überlegen würde, wenn die Sache dann immer noch auftritt.
     
  16. _xxx_

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    Erstellt: 30.01.08   #16
    Schon mal die Tremolofedern mit einem stück Tuch oder so gedämpft? Die schwingen oft fröhlich mit.
     
  17. Ideentoeter

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    Erstellt: 30.01.08   #17
    Aha. Ich dachte, wenn die mitschwingen hört man das. Können die auch dafür verantwortlich sein?
     
  18. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.08   #18
    Die können, ja. Probier's einfach, ein-zwei Taschentücher reinstopfen (aber nicht so dass die festgeklemmt werden, die sollen sich ja noch bewegen können) und testen.
     
  19. Ideentoeter

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    Erstellt: 30.01.08   #19
    Werd ich probieren. Unabhängig davon habe ich gerade auch gelesen, dass es doch am Hals liegen kann (unabhängig der Bünde), dass, wenn der schlecht gewachsen ist einfach manche Resonanzen evtl. frisst
     
  20. Koebes

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    Ich dachte, Du hast das Problem bei beiden Modellen, da muessten ja zwei Haelse falsch gewachsen sein .

    Wie nah ist der Halspickup zu den Saiten? Vielleicht ist es ja extreme Stratitis, das habt ihr noch gar nicht untersucht.
     
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