diese typischen Eric Johnson Akkorde

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Hallo,

was mich schon seit langem beschäftigt:

jeder, der Eric Johnson hört, kennt diese typischen Intros von ihm. Nehmen wir als Beispiel Cliffs of Dover. In sein Delay spielt er kurz einen Akkord ein, der dann ständig wiederholt wird.

Darüber improvisiert er dann ein wenig und irgendwann gehts mit dem Lied los.
Ich höre Johnson nun schon einige Zeit und mittlerweile weiß ich, dass er hier und da eigentlich immer wieder den gleichen Typ Akkorde verwendet. Ob bei seinen Intros, oder auch sonst so in seinen Songs. Nun meine Frage: Um was für Akkorde handelt es sich dabei?

Ich habe mal ein schönes Video auf youtube gefunden. Das ist zwar nicht von Johnson, aber das Video ist voll von diesen "Johnson" Akkorden. Könnt ihr mir helfen ein paar davon zu erkennen?

http://www.youtube.com/watch?v=g5Se0lzbm7k&feature=related

Zenland ist auch so ein Lied. Das Intro hat auch diese typischen Akkorde. Die wichtigsten die da vorkommen hab ich auch schon raushören können:

Code:
      C#    A#m  F#   Bsus2          
   
E||--13-----9----6-----------|
B||--------------------------|
G||--13----10----6----6------|
D||--11-----8----4----4------|
A||-------------------2------|
E||--------------------------|

Das wären einmal reinige Dur und Moll Akkorde, nur ein bisschen ... anders :D Und lauter sus2 Akkorde. Aber er verwendet grundsätzlich natürlich noch mehr.
Ich will jetzt auch nicht, alle Akkorde, die er jemals gespielt hat wissen :D Sondern einfach diese "ah na klar, das ist doch Eric Johnson" Akkorde
 
R

Reaper Helper

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Also zumindest bei den Dreiklängen (sind keine Akkorde), die du da aufgeschrieben hast, oktaviert er einfach die Terz (bzw die Sekunde beim sus2). Dadurch klingt der Dreiklang offener und heller. Das sorgt für diesen leicht "fliegenden/schwebenden" ton.
 
S

S.Tscharles

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Eigentlich wollte ich ja nicht mehr, aber da gab es schon in 2007 mal das Thema. Ich habe mir jetzt die Schreibarbeit erspart, aber eigentlich wurde schon damals alles geschrieben:

Der Haupttrick bei "Cliffs of Dover" (neben Satriani´s "Always with me.." übrigens eines meiner absoluten Lieblingsstücke) ist, daß der werte Herr eigentlich mehr oder weniger aus Dreiklangsarpeggien heraus arbeitet, dafür aber sehr (für den Normalgitarristen) ungewöhnliche Voicings verwendet. Wenn man die mal raushat, hat man meiner Meinung nach schon mehr als die halbe Miete!
Es gibt ein Buch mit Transkriptionen der "Ah-via-Musicom" auf der eine lahme Studioversion von "Cliffs" enthalten ist, die aber nicht viel taugen. In der amerikanischen GuitarOne war vor Jahren mal eine bessere Transkription, leider gibt es aber meines Wissens keine zu der Live-Version aus AustinCityLimits, die auf irgendeinem GuitarSampler und mal als Soundfolie im GuitarPlayer zu finden war - und die dann wirklich abgeht.
Nebenbei, daß Video auf YouTube stammt zwar angeblich auch aus AustinCityLimits (einer Fernsehshow), aber kommt immer noch nicht an besagte Audio-Aufnahmen heran!
Aber - ich mein´ja nur!

und dann war noch das:

Dat Dingens läuft in G-Dur, Einleitung E-Moll-Pentatonik bzw. -Bluestonleiter, die auf E-Dur-Pent endet. Dann geht´s über verschiedene Arps (Em,Am,G,C und wieder G den Hals rauf.
Das Thema läuft mehr oder weniger immer über G/G/C/D (viermal) und ist mehr oder weniger komplett arpeggiert.Wenn ich´s richtig habe, läßt der Gute dabei immer noch die leere G-Saite als Drone oder Pedal mitlaufen.
Wenn er dann wieder oberhalb des 12.Bundes spielt, ist die Akkordfolge Am/D/G/Em (richtig, viermal), dann wieder 8 Takte G wie nach der Einleitung bzw. immer als Zwischenteil.

Das wär´s so im Groben.

Wichtig ist bei der ganzen Kiste, daß er mehr oder weniger aus Akkorden heraus spielt, und eben nicht "single note", will heißen, die Finger bleiben möglichst liegen.
Das, und die Verwendung von reinen Dur- bzw. Molldreiklängen macht viel für den violinartigen Ton bzw. den klassischen Touch, und damit den Reiz des Stückes aus, während die verwendeten Effekte oder die Verzerrung meiner Meinung nach fast vernachlässigbar sind.
Größte Hürde dürfte neben den argen Spreizfingern, die der Herr macht, das Tempo sein. Da üb´ ich nämlich auch noch dran, allerdings: die Nummer ist so genial, daß man sich das besser nur anhört und gar nicht erst versucht, sie nachzuspielen. Allerdings läßt sich aus der Analyse viel lernen.

Und Tschüss!
 
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sehr gut, das hilft mir auf jeden Fall schon mal weiter!

direkt nachspielen mag ichs ja gar nicht. Will mich eher inspirieren lassen und so manches in meine Sachen einbauen. :great:
 

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